LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon relativ » 20.11.2017, 20:22

nö .zumindest hat das display ne eigene stromversorgung.Es liegt nahe das im Display nur die Funkemfangs/sendeeinheit
untergebracht sind.Die Messplatine am shunt hat die Daten und wird sie wohl senden.
Kanns nicht mehr testen, da jemand mit einer Motorwäsche das Teil gekillt hat :mrgreen:
PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah
Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon photoenchen4me » 20.11.2017, 22:00

relativ hat geschrieben:Die Messplatine am shunt hat die Daten und wird sie wohl senden.

nöö
:wink:
"Gerechnet" wird im Anzeigenmodul


relativ hat geschrieben:Kanns nicht mehr testen, da jemand mit einer Motorwäsche das Teil gekillt hat :mrgreen:

Ich schon (wenn auch nicht genau die verlinkte Type), geb meine Elektronik auch nur seltenst in die Waschstrasse.
:mrgreen:
LiFePO ist anders.
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon greifswald » 11.03.2018, 19:18

Jetzt wo die Frostgefahr geringer wird und gelegentliche Nutzung ansteht, habe ich den neuen Akkublock ins Wohnmobil gebaut. Ich bin gespannt, ob die 60AH in Kombination mit 300WP Solar (billige Chinaware) für meine Bedürfnisse ausreichen. Ich bin da aber recht zuversichtlich.

Leider wurde mir falsche Balancerstecker geliefert. Über diese werde ich gelegentlich die Einzelzellen überwachen und ggf. einzeln nachladen oder entladen.

Ich habe jetzt doch ein ein TF01n-Modul inkl Shunt bestellt:https://de.aliexpress.com/item/100A-New-TK15-Professional-Precision-Battery-Tester-for-LiFePO-Coulomb-Counter-Free-Shipping-12003194/32703947698.html bestellt, um bei Gelegenheit ein paar Daten lesen zu können. Notfalls bauche ich mir einen Blickdichten Kasten, falls das Discolicht stören sollte.

Nach dem letzten Update meines Bluesolar habe ich LiFePo4 als Basis genommen, Erhaltungsspannung auf 13,4V gestellt, die Konstantspannung auf 14,2V gelassen, aber dafür die maximale (tägliche) Konstantspannungsdauer auf 0h 0m gesetzt.

Wenn es mit dem Wohnmobil los geht, werde ich die tägliche Konstantspannungsdauer auf die Werkseinstellung (6h) setzen.

Bessere Vorschläge?
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon greifswald » 17.03.2018, 22:08

victronlifeypo4.jpg


Das ist die Auswertung der ersten Testtage des nutzlos rumstehenden Wohnmobils. Obwohl ich die maximale (tägliche) Konstantspannungsdauer auf 0h 0m gesetzt habe wird diese laut Protokoll für 1m gehalten.

Nach der Auswertung gehe ich davon aus, dass der Akku jeden Tag kurz auf knapp über 14V geladen wird und dann auf die Erhaltungsspannung umgeschaltet wird.

Sollte ich nicht besser zur Akkulebensdauerverlängerung das tägliche "hochladen" unterbinden? Ich könnte ja die Kontantspannung genau so hoch wie die Floatspannung (13,4V) setzen. Sobald es in den Urlaub geht, würde ich die Konstantspannung wieder auf 14,2 setzen.
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon egn » 18.03.2018, 09:53

Besorge Dir doch zusätzlich einen Monitor mit dem Du die Zellspannungen überwachen kannst.

Das Teil hat zusätzlich zur Anzeige noch die Möglichkeit die Zellen bei jeder Spannung zu Balancieren.

Normal sollte man Lithium Akkus nicht mit Float laden, sondern das Laden bei erreichen der Zielspannung abschalten. Wenn Abschaltung nicht geht dann sollte die Floatspannung nicht höher als 3,35 V/Zelle sein um ein Überladen zu vermeiden.

Du kannst auch ganz generell die Ladespannung auf 13,8 V reduzieren. Wenn die Float-Spannung niedrig genug ist dann fängt im unbelasteten Zustand der Laderegler auch nicht jeden Tag wieder an neu zu laden.

Leider zählen bei LiFePO4 schon 1/100 V. Viele Laderegler kann man nicht genau genug einstellen.
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon greifswald » 18.03.2018, 19:00

Danke für den Tip. Der Balancer sieht wirklich nett aus. Hast du Erfahrungen damit? Mein BilligchinaLiPochecker hier ist ein Schätzeisen und schadet mehr, als das er nützt (Zeigt bei identischer Zellspannung abweichende Werte an)

Lithiumakkus nicht mit Float laden? Dann stellt sich mir die Frage, warum Victron mit Float lädt, obwohl ich das LifePo4-Programm ausgewählt habe [und ich zusätzlich die Kontantspannungsdauer (=Floatdauer?) auf 0 Minuten gesetzt habe]

Ich habe jetzt die Konstantspannung auf 13,4V gesetzt (also genau so hoch wie die Erhaltungsspannung).

Wenn es in den Urlaub geht kann ich ja auf 13.8V hoch gehen.

Hat die Einstellung der Konstantspannung bei dem Laderegler einen Vorteil? Schnellere Ladung evtl?

Danke für die Hilfe!
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon egn » 19.03.2018, 10:01

Ja, ich habe das Teil und die Spannungen stimmen.

Hier sieht man einen Test mit Ladung bei konstanter Spannung.

Man kann sehen dass schon bei Ladung mit 3,4 V man nahe an 100 % Ladung erreicht. Die angegebenen Ladespannungen sind darauf ausgelegt dass bis zu dieser Ladespannung mit konstantem Strom geladen wird. Nur die Kombination aus Ladeendspannung zu Strom ist eine gültige Kombination für das Laden. Lädt man mit PV so ist der Ladestrom sehr variabel und meist deutlich kleiner als vom Hersteller für die Ladeendspannung angegeben. Dies führt dazu dass wenn die zellen die Ladeendspannung erreicht haben, die Zellen schon überladen sind. Dies reduziert die Lebensdauer deutlich, insbesondere wenn dann die Zellen mit passivem Balancing gequält werden bis alle die gleiche Spannungen erreicht haben. Dies fördert die Zyklendegradation, da im Elektrolyten schädliche chemische Prozesse ablaufen.

Eine Float-Ladung mit relativ hoher Spannung sorgt dafür, dass ein hoher SOC erhalten bleibt. Dies befördert aber die kalendarische Alterung der Zellen.

http://jes.ecsdl.org/content/163/9/A1872.full

LiFePO4_Alterung.jpg


In der Graphik zu LiFePO4 kann man sehen dass LiFePO4 Zellen bei einer Temperatur von 25° C und einem dauerhaften Ladestand von über 70 % schon nach etwa 9 Monaten eine etwa doppelt so hohe Degradation haben wie unter 70 %. Lädt man jetzt die Zellen im Wohnmobil jeden Tag zu 100 % voll und hält sie dazu noch mit der Float-Ladung auf hohem Ladestand, hat bei angenommen 12 h bei hohem Ladestand nach etwa 18 Monaten schon etwa 5 % Degradation statt nur 2,5 %. So hat unabhängig von der zyklischen Degradation schon nach 5-6 Jahren nur noch 80 % Restkapazität.

Möchte man also eine lange Lebensdauer des LiFePO4-Speichers erreichen muss man versuchen den Betrieb möglichst symmetrisch um 50 % Ladestand zu erreichen. Im Sommer wenn man sowieso einen riesigen Solarüberschuss hat, sollte die Ladespannung so weit gesenkt werden dass man höchstens 70 % Ladestand erreicht. Dies reicht dann auch völlig für den täglichen Betrieb aus. In Zeiten hohen Bedarfs kann man ruhig auch mal höher Laden, aber nur so hoch damit es für den nächsten Tag reicht.

Ich befürchte dass viele Betreiber von LiFePO4 Speichern, die darauf abzielen den Zellen möglichst immer auf 100 % zu laden, in einigen Jahren eine böse Überraschung erleben werden.

Hier nochmal eine Übersicht der LiFePO4 Leerlaufspannung für einen bestimmten SOC von einem anderen Hersteller.

Wenn man Float verwendet dann sollte man meiner Meinung nach etwa bei 3,330 V/Zelle bleiben. Und natürlich darf keine Temperaturkompensation erfolgen.

Eine höhere Ladespannung führt dazu dass schneller geladen wird, wenn auch ein entsprechend hoher Ladestrom fließt. Fließt aber ein geringer Strom und wird die höhere Ladespannung trotzdem erreicht dann wird die Zelle überladen. Eine Ladesteuerung rein nach Spannung ist suboptimal. Besser wäre es die Ladung über einen Batteriecomputer zu steuern und diesen dann gelegentlich mit einer 100 % Ladung zu rekalibrieren. Dies machen auch manche Elektroautos.
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon greifswald » 24.03.2018, 14:25

Vielen Dank egn für die umfassenden Informationen!

Ich habe jetzt beide Spannungswerte auf 13,4V eingestellt.

lifeypo4-2.jpg


Dann kann man ja eigentlich den "theoretisch" LiFePo4-geeigneten Victron-Laderregler in die Tonne kloppen, wenn man ihn tatsächlich "dumm" auf eine bestimmte Spannung begrenzen muss. Da würde ja jeder X-beliebiege Regler mit Spannungsbegrenzung reichen.
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon womosolar » 30.10.2018, 14:44

Nur mal so....
Meine Lifepo4 200A von GV Power Prag laufen die 2 Saison ohne Probleme. Balancer mit 20.-€ Stück und solid state Relais 12.-€


https://www.ebay.de/itm/Halbleiterrelai ... :rk:1:pf:0

https://www.nothnagel-marine.de/product ... takt.html-

- und ohne das Sicherheitsgerümpel was Verkäufer in D. einen raufdrängen wollen!!! (wenn der Laden mal zufällig auf hat uns sie nicht auf Kameljagt sind. Gut das es immer einen Notnagel gibt :D
:lol:
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Re: LiFePo4(y) Umrüstung Wohnmobil

Beitragvon Joe-Haus » 31.10.2018, 17:06

Wenn Du statt des "Sicherheitsgerümpels" lieber passive Balancer einsetzt, die ab (!) 3,6V beginnen, ist das bei einem Preis von 4x 20,90€ = 83,60€ + 11,89€ für das SSR für mich eher "suboptimal".

Ich habe bei meinem Roller seit etlichen Monaten dieses BMS laufen und es funzt sehr gut:
"8S to 24S 100A 2018 new DIY Lifepo4 li-ion smart bms pcm with android Bluetooth app smart bms with software (APP) monitor"

Neben der praktischen externen Displayanzeige ist es das erste voll programmierbare preiswerte BMS. Ich kann per Handy-App die Ladeschluss- und Entladespannungen (getrennt je Zelle /gesamt) einstellen und habe mir angewöhnt, im täglichen Gebrauch eher zahme Werte (2,85V ... 3,45V) zu nutzen. Sollte mal max. Kapa benötigt werden, kann dies schnell geändert werden. Im Wohnwagenbereich ließen sich also problemlos Werte für "Einlagerung" und "Nutzung" einstellen.
Ach ja:
Für die Abschaltung braucht es keine zusätzlichen Relais, SSR, ...

Allenfalls bei 12V (4s) ist es evtl. nicht, oder nur mit zusätzlichem kleinem DC/DC zur Stromversorgung verwendbar.
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Insel-PVA: 4,44kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX
Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
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