Inselanlage

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: Inselanlage

Beitragvon Pillepapp » 15.05.2018, 11:21

Danke euch Janne und relativ für eure Hinweise, die mich nachdenklich gestimmt haben.

Ich war viele Jahrzehnte als Segelflieger aktiv und die Kunststoffflugzeuge haben bei uns auch genau so lange durchgehalten. Bei einigen Spezies sahen ihre Flugzeuge sogar besser aus, als Neuware, aber die haben ihre Flugzeuge auch peinlichst poliert und regelmäßig (ca. alle 5 Jahre) mit nem neuen Zweikomponentenlack überzogen.

Das Problem mit dem ultravioletten Bestandteilen des Sonnenlichts sind mir auch aus dem Baubereich bekannt, wo z.B. bei Bitumen die ätherischen Öle durch das UV-Licht ausgebrannt werden, wodurch z.B. Bitumenschweißbahnen spröde werden. Deshalb z.B. immer Kies auf ein Bitumendach, damit das Sonnenlicht nicht da dran kommt. Somit verbleibt die Frage, ob und womit man die Kuststoffbeschichtung auf flexiblen Modulen refreshen kann.

Hmmm, oder ich müßte ich mir ne andere Dachgeometrie überlegen und könnte mich wenigstens farblich austoben. Na ja, bei meinem ersten Solarexperiment sollte ich dann wohl eher auf konservatives zurückgreifen, oder eine Kombination von flexibel und starr.

(@ Janne: Selbst wenn du mich mit deinem Megaphon nieder brüllen würdest, würde ich mich danach für dich verwenden, damit man dich ausreden läßt. Das mache ich, weil ich fest davon überzeugt bin, Andersdenkende ausreden zu lassen und ihnen auch zuzuhören. Ist ja fast schon hysterisch, wie z.B. die Amerikaner Manning daran hindern, sein Wort zu erheben, indem sie ihn einfach wegsperren. Sorry, das ist meiner Meinung nach die falsche Diskussionskultur.)

lg, Uli
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Re: Inselanlage

Beitragvon Pillepapp » 18.05.2018, 18:42

Habe mich in den letzten Tagen mit der Auswahl der Solarmodule beschäftigt und diese PDF erstellt.
Die grün markierten interessieren mich am meisten und es gibt für mich nun zwei Varianten:

1) jeweils zwei 18,6 Volt Module in Serie schalten und mit diesen 37,2 Volt dann die 24 Volt Akkus (ebenfalls 2 * 12 V in Serie) laden. Hiermit ließen sich 2,4 kWatt auf dem Tiny Home Dach realisieren, oder

2) mit 36,5 Volt die Akkus zu laden, wodurch 3 kWatt realisierbar wären.

Die zweite Version wäre mir lieber, aber ich frag mal kurz an, ob ihr irgendwelche Bedenken habt ?
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Re: Inselanlage

Beitragvon pvx » 18.05.2018, 20:35

Hi Pillepapp,

UV-beständige durchsichtige Kunststoffe gibt es schon. Aber 1. wirst Du die nicht bezahlen wollen und 2. ist weniger die Scheibe das Problem sondern die Delaminierung. D.h. die reflektionsmindernde und wärmeableitende PVA-Schicht löst sich von der Scheibe und/oder den Zellen. Dafür sind vermutlich die durch das Verformen/Verbiegen aufgebauten Spannungen verantwortlich. Gewölbte Module müssten so gewölbt hergestellt werden, wie sie schließlich montiert und betrieben werden. Dann hielten sie länger. Siehe Zwei-Scheiben-Sicherheitsglas.

Freundliche Grüße
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Re: Inselanlage

Beitragvon scauter2008 » 18.05.2018, 21:02

Hallo.
Habe schon lange nicht mehr mitgelesen.

Nimm doch Standard 60/72 Zellen Module mit 1x1,6m oder 0,8x1,6m.
Die gibt mit 250-270Wp schon Neu für 120Euro oder gebraucht für 80-100Euro.
https://www.ebay.de/itm/Solarmodul-260- ... 0005.m1851
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Re: Inselanlage

Beitragvon kalle bond » 18.05.2018, 22:03

Pillepapp hat geschrieben:Habe mich in den letzten Tagen mit der Auswahl der Solarmodule beschäftigt und diese PDF erstellt.
Die grün markierten interessieren mich am meisten und es gibt für mich nun zwei Varianten:


Die Spannung, zB 18.6 Volt, ist das die Mpp Spannung?
Kannst du das Datenblatt deines favorisierten Moduls einstellen?
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Re: Inselanlage

Beitragvon Pillepapp » 18.05.2018, 23:29

pvx hat geschrieben:Hi Pillepapp,

UV-beständige durchsichtige Kunststoffe gibt es schon. Aber 1. wirst Du die nicht bezahlen wollen und 2. ist weniger die Scheibe das Problem sondern die Delaminierung. D.h. die reflektionsmindernde und wärmeableitende PVA-Schicht löst sich von der Scheibe und/oder den Zellen. Dafür sind vermutlich die durch das Verformen/Verbiegen aufgebauten Spannungen verantwortlich. Gewölbte Module müssten so gewölbt hergestellt werden, wie sie schließlich montiert und betrieben werden. Dann hielten sie länger. Siehe Zwei-Scheiben-Sicherheitsglas. Freundliche Grüße pvx


Dank dir pvx für diese zusätzlichen Infos. Aufgrund eurer Hinweise, insbesondere von Janne und relativ in den letzten Tagen bin ich zwischenzeitlich von den flexiblen Modulen kuriert. Habe hierzu auch viel in Camperforen gelesen und als einer dort schrieb: "Kein vernünftiger Camper stellt sein Wohnmobil in die Mittagssonne, denn dann ist es kein Wohnmobil mehr, sondern ein Backofen".... da ist dann auch bei mir der Groschen gefallen. Auf dem Tiny müssen also hinterlüftete und starre Module montiert werden und neben der Stromproduktion müssen sie auch das Tiny gegen Überhitzung abschatten.

lg, Uli
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Re: Inselanlage

Beitragvon Pillepapp » 18.05.2018, 23:42

scauter2008 hat geschrieben:Nimm doch Standard 60/72 Zellen Module mit 1x1,6m oder 0,8x1,6m.
Die gibt mit 250-270Wp schon Neu für 120Euro oder gebraucht für 80-100Euro.


Hi scauter2008 und Danke für den Hinweis. Ich hatte ja auch schon mal mit gebrauchten geliebäugelt, aber grundsätzlich suche ich nur nach monokristalinen Dingern, da deren Wirkungsgrad und somit deren Leistung je Flächeninhalt besser ist. Mein Problem ist auf meiner Terrasse und auch später im Tiny, dass die verfügbaren Flächen gering sind, sodaß ich hier nur nach mono gesucht habe, weil deren Flächenbedarf geringer ist.

Will den Sack auch jetzt zumachen und endlich die Bestellung raus hauen, sonst ist die Sonnensaison verbei, bevor ich endlich mal zu Potte komm. Daher zwing ich mich jetzt dazu, weitere Lösungsansätze meinen Nachfolgern zu überlassen.... also, Parole: Koch runter und durch :mrgreen:
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Re: Inselanlage

Beitragvon scauter2008 » 19.05.2018, 00:04

Hallo.
Mono hat kaum Mehrleistung/Vorteile, die gibt es auch mit der Leistung von Poly.
Du meinst wahrscheinlich die neuen "Hochleistungsmodule in Mono"
Die sind halt Teuer .
Du bist natürlich in der Fläche begrenzt.
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Re: Inselanlage

Beitragvon Pillepapp » 19.05.2018, 00:11

kalle bond hat geschrieben:Die Spannung, zB 18.6 Volt, ist das die Mpp Spannung? Kannst du das Datenblatt deines favorisierten Moduls einstellen?


Die sind in der PDF schon verlinkt, aber ich stell sie hier nochmal zusätzlich rein:

Zu 1) 18,5 Volt Modul: Leerlaufspannung (Voc): 22,8 Volt, Max. Arbeitsspannung (Vmpp): 18,5 Volt

Zu 2) 36,5 Volt Modul: Leerlaufspannung (Voc): 44,9 V, max. Arbeitsspannung (Vmpp): 36,5 V. Der ist eigentlich mein Favorit und hiervon würde ich mir dann 10 Stk ordern, sodass ich auf 3 kW im Tiny kommen würde. Wäre lieb von euch, wenn ihr mir direkt den dazugehörigen MPPT Laderegler verlinken könnt, denn den will ich mit dem Wifi Modul kaufen, damit ich die ganze Anlage vom Computer aus überwachen und für alle dokumentieren kann.

Liebe Grüsse an alle, Uli
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Re: Inselanlage

Beitragvon scauter2008 » 19.05.2018, 00:40

Akku ist 24V ?
Wie groß wird der Akku ?



MPPT 100/50 (gibt es auch als Smart mit eingebauten Bluetooth)
https://prevent-germany.com/victron-blu ... laderegler
Damit kommen 1,4kW vom Dach, denke mehr Spitzenleitung wirst du eh nicht brauchen.
Wenn doch noch einen zweiten dazu und je 5 Module an einen Regler.

10x 200Wp sind bei mir 2kWp.

Die 200W Mono würde ich parallel schalten.
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