Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon ripper1199 » 09.08.2018, 11:04

Suche nun schon länger aber finde keine Angaben zu folgenden Fragen:

Ich möchte gerne einen 3kW Wechselrichter installieren dessen maximale Leistung immer nur unter einer Minute bis maximal minutenweise gebraucht wird (grosse Flex und derlei) Im moment habe ich ein 12 Volt System mit zwei parallelen 175er LKW Batterien. Viel mehr Platz für Batterien möchte ich vermeiden zu benutzen. 230 Ah oder 300er wäre aber unproblematisch. Die Geräte nehmen ja eigentlich nur beim Anlauf den ganzen Strom auf. Während dem Betrieb kann man dann ja ein wenig schonender damit umgehen. Es wird eher keine ohmschen Lasten geben wie Heizung oder Kochplatten mit längerem Betrieb.

Was ist die kleinste Batteriekapazität um so einen WR überhaupt kurz zu betreiben?
Ab welcher Stromstärke (auch relativ zur Kapazität) fangen die Batterien an zu leiden oder stark zu leiden? Ich könnte wahrscheinlich wegen des seltenen Einsatzes mit ein wenig Leid leben.
Mindert sich das Leid der Batterien bei 24V Verschaltung? Eigentlich doch nicht da jeweils 125 A pro Batterie fliessen?
Wie gross wäre eine angemessene Batterie?
Wieviel Ah muss stattdedden eine dieser Lithium Batterien haben um sowas zu betreiben.

Vielen Dank für Eingebungen.
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon stromdachs » 12.08.2018, 14:11

ripper1199 hat geschrieben:Mindert sich das Leid der Batterien bei 24V Verschaltung? Eigentlich doch nicht da jeweils 125 A pro Batterie fliessen?

24V Verschaltung hat den Vorteil geringerer Kabelquerschnitte von der Batterie zum WR. Es ist schon ein Unterschied, will man nun 125A oder 250A am WR anklemmen. Nimm 24V! (wäre meine Meinung)

Starterbatterien können hohe Ströme verkraften, also erst mal keine Bedenken diesbezüglich.

Egal wie du es schaltest: 4,2kWh Batterie, davon max. 50% nutzbar (!) macht rd. 2kWh zum Verbrauchen. Wenn keine Dauerverbraucher mit rel. geringer Leistung betrieben werden sollen, kein Problem.
Das Starterbatterien nicht für Solaranwendung geeignet sind (Zyklenfestigkeit) ist Fakt! Informiere dich hier im Forum über Pflege und Umgang mit Bleibatterien, man kann da viele Fehler machen, die letztlich die Gebrauchsdauer erheblich verkürzen.
Was ich nicht weis, willst du nur mal einen Trennschleifer betreiben, dann ist ein kleiner Notstromer (mit Benzinmotor) die bessere Alternative, kann man sich auch ausleihen.....
Gruß Claus
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon solarlux » 12.08.2018, 15:08

Große Trennschleifer können mit Akkus versorgt werden, dann bräuchtest nur nur eine Minianlage, welche die Leistung für das Ladegerät bereitstellt, und noch ein paar LED -Lampen für die Beleuchtung versorgen kann.

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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon Toni1965 » 12.08.2018, 20:17

Hallo, beim Kaltstart eines LKW habe ich schon 250A bei 24V gemessen, das ist kurzzeitig für LKW Batterien kein Problem. Wichtig ist aber dass diese immer voll geladen sind.
Grundsätzlich sollte man aber bei Solarbatterien C5 (20A bei 100Ah) weder bei der Ladung noch bei der Entladung überschreiten, genaueres steht aber meist im Datenblatt der Batterie.
Grüße Toni.
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon Janne » 12.08.2018, 20:30

Kannst ja auch einen Anlaustrombegrenzer verwenden, wenn es zu heftig für den WR wird

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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon ripper1199 » 12.08.2018, 21:22

Vielen Dank soweit, wie komme ich eigentlich von Ah auf kWh Kapazität?

Hast Du einen Tipp welchen Anlaufstrombegrenzer man nehmen kann?
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon iron-age » 12.08.2018, 21:38

ripper1199 hat geschrieben:Vielen Dank soweit, wie komme ich eigentlich von Ah auf kWh Kapazität?


Hallo ripper1199,

ich rechne 100Ah bei 12 V ergeben 1 kwh.
Ich würde den Wechselrichter an die Batterien anschließen. Wenn die Batterien gut und aufgeladen sind, schaffen die das. Nur zeitnah wieder aufladen.

MfG Georg
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon Janne » 13.08.2018, 02:58

Nope, keinen Tipp, habe keinen. Aufgerollte Kabeltrommel geht meist auch, damit keine alte Sicherung im Altbau geworfen wird. Nur wenn die Trommel bei zu langem Gebrauch dann gut warm wird, wünsche ich mir das richtige Gerät herbei.

Ich würde sagen einfach nach der benötigten Ampere/Wattage schauen und etwas Reserve dazu...

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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon Toni1965 » 13.08.2018, 07:55

ripper1199 hat geschrieben:Vielen Dank soweit, wie komme ich eigentlich von Ah auf kWh Kapazität?

Hast Du einen Tipp welchen Anlaufstrombegrenzer man nehmen kann?

Hallo, die gespeicherte Energie in einer Batterie errechnet sich aus Nennspannung x Ah, davon ist bei Blei in der Regel 50% nutzbar, bei speziellen Antriebsbatterien 80% (siehe Datenblatt). Je tiefer man eine Bleibatterie entlädt umso weniger Zyklen kann man machen.
z.B. hat eine 12V 100Ah demnach 1,2kWh Strom gespeichert, im Zyklenbetrieb sollte man nicht mehr als 50% davon entladen. Eine Tiefentladung (100% entladen) führt zu einer nicht mehr reparierbaren Schädigung und somit zu Kapazitätsverlust.
Auch muss man den Peukert Effekt (https://de.wikipedia.org/wiki/Peukert-Gleichung) berücksichtigen, vereinfacht gesagt ist je schneller man entlädt immer weniger Strom nutzbar.
Grüße Toni.
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon Zellenschaden » 13.08.2018, 08:06

Warum spricht hier keiner die übliche maximale Entladeleistung an. In der Regel soll man Batterien nicht über C5 bis C10 (oder andersrum, verwechsel ich immer :)) entladen.
C5 bedeutet Kapazität durch 5, C10 Kapazität durch 10 also bedeutet C5 bei einer 100AH Batterie 100/5= 20A Kurzfristig geht wohl auch tiefer. Wenn Dein Winkelschleifer nun 500W Zieht, zieht er 500W/12V=40A. Für Anlaufstrom mag das ok sein, aber für Dauerleistung, z.B. 1 Stunde Winkelschleifen, halte ich das für zu hoch. Bei max. C5 und 500W Dauerleistung des Winkelschleifers und 12 V ergäbe sich die nötige Batteriekapa also nach 500W/12V=40A, Maximale Entladung C5 daher 5*40A= 200A. Unter 200AH Batteriekapa würde ich da nciht gehen wollen...
Was machst Du denn noch mit dem Wechselrichter? Nur für Winkelschleifen lohnt sich ein WR doch nicht wirklich?
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