Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generator

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon schlossschenke » 29.10.2018, 23:09

Guten Abend,

der Regler ist erstmal für das 24V-System ausreichend, die Peak-Leistung erreichst du nur sehr selten und dann wird auf die max. 70A begrenzt. Besser ist den Strom auf 20% des Wertes der Batteriekapazität zu begrenzen, solange die aktuellen Batterien noch leben. In deinem Fall ca 40A. Der Regler wurde so gewählt, dass er auch für eine spätere Erweiterung nicht zu klein ist. Das bedeutet aktuell würde dir auch ein 150/45 reichen oder eben der günstigere 100/50 mit den erwähnten Nachteilen.
Ripper1199 hat nicht unrecht mit der Tatsache, dass das Problem die Schlechtwettertage sind. An diesen Tagen wird nur ein Bruchteil der PV-Leistung erreicht, sodass es Sinn machen kann den Laderegler kleiner auszulegen und den PV-Generator zu groß, damit auch bei schlechtem Wetter einigermaßen Ertrag zusammenkommt. Allerdings sollte der Regler so ausgelegt sein, dass mindestens 1/10 der Ah-Zahl an Ladestrom erreicht wird, maximal hingegen 1/5. Alles darüber beschleunigt den Batterieverschleiß erheblich. Das gilt für Bleibatterien, Lithium verträgt etwas mehr. Für die Einrichtung dieser Begrenzung benötigst du noch ein VE.direct zu USB-Kabel oder einen VE.direct Bluetooth Adapter. Das erleichtert dir auch die Einrichtung des Batteriemonitors (falls du ein Android/Apple-Smartphone besitzt). Damit lassen sich zusätzlich Erträge auswerten und Updates einspielen sowie die aktuelle PV-Leistung anzeigen. Alternativ kannst du die Geräte auch als "Smart"-Version mit eingebautem Bluetooth kaufen. Wahrscheinlich kommt ein einzelner Bluetooth-Adapter aber günstiger, weil der BMV700 Batteriemonitor in der Regel nur einmal konfiguriert werden muss.
Falls du später mal auf 48V erweitern willst müsstest du nur den Multiplus tauschen, der Rest kann bleiben. Mit deinen aktuellen Batterien ist das nicht möglich. Die aktuellen Batterien solltest du vor dem Aufbau übrigens auch erstmal alle auf den gleichen Ladezustand bringen, also am besten vorher alle mal 1-2 Tage parallel schalten und laden. Bei deinen aktuellen Entladeströmen ist ein 48V System nicht wirklich nötig. Es ist kein Problem an den 70er Laderegler noch eine weitere Reihe Module zu hängen. Damit erhöhst du an Schlechtwettertagen etwas den Ertrag.
Der limitierende Faktor ist bei der Anlage momentan eher die Batterie, die mit 2,6kWh Puffer etwas mager ausfällt. Wahrscheinlich bekommst du für den Verkauf aber nicht mehr sonderlich viel, also würde ich sie nutzen um dann herauszufinden ob es möglicherweise sogar nicht einige Jahre damit klappt. Beim danach fälligen Neukauf kannst du die Kapazität dann entsprechend erheblich erhöhen und die Ladereglerbegrenzung rausnehmen. Die 2,6kWp passen dann perfekt zu den 70A Ladestrom und damit geht dann auch einiges in Kombination mit einer großen Batterie.

Zum Multiplus: Das Ladegerät funktioniert nur, wenn der Generator läuft. Der Multiplus schleust den Strom vom Generator zu den Verbrauchern durch und lädt mit dem Überschuss die Batterie. Hier ist es wichtig, dass nur geladen wird, wenn nicht sowieso schon viel Photovoltaikleistung vorhanden ist (also mittags die Sonne scheint). Die Ladeströme vom Multiplus und dem Solarladeregler werden nämlich addiert. Mit einem CCGX oder Venus würde sich das zwar gemeinsam begrenzen lassen, aber das kostet nur wieder unnötig Geld.
Man kann die Multiplus parallel schalten. Falls du merkst, dass doch noch ein größerer Verbraucher nachkommt, kannst du einen zweiten dazukaufen, falls es einer alleine nicht schafft. Falls du eine Kaffeemaschine planst macht es Sinn gleich den 1600er zu nehmen. Ob du die 300-350€ Aufpreis für den Multi nur wegen der Generatoroption ausgeben möchtest musst du entscheiden.
Leider kann ich dir in diesem Leistungsbereich keinen Generator empfehlen, der diese Option bietet.

EDIT: Ja genau, richtig verstanden! :D
Hm, um den Balancer verwenden zu können müsstest du zwei 12V-Blöcke bilden, ansonsten bräuchtest du 9 Stück davon, für jeden einen. Ich bin der Meinung, dass du den bei neuen Batterien eher nicht benötigst. Lieber 9x2er Blöcke machen als 2x9 und entsprechend alle mit gleich langen Kabelwegen verbinden, z.B. auf einer Kupferschiene. Dadurch werden die Ströme gleichmäßiger aufgeteilt. Ein Balancer würde bei der 2x9 Lösung zwar die Spannung der beiden Blöcke identisch halten, aber die Ströme innerhalb dieser Blöcke werden nicht gleichmäßig aufgeteilt. Wichtiger ist es darauf zu achten, dass die Batterie regelmäßig 100% erreicht und auch einige Stunden hält sowie idealerweise niemals unter 50% Ladezustand fällt.
Der Batteriemonitor-Shunt kommt als erstes an die Batterie. Erst danach die Verbraucher, also im Sinne der Verschaltung, nicht des Zeitpunkts.
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon pezibaer » 30.10.2018, 08:32

Also mal nur mal meine Meinung aus Erfahrung mit den Kleinen Blöcken. Das Einzig sinnvoll was man dir zu deinen Batterienzwergen aus der USV raten kann ist das wenn sie noch in Ordnung sind das du sie so schnell wie möglich weiter bringst. Niemals im leben würde ich mit 18 solche klein Teilen hier anfang ein Inselsystem zu verkabeln bzw Aufbauen. Wenn da nur ein einzige wegstirbt reißt es dir die gesamten anderen mit in den Tod.. und das noch bei Anständigem Querstrom. Und dann kannst sie alle zusammen entsorgen Und rechnen d ir bei 18 STück das Ausfallsrisiko mal aus. Das ist mehr oder minder ein Himmelfahrtskommando. Verkauf die Teile wenn Sie in Ordnung sind um 20-25€ das Stück, das sollte man mindesten dafür bekommen wenn sie wirklich neu /fastneu sind damit hast round about um die 400€ und nimm das als Basis für einen richtigen Batterieblock. So ist das nur eine unnötiger verschwendung von Material und Geld. USV zwerge sind weder für Inseln gedacht noch geeignet. Ich bin kein Freund von weggeben as man schon ha, aber hier ist ein klarer Fall das durchs weggeben und Neukaufen wesentlich mehr davon hat.
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon schlossschenke » 30.10.2018, 10:13

Pezi hat schon recht, der Batterieverbund ist nicht optimal. Aber solange die Verkabelung jeder 24V-Batterie zu den Verbrauchern gleich lang ist kann die Lebensdauer erhöht werden. Solche Blöcke sterben oft durch die typische Parallelschaltung, in der Plus an der ersten und Minus an der letzten abgeriffen wird. Leider finde ich das Dokument dazu nicht mehr, aber es ist im Prinzip der selbe Grund (Widerstand), weshalb die Verkabelung der Multis bei Parallelschaltung identisch lang sein sollte. Die Batterien altern dann unterschiedlich schnell, die am stärksten belastete gibt zuerst auf.

Das Gesamtausfallrisiko ist durch mehrere Batterien in der Tat erhöht. Man kann das allerdings auch anders sehen. Wenn von den 9 Blöcken einer ausfällt, können die restlichen 8 weitergenutzt werden. Bei 9 Batterien reicht es jede mit 10A abzusichern. Sollte die Sicherung bei einem Zellenschluss trotzdem nicht auslösen und die Batteriespannung wird langsam runtergezogen, sollte man das natürlich rechtzeitig feststellen und die Sicherung selbst ziehen. Allerdings sind Gel-Batterien gegen Tiefentladung weniger empfindlich, sodass sie auch das einmal verkraften sollten. Im Winter, wenn die Anlage nicht genutzt wird, kann man die Sicherungen nach Vollladung ebenfalls ziehen und jeden Block für sich alleine stehen lassen. Eine Gel-Batterie sollte den Winter sogar ohne Nachladung überstehen. Eine gelegentliche Nachladung nach 2 Monaten bekommt ihr besser als dauerhafte Ladeerhaltung.

Insgesamt ist die ganze Verkabelung natürlich recht zeitaufwendig und kostet vermutlich mehr Geld, wobei die Querschnitte entsprechend viel kleiner ausfallen können.

Du bekommst im Sommer, während du dort wohnst, wahrscheinlich recht viele Zyklen auf die Batterie. Dafür sind USV-Akkus meistens nicht ausgelegt, also werden sie nicht sonderlich alt werden. Falls du die tatsächlich noch für 400-500€ losbekommst kannst du dir überlegen ob du dafür nicht Traktions-Batterien kaufst. Die günstigsten wären die Trojan T105 und kommen bei der gleichen Kapazität etwa auf ca. 600-750€. Die Trojan haben den Vorteil, dass sie länger halten werden. Sie haben aber auch den Nachteil, dass sie sehr durstig sind und einen schlechten Wirkungsgrad haben, also verpufft viel Energie im nichts. Und eigentlich ist die aktuelle Batterie ja sowieso schon zu klein, also müsstest du eher 8 Statt 4 kaufen. Damit hättest du dann aber ein 48V System.

Achtung: Falls du andere Batterien in Erwägung ziehen möchtest würden die Komponenten für die Anlage etwas anders aussehen. Du könntest dann auf 48V gehen, die Batterie größer auslegen (für das Herbstwochenende). Aufgrund der 48V reicht wieder ein 150/35 Regler. Man könnte über einen Multiplus II nachdenken, der ebenfalls mit 48V arbeitet, viel mehr Leistung bereitstelen kann und im Standby-Verbrauch kaum höher ist. Daran läuft dann sogar eine Waschmaschine. Auch hättest du die Möglichkeit auf ein Batteriemodulsystem zu setzen, wie z.B. die BYD B-Box. Die kann man sehr unkompliziert erweitern, weil jede Batterie ihr eigenes BMS hat. Die BYD sollte man bei längerer Abwesenheit aber auf 80% Vollladung begrenzen. Die Sache ist jedoch die, dass die Anlage in dem Fall von den Gesamtkosten nicht mehr stark vom Netzanschluss abweichen dürfte.
Zuletzt geändert von schlossschenke am 30.10.2018, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon DO5MZ » 30.10.2018, 10:27

Hallo,

So ein Batteriehaufen macht schnell Ärger und der verkabelungsaufwand ist immens wenn man es richtig macht und jeden Akku einzeln absichert. Wenn irgend wo ein Zellenschluss entsteht sind ruck zuck die anderen Akkus mit gestorben, Ich hatte vor 2 Jahren so einen Fall in der Anlage da hat eine 135Ah Batterie einen Zellenschluss bekommen und in 10h alle anderen Akkus auf 30% gezogen, knapp 4KW habe die anderen 5 Akkus dann gewollt. Die eine Batterie hatte dann so knapp 40C° bei 5C° in der Hütte.
Eine Heizung in der Gartenhütte wie du sie willst ist nicht nötig und bringt nur Kondenswasser. Ich habe auch keine Heizung und ein paar Geräte laufen 24/7 bei 7W Verbrauch gesamt.
Auch meine Getränke wurden mit einer Engel Kühlbox gekühlt was den Sommer ganz gut ging an der 235W Anlage

Gruß Markus
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon pezibaer » 30.10.2018, 10:34

@schlossschenke Nur so ein Tip in der Kürze liegt die Würze. :wink:

BTW hier wird von USV und von Gel Gesprochen. "Niemand nimmt bei USV Gel.". also würde mich das wundert wenn es GEL sind. Das sind doch jetzt mal auf verdacht normale VRLA ..Wie fast immer wenn die Leute sagen sie haben Gel, weil alles was wartungsfrei ist wird in der Regel von Laien als GEL bezeichnet

mit 10 A pro Einheit ist absolut unklug.. minium 50A mit 10mm² verteilt und dann nach Verteilung einen Hauptvorsicherung dem Anschlussquerschnitt entsprechend sonst wird das eine wunderbare Kettenreaktion bei Überlast nachsich ziehen . Poff Poff Poff

Gartenhütte nimmt doch niemand bei dem kleinen Leistungsbedarf 48V und LI auch net.. KKPP (Kälte-Kapa-Preis-Problem)
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon schlossschenke » 30.10.2018, 10:37

Hallo Markus,

bei 5 Akkus und 70% Entladung muss durchschnittlich ein Strom von ~40-50A geflossen sein.
Wie waren die Akkus denn abgesichert? Hat die Sicherung nicht ausgelöst? Wenn man von einer 30A Absicherung ausgeht wären das bei 6 Stück ja insgesamt 180A zulässiger Gesamtstrom gewesen. Hattest du Verbraucher dran, die mehr als 180A benötigt haben? Wie waren die Akkus verschaltet? Es ist in der Tat ein Problem, dass Sicherungen bei Zellenschluss oft gar nicht auslösen.

Gruß

schlosschenke

@pezibaer hat geschrieben:@schlossschenke Nur so ein Tip in der Kürze liegt die Würze.

Sind dir meine Beiträge zu lange? :D

Das sind doch jetzt mal auf verdacht normale VRLA

Ja, leicht möglich.

mit 10 A pro Einheit ist absolut unklug.. minium 50A mit 10mm² verteilt

Weshalb? Das entspricht etwa der max. Startstrom-Leistung des Multi 1200, lass es 15A-20A sein. Bei 50A wären über 400A bei der Batteriebank möglich. Das schützt dann nur noch die Leitungen.
Der Kühlschrank läuft innerhalb max. 1 Sekunde an. 50A entsprechen der Dauerlast des Multi 1200, die muss ich doch nicht bei jeder Batterie verwenden. Bei identischen Batterien und Verkabelung weichen die Ströme nur geringfügig ab und teilen sich einigermaßen gleich auf.

und dann nach Verteilung einen Hauptvorsicherung dem Anschlussquerschnitt

Eh klar, wobei die Sicherung auch kleiner ausfallen darf, außer sie dient einzig und alleine der Absicherung der Kabel. Der Multi hat dafür aber ja quasi schon eine integriert. Wenn man am Multi also immer zuletzt abklemmt kann man sich die sogar sparen. Beim Laderegler weiß ich es gerade nicht, hier muss ggf. noch eine gesetzt werden. Am idealsten und sichersten ist es natürlich immer die Sicherung direkt an der Stromquelle zu montieren, also am Anfang des Kabels.

Gartenhütte nimmt doch niemand bei dem kleinen Leistungsbedarf 48V und LI auch net

Hey, das ist im Sommer ein Wohnhaus! :mrgreen: und man weiß nie welche Verbraucher noch kommen. 24V reichen ganz klar, aber 48V wird sich bei den Heimspeichern durchsetzen und in 5-10 Jahren vermutlich um einiges günstiger werden. Ist somit nicht notwendig, aber verkehrt ist es auch nicht.

BTW: Es gibt sogar einen 48V 250VA Phoenix. Wer das dann einsetzt weiß ich allerdings auch nicht ...
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon schlossschenke » 30.10.2018, 11:45

Man könnte zur Absicherung auch KFZ-Sicherungen nehmen, dann bleiben die Kosten überschaubar, falls mal eine oder alle Sicherungen fliegen:

https://www.amazon.de/TurnRaise-12-Fach ... GDRC7?th=1


Die DInger gibt es auch robuster mit Schraub- statt Steckverbindung und ohne LEDs, die ich vorziehen würde. Angeblich bis 100A belastbar, würde ich aber nicht ausreizen. Da ist dann nochmal eine große Sicherung fällig, wie von Pezi beschrieben.
Inwieweit KFZ-Sicherungen problematisch bezüglich des Spannungsabfalls sind kann ich allerdings nicht beurteilen. Es wäre auf jedenfall eine günstige Lösung.

Aber ich höre jetzt auf auf dem Minibatterie-Verbund herumzureiten :wink:. Am Schluss glaubt noch wer ich befürworte und unterstütze das.
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon pezibaer » 30.10.2018, 12:36

schlossschenke hat geschrieben:
@pezibaer hat geschrieben:@schlossschenke Nur so ein Tip in der Kürze liegt die Würze.

Sind dir meine Beiträge zu lange? :D


Ganz ehlrich, ja :mrgreen: . Techniker wollens immer möglicst kanpp und Kurz info ohne Schnickschnack :P Auch für den Laien istd as besser weil er mit einem mehr an Info als er eigenentlich braucht ist er in der Regel erfahrunsggemäß eher überfordert ist wenn mans ihm auf einmal hinknallt.. Das klappt nur mit interaktion. Deswegen mach ich z.B keine Beratung per Email mehr.. zu 90% sinnfrei weil dafür brauchst Tage.. bis man zum ziel einer einfache Anfrage kommt.. da es auf einmal nicht geht weils nicht ankommt udn dan 100er mal hin und herschreiben benötigt.. Siehst ja eh hier im Thread.. wie lang sowas dauert .. das geht interaktiv viel schneller

mit 10 A pro Einheit ist absolut unklug.. minium 50A mit 10mm² verteilt

Weshalb? Das entspricht etwa der max. Startstrom-Leistung des Multi 1200, lass es 15A-20A sein. Bei 50A wären über 400A bei der Batteriebank möglich. Das schützt dann nur noch die Leitungen.


genau dafür sind die Sicherungen auch da ;) und nicht um den Übergangswiderstand zu erhöhen und eine Künstliche Fehlerquellen zu erzeugen.. und BTW ich hab mit einem 1200/24V Phönix schon ein paar mal eine 100A Sicherung geschossen.. mit dem 12er sowieso.

Der Multi hat dafür aber ja quasi schon eine integriert.


Der Phönix auch.. aber bitte keine GeräteeingangsIcherunge mit einer Leitungssicherung verwechseln. Das sind 2 Paar schuhe

Hey, das ist im Sommer ein Wohnhaus! :mrgreen: und man weiß nie welche Verbraucher noch kommen. 24V reichen ganz klar, aber 48V wird sich bei den Heimspeichern durchsetzen


Was heiß´t durchsetzen 48V ist bei 3- 5 KW halt Standadard .. jedoch nicht bei 1.2kva



BTW: Es gibt sogar einen 48V 250VA Phoenix. Wer das dann einsetzt weiß ich allerdings auch nicht ...[

Welche die am 48V Groß System ein etwas zur überwachnung extra versorgen... und z:;b der Große bei nichtanwesendheit abgeschalten wird. ZB Monitoring System Inet und CO..
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon ripper1199 » 30.10.2018, 13:26

Ich bleibe dabei, die vorgeschlagenen Laderegler sind übergross für die beschriebene Anwendung. Die Maximalleistung wird er nie brauchen. Dagegen hier nahe Stuttgart in den letzten 4 Tagen: 5 Minuten bei 400W (80% Ausnutzung eines 20 A Reglers), ansonsten 50 bis 195 W, Ertrag 0,44 bis 0,9kWh aus über 2 kWp. Und die schlechte Zeit kommt erst noch.

Für die Preisdifferenz kann man auch nen 100/20 in der 48 V Sonderform nachkaufen. Auch, das eine Gerät für über 500 Euro (zu 180) zukunftssicher machen und das andere für 800 bis über 1000 Eur mal eben neukaufen finde ich hochgradig unwirtschaftlich. Es sind doch genug Batterien vorhanden. Für 75 Eur 3 Balancer von Loadchamp gekauft, direkt auf 48 V gegangen und die Kabel lang genug gelassen bis in nem Jahr die vorhandenen kaputt sind und mans nochmal ordentlich verkabelt...
Mit Fernstartgeneratoren kenne ich mich in der Grösse nicht aus. Bisher hab ich nen Honda EX7 mit 600 Watt aber nur hand gestartet. Ich las das Ding 2 Stunden laufen wenn nötig. Zum laden dieser kleinen Kapazität ist der super weil die hohe Ladeleistung hat man eh nur 20 Minuten, danach geht die Leistung runter und das Benzin verpufft vorallem zu Lärm. Je grösser das Aggregat umso höher der Grundumsatz. Persönlich würde ich es als BHKW mit nem Einspritzer Motor der Honda CBR125 machen. Die interne Lichtmaschine hat etwa 250 W, die Wasserkühlung kann man mit Wasserschläuchen ins Haus ziehen und den Kühler samt Gebläse laufen lassen. Am Abtrieb noch ne beliebig grosse Lichtmaschine zusätzlich möglich.
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Re: Unterstützung für Planung einer Inselanlage mit Generato

Beitragvon schlossschenke » 30.10.2018, 15:01

@ripper1199

Bei 48V würden 2 Batterien wegfallen (4x4, 18 vorhanden), obwohl die Kapazität sowieso schon recht gering ist. Den 100/20-48 kann man nehmen, aber ausschließlich mit 120Zellen (jeweils 2 Modulen in Reihe) betreiben. Zwei 72-Zeller sind daran zu gefährlich. Das ist für Blei nicht sinnvoll, die Spannungsdifferenz wird im Sommer zum Problem. Der 100/20-48 wurde ausschließlich für LiFePO4 48V-Systeme entworfen.

Auch, das eine Gerät für über 500 Euro (zu 180) zukunftssicher machen und das andere für 800 bis über 1000 Eur mal eben neukaufen finde ich hochgradig unwirtschaftlich.

Der 150/70 ist für die Leistung bei 24V ausgelegt. Die 48V-Option ist ein extra, das nicht in Anspruch genommen werden muss und deshalb auch nichts ausgetauscht werden muss. Außerdem macht ein 48V-Blei-System mit 2 60Zellern keinen Sinn, siehe oben. Es müsste in dem Fall also so und so ein 150V Regler her. Und damit stehen mit dem Regler alle Optionen offen, egal ob 24 oder 48V. Er ist für die zukünftige Batteriebank bereit, die dann größer ausfallen darf, falls der Verbrauch doch ansteigt. Wenn erstmal Strom vorhanden ist, ist es recht wahrscheinlich, dass noch weitere Verbraucher dazu kommen. Z.B. eine Kaffeemaschine, ein kleiner Wasserkocher, ein Akku-Rasenmäher. Eine 500Ah Batterie verhungert dann mit einem 20A Regler, wohingegen sie sich nach einer Schlechtwetterperdiode über die 70A freut, wenn die Sonne mal wieder einen Tag scheint. Es ist ständig die Rede von einem Generator für evtl. kommende größere Verbraucher. Natürlich legt man den Regler dann gleich für die Zukunft aus.

Für 75 Eur 3 Balancer von Loadchamp gekauft, direkt auf 48 V gegangen

225€ für 3 Balancer bei unsinnvoller Parallelschaltung der Batterien findest du hingegen wieder in Ordnung? Was bringt dir der Balancer, der die Spannung der 12V-Bänke ausgleicht, wenn die Ströme innerhalb dieser ungleich aufgeteilt werden? Würdest du zwei Staplerbatterien auch so verschalten, dass du zuerst die einzelnen 2V-Zellen der Batterien parallel schaltest? Bzw. beim umklemmen einer 48V-Stapler auf 24V ..

Ertrag 0,44 bis 0,9kWh aus über 2 kWp. Und die schlechte Zeit kommt erst noch.

Deshalb ist die Batterie ja eben eigentlich zu klein. Und eine zukünftige größere wird mit dem Popelregler dann gar nicht mehr voll. Es könnte aber möglicherweise gerade so reichen, weil die Anlage quasi nur im Sommer genutzt wird. In der schlechten Zeit nur mal unregelmäßig am Wochenende ohne Kühlschrank. Und da zählt jede Stunde, in der die Sonne mal durchkommt um die Batterie mit mehr Ladestrom wieder voller zu bekommen.

Wie würde denn deine Systemempfehlung bei 1,5-2kWh Tagesverbrauch aussehen?
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