Anlage mit 4,6kwh Speicher und 600Wp an Hauswand

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Anlage mit 4,6kwh Speicher und 600Wp an Hauswand

Beitragvon klarglas » 21.10.2018, 19:13

Hallo zusammen,

ich habe folgende Ausgangslage. Ich habe 12V Bleigel Batterien mit einer Speicherkapazität von 4,6kWh zu Verfügung welche alle das gleiche Alter aufweisen und noch 95% ihrer Nennkapazität aufweisen. Diese würde ich gerne als Speicher für eine PV Anlage einsetzten. Leider steht mir keine Dachfläche zu Verfügung, aber ca. 2mx2m an einer Fassade.
Ich habe mich bereits seit ein paar Tagen eingelesen (auch viel hier im Forum) und bin zu folgenden Setup gekommen:

* 2x 300Wp Monokristalline Module (Fläche ca. 2,6qm)
* FSP Solar PowerManager PM-OffGrid 3K 24V PLUS
* Verschaltung der Batterien zu 24V mit Balancer

Ich möchte nichts einspeisen und all meinen Strom selbst verbrauchen, was vermutlich bei der geringen PV Leistung kein Problem ist. Da ich selbst Elektriker bin, ist mir rein elektrisch denke ich alles klar, jedoch stellt sich für mich als Neuling die Frage. Macht das Setup Sinn? Auch hier ist mir völlig bewusst das ich damit kein Geld "verdienen" kann, mir geht es eher um den grünen Gedanken und die Lust am Basteln. D.h. mit "macht es Sinn" möchte ich eher zur Diskussion stellen ob die Komponenten zusammenpassen.

Danke schon mal

Gruß Richard
klarglas
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Re: Anlage mit 4,6kwh Speicher und 600Wp an Hauswand

Beitragvon pezibaer » 21.10.2018, 19:28

klarglas hat geschrieben:. D.h. mit "macht es Sinn" möchte ich eher zur Diskussion stellen ob die Komponenten zusammenpassen.


Nein das macht keinen Sinn, da man mit 600Wp ein 4,6kWH Batteriesystem nicht laden kann, Allein der Eigenbedarf des FSP liegt bei 600Wh/Tag.. Dem entgegen steht ein maximal Ertragt von 600WP flach an der Südfassade im günstigsten Fall von 1200Wh/tag.. das heißt es bleiben zum Verbrauchen und Lade in Summe pro Tag von 600Wh .. :) Wenn man dann noch lade und Entladeverluste dazu rechnet bleibt da defacto rein gar nichts übrig
Zuletzt geändert von pezibaer am 21.10.2018, 19:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Anlage mit 4,6kwh Speicher und 600Wp an Hauswand

Beitragvon PV-Express » 21.10.2018, 19:32

Hi
Naja, wenn du Elektriker bist, dann müsstest du doch sofort merken, dass aus 2*300Wp Modulen max. 600W an Leistung rauskommen können. Und das auch nur dann, wenn die im richtigen Winkel zur Sonne stehen. Da das bei senkrechter Montage an einer Hauswand also nicht möglich ist, kannst du froh sein, wenn da zu top Zeiten vielleicht 400W kommen. Wie man da eine Batterie mit 4,6kWh befüllen will weiß ich nicht. Zumal du auch noch Ladeverluste hast und auch noch den Strom zeitgleich verbrauchen wirst.

Kurzum, das ist eine Schnapsidee :wink:

Wie willst du eigentlich den Strom verbrauchen? Eigener Stromkreis? Oder ins Hausnetz einspeisen?
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Re: Anlage mit 4,6kwh Speicher und 600Wp an Hauswand

Beitragvon klarglas » 21.10.2018, 23:54

Hallo,

okay danke euch beiden für die Einschätzung.

Ich hatte auf der Seite https://www.rechnerphotovoltaik.de/ einen Ertrag von 370kWh im Jahr bekommen (Ausrichtung Süd 90 Grad an Fassade)

Was mir nicht bewusst war ist der hohe Eigenstromverbrauch des FSP. Im Datenblatt war bei Standby 2W angegeben und bei Batterie to AC 90%, daher dachte ich steigen die Verluste linear mit der Last. Der Eigenverbrauch von 600Wh pro Tag würde mit Lade und Entladeverluste tatsächlich nahezu meinen gesamten PV Ertrag verheizen. D.h. der FSP benötigt 25W Leistung kontinuierlich, das finde ich viel.
Ich hatte einen Anbieter gefunden der eine Ähnliche Kombination anbietet

https://greenakku.de/PV-Komplettpakete/ ... :1272.html

Dort besteht dann das gleiche Problem bei dieser Anlage oder?

@PV-Express
Die Akku Größe ist bei mir zwar quasi zu groß aber wie gesagt den Akku habe ich bereits dieser kostete mit nichts. Laut https://www.rechnerphotovoltaik.de/ ist mein Tagesertrag rund 1kWh (abgesehen von Nov-Jan mit gerundet 0,6kWh), mir ist klar dass damit kein 4,6kWh Akku geladen werden kann.
Zur Frage wie ich den Strom verbrauchen möchte, ich hatte das Datenblatt des "FSP Solar PowerManager PM-OffGrid 3K 24V" so verstanden dass ein geregelter Wechselrichter integriert ist der bevorzugt den Strom aus der Batterie nehmen kann bis zu einer definierten Entladeschlussspannung und ab dann der Strom aus dem Netz entnommen wird. Wenn PV Strom vorhanden ist, wird Dieser mit ein den AC Kreis eingespeist und weniger in die Batterien geladen.
Hab ich die Funktionsweise hier falsch verstanden?
Ich muss vllt dazu ergänzen, mein Haushalt hat einen sehr geringen Stromverbrauch, ich benötige rund 2kWh am Tag ohne große Lastspitzen.

Hat sonst jemand eine Idee wie ich einen solchen Akku sinnvoll nutzen kann? Zum entsorgen finde ich den Akku zu schade.
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Re: Anlage mit 4,6kwh Speicher und 600Wp an Hauswand

Beitragvon cdE_Evil-Homer » 22.10.2018, 04:38

Servus,

wenn man damit trotzdem arbeiten bzw spielen mag......
Externen Laderegler benutzen und den FSP über einen Batterietrennschalter bzw Hochlastrelais trennen und ihn nur einschalten wenn genug Power übrig ist.
Ansonsten den Solarertrag vorrangig über 12V verbrauchen, entweder über Stepdownwandler oder das ganze System nur auf 12 V auslegen was bei der geringen Leistung kein Problem sein sollte.
Viele Dauerverbraucher kann man direkt über 12 V versorgen.....zb die Fritzbox usw.

Ich betreibe das ganz ähnlich, habe viel Speicher und wenig Solar.
Hier hab ich die ganzen Steckernetzteile eliminiert und die Geräte über 12 Volt bzw über Stepdownwandler/KFZ-Netzteile die 5 V Geräte versorgt.

Grüße
Michael
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Re: Anlage mit 4,6kwh Speicher und 600Wp an Hauswand

Beitragvon schlossschenke » 22.10.2018, 06:14

Wenn du die Fläche ausnutzen willst und schon 2x2m zur Verfügung hast, dann kauf 2x1m Module, die gibt es auch mit 385wp, also in Summe 770Wp statt 600.
Zweitens würde ich schauen, dass ich die Module auf 70Grad bekomme oder zumindest flacher als 90.
Und letzten Endes musst du eben auf den Verbrauch achten, siehe Vorpostings mit dem Leerlaufverbrauch.
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Re: Anlage mit 4,6kwh Speicher und 600Wp an Hauswand

Beitragvon pezibaer » 22.10.2018, 06:33

klarglas hat geschrieben:Hat sonst jemand eine Idee wie ich einen solchen Akku sinnvoll nutzen kann? Zum entsorgen finde ich den Akku zu schade.


Verschenken oder verkaufen an jemanden der es brauchen und auch nutzen kann... Denn es macht keinen Sinn etwas zu bauen mit dem man nicht arbeiten kann. Schade um die Akkus, Schade um die Arbeit und schade um das weitere gekaufte Material
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