Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Wiesbaden5 » 10.06.2018, 09:47

stromsparer99 hat geschrieben:Einen elektronisch geregelten.
BWWP braucht 1/3 Strom, und diesen kann ich komplett aus PV Strom bereitstellen.
Mit dem Durchlauferhitzer muss ich den Strom immer kaufen.

Die Bilanz sieht dann so aus
BWWP 1 Kw/h zu ca. 6 Cent je Tag = 21,9 Euro im Jahr
DLE 3 Kw/h zu je 25 cent je Tag = 273,75 Euro im Jahr

Na ja. Ich bin zwar auch ein Freund von BWWP aber diese Rechnung ist unfair. Die BWWP hält Warmwasser im Speicher vor auch wenn das Warmwasser gar nicht gebraucht wird. In der Regel steht die BWWP nicht im Bad oder Küche, d.h. es ist eine lange Leitung zu erwärmen.
Der DLE wird natürlich nicht im Keller montiert, sondern z.B. im Bad. Am DLE selbst sind Tasten, mit denen man die gewünschten Programme auswählen kann. Standardeinstellung sind beispielsweise 38° C, was zum Händewaschen völlig ausreicht. Wenn man Baden will, muss man halt vorher auf "Baden" drücken, damit man wärmeres Wasser erhält.
Vorteil: Es wird nur die Wassermenge erwärmt, die tatsächlich benötigt wird. Weiterer Vorteil: Geringere Anschaffungskosten, zumindest wenn man nur 1 Bad hat.
Nachteil: Wenn man vergisst, die Taste zu drücken, badet man lauwarm. Bei hohem Warmwasserverbrauch ist der Stromverbrauch höher als bei einer BWWP.

Fazit: Bei geringem Warmwasserbedarf und nur 1 Bad ist der DLE eine echte Alternative. Bei hohem Warmwasserbedarf und mehreren Bädern dürfte die BWWP von Vorteil sein.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon CaptainPicard » 10.06.2018, 09:54

Realistisch gesehen kann sowieso nicht jeder einen elektrischen DLE installieren, sonst passiert morgens wenn jeder duschen will genau das was sonst immer über Elektroautos geschrieben wird, dass die Stromnetze zusammenbrechnen.

In Österreich plant man außerdem gerade die Netzentgelte weniger verbrauchsabhängig zu machen sondern leistungsabhängig, siehe den Thread dazu: austria-f60/e-control-will-leistungsabhaengige-netzgebuehren-t119816.html

Das könnte in Deutschland ebenfalls kommen und dann ist der DLE im Betrieb plötzlich gar nicht mehr so billig.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon einstern » 10.06.2018, 10:20

Ich überspringe mal die letzten 40 Seiten. :oops:

Meine laufende PV hat einen Vertrag, der zwar 100% der Energie abnimmt, aber nur 90% zu 10 bis 12 ct/kWh vergütet. Die verbleibenden 10% muss ich selbst verbraten. Mein Haus schafft aber nur 5%. Die restlichen 5% werden zum Tiefpreis verramscht: 2,6 ct/kWh.

Wenn nun der Vertrag nach 20 Jahren endet, gehe ich davon aus, dass weiterhin zum Ramschpreis vergütet wird, also 100% zu 2,6 ct/kWh (oder was auch immer dann der Marktpreis ist).

Inzwischen schaffe ich es die übrigen 5% doch noch zu verbraten, indem ich mein EV an meiner Wallbox zwangsernährt. Dem EVU gönne ich meinen schönen Strom doch nicht so gerne für einen so billigen Preis. 8)

Noch bevor mein EEG Vertrag ausläuft, werde ich auf WP umstellen (noch Heizöl). Wärmedämmung muss noch verbessert werden.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon stromsparer99 » 10.06.2018, 11:32

Wiesbaden5 hat geschrieben:Na ja. Ich bin zwar auch ein Freund von BWWP aber diese Rechnung ist unfair. Die BWWP hält Warmwasser im Speicher vor auch wenn das Warmwasser gar nicht gebraucht wird. In der Regel steht die BWWP nicht im Bad oder Küche, d.h. es ist eine lange Leitung zu erwärmen.

Ich bin vor 2 Jahren auf BWWP umgestiegen, daher kenne ich meinen Stromverbrauch für Wamwasser sehr genau.
Meine BWWP steht im Kelleraum genau unter der Dusche, meine Warmwasserleitung zur Dusche ist jetzt eher kürzer als zuvor. In der Küche werkelt immernoch ein DLE, und das wird auch so bleiben.

Gruß
Thomas
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon ndorphin » 10.06.2018, 14:32

Mich würden wirklich die realen TCO einer BWWP im Vergleich zu einem modernen DLE Interessieren. Leider findet man da nichts. Weil Stromkosten sind ja nur ein Teil. Ich kann es halt nur für einen DLE sagen, unseren alten haben wir nach 12 Jahren prophylaktisch getauscht, wollte mal wissen wieviel Kalk da drin ist und einen neuen mit integriertem Zähler haben. Der alte war aber tip top, hab keine Kalkablagerungen erkennen können. Schätze so ein Ding könnte auch locker 20 Jahre halten. Bei 350 Euro Anschaffung und 0 Wartung sind also die jährlichen Fixkosten unter 20 Euro, Austausch ist problemlos selbst zu machen
Jetzt ist die Frage wie lange so eine BWWP ihren Dienst tut. Als Wartungskosten sind ja mindestens ab und zu neue Opferanoden fällig. Und ob das ganze dann bei 20dh auch 15 Jahre hält, bei Anschaffungdkosten >> 2.000 Euro?
Also für uns ein Spiel mit zu vielen Unbekannten. Da nehmen wir lieber den Komfort und die Legionellenfreiheit mit. Deswegen halte ich so pauschale Aussagen wie DLE sind Mist immer für fragwürdig.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon alterego » 10.06.2018, 14:58

Könntet ihr bitte zum Thema zurückkommen und das wo anders diskutieren :!:
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Alexander_Z » 10.06.2018, 17:12

Also zuerst einmal denke ich, dass der reale Stromverbrauch in D - nicht gesunken ist!
(gibt aber bestimmt eine Statistik!)

in den Nächsten Jahren wird der Stromverbrauch noch deutlich nach oben gehen!
Nicht der Energieverbrauch!
Aber durch die Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und alles weitere was auf E umgestellt wird.
Dafür wird dann an Öl Gas und anderen fossilen gespart werden!

Ein Auslaufen der EEG ohne jegliche Möglichkeit den Strom, dafür hoher Versteuerung für Selbstverbrauch halte ich für "gewagt"....
Dann bau ich das Ding ab oder hau den Schalter raus!- (natürlich nur für den Staat -!)
In Wirklichkeit Batterie und Selbstverbrauch....
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon ndorphin » 10.06.2018, 17:36

Alexander_Z hat geschrieben:Ein Auslaufen der EEG ohne jegliche Möglichkeit den Strom, dafür hoher Versteuerung für Selbstverbrauch halte ich für "gewagt"....
Dann bau ich das Ding ab oder hau den Schalter raus!- (natürlich nur für den Staat -!)
In Wirklichkeit Batterie und Selbstverbrauch....


Dummerweise bist Du jetzt schon registriert. Das kann man glaube ich vergessen wenn die EEG Umlage ernsthaft kommt. So macht der Boom von Balkon / Guerilla schon Sinn, auch wenn hier oft davon abgeraten wird.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Alexander_Z » 10.06.2018, 17:39

klar bin ich das....

aber man kann sich auch abmelden!
Und wenn ich für Lau den Strom den Netz zur Verfügung stellen soll und für meinen Selbstverbrauch zahlen soll?!??
Wohlan ... dann geh ich mit dem Hammer aufs Dach (im übertragenen Sinne!)
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon franz-josef » 10.06.2018, 21:28

Ich habe doch auch noch nach der einspeisevergütung meine kosten die gedeckt werden müssen. Deshalb ist es doch logisch das ich auch Einnahmen generieren muss.
Bevor ich ihn verschenke beheize ich mit dem heizstab den Baggersee bei mir im Dorf - so viel ist sicher ...
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