Dimensionierung Laderegler korrekt?

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon m0rb » 13.07.2018, 22:02

Hallo in die Runde,

ich bin Neuling und möchte sicher gehen, dass ich mich bei der Dimensionierung des Ladereglers nicht hoffnungslos vertue. Ich habe aktuell zwei (und demnächst eventuell 4) Solarmodule mit den folgenden technischen Daten:

Pmpp: 280 Watt
Vmpp: 31,9 V
Impp: 8,78 A
Voc: 39,2 V
Isc: 9,44 A

Als Batterie hatte ich eine 12V AGM Batterie ins Auge gefasst wobei ich nicht ganz sicher bin wieviele Ah sie haben soll.

Wenn ich es in anderen Beiträgen richtig gelesen habe, müsste ich die Gesamtleistung der Platten (4 Stück) durch 12V der angeschlossenen Batterie rechnen um zu erkennen, dass ich einen Laderegler benötige der knapp 100A verträgt?!

Die Anwendung der Platten sieht so aus, dass ich damit meine Elektronik (Radio, Lampen, nicht zwangsweise Bohrmaschine usw.) in meiner Hobby-Garage inkl. eines Kühlschranks betreiben möchte. Insofern ausreichend Power von den Platten kommt, würde ich außerdem einen Crypto Rechner mit einem Verbrauch von ca. 200 Watt betreiben (aber auch wirklich nur wenn soviel Leistungsüberschuss vorhanden sein sollte).

Dass ich noch einen Wechselrichter benötige ist mir bewusst, aber das erscheint mir einfacher in der Auswahl.

Ich danke euch schonmal für eure Hinweise!
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon solarlux » 13.07.2018, 23:13

Du mußt wohl abwägen was dir wichtiger ist, mehr Speicher oder mehr Modulleistung. Die Modulleistung ist einfach deutlich günstiger, hilft dir aber in der Nacht gar nichts. Wenn dein Strombedarf überwiegend tagsüber ist, dann versuche doch soviel Modulleistung aufzubauen, damit deine Grundlast direkt von den Modulen gespeist werden kann.

Bei mir ist (bisher) nur ein 285 W Modul im Einsatz, welches 240 ah Akkukapa versorgt, und reicht somit (ohne Nachladung/nachts) für ca. 0,2 kWh auf der 230 V Seite.

Mit mehr Solarleistung wird natürlich entsprechend auch mehr Leistung verfügbar.

Ich werde wohl noch auf den Victron 100/15 wechseln, und dann vielleicht noch ein zweites Modul nachlegen; insel-zur-gartenbewaesserung-beleuchtung-und-weide-p1640413.html#p1640413
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon m0rb » 16.07.2018, 11:03

Danke für die Antwort. Die meiste Last wäre in der Tat nur am Tag zu bewältigen. In der Nacht wäre es eigentlich "nur" der Kühlschrank. Da würde ich vermutlich mit einer 100Ah Batterie hinkommen (würde ich nochmal genau messen, was das Ding sich nimmt).

Was ich halt nicht weiß ist, ob es ein Problem ist, wenn die Platten mehr leisten können, als es der Laderegler/Wechselrichter verarbeiten kann. Ich würde gern zu einem Kombigerät wie dem hier greifen:

https://greenakku.de/Wechselrichter/Off ... ::577.html

Wenn ich wirklich die 4 Platten hätte und diese die maximale Leistung abgeben, würde das Gerät dann schaden nehmen?
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon cdE_Evil-Homer » 16.07.2018, 15:58

Servus,

vorsicht ....Ladegerät bedeutet nicht Solar-Laderegler, davon habe ich in der Beschreibung nichts gelesen.

Mit dem verlinkten Victron hast du nur einen Wechselrichter plus Netzlader wenn ich das richtig gelesen habe, du benötigst dann noch einen Solar-Laderegler.

Grüße
Michael
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon kalle bond » 16.07.2018, 16:23

m0rb hat geschrieben:Was ich halt nicht weiß ist, ob es ein Problem ist, wenn die Platten mehr leisten können, als es der Laderegler/Wechselrichter verarbeiten kann. Ich würde gern zu einem Kombigerät wie dem hier greifen:

https://greenakku.de/Wechselrichter/Off ... ::577.html

Wenn ich wirklich die 4 Platten hätte und diese die maximale Leistung abgeben, würde das Gerät dann schaden nehmen?


Normal sollten die Daten wie max Modul Anschlußleistung oder Modulstrom im Datenblatt stehen.
Siehst du hier irgendwelche Daten bzw ein Anschlußbild?
Wie der Kollege schon schrieb, falsches Gerät
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon finca51 » 16.07.2018, 16:42

cdE_Evil-Homer hat geschrieben:Servus,

Mit dem verlinkten Victron hast du nur einen Wechselrichter plus Netzlader wenn ich das richtig gelesen habe, du benötigst dann noch einen Solar-Laderegler.


vollkommmen richtig,

das interne Ladegerät im Victron funktioniert nur wenn am ACIn das öffentliche Netz oder ein Generator
angeschlossen ist. Bei meiner Insel in Spanien habe ich als Backup an den ACIn meinen Generator
angeschlossen,weil kein öffentliches Netz vorhanden. Wenn im Winter die solare Leistung nicht ausreicht meine
Akkus zu laden, starte ichden Generator und das interne Ladegerät und meine Laderegler laden Die Akkus auf.

Du brauchst also zwingend auch einen Laderegler.

Ürigens die Platten sind Module :D
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon m0rb » 16.07.2018, 18:04

Oh verdammt. Das habe ich in der Tat übersehen!
Damit wären wir aber wieder beim Thema. Angenommen ich möchte auf eine 12V AGM Batterie gehen. Was wäre denn ein passender Laderegler? Liege ich mit meinen knapp 100A richtig oder brauche ich was anderes?
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon Toni1965 » 16.07.2018, 21:31

Hallo, wenn du 4x 280Wp Paneele an ein 12V System hängen willst brauchst du einen 100A Laderegler und eine Batterie mit mind. 500Ah, eigentlich aufgrund des Ladestroms noch mehr. Ist also Unsinn mit 12V Systemspannung, bei 4x280W solltest du unbedingt auf 24V Systemspannung gehen, da geht dann ein 50A Laderegler und mind. 24V 250Ah Batterie.
Grüße Toni.
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon solarlux » 16.07.2018, 21:45

Also wenn Du auf ein 24 Volt Batteriesystem setzt, dann wird der Laderegler auch mehr Ladeleistung bringen. Du bekommst an der Stelle mehr für's Geld. Zwar kostet eine 200 ah Batterie wohl weniger wie 2 x 100 ah, aber dafür arbeitet das 24 V System normal auch etwas effizienter.

Ich denke, das bei dir die 2 x 280 Watt, 2 x 120 ah Blei/Gel/AGM, ein Victron 100/15 Laderegler (100Volt) /15 (A)/- (440 Watt beim 24V Akkusystem), und der Victron MultiPlus (24 V) gut und gerne passen würde.

Der Victron würde aber für die eventuell eingeplante Bohrmaschine bestimmend sein, oder du schaust dich nach einem china-super billig-Sinus-ähnlichen WR um, welcher dann für die Bohrmaschine und andere Motoren/Lötkolben, Beleuchtung etc. zum Einsatz kommt, und den Victron Multi Plus wählst du dementsprechend kleiner, welcher zwingend den sauberen, echten Sinus benötigt, also z.B. für die besagte und geplante EDV/-Computertechnik.

Dein 3 oder 4 Modul könnte wohl eher nur im Winterbetrieb sinnvoll sein, wenn Du auch in der dunklen Jahreszeit - noch relativ viel und intensiv die Insel nutzen möchtest. Vermutlich wird es aber besser sein, für den leistungsfähigen Winterbetrieb an der Stelle das Geld für ein eigenständigen Notfall-Stromerzeuger mit einzuplanen.

Das teuerste ist einfach die Akkukapazität, reichen dir da gebrauchte Komponenten, die noch 4-5 Jahre halten mögen, oder sollen es neue insel-zur-gartenbewaesserung-beleuchtung-und-weide-p1625431.html#p1625431 werden? Anstatt zwei neue Wechselrichter kannst Du auch ein guten gebrauchten, hochwertigen Studer zulegen, so einer verrichtet bei mir nun auch gute Dienste, mit dem sich auch so manche Motoren mit höheren Anlaufströmen betreiben lassen; https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 9-168-3224
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Re: Dimensionierung Laderegler korrekt?

Beitragvon m0rb » 16.07.2018, 23:12

Erstmal tausend Dank für die vielen hilfreichen Antworten.
@solarlux:
Da ich keine 24V AGM/Blei/Gel Batterien gefunden habe, gehe ich mal davon aus, dass ich die 2 x 120Ah Batterien in Reihe schalte und damit auf die 24V komme, oder?
Der MultiPlus hat im Vergleich zum Phoenix den Vorteil, dass ich für den Fall dass die Batterie nicht mehr genug Saft hat, auf AC Netzstrom umschalten kann, richtig? Gibt es da noch weitere Vorteile?
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