Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg!

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon e-zepp » 16.09.2018, 11:19

Vollkorn hat geschrieben:Kannst mir bitte mal sagen, nach was für Säure ich genau beim Stapler-Service fragen muss?

Ja, frag mal nach Batteriesäure( :wink: ), was stärkeres hat der gar nicht da.
Vollkorn hat geschrieben:Wenn später wieder etwas Wasser verdampft ist, wäre ja dann wieder Platz zum Nachfüllen/Anpassen, so wie ich das jetzt verstanden habe.

Das Wasser verdampft nicht, es wird durch Elektrolyse zerlegt. :roll: Natürlich kannst Du statt dest. Wasser auch öfters
Batteriesäure nachkipppen, aber bis Du damit auf Deine ursprüngliche Nenn-SD von 1,285 kg/l kommst dauert ewig.
Und ich habe Dir ja schon zu erklären versucht dass diese hohe SD ja nicht in Stein gemeißelt ist sondern nur bei
bestimmten Anforderungen notwendig bzw. sinnvoll ist.
Ein Anpassen aller Zellen auf die gleiche Nenn-SD wiederum ist m.M nach sehr wichtig, bei Deinen momentanen Abweichungen von +- 0,015 kg/l muss das aber nicht unbedingt sofort sein. Dafür brauchst Du dann konz. Säure (z.B 95%)
Grundsätzlich geht es aber nur wenn der Akku komplett im Rahmen seiner Möglichkeiten entsulfatiert ist :!:
D. h wenn Du es später machen willst musst Du dann erst wieder laden, laden, laden ...
Vollkorn hat geschrieben:Wenn die Batterie jetzt schon wieder so gute Werte hat, die gestern gemessen hab, ist dann vielleicht doch nicht so viel in den Ritzen verschwunden?

Das sind keine guten Werte. Der Elektrolytstand ist auf Minimum und die orginale Nenn-SD ist 1,285-1,290kg/l :roll:
lg,
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon Vollkorn » 16.09.2018, 19:02

Ich hab jetzt erst mal in ein paar Zellen Wasser aufgefüllt und nach einer Weile kann ich dann erst messen.

Wie mache ich das jetzt morgen. Ich hol mir mal Batteriesäure vom Staplerservice und fülle alle Zellen mal bis Max auf? Geht dazu nicht die Aquamatik? Oder richtet sich das eher nach der SD, die ich heute noch messe?

Von mir aus reicht mir auch eine geringere Nenn-SD wie die 1,3 die sie ursprünglich hatte. Es wäre halt angenehm, wenn ich sie wieder normal betreiben könnte und auch wieder automatisch Wasser nachfüllen könnte. Sprich, dass ich das pampern dann mal hinter mich bringe..

Vielen Dank auch mal an alle die mir unter die Arme greifen

Lg

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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon mico » 17.09.2018, 10:08

@Vollkorn:
Es ist grundsätzlich egal, bei welchem Ladezustand Du Schwefelsäure in die Zellen gibst. Deswegen kannst du das auch im normalen Betrieb machen.
Wichtig ist nur, dass du die Elektrolytdichte bei wirklich komplett vollgeladenen (und damit entsulfatierten) Zellen bei gleichem Elektrolytfüllstand weißt, damit du (oder wer auch immer) berechnen kannst, wieviel Gramm Schwefelsäure in jede einzelne Zelle gegeben werden müssen, damit die gewünschte Solldichte erreicht wird. Ob du das mit normaler 38% Batteriesäure machst oder mit konzentrierterer Schwefelsäure, ist dir überlassen. Das Volumen, das zugegeben werden soll, muss nur passend berechnet werden. Ohne das genaue Wissen um die Säuredichte bei entsulfatierten Zellen wird das ein reiner Blindflug.

Mit der Aquamatik hast du keine Kontrolle darüber, wieviel Säure in jede Zelle wandert. Es würde schon gehen, wird aber nicht empfohlen.
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon pvx » 17.09.2018, 11:26

Hi Vollkorn,

leider habe ich erst jetzt von Deinem Problem gelesen. Das Aufwischen mit Wasser war richtig, Nachspülen auch. Mehr kannst und brauchst Du nicht zu tun. Wenn Du einen Großeinsatz der Feuerwehr vermeiden willst - so 30 000 € - wegen quasi nix, hältst Du Dich besser bedeckt. Die "Spezialisten" da gehen auf Nummer Sicher und machen nach Schema F, was sie für ausgelaufene Tankwagen mit 20 000 l Säure gelernt haben. :shock: Augenmaß gehört nicht zu ihren Stärken. :mrgreen: Wenn Sie kombinieren, dass Batteriesäure gelöstes Blei enthält, können Sie auf die Idee kommen, dass wegen dem Gundwasserschutz ausgekoffert werden muss. :shock: Unter Deinem Haus... Auch wenn nur 2 g Bleisulfat in den 50 l gelöst waren.

Um solches zu vermeiden hat der Akku eigentlich eine Wanne. Mit Aquamatic muss sie aber so groß sein, dass sie auch den gesamten maximalen Wasservorrat der Aquamatic fassen kann. Das wird in der Regel übersehen und führt dann zu Desastern wie bei Dir. Für den Schaden haftet der Monteur, "Errichter", der Aquamatic. Wenn der pleite geht, Du.

Die Säure ist jetzt weg. Einen Teil hast Du aufgewischt, ein Teil hat der Estrich aufgesaugt und neutralisiert. ein Teil ist im Spalt zwischen Estrich und Wand versickert und ist jetzt entweder in der Betonwanne unter dem Estrich oder im gewachsenen Boden darunter und in und evtl. unter dem Fundament. An Ausblühungen wird sich zeigen, wo sie noch reagiert. Mit 50 l Akkusäure löst Du das Fundament jedenfalls nicht auf.

Deine Akkuzellen hast Du aufgefüllt und wenn Du jetzt bis zum Gasungsbeginn aller Zellen voll geladen hast siehst Du an den SDn der einzelnen Zellen wo wieviel fehlt. Die Nenn-SD ist nicht erforderlich. Der Akku funktioniert mit SD > 1,20 genausogut, hält sogar länger. Nur wenn eine Zelle nach Auffüllen und Vollladen drunter liegt empfiehlt es sich den Elektrolyten teilweise gegen Säure mit Nenn-SD auszutauschen. Vom Panschen mit konzentrierter Säure, wie manche es empfehlen, kann ich nur abraten. Gefährlich, schädlich und nutzlos.
Künftig wirst Du eben bei der Kontrolle der SDn den Messwert jeder einzelnen Zelle mit der SD dieser Zelle im vollgeladenen Zustand vergleichen müssen um an der Differenz den Fortschritt der Sulfatierung ablesen zu können. Dem kannst Du entgegenwirken, wenn Du möglichst oft, mindestens aber alle Woche einmal lädst, bis sich die Ruhespannung bei weiterem Laden nicht mehr ändert. Das bewirkt Entsulfatierung so weit wie möglich.

Viel Erfolg und freundliche Grüße
pvx
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon e-zepp » 17.09.2018, 18:38

Servus pvx :twisted:
pvx hat geschrieben:....hältst Du Dich besser bedeckt

Sprichst Du es deswegen nochmal so reißerisch an? :roll:
pvx hat geschrieben:Um solches zu vermeiden hat der Akku eigentlich eine Wanne. Mit Aquamatic muss sie aber so groß sein, dass sie auch den gesamten maximalen Wasservorrat der Aquamatic fassen kann. Das wird in der Regel übersehen und führt dann zu Desastern wie bei Dir.

Nö.
-Die "Wanne" einer PzS nennt sich Trog und der dient dazu das Gesamtvolumen des Akkus möglichst klein zu halten, die deswegen sehr dünn gebauten Zellbehälter zu stützen und alles zusammen transportierbar zu machen (Wechselakku)
-Der freie Raum im Trog würde höchstens reichen um Elektrolyt von ein paar Zellen aufzufangen....
Viele Füllbehälter haben 30-60l oder die Aquamatik hängt direkt über eine Umkehrosmoseanlage an der Wasserleitung....
-Das Desaster bei @Vollkorn hatte auch eine ganz andere Ursache - lies doch nochmal genau....
pvx hat geschrieben:... und wenn Du jetzt bis zum Gasungsbeginn aller Zellen voll geladen hast siehst Du an den SDn der einzelnen Zellen wo wieviel fehlt. Die Nenn-SD ist nicht erforderlich. Der Akku funktioniert mit SD > 1,20 genausogut

Nö.
Wenn die letzte Zelle zu gasen beginnt ist der Akku deswegen noch lange nicht komplett entsulfatiert.
Das könnte man nur so sagen wenn der Akku vor der letzten Entladung sicher komplett entsulfatiert war.Weißt du das??
Ob wirklich die Nenn-SD erforderlich ist hängt von den Soll-Lastströmen, deren Dauer und der Akkutemperatur ab.
Mit Nenn-SD=1,20kg/l und C5-C10-Strömen steigt @Vollkorns WR bei SOC 50% der Kapa wegen Unterspannung aus.
Probier`s doch einfach mal :mrgreen:
lg,
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon Vollkorn » 17.09.2018, 18:51

Hallo e-zepp, pvx und mico,

vielen Dank für die präzisen Angaben. Was sagen eingentlich Y-Tong-Wände zur Säure?

Übrigens ist nicht die Aquamatik ausgelaufen, sondern die Säure ist über die offene EUW-Leitung raus, weil die Pumpe grad beim reparieren war.

Also wenn ich das jetzt richtig verstehe, kann ich nach Entsulfatieren bei jeder Zelle je nach SD eine bestimmte errechnete Menge Batteriesäure (38% vom Staplerservice) bis zur Max-Markierung auffüllen. So sollten dann alle Zellen eine gleichmässige SD bekommen, irgendwo zwischen 1,24 und 1,295 je nach Wunsch. Den Rest der Zellen kann ich dann mit Aquamatik mit Wasser auffüllen? Stelle ich mir das jetzt so richtig vor in der Praxis?
Sollte dann wieder eine gewisse Menge Wasser bei allen Zellen fehlen, kann ich dann immer wieder mit Batteriesäure auffüllen um die Nenn-SD zu heben?

Zur neuen Nenn-SD:

Ich denke, ich habe, wenn ich doch mal einen neuen Wechselrichter bekomme, doch Spitzenströme bis 100A, wenn auch ganz selten. Mehr kann ich jetzt auch nicht dazu sagen. Welche SD sollten wir dann mal ansteuern? 1,26?

Und ab wissen wir, wann der Klotz richtig entsulfatiert ist?

lg, Vollkorn
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon e-zepp » 17.09.2018, 19:24

Servus Vollkorn
Vollkorn hat geschrieben:Also wenn ich das jetzt richtig verstehe, kann ich nach Entsulfatieren bei jeder Zelle je nach SD eine bestimmte errechnete Menge Batteriesäure (38% vom Staplerservice) bis zur Max-Markierung auffüllen. So sollten dann alle Zellen eine gleichmässige SD bekommen, irgendwo zwischen 1,24 und 1,295 je nach Wunsch. Den Rest der Zellen kann ich dann mit Aquamatik mit Wasser auffüllen? Stelle ich mir das jetzt so richtig vor in der Praxis?

Nein, mit der 38%-Säure und dem momentan vorhandenem Platz in den Zellen kommst Du max. auf SD 1,25kg/l, s.hier:
batterie-im-keller-ausgelaufen-25-50-liter-saeure--p1666376.html#p1666376
Vollkorn hat geschrieben:Und ab wissen wir, wann der Klotz richtig entsulfatiert ist?

Wenn die SD in keiner Zelle auch nach 1-2 weiteren Tagen laden nicht mehr steigt.
lg,
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon mico » 17.09.2018, 22:01

Hallo Vollkorn,

das Entsulfatieren ist doch nur dazu da, um herauszufinden, wieviel Säure noch in den Akkuzellen steckt. Natürlich macht die Messung nur Sinn bei gleichem Füllstand der Zellen. (Wenn du die Zellen beim Laden kochst und Wasser durch Elektrolyse verlierst, dann steigt die Säuredichte auch ein wenig.)

Kurzes Rechenbeispiel mit ausgedachten Zahlenwerten:

Jede Zelle enthält bei normalem Füllstand sagen wir 10L Elektrolyt mit der Dichte von 1,20 g/cm³, also 12kg verdünnte Säure.
Zielwert sind 1,30 g/cm³ Säuredichte, also 13kg bei 10L.
Jetzt musst Du ausrechnen, wieviel Säure du zugeben musst, damit in der Zelle genügend Schwefelsäure ist, um bei normalem Füllstand eine Dichte von 1,30 g/cm³ zu bekommen. Reine Schwefelsäure hat die Dichte von 1,84 g/cm³ und ist somit 840g pro Liter schwerer als Wasser. Nach meiner Berechnung brauchst Du also 1,19 L reine Schwefelsäure, um bei 10L Elektrolyt eine Gewichtszunahme von 1kg zu erhalten. Rechnung: 1kg / (0.84 kg/L) = 1,19 L
Kann man nur 38%-ige Säure hinzugeben, dann muss in etwa die dreifache Gewichtsmenge genommen werden.

Wenn du die Zahlen auf Deine Batteriezellen angepasst hast, dann musst du also auswiegen, wieviel Säure du in jede Zelle füllen musst. Reicht der Platz in der Zelle nicht aus, musst du dir notieren, wieviel Säure noch eingefüllt werden müsste. Diese Menge muss, nachdem wieder etwas Wasser fehlt, hinzugegeben werden.
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon Vollkorn » 18.09.2018, 10:13

Morgen,

also jetzt versteht ich das langsam. Hab ich mir dann doch irgendwie einfacher vorgestellt.

Da ich ja jetzt nur einen cm über den Platten mit Wasser aufgefüllt habe, gestaltet sich das mit dem Messen jedesmal auch etwas unpraktisch. Zuerst hab ich dann immer etwas Wasser nachgefüllt, und erst später wieder gemessen, aber ich glaube, damit hab ich das Ergebnis trotzdem verfälscht.

Die Batterie hängt die Tage immer noch mit 58,4V am Wechselrichter, der aber aus ist, damit er keinen Eigenverbrauch aus der Batterie zieht. Laden tut er meines Wissens aber trotzdem

Also wie es dann aussieht muss ich dann offenbar mit reiner Schwefelsäure panschen, oder? Wo krieg ich die her?

Auf welche SD sollen wir uns dann einigen?

Danke und liebe Grüße
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon pvx » 18.09.2018, 10:32

Hi Vollkorn,

e-zepp sollte sich erstmal mit der GefStoffV befassen, bevor er Hinweise zum richtigen Umgang mit Gefahrstoffen einfach mit nö unbegründet abtut.

YTONG ist Gasbeton und enthält wie normaler Beton einen gewissen Prozentsatz Kalk und Kalziumsilikate. Diese reagieren mit Schwefelsäure zu Gips und Kieselsäure. Natürlich mindert das die Tragfähigkeit des YTONG. Du wirst an den Ausblühungen und evtl. Abplatzungen sehen, wie stark der Angriff war. Da die Säure nur langsam eindringt hat sie bei Dir nicht sehr tief gewirkt. Die Wände standen ja nicht wochenlang in der Säure. Stell' mal Bilder ein, wenn Du was von der Wirkung siehst, dann kann man mehr sagen.

"Also wenn ich das jetzt richtig verstehe, kann ich nach Entsulfatieren bei jeder Zelle je nach SD eine bestimmte errechnete Menge Batteriesäure (38% vom Staplerservice) bis zur Max-Markierung auffüllen. So sollten dann alle Zellen eine gleichmässige SD bekommen, irgendwo zwischen 1,24 und 1,295 je nach Wunsch."
Nein, leider nicht so einfach. Wenn Du unbedingt eine höhere SD erreichen willst, kommst Du um gefährliche Panscherei, wie sie e-zepp empfiehlt und praktiziert, nicht herum. Der Battsevice wird vernünftigerweise, die zu dünne Säure einfach austauschen. Da aber immernoch dünnere Säure in den Poren der Platten sitzt, wenn der Akku entleert wurde, ergibt sich nach Abschluss der Diffusion nach einigen Stunden wieder eine niedrigere SD als gewünscht. Da hilft die ganze Rechnerei nichts.
Lade also voll, kontrolliere die Entwicklung der SD nach weiterem Laden und stell' dann die SDen hier ein. Du wirst selbst sehen können, ob die Akkuspannung unter Last nun stärker einbricht als vorher. Es ist nicht zu erwarten weil die maximale Leitfähigkeit der Säure und damit der niedrigste Innenwiderstand bei SD 1,2 erreicht ist. Diesen Wert nach üblicher Entladung (30 bis 50%) nicht zu sehr zu unterschreiten sichert den maximalen Wirkungsgrad.

Viel Erfolg und freundliche Grüße
pvx
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