PV-Module und Wechselrichter

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon martin66119 » 07.05.2018, 20:46

Hallo Liebe Forumsmitglieder,

da ich ganz neu hier bin und am Anfang stehe mir eine PV-Anlage zu kaufen habe ich ein paar Fragen.
Aber zuerst was ich machen möchte.

1) Ich möchte nicht ins Netz einspeisen. Ob eine Einspeisung finanzielle Vorteile hat, ist nicht von Bedeutung, da ich meine Anlage weder bei der Bundesnetzagentur noch bei meinem Versorger anmelden möchte. Auch möchte ich wegen der Anlage nichts zusätzliches beim Finanzamt einreichen.

2) Die Anlage soll im Inselbetrieb laufen. Auch möchte ich künftig die PV-Energie in einer Batterie zwischenspeichern, so dass ich meinen Verbraucher über die PV und bei Bedarf über die in dem Akku zwischengespeicherte Energie betreiben kann.

3) Der Wechselrichter muss also eine Schnittstelle für die PV-Anlage, die Batterie und ggf. einen Anschluss ans Netz haben, der Aber nur zwecks laden der Batterie verwendet werde könnte. Die maximal Leistung muss bei 3,5 bis 4 kw liegen.

4). Als Solarmodule möchte ich maximal 3kw Peak im Endausbau verbauen (bei Inbetriebnahme so ca. 1,5 bis 2 kw).Da meine Fläche begrenzt ist, möchte ich Module mit 300 Watt oder mehr verwenden. Also 6 Module.

5) Als Batterie möchte ich ggf. 4 Solarakkus 12 x 250Ah verwenden.

Nun zunächst 3 Fragen.
a) Welchen Wechselrichter würdet ihr vorschlagen?
b) Welche Solarmodule würdet ihr vorschlagen (max Leistung bei kleinst möglicher Fläche und hohem Wirkungsgrad)

Und dann noch eine besondere Frage:
Beispiel: Die PV-Anlage bringt z.B. um 12:00 eine Leistung von 1,5 kw. Die Batterie ist voll.
Würde dann z.B. für den Betrieb meines Trockners der 2,2kw hat 1,5 kw von der PV genommen und die Batterie mit 0,7 kw belastet.

Ich hoffe mir kann jemand hier helfen.

Grüße
Martin
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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon scauter2008 » 07.05.2018, 21:04

Hallo.

Für den Inselbetrieb musst du eine Netzumschaltung haben um zwischen Insel und Netz umzuschalten können.
Mann muss also eine extra Leitung vom UV zum Wechselrichter legen.

Günstig wäre eine PIP4048/5048.
Teuer was von Victron, Studer, Steca.

Wie hoch ist den der Stromverbrauch in kWh/Tag ?
Was sind das für Solarakkus ?
Was hast für eine Modulausrichtung ?

260-270Wp Module bekommt man schon ab etwa 100-120Euro
Für 300Wp muss man schon einiges mehr hinlegen.


Wenn 1,5kW kommen und 2,2kW gebraucht werden, kommen die restlichen 0,7kW aus dem Akku.
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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon Backo » 07.05.2018, 21:32

Hallo Martin herzlich Willkommen,

bei den angepeilten Leistungen kommt man um 48 Volt als Systemspannung nicht umhin. Für den zyklenbetrieb bieten sich langlebige OpzS an oder wenn das Budget mitspielt LiFePo(4). 4 überteuerte "Solarakkus"(Marketingerfindung) als 12 Volt Blöcke sterben dir Ruckzuck weg. Nimm 60 Zellen Module, bekommste du um die Ecke vom Solarteur sehr preiswert.

Als All in One Gerät nen PIP oder Victron Multiplus etc. Scauter hat ja bereits auch einige genannt.

Aber um eine sinnvoll zu planen bzw. auslegen zu können sollten schon die gewünschten Verbräuche bekannt sein. D.h. Geräte Leistungsaufnahme (Watt) und Betriebszeit (Stunden) ergibt dann zusammen Wattstunden (Wh).


MfG
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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon martin66119 » 07.05.2018, 22:53

Vielen Dank für die Antworten.

Im Moment bin ich noch flexibel und habe die Möglichkeit die Anlage nach Süd Süd West oder Süd West auszurichten.

Da ich im Sommer einen PlugIn bekomme, ist die Zielrichtung folgende.

Während der Arbeitswoche bin ich um 16:00 zu Hause. Mal davon ausgehend dass mein PlugIn leer ist, benötige ich zum Laden maximal 8 kwh. Ich möchte die Anlage also so dimensionieren, dass ich ab. ca, 15:00 noch einen guten Solarertrag habe und bis 15:00 der Akku voll ist, damit ich am Abend meinen Hybrid voll laden kann. D.h. die Anlage soll nicht auf den maximalen Jahresertrag optimiert sein, sondern mit einer möglichst kleinen Batterie und PV-Anlage mein Auto zu laden.Ich brauche also am Tag 8kwh. Dabei soll der maximale Anteil ab ca. 15:00 für das laden des Akkus im Auto direkt von der PV-Anlage kommen und der Rest über den Ertrag am Tag.

Es ist schon klar, dass ich bei bedecktem Himmel und in den schlechten Solarmonaten mein Auto nicht laden kann. Mir gehts zunächst nur um die Monate ab April bis Ende September.

Da meine Dachfläche sehr begrenzt ist, möchte ich gerne Module verwenden, die eine maximale Leistung pro qm bieten.

Meine Einschätzung: Bei meinen Wünschen wäre wohl SüdWest die beste Ausrichtung. Als Neigungswinkel habe ich ca. 30 Grad. Für die Batterie stelle ich mir vor 4 x 12 Volt (200 Ah) nehmen. Das würde reichen, wenn ich als Lade und Endladezyklus mich zwischen 90% und 30% bewegen kann.

Grüße
Martin
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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon scauter2008 » 07.05.2018, 23:32

Einen Akku zu laden um damit einen E Auto zu laden finde ich etwas komisch.
Die kWh aus dem Akku kostet etwa 15-20 Cent.
Mann sollte also so viel wie möglich über die PV beisteuern.
Soll den überhaupt ein Haus mit versorgt werden oder nur das Auto ?

Ab 15Uhr braucht es ein Süd-West Dach.

Aus 1kWp bekommt man im Sommer etwa 4-6kWh raus.
3kWp würden dafür ausreichen.


Welche Akkus hast du dir den Vorgestellt ?
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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon mbrod » 07.05.2018, 23:45

martin66119 hat geschrieben:Und dann noch eine besondere Frage:
Beispiel: Die PV-Anlage bringt z.B. um 12:00 eine Leistung von 1,5 kw. Die Batterie ist voll.
Würde dann z.B. für den Betrieb meines Trockners der 2,2kw hat 1,5 kw von der PV genommen und die Batterie mit 0,7 kw belastet.

Ja, so würde sich die Leistung aufteilen.
Die Wäsche würde aber auch einfach im Freien trocken werden.
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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon martin66119 » 08.05.2018, 17:33

Vielen Dank für die Hilfe.

Ich möchte nur das Auto laden. Keine Versorgung im Haus.

Da ich erst am 16:00 (Montags - Freitags) laden kann ist wohl Südwest am besten. Als Dachneigung habe ich 30 Grad.

Da ich nur das Auto laden möchte, denke ich, dass es wohl am besten ist anzufangen.

1) Kauf von maximal 6 PV-Modulen mit einer möglichst hohen Leistung pro qm. Ich habe gesehen, dass es welche mit 300 Watt und sogar 350 Watt gibt. Wo bekomme ich diese am günstisgten her?

2) Kauf eines Wechselrichters, den ich bereits mit einem Strang von 4 bis 6 Modulen betreiben kann. Dieser solle auch einen Akku als Zwischenspeicher laden können (48V DC). Der Wechselrichter sollte ca. 3,5 kw Dauerlast vertragen. Nach Möglichkeit auch noch die Möglichkeit bieten den Zwischenspeicher die 230 V AC Hausversorgung oder einen Generator zu laden. Wo bekomme ich was gutes und natürlich preisgünstige Wechselrichter her.

Die PV-Module würde ich zuerst auf Wiese installieren, damit ich die optimale Ausrichtung für meinen Zweck durch manuelle Ausrichtung der Himmelsrichtung und der Neigung finden kann. Erst dann suche ich mir den endgültigen Platz zur Installation.

Ziel ist es natürlich möglichst kostengünstig 8 kwh pro Tag in den Monaten April bis einschließlich September zu erzeugen. Klar geht das nur bei sonnigen Tagen.

Grüße und Danke
Martin
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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon funkboje » 08.05.2018, 18:12

Hallo Martin,
das mit den 3000 Wp peak der Module wird etwas knapp werden. Wir haben eine Inselanlage in Betrieb, die 12 x 295 Wp = 3540 Wp hat und erzeugen pro Tag 8kW. Das würde ja Deinem Verbrauch entsprechen. Die Inselanlage ist jedoch auf Mallorca und da scheint die Sonne bei weitem öfter und mehr. Außerdem ist die Ausrichtung der Module optimal, da sie auf dem Boden stehen. Du kannst die Daten der Anlage live mit verfolgen.
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Wir haben als Regler einen SmartSolar und als Wechselrichter einen Multiplus 5000-24 von Victron. Die Batterie ist eine OPzS 1000 Ah 24 Volt. Wir mussten seit September letzten Jahres nicht ein einziges mal den Generator laufen lassen. Wir haben weit und breit keinen Stromanschluß.
Schöne Grüße

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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon mbrod » 08.05.2018, 18:23

8 kWh pro Tag bei einer Anlage mit 3,5 kWp auf Mallorca? Das sind nur etwas über zwei Stunden der Nennleistung!?

Ich überwache ein halbes Dutzend Anlagen hier im Rhein-Main-Gebiet und die haben alle in den letzten 4 sonnenreichen Tagen etwa 6 Stunden ihrer Nennleistung pro Tag geliefert. Bei einer 3kWp Anlage wären das 18 kWh.
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Re: PV-Module und Wechselrichter

Beitragvon FelzenSolar » 08.05.2018, 18:40

Die Anlage auf Mallorca kann in keinem Fall als Vergleich
herangezogen werden. Diese Anlage wird auch mit der 3fachen
Modulfläche nur den Ertrag bringen, der im gleichen Zeitraum der
Batterie entnommen wird.
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