Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon Toni1965 » 13.08.2018, 08:20

Zellenschaden hat geschrieben:Warum spricht hier keiner die übliche maximale Entladeleistung an. In der Regel soll man Batterien nicht über C5 bis C10 (oder andersrum, verwechsel ich immer :)) entladen.
C5 bedeutet Kapazität durch 5, C10 Kapazität durch 10 also bedeutet C5 bei einer 100AH Batterie 100/5= 20A Kurzfristig geht wohl auch tiefer. Wenn Dein Winkelschleifer nun 500W Zieht, zieht er 500W/12V=40A. Für Anlaufstrom mag das ok sein, aber für Dauerleistung, z.B. 1 Stunde Winkelschleifen, halte ich das für zu hoch. Bei max. C5 und 500W Dauerleistung des Winkelschleifers und 12 V ergäbe sich die nötige Batteriekapa also nach 500W/12V=40A, Maximale Entladung C5 daher 5*40A= 200A. Unter 200AH Batteriekapa würde ich da nciht gehen wollen...
Was machst Du denn noch mit dem Wechselrichter? Nur für Winkelschleifen lohnt sich ein WR doch nicht wirklich?

Hallo, steht doch oben (C5) in meinem ersten Post....
Grüße Toni
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon iron-age » 13.08.2018, 13:44

Zellenschaden hat geschrieben:Warum spricht hier keiner die übliche maximale Entladeleistung an. In der Regel soll man Batterien nicht über C5 bis C10 (oder andersrum, verwechsel ich immer :)) entladen.

Das ist eine Regel, die bei Starterbatterien nicht angewendet wird.
ZB. hab ich eine Autobatterie mit 36 Ah, die wird, anfangs mit 130 A geladen, und der Starter braucht 170 A.
Laut Regel sollten beide Werte bei 3,6 A bis 7 A liegen.
Um die Regel einzuhalten, müsste man das ganze Auto voller Batterien haben.
Dann könnten man ja gleich elektrisch fahren.

Zusammenhänge zu verstehen ist, effizienter als Regeln auswendig zu lernen.
Andersrum ist es einfacher Regelwerke zu posten, als Zusammenhänge zu erklären.

MfG Georg
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon Toni1965 » 13.08.2018, 16:19

iron-age hat geschrieben:
Zellenschaden hat geschrieben:Warum spricht hier keiner die übliche maximale Entladeleistung an. In der Regel soll man Batterien nicht über C5 bis C10 (oder andersrum, verwechsel ich immer :)) entladen.

Das ist eine Regel, die bei Starterbatterien nicht angewendet wird.
ZB. hab ich eine Autobatterie mit 36 Ah, die wird, anfangs mit 130 A geladen, und der Starter braucht 170 A.
Laut Regel sollten beide Werte bei 3,6 A bis 7 A liegen.
Um die Regel einzuhalten, müsste man das ganze Auto voller Batterien haben.
Dann könnten man ja gleich elektrisch fahren.

Zusammenhänge zu verstehen ist, effizienter als Regeln auswendig zu lernen.
Andersrum ist es einfacher Regelwerke zu posten, als Zusammenhänge zu erklären.

MfG Georg

Hallo Georg
Eine Auto mit 36Ah Autobatterie hat normalerweise eine 55A Lichtmaschine und wird nur ganz kurz nach dem Starten mit diesem Strom geladen. Ebenso ist der Startvorgang nur für Sekunden, der TS redet aber von Minutenlang 3000W!! Autobatterien sind auch genau für diesen Zweck konstruiert und halten wie wir wissen im Solarbereich daher nicht lange. C5 ist für Solaranwendung schon eher hoch würde ich meinen.
Grüße Toni.
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon pezibaer » 13.08.2018, 17:25

Yup unterstreich ich mal..C5 ist hoch.. Denn zwisches zulässig und gut gibts nen breiten grad... Theortisch fängt bei meinem diesel der rote bereich auch erst bei 5000rpm .. Deswegen fahr ich aber nicht länger mit 4500 ;).. Bei batterien nix anderes.. Wer ernsthaft glaubt langfristig mit Schweißstromstärke durch ne kleine batterie den Strom zu hämmern bekommt dann eh recht bald die Rechnung dafür präsentiert
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon ripper1199 » 13.08.2018, 19:30

Hört sich doch sehr gut an. Hab auch grad gestern Glück gehabt und nein gebrauchten MultiPlus ersteigert. Damit hat das Schicksal entschieden, dass ich auf 24 V umstell. Mein Gartenhaus mit Hobbywerkstatt hängen daran. Hab im Moment nen 1500/1700 Watt Fraron und das ist einfach toll. 10x 10cm Bauholz sägen und Wasserpumpen und Beete hacken und Staubsaugen alles einfach nur einstecken und los gehts ohne für immer mal wieder 10 Sekunden sägen den Generator stundenlang brüllen zu haben. Aber manchmal kommt er an die Grenze wenn Akkus laden und schwere Maschinen anlaufen.Mal eben kurz den Rasenmäher zerschneiden und wieder zusammenschweissen soll nun auch noch gehen. Ob sichs lohnt... Für 1000 Eur bekommt man ne Menge Sprit klar, aber nachts um 3 mitten im Wald die Drehmaschine anschmeissen als wenns nix wär, priceless
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon egn » 13.08.2018, 19:40

Eine Startbatterie macht bei zyklischer Belastung, und dazu noch bei C5 gerade mal 30 - 50 Vollzyklen bevor sie unbrauchbar wird.

Bezüglich maximaler Belastung ist meine Erfahrung dass zyklenfeste Batterien kurzzeitig (10-15 min) mit maximal C2 belastet auch 5 Jahre halten. Ich habe im Wohnmobil über 5 Jahre hinweg 450Ah/12V regelmäßig mit 2 kW (Elektrogrill) belastet und beim Verkauf waren die Batterien immer noch brauchbar.
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon ripper1199 » 13.08.2018, 22:02

Jetzt bin ich also gespannt und hoffe, dass die 3kW genügend Reserve für den Anlaufstrom sind. Und tatsächlich brauch ich eher anderthalb bis 2 kW und dann passt es auch schon fast mit der Entladerate. Ausser beim schweissen, da kann dann alles mal zeigen was es kann. Aber mit Einschaltdauer von 5 % ist auch das nicht völlig illusorischdenke ich mal. Zu Vollzyklen wird es lange nicht kommen. Nur mal eben kurz was machen. Meistens tagsüber mit sofortiger Nachladung.

Eine andere Frage zu WRs gäb es da noch: Wirkungsgrad bezieht sich wahrscheinlich auf einen sehr hohen Abgabewert? Braucht er den Grundumsatz von zB 20 Watt immer zusätzlich zur abgefragten Leistung oder eher stattdessen? 20Watt Licht also eher 40 W oder eher 22W ( plus Wirkungsgrad) an der Batterie?
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon stromdachs » 13.08.2018, 22:56

ripper1199 hat geschrieben:Braucht er den Grundumsatz von zB 20 Watt immer zusätzlich zur abgefragten Leistung oder eher stattdessen

Ein in Betrieb stehender WR hat immer einen kleinen Eigenverbrauch, auch wenn er am 230V-Ausgang keine Last hat. Ob das 20W oder mehr/weniger sind, ist auch konstruktiv bedingt. Billige WR haben meißt einen höheren EV. Wenn der WR nicht gebraucht wird, einfach die Gleichspannung trennen (Sicherung/NH-Lasttrenner....). Kann sonst im Winter die Batterie zu stark entladen.
Der günstigste Wirkungsgrad wird bei ca. 60....80% Nennlast erreicht. Darüber/darunter fällt die Kurve wieder ab. Aber damit muß man leben. Den im Prospekt angegebenen Eta erreicht man praktisch nicht. Ist aber auch nicht tragisch!
Gruß Claus
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Re: Nötige Batteriekapazität für grosse Wechselrichter

Beitragvon RangerBT » 14.08.2018, 10:59

Welchen Strom können welche Batterien über welchen Zeitraum liefern, und wie oft?
...bei OPZS Zellen bekannter Hersteller bekommt man gute ausführliche Technische Datenblätter, die diese Fragen genau beantworten :wink:

Auf der Hütte wo ich werkel, steht ein kleiner 600er Benzin betriebener Inverter sowie ein 1000W und ein 2,6kW.
Trotzdem bin ich dabei die PV-Anlage umzubauen und aufzurüsten mit einem 2kW Wechselrichter.

Warum der ganze Aufwand mit dem PV-Umbau?
Wegen mal kurz ein paar Schrauben reindrehen, etwas absägen, oder mal 5 Minuten was abschleifen extra den Stromerzeuger aufstellen, Tank auffüllen, Anlaufen lassen, Verkablung aufbauen... nachher wieder abkühlen lassen, alles abdrehen und aufräumen...

Das macht man ein paar mal mit, und dann denkt man sich, dass kann es nicht sein ... :roll:

Bei PV ist es dann Schalter umlegen + Stecker rein, und los geht's :wink:

Die Benzinerzeuger haben durchaus ihre Berechtigung, z.B. wenn ich wieder mal von 8 bis 20 Uhr in der Hütte Maschinen am laufen habe... die Energiemenge liefert die PV einfach nicht.
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