Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon ndorphin » 08.06.2018, 18:01

alterego hat geschrieben:Größter Posten bleibt in den meisten Fällen dann die Messung und die frißt bei 2-3ct/kWh halt schon den Ertrag ettlicher kWp auf. Ist ja halt leider nicht mehr alle 16 Jahre (um die 10 Jahre hätte man ja noch aus der EEG-Zeit über) mit einem geeichten Ferraris für runtergerechnet allenfalls 10 Euro im Jahr getan, sondern muß MsbG-konform sein.
Wer einen Steuerberater bruacht, der kann gleich abbauen, den bekommt man ja bei aktuellen Neuanlagen am Hausdach schon nicht mehr bezahlt.


bei 10kwp = 10.000 kwh/a - 1/3 Eigenbrauch = 6.500 kwh Einspeisung * 0.03 cent/kwh = 195 Euro Einnahmen/Jahr. Davon sind alle Kosten zu decken.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon alterego » 08.06.2018, 18:07

Hat aber nicht jeder 10kWp, vor allem die "Pioniere" nicht, die haben ja oft noch Module mit 50-100Wp am Dach, die auch nicht wesentlich kleiner sind als heutige 300er.
Zum vorhergehenden Beitrag von dir:
Schön, daß die schon wissen, was irgendeine Regierung in der Zukunft beschließen wird...
[edit]
Die größten Profiteure des Bestandsschutzes sind imo ja nicht die paar EEG-Anlagen mit Eigenverbrauch sondern die ganzen konventionellen Kraftwerke oder KWK-Anlagen in der Industrie. Auch die sind nach aktueller Lage auf ewig vollständig befreit, das wird gerne übersehen.
[/edit]
Wie eben schon geschrieben, sind die Befreiungen ja jetzt schon überschaubar und dagegen hatte nicht mal die sonst bei Subventionen recht kleinliche EU-Kommission was.
Warum man die Befreiung bis 10kWp auf 20 jahre begrenzt hat - keine Ahnung! Der Verwaltungsaufwand (inklusive notwendiger Messung) wird auch danach größer sein als die Einnahmen :( und das war ja im Wesentlichen die Begründung für die Befreiung.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Alexander_Z » 08.06.2018, 19:09

Wie wäre es denn, wenn "wir" uns darum kümmern-
Ich meine als "Webseite" - Stromanbieter werden....
Klar kann nur am "Marktpreis" bezahlt werden aber je Größer der Anbieter verkaufen kann, desto eher findet er gehört....
Zumal es ja ein "Zuwachsmarkt" ist - und das Jährlich die nächsten 20-30 Jahre

Was würde passieren, wenn die Alte Anlage zerlegt und in Teilen verkauft wird?
Also zum Beispiel ich kaufe 5 KW vom Nachbarn - mit neuen WR und gut?
ohne Einspeisung zum Eigenverbrauch-
Die Anlage ist ja schon lange abgeschrieben....
5 Kw für sagen wir 1000 Euro....
WR 750
Montage 500 Euro- und gut!?
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Bento » 08.06.2018, 19:29

Bei dem, was die Module heute neu kosten, lohnt sich kein Kauf von 20 Jahre alten Modulen.
Viele Grüße
Bento

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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon ndorphin » 08.06.2018, 20:55

Alexander_Z hat geschrieben:Was würde passieren, wenn die Alte Anlage zerlegt und in Teilen verkauft wird?
Also zum Beispiel ich kaufe 5 KW vom Nachbarn - mit neuen WR und gut?
ohne Einspeisung zum Eigenverbrauch-
Die Anlage ist ja schon lange abgeschrieben....
5 Kw für sagen wir 1000 Euro....
WR 750
Montage 500 Euro- und gut!?


Auf ein schwer zugängliches Dach würde ich mir so alten Krempel nicht packen. Wenn wie gesagt jede Anlage ab 2030 EEG Umlagepflicht wird dann sind auch Kleinanlagen vermutlich wg. der Zählerkosten für den Eigenverbrauch unwirtschaftlich.

Wenn lohnt nur für die Beibehaltung der 10kwp Grenze kämpfen damit Altanlagen noch eine Verwendung finden.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Alexander_Z » 08.06.2018, 21:01

Der Staat muss ja nix wissen....
Ist ja ein privates Vergnügen und es wird auch nichts eingespeist (zumindest wird nichts "verkauft")
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon ndorphin » 08.06.2018, 21:54

Alexander_Z hat geschrieben:Der Staat muss ja nix wissen....
Ist ja ein privates Vergnügen und es wird auch nichts eingespeist (zumindest wird nichts "verkauft")


Guerilla wirds immer geben aber sicher nicht in der Größe wie die dann zurückzubauenden Anlagen aus den Boomjahren.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon eba » 09.06.2018, 14:27

Dann wird die Altanlage aufs Norddacg versetzt und dient vorrangig dem Eigenverbrauch. Eine neue Anlage kommt aufs Süddach und verdient Geld. Bis dahin wird due EEG-Umlage auf alle fossilen Energieträger erhoben, was den Strompreis verteuert und den Börsenpreis steigen läßt. Also keine Aufregung der kleine Mann wird geschröpft und die Großfinanz freut sich.


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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon wschmeiser » 09.06.2018, 14:54

eba hat geschrieben:Dann wird die Altanlage aufs Norddacg versetzt und dient vorrangig dem Eigenverbrauch. Eine neue Anlage kommt aufs Süddach und verdient Geld. Bis dahin wird due EEG-Umlage auf alle fossilen Energieträger erhoben, was den Strompreis verteuert und den Börsenpreis steigen läßt. Also keine Aufregung der kleine Mann wird geschröpft und die Großfinanz freut sich.


Wenn es dann noch EEG-Förderung gibt, was ich nicht glaube!
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon RolandD » 09.06.2018, 18:00

ndorphin hat geschrieben:
Auf ein schwer zugängliches Dach würde ich mir so alten Krempel nicht packen. Wenn wie gesagt jede Anlage ab 2030 EEG Umlagepflicht wird dann sind auch Kleinanlagen vermutlich wg. der Zählerkosten für den Eigenverbrauch unwirtschaftlich.

Wenn lohnt nur für die Beibehaltung der 10kwp Grenze kämpfen damit Altanlagen noch eine Verwendung finden.


Welche Zählerkosten ? Man muss die Zähler ja nicht mieten. Sie müssen nicht im Zählerschrank untergebracht werden.
Heute sind die internen Zähler der WR ausreichend.

ab 2033 sind die großen Brocken im EEG gegessen. Die Umlage würde bei heutigem Stand der Regelungen irgendwo bei höchstens 2-3 ct liegen.

Die 10 KWp Anlage - könnte man zu 2/3 Richtung 3-4 ct Einspeisen und zu 1/3 im EV laufen lasssen. 200 Euro aus der Einspeisung (abzüglich Aufschlag 2-Richtungszähler), 1600 kWh für Allgemeinstrom zu 24 ct, 1600 kWh EV oder Warmwasser zu 12 ct . Grob gesagt 500 Euro *Gewinn* im EV + 200 Euro aus der Einspeisung - 100 Euro EEG-Abgabe.

Die EEG-Abgabe auf den EV ist die Falsche Baustelle für eine Intervention - die läuft gegen den Netzbezug von irgendwas um die 24 ct/kWh.
Und dort zu intervenieren ist das falsche Signal an den Endkunden ohne PV.
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