Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg!

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon buergersolar » 13.09.2018, 22:56

Mich irritiert, dass nun fast 2 Wochen vergangen sind und die Säure immer noch im Estrich rum suppt.
Bis auf zwei Päckchen Backpulver und 5 Liter Wasser mit 2 kg Natron (obwohl vorher die Löslichkeit hier benannt wurde) hat der TS bisher nichts unternommen, und wartet darauf, bis die Schäden an der Ytong-Wand sichtbar werden, bevor wirksame Maßnahmen ergriffen werden...

Es wurden doch hier im Thread nun schon einige Ratschläge gegeben. Wann gehts denn nun an die Umsetzung? Und zwar nicht im Labormaßstab, sondern in einem Umfang, der dem Schadenspotential gerecht wird?

:roll: :roll: :roll:
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon Vollkorn » 14.09.2018, 07:13

Morgen,

natürlich mache ich mir bange Gedanken, und hab manch schlaflose Nächte, was die Säure jetzt im Untergrund anrichten könnte. Ob sie die Ytong-Wände angreift, oder ob sie, falls sie unter den Ytongwänden hindurchgekommen ist, den neuen Unterbau der Fussbodenheizung angreift, oder ob sie im angrendenden Raum der Praxis innen die Wände hochzieht...

Aber momentan kann ich eh nichts machen, ausser langssam in die Ritzen die Natronlösung zu träufeln. Viel krieg ich da eh nicht auf einmal rein. Hab zuletzt einen Kanister hingestellt und ganz langsam tropfen lassen. Nach einer Zeit geht nicht mal das rein, weil wohl der Schaum dagegendrückt. Also so arg feucht wird es vielleicht eh nicht auf einmal. Und ich denke, dass der Heizkeller schon mal gut vorgetrocknet ist, weil die WP da jetzt schon das dritte Jahr läuft und der Keller war eigentlich vorher schon furztrocken...

eZepp, auf was hättest du jetzt von mir gewartet? Soll ich mal wieder SD messen? Mein Stapler-Service hat 20l Säure da. Das wird vielleicht nicht reichen, soll ich mehr bestellen?

lg, Johann
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon Bastel » 14.09.2018, 07:37

Steck doch einen dünnen Schlauch durch die Ritze am tiefsten Punkt und saug die Pampe ab, dann ist das gröbste Übel schon mal raus aus dem Boden und es wird Platz geschaffen für die Natronlösung. Die kann man dann auf gleichem Wege wieder absaugen, eventuell wiederholen, danach würde ich mir keine Sorgen mehr machen (außer dass es nicht ausreichend schnell trocknet).
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon frankenbub09 » 14.09.2018, 07:45

Vollkorn hat geschrieben:.. und hab manch schlaflose Nächte, ....
lg, Johann
#

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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon e-zepp » 14.09.2018, 08:58

Servus @Vollkorn, ich warte eigentlich nur darauf dass Dein Akku vollständig geladen sprich max. entsulfatiert ist :)
Und das merkst Du nunmal daran dass die SD bei allen Zellen nicht mehr steigt :wink:
Und ja, sobald das der Fall ist die SD aller Zellen hier oder per PN posten.
Fertige Batteriesäure(37,5% bzw. 1,285kg/l) hilft Dir nur wenn Du entweder die Zellen komplett neu befüllen
oder den Elektrolyt auf eine deutlich niedrigere SD einstellen willst! Ansonsten brauchst Du was kräftigeres....
Diese Entscheidung würde ich vor allem von der Strombelastung abhängig machen.
Bei moderaten Strömen bis C10 (60A?) und gleichbleibender Akku-Temperatur von ~ 20°C wirst Du z.B auch mit
einer SD von 1,24kg/l keine Probleme haben und der Akku altert nebenbei einiges langsamer.
Wenn Du allerdings längere C5-Belastungen hast kann die Spannung mit dieser SD schon so weit/so früh einbrechen dass
der Wechselrichter wesentlich früher ab- bzw umschaltet. Ob Dir das was ausmacht musst Du wissen.
Ähnliches gilt übrigens auch für die Ladung!
lg,
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon schlossschenke » 14.09.2018, 10:19

e-zepp hat geschrieben:Bei moderaten Strömen bis C10 (60A?) und gleichbleibender Akku-Temperatur von ~ 20°C wirst Du z.B auch mit
einer SD von 1,24kg/l keine Probleme haben und der Akku altert nebenbei einiges langsamer.

Die höhere Lebenserwartung ist nachvollziehbar, aber betrifft das tatsächlich nur die Hochstromfähigkeit oder ändert sich dadurch auch die nutzbare Kapazität? Ich dachte bisher PzS könnten durch die höhere SD bei gleicher Kapazität kleiner gebaut werden als OPzS.
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon e-zepp » 14.09.2018, 11:18

Man muss die Kapazität immer zusammen mit Laststrom, der Entladeschlussspannung und der Temperatur betrachten :!:
Bei Traktionsakkus gibt es genau dafür seitenlange Tabellen...
Grundsätzlich ist eine PzS aber auch kleiner weil der Schlammraum und der Elektrolytvorrat kleiner, die Platten
dünner und die Zellgefäße selber dünnwandiger sind. Durch die höhere SD ist es halt möglich ziemlich
kontinuierlich C5-Ströme zu ziehen ohne das die Entladeschlussspannung unterschritten wird.
Bei einer SD von 1,24kg/l und dem kleinem Elektrolytvorrat besonders zwischen den Platten würde da schnell
der Säureüberschuss zumindest kurzfristig aufgebraucht werden - die Spannung bricht ein, der Controller/WR
schaltet ab.
lg,
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon schlossschenke » 14.09.2018, 11:31

Danke. Bedeutet bei C100 bliebe die nutzbare Kapazität nahezu die selbe?
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon Vollkorn » 14.09.2018, 11:37

Hallo,

hab eben noch in Brixen eine Ladung ADAC Clubmobile abgeladen... sobald ich zuhause bin, messe ich mal!

Also ich hab ja einen 4kW-Wechselrichter, der mit maximal 3,5kW lädt. Den würde ich bald auswechseln , wenn es endlich das Modell mit 5kW, 61V, und 4kW Ladeleistung erhältlich ist. Das heisst, dass ich so auf 80A kommen kann.

Sollte der Akku jetzt auf die 1,24 SD kommen, würde das heissen, dass man den gleich so lassen kann?

Was für ein "Zeug" brauch ich ansonsten fürs "panschen" auf die richtige SD und wo würde ich das bekommen?
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Re: Batterie im Keller ausgelaufen - 25 - 50 Liter Säure weg

Beitragvon e-zepp » 14.09.2018, 12:06

@schlossschenke,hab`s jetzt nicht ausgerechnet aber die Richtung stimmt :)
Pezi hat da mal einen netten Rechner für gebastelt : http://www.polz.info/peukertcalculator/
Die SD hat - zusammen mit der Temperatur- hauptsächlich Einfluss auf die mögliche Geschwindigkeit
der Sulfatierung (=Entladung)
@Vollkorn,
Vollkorn hat geschrieben: Das heisst, dass ich so auf 80A kommen kann.

es kommt darauf an wie oft, wie lange und wie notwendig diese 80A fließen müssen/sollen :!:
Vollkorn hat geschrieben:Sollte der Akku jetzt auf die 1,24 SD kommen, würde das heissen, dass man den gleich so lassen kann?

Ich dachte mir schon dass Dir diese Lösung gefallen würde :mrgreen:
Ganz so ist es aber nicht da der Elektrolytstand ja hübsch auf Min. ist, d.h Du müßtest erstmal mit entsprechend
gemischter Batteriesäure (1,24kg/l) auf Max. füllen.
Oder halt mit der fertig käuflichen 1,285kg/l-Battsäure, dann landest Du halt irgendwo bei 1,25-1,26kg/l. Auch gut :D

Voraussetzung ist aber wie gesagt dass alle Zellen davor gleich hoch befüllt sind und gleiche SD aufweisen :!:
Ansonsten verzichtest Du halt auf die einheitliche Nenn-SD als einzig verläßlichen Kontrollwert des Ladegrades der
Zellen und wirst langfristig aufgrund unterschiedlicher Alterung/Belastung=Zelldrift ziemlich unglücklich mit dem Akku....

lg,
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