Lithium Batterie Pylontech?

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon Tommmi » 15.04.2018, 20:57

Lifepo4 ist hart im nehmen und geben.
Ein entladener Bleiakku kann gefrieren und ist dann Schrott.
Auch Lithium Einzellzellen hab ich schon mit 2-4C geladen, davor auf -19grad in Gefriertruhe gebracht :D
Brand in Bezug auf Lithium erschreckt mich in keinster Weise, die Videos auf youtube sind alle provoziert.
Ich habe schon Videos gesehen wo man versucht hat einen Winston zum brennen zu bekommen, selbst ne durchgehauene Eisenstange hats nicht gebracht und ein Kurzschluß von außen brachte auch nur Wolken.
Anders sieht es aus wenn man billig 18650er aus China in die Dampfe packt und dann mit 40ampere aus 1s Akku zieht. Das Teil möchte ich dann nicht in der Hand halten, zudem wenn dann noch die Löcher im Akkugehäuse eingespart wurden.
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon cerry » 15.04.2018, 21:41

Hallo ,
mich würde interessieren warum es bei E-Autos (bin Besitzer eines Smart electric drive) kein Problem darstellt die Batterie bei -8 oder -9 Grad ganz normal zu laden. Das Fahrzeug steht nicht in einer Garage.
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon reimer22 » 15.04.2018, 23:33

GPaul hat geschrieben:Stahl hat eine Wärmekapazität von 460 J/(kg K), Aluminium 920 J/(kg K)

Für die 24kg Akku rechne ich mal mit 750 J(kg K), dann bin ich 24 kG und 15° bei 270kJ was 270 000 Wattsekunden entspricht.

Um einfach rechnen zu können - nehmen wir mal an es kommen 270W von den Solaranlage. Dann brauchen wir 1000 Sekunden, also 17 Minuten.



Die Zeit glaube ich nicht: Stichwort e-Funktion, Wärmeübergangswiderstand.
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon pezibaer » 16.04.2018, 07:31

cerry hat geschrieben:Hallo ,
mich würde interessieren warum es bei E-Autos (bin Besitzer eines Smart electric drive) kein Problem darstellt die Batterie bei -8 oder -9 Grad ganz normal zu laden. Das Fahrzeug steht nicht in einer Garage.


Wurde schon mehrfach erklärt. Liegt an Ladetechink und Verhalten
E Autos werden zumeist dann geladen wenn zuvor gefahren wurde und da ist der Akku warm deswegen fällt das nicht wirklich auf. Die meisten Eautos haben beim oder vor dem Ladestart extra Batterieheizung und fahren des Ladestrom anfang komplett zurück. Weiters haben E Autos selten LIFEPO4.


Tommmi hat geschrieben:Lifepo4 ist hart im nehmen und geben.
Ein entladener Bleiakku kann gefrieren und ist dann Schrott.
Auch Lithium Einzellzellen hab ich schon mit 2-4C geladen, davor auf -19grad in Gefriertruhe gebracht :D

Nicht für ungut tommmi aber es ging um das Problem der Ladeproblematik der schödigung unter und knapp über dem Gefrierpunkt. Und nicht vollkommenen Praxisfremde vollentladenes stehen lassen von Bleibatterien bei schwerem Frost, Der Frost ist in dem Fall das kleinste Problem sondern die falsche Dimensionierung der Anlage :) Gegen die Dummheoit von Anwender ist kein Kraut gewachsen. Vielleicht lagerd der nächste die LI Batterie neben dem Schwedenofen *lach*

GAST hat geschrieben:Zum Thema das die Akkus ja nicht im Wohnraum gelagert werden, der Rest aber ungeheizt ist....da dürfte aber der Vorteil von Lithium liegen, die Akkublöcke sind so leicht das man diese auch mal eben auf dem Rollwagen (Technik drauf installiert) in einen anderen Raum bringen könnte....mit entsprechender Installation wäre es nur Stecker abstöpseln und an anderer Stelle wieder einstöpseln....


Ich finds irgendwie schon amüsant, auf welche Ideen man kommt nur weil man die die Kirche zwanghaft ums Kreuz baut.. Ich würde mal schlichtweg abwartes bis es was gibt das schlicht weg kälte tauglich ist, und preislich vernünftig.
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon e-zepp » 16.04.2018, 08:55

Tommmi hat geschrieben: Ein entladener Bleiakku kann gefrieren und ist dann Schrott.

Ja, wenn die Säuredichte nur noch <1,10kg/l beträgt gefriert der Elektrolyt bei < -5°C und das Zellgehäuse kann platzen.
Muss aber nicht. Allerdings hat so ein Akku auf jeden Fall durch die zu tiefe Entladung Schaden genommen :!:
Tommmi hat geschrieben:Auch Lithium Einzellzellen hab ich schon mit 2-4C geladen, davor auf -19grad in Gefriertruhe gebracht :D

Hast Du ihnen die 2-4C nur angeboten oder haben sie die auch bei -19°C aufgenommen? :wink:
Und - hast Du sie danach weggeschmissen? :mrgreen:
lg,
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon Tommmi » 16.04.2018, 09:47

Zugegebener Weise waren es keine neuen Zellen und bedingt durch den schon schlechteren Innenwiderstand ist es nicht lange möglich die mit 4C zu laden, ab 4,2 Volt regelt der Lader ja wieder herunter. Danach waren Sie aber nicht schlechter als vorher.
Auf jeden Fall nehmen die auch kalt recht zügig hohe Ströme an. Bei dem Test waren es Sony Konions, könnte den Test aber auch mal mit Panasonic, Samsung oder Lg Zellen wiederholen. Meine Schubläden sind voll mit Zellen.
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon GPaul » 16.04.2018, 14:19

reimer22 hat geschrieben:
GPaul hat geschrieben:Stahl hat eine Wärmekapazität von 460 J/(kg K), Aluminium 920 J/(kg K)

Für die 24kg Akku rechne ich mal mit 750 J(kg K), dann bin ich 24 kG und 15° bei 270kJ was 270 000 Wattsekunden entspricht.

Um einfach rechnen zu können - nehmen wir mal an es kommen 270W von den Solaranlage. Dann brauchen wir 1000 Sekunden, also 17 Minuten.



Die Zeit glaube ich nicht: Stichwort e-Funktion, Wärmeübergangswiderstand.


Wie meinst du das mit der e-Funktion ? glaubst du das eine 5°C warme Batterie eine große Wärmeaustrahlung hat ?
Wärmeübergangswiderstand ist nahezu egal, was zählt sind Verluste.
Meine Rechnung ist eh nur grob überschlagen, zeigt aber in welcher Region man sich befindet. Wenn aus den 17 Minuten eine halbe Stunde wird - Und ? Glaubst du es werden drei Stunden ?

Gegen das tiefentladen der Blei Aquarien wird es schon auch was geben, ähnlich dem BMS. Auslaufende Säure wäre schon ein Schaden, lässt sich nur mit einer Knallgas Explosion überbieten.

Ich will ganz sicher nicht jeden Bleiklotz mit Lithium ersetzen - hmm wollen eigentlich schon. Aber weil ich es nicht mache zeigt es ja das der Bleiklotz nicht ausgedient hat. Die Batterien sind ja in den Eigenschaften recht unterschiedlich, wer da immer Blei anpreist liegt genau so falsch wie Blei Verweigerer.

Bleiben wir in der Berghütte oder gehen wir mal weiter ?
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon Lexton90 » 11.06.2018, 17:00

Hallo Leuchte
meine vor kurzen gekauften US2000 Plus schalten schon bei 47,5V selbstständig ab. Aus den Unterlagen kann man rauslesen das es empfohlen wird Ihn bis 45V zu entladen. Wenn ich diese jedoch im Wechselrichter eingebe schalten sich die Akkus jedoch davor schon ab und man muss Sie von Hand wieder starten.
Habt Ihr eine Lösung wie ich die Akkus (wie angegeben) weiter entladen kann?
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon cdE_Evil-Homer » 11.06.2018, 21:29

Servus,

grundsätzlich würde ich sagen die Speicher wissen schon was sie tun.
Dafür haben sie jeder ein eigenes BMS.
Vermutlich sind in dem Speicherblock einzelne Zellen (oder auch nur eine) die eine geringere Spannung hat und das BMS schaltet dann den ganzen Speicher ab obwohl die meisten Einzelzellen noch genug Ladung hätten.

Die Speicher haben sowohl in den ersten wie auch den letzten 10% eine extrem steile Spannungskurve.
Kann sein das die Spannung innerhalb kürzester Zeit so weit absinkt das der Speicher abschaltet und du nur ein zu träges Messsystem/Logger hast und das gar nicht erkennen kannst.

Im Zweifelsfall mal beim Händler/Techniker nachhaken.

Grüße
Michael
cdE_Evil-Homer
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Re: Lithium Batterie Pylontech?

Beitragvon egn » 16.06.2018, 09:46

Für LiFePO4 sind die 47,5 V Gesamtspannung etwa 2,97 V/Zelle. Je nachdem wie hoch die Belastung ist, sollte schon abgeschaltet werden, oder auch nicht.

Bei geringem Strom von < 0,1C sollte 3,1 V die Grenze sein, denn da beträgt der SOC deutlich weniger als 10 % der Kapazität. Bei höherem Strom bis etwa 1C sollte man nicht unter 3,0 V/Zelle gehen.

Insgesamt sollte man den Speicher je nach Tagesbedarf in einem Fenster um 50 % SOC betreiben, und nur ein Fenster zwischen 10 % und 90 % nutzen. Dadurch vervielfachen sich die nutzbaren kWh bis 80 % Restkapazität. Vor allem sollte man den LiFePO4 Speicher nicht bei einem SOC über 70 % oder gar bei 100 % längere Zeit stehen lassen. Dies erhöht die kalendarische Alterung erheblich.

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