Solaranlage Boot

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon pezibaer » 17.05.2018, 21:47

@Felzen *wink* (wie wir beide viel beschäftigten es heute geschafft haben 1h15 zu telefonieren frag ich mich noch immer :)

Im prinzip haben wir sogar das Thema kurz angeschnitten. Eines möchte ich da aber einwerfen der Punkt der langzeit Sulfatierung durch Selbstentladung, ist nicht zu vernachlässigen. Ich sehs im Speziellen bei Neubatterien im Lager. Wenn wir was rein bekommen das 1-2 Monate schon im Bannerlager stand, haben wirs zwar in der regel in 1-2 Wochen raus, nur wird bei uns jede Batterie trotzdem einzeln durchgeladen bevors rausgeht, weil auch schon nach 2 Monaten Standzeiten aus dem Zentrallager die Batterie gut 12-18H benötigt um minimale Sulfatierung durch Lagerung abzubauen, so das ich ausgehend eine Einwandfreihe SD bescheinigen kann. Wenn ich jetzt die norm Lagerzeiten angeben würde was von den batterieherstellern vor nachladung angegeben glaubt mir hier das eh keiner. Ich hab z.B bei einem Block von EB aktuell nächsten empfohlenen nachlade termin KW46 vom Hersteller.. ab jetzt.. ich hatte sowas mal probiert mit einem 100er testblock.. noway.. dann kann man regenerieren anfangen

Das bedeutet umgelegt auf das Starterproblem, wenn jetzt Batterien sehr lange im Sinne von 3-4 Monaten nur unter anbetracht der Selbstentladung stehen ist es vom allgemeinen Entladegrad kein Problem weil das sind nur 15% ok.. das Problem ist hier das das feinstgebildetet Sulfat bei der Selbstentladung hier nicht später hier durch schnelles und kurzes laden mit dem Motor wegzubekommen ist, das wirkt sich dann schon aus. Sogesehen ist ein laden der Starterbatterie hier schon ne Option.. einen 2ten laderegler hier zu nehmen oder Diode.. kann man .. man kanns aber einfach ganz ehrlich zur Ladeerhaltung auch einfach parallel schalten über den Winter. Wo wir oft gegen Solar mit 2 Ausgängen Gegenargumentieren ist wenn hier WO/MO oder boote abgedeckt oder überdacht stehen.. und dann ist alles Sinnfrei

lg
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon e-zepp » 17.05.2018, 22:07

pezibaer hat geschrieben:@Felzen *wink* (wie wir beide viel beschäftigten es heute geschafft haben 1h15 zu telefonieren frag ich mich noch immer :)

Servus @Pezi, um Deine Frage zu beantworten: Ist der Handel noch so klein bringt er doch mehr als Arbeit ein ! :mrgreen:

Aber eigentlich wollte ich genau das Gleiche schreiben wie Du :
Nach 2-3 Monaten ohne Ladung genügen zwar rechnerisch max.10 min von der Lima, aber damit ist der Akku sicher nicht
komplett entsulfatiert. Dafür braucht er mind. noch einen langen gemütlichen Wellnesstag am Modul.
Zeit ist bei Blei halt durch nix zu ersetzen :D
Andererseits, wenn ein guter Starterakku nur alle paar Monate ein paar Sekunden arbeiten muss kann es durchaus
auch ohne Erhaltungsladung sehr viele Jahre dauern bis er die Grätsche macht.
glg,
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon alpha-x » 18.05.2018, 08:31

So nun bin ich zwar wieder schlauer, was das -soll man laden oder nicht- betrifft.

Auch wenn hier die Meinungen nicht immer übereinstimmen, dürften alle eine Logik haben.

Ich möchte jedenfalls ALLE Batterien an den Solarregler bekommen, weil es so sind sich ja alle einig, keinesfalls schadet und maximal nicht notwendig wäre.

Kann ich dazu die Vctron Trenndiode verwenden und wenn ja wie anschließen?

Die Diode hat einen Eingang und drei Ausgänge.
An alle Ausgänge ne Batterie wäre klar, geht aber wohl nicht so, weil: siehe nächster Satz
Den Regler an den Eingang wäre klar, geht aber nicht, weil ihm dann die Versorgungsspannung für die eigene Elektronik fehlt.
Zudem kann der Regler dann ja auch die Batterien hinter den Dioden nicht mehr bewerten und perfekt laderegeln.

Oder sehe ich da was falsch?

scauter2008 schlägt vor:
Den Kühlschrankakku direkt am Laderegler dran lassen.
Den Eingang des Trenndiodenmodul am Lastausgang des Laderegler anschließen.
Die 2 Akkus an die Trenndiodenmodul.

Der Kühlschrankakku wird so immer geladen, sind z.b 14V erreicht schaltet der Lastausgang des Ladereglers durch und lädt die anderen 2 Akkus.


Dagegen spricht bei mir, dass ich den Kühlschrank ja über den Lastausgag steuere und im Falle von Stromengpass damit abschalte bevor die Batterie hinüber ist. Somit bräuchte ich einen 2. Lastschalter....
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon joule » 18.05.2018, 17:16

FelzenSolar hat geschrieben:@JOULE
Ok dann frage ich mal anders: Wer lädt Ihre Starterbatterie im Auto, wenn
Sie 3 Wochen in Urlaub fliegen und das Auto im Parkhaus steht?

Mein Auto steht nicht im Parkhaus, denn dann wäre die Batterie nach spätestens einer Woche platt.
Die Ruheströme vom Schliessystem, der Gasschnüffelanlage, Radio (Diebstahlsicherung), Marder-Ultraschallanlage, etc. scheinen ziemlich hoch zu sein.
Eine moderne Starterbatterie hat eine Selbstentladung von monatlich ca. 4 % . Somit ist es völlig
überflüssig sich Gedanken um eine Nachladung zu machen, selbst wenn man seinen Bootsmotor
alle 6 Monate 1 mal startet.

Es geht nicht um die Selbstentladung, sondern um die vielen Verbraucher, die an Bord einer Yacht oder eines Wohnmobils versorgt sein wollen.

Bobby Schenk, unser bekanntester Weltumsegler schreibt: "Wenn ich das für uns grob überschlage (bzw. mit Energiemonitor oder Zangenamperemeter messe), komme ich mit Funkgerät (nur Empfang, ca. 1 A), Navigationsinstrumenten (ca. 1 A), Navigationsbeleuchtung (1 bis 2 A, je nach Anzahl LEDs; wenn keine LEDs, Wattangabe pro Glühbirne beachten), Radio (ca. 1 A), einigen Kleinverbrauchern (< 1 A) wie z.B. Handyladegerät, auf ca. 300 Ah/d.

Mein Boot liegt seit 1994 fast ununterbrochen im Wasser inkl. einer Weltumsegelung , war nie in einer Marina und ankerte
von 1999 bis 2014 ununterbrochen auf dem Rio Guadiana (Tidenfluß) in Portugal.


Bobby Schenk schreibt:

"Unser Energiemonitor (dieser zählt die Amperestunden, die aus der Batterie heraus bzw. in die Batterie hinein fließen) zeigt uns aber an, dass wir pro Nacht, in der wir vor Anker liegen (also fast immer) ca. 50 Ah verbrauchen. Hauptsächlich durch Kühlschrank und Ventilator. Die Kühlbox machen wir nachts aus.

Unterwegs frißt der Autopilot den Strom

Autopilot: Unser Autopilot benötigt ca. 6 A unter Last (also bei Kurskorrektur), ansonsten (Ruhestrom) ca. 1 A. Der Kurs wird allerdings je nach Wind, Welle, vor allem aber Trimm der Segel (und damit mehr oder weniger ausgewogenem Segeldruckpunkt), im Mittel nur ca. einmal alle drei Sekunden korrigiert. Und nur dann fließt der hohe Strom von 5 A für die Servopumpe. Und das im Mittel auch höchstens für eine Sekunde, was ausreicht, um die Ruder neu zu justieren. Die Servopumpe braucht also nur ca. in einem Drittel der Zeit Strom.

Energiebedarf Autopilot pro Stunde = 1 Ah + 5 A x 0,3 h = 2,5 Ah/h oder pro Tag: 60 Ah/d "

https://www.yacht.de/schenk/n005/energ.html

Die Frage, ob ich die Ausführungen des Deutschen Segelpapstes Bobby Schenk oder die Aussagen von Herrn Felzen ifür richtig halte, geht eindeutig zu Gunsten Bobby Schenks aus.

In meiner Verwandtschaft habe ich ein sehr erfahrenes weltumsegelndes Ehepaar, welches am Heck ihrer Yacht nicht nur einen Windgenerator sondern auch zwei Hydrogeneratoren hat, um den Stromverbrauch ihres Schiffes zu decken.

Was für Yachten gilt, trifft übrigens auch auf Wohnmobile zu, wo ja auch viele Verbraucher, wie Kühlbox, Ventilatoren, TV, Radio, Licht, Gaswarnanlage etc. mit Strom versorgt sein wollen. In vielen Ländern fehlt ja die Infrastruktur, um ständig nachladen zu können, so dass man auf Solarpanele angewiesen ist.
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon joule » 18.05.2018, 18:17

P.S. Auf dem folgenden beispielhaften Bild sehen wir einen polnischen Weltumseger. Herr Felzen wird sicher auch die Solarpanele entdecken, die zur Standardausstattung von Langfahrtseglern gehören: https://i0.wp.com/segelreporter.com/wp- ... 580524.jpg
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon alpha-x » 18.05.2018, 20:27

Liebe PV-Freunde,

Leider entgleitet die Diskussion etwas zu philosophischen Standpunkten.

Inzwischen sind wir schon beim von allen Blauwasserseglern geschätzten Bobby Schenk!

Dabei bleibt meine eigentliche Frage offen...

Ich möchte jedenfalls ALLE Batterien an den Solarregler bekommen, weil es so sind sich ja alle einig, keinesfalls schadet und maximal nicht notwendig wäre.

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Oder sehe ich da was falsch?
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon joule » 18.05.2018, 20:45

alpha-x hat geschrieben:Dabei bleibt meine eigentliche Frage offen...

Ich möchte jedenfalls ALLE Batterien an den Solarregler bekommen, weil es so sind sich ja alle einig, keinesfalls schadet und maximal nicht notwendig wäre.

Kann ich dazu die Vctron Trenndiode verwenden und wenn ja wie anschließen?



Kann man das nicht ergoogelen ?

https://www.google.com/search?client=fi ... sDd6Dt6heQ

https://www.google.com/search?client=fi ... sifnHaxT0I
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon scauter2008 » 18.05.2018, 21:19

Hallo.

Dagegen spricht bei mir, dass ich den Kühlschrank ja über den Lastausgag steuere und im Falle von Stromengpass damit abschalte bevor die Batterie hinüber ist. Somit bräuchte ich einen 2. Lastschalter....

Und wo ist jetzt das Problem.
Ladespannung zu niedrig > Kühlschrank aus > eh kein Strom für die 2 Starter Akkus da, da erst der Kühlschrankakku wieder voll sein sollte.
Ladespannung ok > Kühlschrank an und die 2 Starter Akkus werden auch geladen bzw in den pausen des Kühlschranks oder wenn was übrigbleibt.
Das Diodentrennding sollte keinen Strom durchlassen.
Es kann also nichts von den Vollen Akkus zu den Kühlschrank oder zum leeren Akku fließen.
Es wird auch kein nennenswerter Strom von den Kühlschrankakku zu den 2 Starter Akkus fließen, da der Spannungsunterschied zu gering ist.
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon alpha-x » 19.05.2018, 08:37

@ joule
Nein leider nicht. Alles was man so findet bezieht sich auf laden mit der LIMA und Trenndiode, laden mittels Trennrelais, usw.
Da hab ich schon etliche Stunden und WE‘s nach einer nachvollziehbaren Lösung gesucht.

Über Trenndiode nach Solarladeregler, welcher ja mehr für die Batterie macht als stupide Strom rein, finde ich nichts, weshalb ich ja hier im Forum eine Anfrage gestartet habe.
Mit der Annahme, dass jemand bereits eine Lösung dazu hat bzw. das Problem von einem anderen Blickwinkel sieht als ich selbst.

Wenn man alles eh einfach ergooglen könnte, stellt sich die Frage wozu es noch ein Forum benötiget?!? und das wäre schade.
Aber danke für die Links.

@ scauter2008
das klingt plausibel.
danke, ich werde es so testen.
warum ich vorsichtig bin: bisher klappt ja alles gut, der Umbau mit Dioden soll es noch verbessern....
Wenn es dann nicht klappt, steh ich in einer Bucht ohne Strom und das wäre suboptimal.
bg Mario
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Re: Solaranlage Boot

Beitragvon joule » 19.05.2018, 12:19

alpha-x hat geschrieben:Wenn man alles eh einfach ergooglen könnte, stellt sich die Frage wozu es noch ein Forum benötiget?!? und das wäre schade.
Aber danke für die Links.


Aber Hallo, ich habe nicht behauptet, dass man alles ergoogeln könne, Lösungen zu sich wiederholenden Problemstellungen aber schon:

http://www.womo-beratung.de/Einfuehr%20Strom.html
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