Ah Berechnungen für Akkus

die nicht mit dem öffentliche Stromnetz verbunden sind, in Haushalten, Berghütte oder Wohnmobil...

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Ah Berechnungen für Akkus

Beitragvon Olaf » 06.08.2009, 16:11

Hallo liebe Forengemeinde,

ich hab da eine Frage zur Berechnung wie viele Akkus ich brauche für ein Inselsystem. Ich hab zwar schon einiges an Berechnungen gefunden im Netz, aber irgendwie komme ich da auf abstruse zahlen.

Ich hätte einen ungefähren Wattstundenverbrauch pro Tag von 9'000 W/h (kleiner Gastrobetrieb hoch hoch oben). Alles 230V Geräte (Schweiz). Maximallast auf einen Augenblick ca. 3'000 Watt.
Wie berechne ich nun hierfür die notwendige Akkukapazität um diese 9'000 Wattstunden aus den Akkus zu ziehen.

Meine Berechnung bisher war: I=P/U = 9000W:230V=39A; W=P*t=39*24h=939Ah

Kann das stimmen? Kommt mir irgendwie zu wenig vor..?

Danke & Gruss
Olf
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Re: Ah Berechnungen für Akkus

Beitragvon gernoot » 06.08.2009, 16:51

Olaf hat geschrieben:Ich hätte einen ungefähren Wattstundenverbrauch pro Tag von 9'000 W/h (kleiner Gastrobetrieb hoch hoch oben). Alles 230V Geräte (Schweiz). Maximallast auf einen Augenblick ca. 3'000 Watt.
Wie berechne ich nun hierfür die notwendige Akkukapazität um diese 9'000 Wattstunden aus den Akkus zu ziehen.

Meine Berechnung bisher war: I=P/U = 9000W:230V=39A; W=P*t=39*24h=939Ah

Kann das stimmen? Kommt mir irgendwie zu wenig vor..?

Hallo Olaf!

Du hast auch total abstrus gerechnet.

Also mit deinen Werten mal:
Du hast 9kWh pro Tag und willst zum Beispiel eine 3-Tagesreserve, dann musst du also 27kWh speichern.

Angenommen dein Akkusystem hat nun 24V, dann brauchst du
27kWh/24V=1,125kAh=1125Ah

Ob die Werte die ich angenommen hab sinnvoll sind weiß ich nicht, aber so wäre es richtig gerechnet...

Gruß
Lennart
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Beitragvon Michael04 » 06.08.2009, 16:55

Hallo
ich denke nicht das du eine insel mit 220 volt akku bauen willst
9000 watt : zb 24 volt 375 Ah
aber man sollte einen blei akku nur zu 50 % entladen macht 750 Ah
und ein tag ist auch etwas wenig ...
Michael
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Beitragvon suntha » 06.08.2009, 21:40

War ja schon viel richtiges bei!, so mach ich es:

Wh Kapazität = täglicher Verbrauch x Autonomy Tage / (Max.Tiefentladung x enlade Wirkungsgrad

Ah Kapazität = Wh Kapazität / Spannungslevel

Spannungslevel sollte zwischen 12 und 72 V sein und dann mit einem WR auf 230V AC Strom wie du ihn brauchst

Autonomy Tage werden in Deutschland typ. Weise mit 7 - 10 ausgelegt (3 gilt für den Sommer!, man sollte aber vom schlechtesten Fall ausgehen bei Inselanlagen)

max. Tiefentladung so um die 80% ansetzen

entlade Wirkungsgrad ca. 89%

macht bei mir dann: 7x9000/0,8/0,89

bei 24V Batterie: 3687 Ah
bei 48V Batterie: 1843 Ah

oder zur besseren Orientierung die Wh Kapazität: 88483 Wh

wenn du den WR weißt kannst du ihn auch noch in die Rechnung einfließen lassen (bzw solltest du)
suntha
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Beitragvon Michael04 » 06.08.2009, 22:36

suntha hat geschrieben:War ja schon viel richtiges bei!, so mach ich es:


Hallo
kann jeder machen wie er will .... und am ende vom akkuleben sieht man wer es richtig gemacht hat :wink:
nur wie verhindert man bei 10 autonomy tagen eine zb säureschichtung , zellendrift :?:
ein akku ist kein eimer

Michael
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Beitragvon Zentralschmiertechnik » 07.08.2009, 23:55

Michael04 hat geschrieben:
suntha hat geschrieben:War ja schon viel richtiges bei!, so mach ich es:


Hallo
kann jeder machen wie er will .... und am ende vom akkuleben sieht man wer es richtig gemacht hat :wink:
nur wie verhindert man bei 10 autonomy tagen eine zb säureschichtung , zellendrift :?:
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Beitragvon wieso » 08.08.2009, 07:19

Autonomy Tage werden in Deutschland typ. Weise mit 7 - 10 ausgelegt (3 gilt für den Sommer!, man sollte aber vom schlechtesten Fall ausgehen bei Inselanlagen)

max. Tiefentladung so um die 80% ansetzen

entlade Wirkungsgrad ca. 89%

macht bei mir dann: 7x9000/0,8/0,89

bei 24V Batterie: 3687 Ah
bei 48V Batterie: 1843 Ah



:roll: Und wass soll dann die Monster batterie laden ?

diese Grösse an Batterie sollte ja auch in Relation zum PV Panel stehen .Einen Akku in der Grösse solltest du mit ca 350 Ampere laden (24 volt) was ca einem 8.4 kw Pv Generator entspricht (C10 ) Klar geht auch weniger PV , jedoch gilt halt C10 (10 % der kapazität) als Richtschnur bei Säurebatterien (350 Ampere x 24 Volt= 8400 watt)

Meine Logik sagt mir da schau ich doch erstmal was ich in der Schweiz hoch im Gebirge erwarten kann :wink:

http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps3/pvest.php

Da erfährt Man erstaunliches
zb in Davos kann man in den 6 Wintermonaten ca 3 kwh pro installiertes KW am Tag (Durchschnitt) erwarten kann
Schlechtester Monat mit 2,2 kwh am Tag ist der Dezember
Jedoch liegen diese Erträge weit höher als im flacheren Lagen

Also dort sollte eine 5 Kw Pv und eine 2000 AH (24 volt) Batterie reichen

Je weniger ein Akku tiefenentladen wird umso länger hält er

Also ich würde max. 50 % entnehmen also ca 1000 ah ( denn 1000 ah mal 24 volt =24000 wh oder 2,5 Tage Autonomie ohne jeglichen Solarertrag

Jedoch hängt dies alles mit deinen zu erwarteten Erträgen zusammen

Gruss Lars
Inselanlage 1.6 kw PV und 2.4 KW PV , Outback MX60 und FM80 MPPT , 6 kw Victron Wechselrichter 1600 ah 24 volt PzS-Batterie , 1.6 kw Windkraftanlage ,1 kw Wasserturbine mit Speichersee bei Bedarf
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Beitragvon rpfsolar » 11.08.2009, 09:43

Lieber Freud,
Sie dürfen die Begriffe Lesitung und Arbeit nicht verwechseln:
Sie schreiben 9000 W/h das wären 9KW Leistung (? Std je Tag)!
Sollten Sie pro Tag 3 KWh benötigen so wären dies 3000Wh pro Tag
Formel: W = Pxt = UxIxt
Beträgt die max die max Leistung P 3000W dann ergibt sich ein maximaler Strom von 3000W bei 24V zu: I = P/U = 3000VA/24V = 125A; Jetzt müssen Sie sich einen Akku aussuchen der solche Ströme hergibt.
Wenn Sie 9000Wh je Tag bei 24V benötigen, ergibt sich folgende Nettokap für den Akku: 9000VAH/24V= 375,0 AH, wohlgemerkt netto. Bei Bleiakkus (auch wenn Sie als noch so "solar" angepriesen werden, kann ich eine Entladung von mehr als 50% nicht empfehlen. Damit ergäbe sich eine notwendige Kapazität von 375AH/0,5 = 750 AH. Ein entsprechender Bleiakku wäre bei 365 Zyklen pro Jahr nach ca 1 1/2 Jahren verbraucht. Gruss RPFSOLAR
PV-Anlage mit 13,2 KW of OST, SÜD und WEST mit Dünschicht, mono- und hetrokristalinen Modulen aller Grössenklassen. Drei Fronius 1xIG40, 2x IG 30 WR auf Hausdach
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Beitragvon Michael04 » 11.08.2009, 12:40

rpfsolar hat geschrieben:Lieber Freud,
Sie dürfen die Begriffe Lesitung und Arbeit nicht verwechseln:
Sie schreiben 9000 W/h das wären 9KW Leistung (? Std je Tag)!


Hallo lieber freund rpf
das olaf 9000 Wh pro tag meint hat bis jetzt jeder verstanden,9000W/h wiederspicht sich ja auch etwas mit der angabe der spitzenlast von 3000 watt
P:U=I geht schon ganz gut nur wie du auf 365 zyklen pro jahr kommst ist mir nicht klar ....
also bei mir scheint die sonne tagsüber und olaf sagte nichts von einem nachtlockal oder hängt das mit deinen besondern modulen zusammen

"PV-Anlage mit 13,2 KW of OST, SÜD und WEST mit Dünschicht, mono- und hetrokristalinen Modulen aller Grössenklassen. Drei Fronius 1xIG40, 2x IG 30 WR auf Hausdach"

dunschicht und hetro :?
WR auf hausdach .... module im keller :?:

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Re: Ah Berechnungen für Akkus

Beitragvon Think_Duennschicht » 08.08.2018, 12:44

Der Thread ist ja schon ein paar Jahre alt.

Ich habe mein Stromspeicher "so berechnet" und fahre damit gut bis ende Oktober.
Tagesverbrauch in kWh ( ca. 12 kWh im Durchschnitt) Solaranlage 6 kWp, Stromspeicher 12 kWh.

Es ist eine LTO-Speicherbatterie die man mehr als 30.000 mal wieder aufladen kann .
Die Batterie kann Monate lang "leer" herumstehen, ohne das sie an Leistung verliert.
Das geht mit Bleibatterien leider nicht, die wären dann hinterher sehr leistungsschwach.

In den Wintermonaten kann man davon ausgehen, dass der Speicher vom Solar meist leer steht.

Wenn man Bleibatterien einsetzen würde müsste man hier Täglich vom Netzstrom Nachladen -volladen.
Das Blöde ist nur, man kann nicht jeden Tag genau kalkulieren wieviel Sonne kommt und ob der Speicher dann voll wird.
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