Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon DO5MZ » 10.10.2018, 17:57

HAllo Cristian

der Litebeam M5 kommt bei mir mit 3W aus zusammen mit Raspberry und 8Port Netgear Switsh sind es gesammt 7W dauerlast.
Als Solarmodul habe ich ein 235W Modul und mit über 600Ah Batterien bin ich jetzt zwei Winter durchgekommen.
Brauchst du umbedingt die 450Mbit wenn es auch 150Mbit reichen gerife zu den M5 Geräten die brauchen weniger.
Wird das ein Hamnet Knoten oder nur ne Richtfunkstrecke weil kein Inetanschluss vorhanden ist.
Mit großer 250Ah und 500W PV sollte das klappen wenn Du nicht garde in der Gegend mit viel Schnee wohnst.
Anlage steht im Raum Stuttgart bei mir.

Gruß Markus
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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon chrisi01 » 10.10.2018, 22:56

Hi

also es wird eine reine Relais RF Station, keine Kamera, sonst nix weiter. auch die 2 LBE-5AC-23 stehen schon fest. Die M5 haben leider keine 2x2 MIMO und da ich mit beide Strecken bisschen durch Bäume durch muss, ist 2x2 MIMO schon Pflicht um wenigstens mittlere bis hohe 2 stellige MBit Zahlen zu erreichen.
Garantierter 24x7 Funktion ist nicht Pflicht wäre aber schon schön zu erreichen mit Ausfällen kann ich aber leben (wenns im Winter mal 2 Tage aus ist, dann ist es halt so...). Es handelt sich nicht um Hamnet sondern um eine Freifunk Relais (keine Verfügbarkeitsgarantie ;)).

Strommessung werde ich demnächst mal durchführen. Was ich schon sagen kann zum aktuellen Zeitpunkt reicht für die 2 Antennen eine randvolle 7,5Ah 12V Zelle nicht aus um über die Nacht zu kommen. Genaueres messe ich die Tage dann mal (natürlich direkt an der aktuellen Anlage).

Wenn ich mir die Zahlen hier so angucke, also irgendwas um die 500Wp Solar und 200-500Ah Beli-Akkus. Das ist schon ne Hausnummer mal überlegen ob ich das wirklich investieren will oder ob ich dann lieber mit paar Tagen Downtime im Winter lebe.

@schlossschenke
Deine Beispiele klappen so aber nicht oder? 2x6V Batterie in Reihe -> 12V und 2x24V Solarpanele äh... parallel äh 24V äh? Oder übersehe ich da was?

mfg

Christian
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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon geri73 » 11.10.2018, 06:59

Servus,
Ich betreibe seit über 15 Jahren eine Funkstation die nur von Solar und Wind versorgt wird.
Ebenfalls mit Ubiquiti Komponenten.
Mein Standort ist Niederösterreich / Waldviertel.

Im Moment habe ich eine Dauerlast von 25W. Solar habe ich 480 W (mehr ist leider durch Platzmangel nicht möglich) und ein
Air - X Windrad.
Aus der langjährigen Erfahrung kann ich dir Sagen: im DEZ/Jänner reicht das ohne externes Nachladen nicht aus.

Ich betreibe alle Komponenten auf 12V und das funktioniert problemlos.
Als Batterie habe ich Thundersky LIFEYPO4. Die können auch problemlos bei Minusgraden ge- und entladen werden.
Von Bleibatterien habe ich mich schon lange verabschiedet ( 6 Batteriesätze in 10 Jahren) obwohl ich immer hochwertige Batterien hatte. Bleibatterien killt es dir im Winter durch wochenlange Mangelladung.
Die Lithiumbatterien habe ich jetzt schon 5 Jahre und die Kapazität ist immer noch im Neuzustand. 8)

Das Windrad ist ein nettes Spielzeug, bringt trotz günstiger Hanglage kaum etwas, da ist mehr Solar billiger/sinnvoller.
Nicht zu vergessen Rotorvereisung im Winter, Sturmschäden usw.

Bei Fragen melde dich einfach !

Grüsse Geri
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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon e-zepp » 11.10.2018, 07:47

geri73 hat geschrieben:Als Batterie habe ich Thundersky LIFEYPO4. Die können auch problemlos bei Minusgraden ge- und entladen werden.

Servus @geri73, kannst Du das mal in Zahlen nennen? Also bei welchen Minustemperaturen wird mit welchem
Strom welche Kapazität geladen? Mit 480Wp an 12V hast Du ja >30A Ladestrom zur Verfügung.
Entladen ja immer nur mit den gut 2A (25W) , oder?
lg,
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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon schlossschenke » 11.10.2018, 08:00

chrisi01 hat geschrieben:mit Ausfällen kann ich aber leben (wenns im Winter mal 2 Tage aus ist, dann ist es halt so...)


Damit schießt du dir selbst ins Bein, weil dann folgendes passiert

geri73 hat geschrieben:Bleibatterien killt es dir im Winter durch wochenlange Mangelladung.


Weshalb du (chrisi01) an der PV nicht sparen solltest. Wie bereits im vorherigen Beitrag erwähnt müssen die Batterien regelmäßig voll werden, am besten täglich. Überdimensionierte PV ist für die Lebensdauer deshalb wichtiger als große Batterien. Große Batterien unterstützen das, weil sie länger im oberen Ladebereich bleiben.

Wenn ich mir die Zahlen hier so angucke, also irgendwas um die 500Wp Solar und 200-500Ah Beli-Akkus. Das ist schon ne Hausnummer mal überlegen ob ich das wirklich investieren will oder ob ich dann lieber mit paar Tagen Downtime im Winter lebe.

Dafür musst du die Cut-Off-Spannung entweder so hoch ansetzen, dass es sich kaum lohnt oder du darfst alle 1-2 Jahre neue Batterien kaufen. Was hast du damit dann gespart?

@schlossschenke
Deine Beispiele klappen so aber nicht oder? 2x6V Batterie in Reihe -> 12V und 2x24V Solarpanele äh... parallel äh 24V äh? Oder übersehe ich da was?

Ist ein MPPT-Regler (quasi Step-Down) mit Strombegrenzung. Beim 100/20 kannst du die beiden Module entweder parallel oder in Reihe hängen. Die vollen 600Wp brauchst du nie und die Batterie würde den Ladestrom auch nicht vertragen bzw. im oberen Bereich sowieso nicht aufnehmen.
Theoretisch reicht auch ein BlueSolar 75/15 (dann parallel) wenn du den Akku sowieso kleiner Dimensionieren möchtest, der ist um einiges günstiger. Offiziell ist der 15er wegen dem Modulstrom nicht mehr zugelassen, aber praktisch kein Problem - läuft hier öfter so. Die 5A mehr vom 20er können aber schon mal den Unterschied machen, wenn der Akku fast leer war und die Sonne kommt raus.
Ich denke, dass du damit günstiger hinkommst als mit 4 36er-Modulen und passendem Regler. Zumal der MPPT im Winter seine Vorteile ausspielt.

Du kannst es anfangs wie gesagt auch mit einer 120Ah Batterie versuchen. Sobald die das erste mal ausfällt würde ich die aber sofort mit heim nehmen, laden und eine zweite dazu kaufen. Praktisch würde ich das nicht machen. Bei -10°C sind nur noch 70Ah nutzbar und das möglichst nur zu 50%. Bedeutet du hast nur einen Tag Autarkiezeit :juggle: .
Da muss nur einen Tag Schnee an den Modulen kleben und dann wars das.

Will sagen: Bevor du zu klein kaufst, bau das lieber wieder ab. Oder nehme die LiFeYPO4 Lösung, wenn das bei Geri funktioniert. Preislich ist das aber wieder Käse, weil du dafür auch gleich richtig dimensionieren kannst.
Die Trojan habe ich nur vorgeschlagen, weil sie günstig sind und einiges aushalten. In Sachen Effizienz gibt es da Besseres. Ist eben eine Preisfrage, aber wenn du sparen möchtest sind die besser als die Billigdinger auf Amazon.
Zuletzt geändert von schlossschenke am 11.10.2018, 08:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon e-zepp » 11.10.2018, 08:09

chrisi01 hat geschrieben:mit Ausfällen kann ich aber leben (wenns im Winter mal 2 Tage aus ist, dann ist es halt so...)

Mit NiCd Taschenplatten Akkus wäre das übrigens - alternativ zu LiFePO4 - auch möglich/machbar.
lg,
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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon schlossschenke » 11.10.2018, 08:30

Ich bin zwar nicht Geri, aber die Thundersky sind zum Laden tatsächlich von -30°C - 75°C zugelassen.

Tabelle im Anhang. Quelle:

https://www.thunderstruck-ev.com/Manual ... Manual.pdf
Dateianhänge
lowtemperaturecharge.JPG
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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon e-zepp » 11.10.2018, 09:02

Servus, ja, zugelassen schon, aber können/werden sie diese Ströme auch tatsächlich liefern/aufnehmen?
Von den DIY-EV-Fahrern hier mit solchen Zellen höre ich jedenfalls "etwas" andere Erfahrungen bei Minusgraden...
Bei einer PB-Starter z.B gibt es ja einen echten Kälteprüfstrom. Wo gibt es für LiFePO-Zellen ein Diagramm das zeigt
wie sich die Spannung bei den zugelassenen Strömen tatsächlich verhält?
Weil es ja nicht viel hilft dass sie es "aushalten" wenn Controller/Laderegler/Verbraucher/BMS wegen
Unter- bzw. Überspannung abregeln.
lg,
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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon DO5MZ » 11.10.2018, 11:37

Hallo Chris

Wie scholssschenke schon schrieb ist ein MPPT Regler Pflicht aber kauf nicht diese Tracer die taugen nix kann ich aus eigener Erfahrung sagen denn mir sind schon zwei abgeraucht. . Mit einem Victron ist man ganz gut bedient wie z.B. dem 75/15 bei einem 250W Modul.
Schließe die LBE am Lastausgang an das die Akkus nicht tiefentladen werden und lasse lieber die Abschaltspannung etwas höher eingestellt dieses schont auch die Akkus.
Am ersten Winter waren bei mir zwei 60W Module dran und zwei ausgemusterte 12V 135AH die aus einer Ameise dran was sehr knapp war mit einem PWM Regler, Akkus sind über Tage nicht richtig voll geworden. Seit die 235W PV montiert sind und MPPT Regler drin sind Klappt dieses seit zwei Wintern.

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Re: Insellösung mit gleichmäßiger Dauerlast

Beitragvon geri73 » 11.10.2018, 12:35

@e-zepp

Ja, es kommen die 30 A Ladestrom auch im Winter (Module stehen sehr steil).
Da die Accus aber 200AH haben, relativiert sich das etwas. Aufnehmen tun sie es aber auch bei -20 Grad.
Es sind die mit Yttrium dadurch klappt das.

Seit ich die Litium Accus habe fahre ich bei gleicher PV Leistung nur noch 4 - 5 mal pro Winter zum Nachladen zu meinem Sender. Früher mit Blei ca 20 mal.
Weiters war es immer ein Problem, das die Bleiaccus (240Ah) nie den Ladestrom angenommen haben, wenn mal ein klarer,
kalter, sonniger Wintertag war. Damit ist wertvolle Ladeleistung verschenkt worden. Die Litiums nehmen alles was kommt,
und sind im Ladewirkungsgrad wesentlich besser. Sie haben sich in meiner Situation jetzt schon bezahlt gemacht.


Ps: Die gleiche Art Zellen habe ich in meinem E-roller. Es sind 40Ah Zellen und die quäle ich nun schon seit 4 Jahren mit 70 A
Entladestrom im Fahrbetrieb.
Bin bis jetzt 12000 Km gefahren (Roller ist nur ein 45 Km/h Gerät) und habe auch da noch Nennkapazität.

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