Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon wschmeiser » 08.06.2018, 13:06

Andi_ hat geschrieben:
wschmeiser hat geschrieben:Warum über Börsenpreis?

Schon allein der Eigenverbrauch bringt doch satt Geld?

Wo bitte sind hier die Idealisten?

Warum soll die Allgemeinheit für die Idealisten bezahlen?

Ich sehe leider meist gierige Kapitalisten.

Und wenn die Anlage sehr viel mehr Strom produziert, als im Haushalt verbraucht wird?


Sorry, der hat doch mit seiner Anlage schon über die 20 Jahre vorher satt Geld verdient! Wenn nicht, schlechter Unternehmer! Und es war doch bekannt, dass es nach 20 Jahren keine feste Vergütung mehr geben wird.

Und wenn die Anlage mehr Strom produziert, als er im Haushalt verbrauchen kann, wird er ja etwas bekommen. Ansonsten soll er sich halt einen Speicher kaufen .... der wird sich dann (leider) für solche Leute auch rentieren, da ja alternativ keine Einspeisevergütung wegfällt.

Zudem wird die EEG-Umlage und Netzgebühren ab 2021/2022 definitiv höher sein als jetzt. Also kein Grund zum Klagen!
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Andi_ » 08.06.2018, 13:22

wschmeiser hat geschrieben:Sorry, der hat doch mit seiner Anlage schon über die 20 Jahre vorher satt Geld verdient! Wenn nicht, schlechter Unternehmer! Und es war doch bekannt, dass es nach 20 Jahren keine feste Vergütung mehr geben wird.!

Es geht auch um die Energieversorgung in der Zukunft. Ohne einen Anreiz, die Anlage auf dem Dach zu erhalten, können manche auf die Idee kommen, es abzubauen.
Manche können aber keine PV bei sich selber zuhause installieren, z.B. die, die das nicht machen können (Mietwohnung, auch noch in denkmalgeschützen Gegenden u.a.).

wschmeiser hat geschrieben:Und wenn die Anlage mehr Strom produziert, als er im Haushalt verbrauchen kann, wird er ja etwas bekommen.!

Das ist ja die Frage in dem Thema, was man da noch bekommt.

wschmeiser hat geschrieben:Ansonsten soll er sich halt einen Speicher kaufen .... der wird sich dann (leider) für solche Leute auch rentieren, da ja alternativ keine Einspeisevergütung wegfällt.

Bringt nicht viel, selbst wenn der Speicher so riesig ist, dass er PV-Strom von Juli bis Dez-Januar speichert. Da die Anlage auf dem Dach (oder gar Freifläche :oops: ) z.B. viel mehr produziert, als im Jahr verbraucht wird.

wschmeiser hat geschrieben:Zudem wird die EEG-Umlage und Netzgebühren ab 2021/2022 definitiv höher sein als jetzt. Also kein Grund zum Klagen!

Gerade bei der EEG-Umlage bin ich nicht so sicher... woher hast du deine Annahmen? Ab 2021-2022 fallen ja die teueren PV-Anlagen aus dem EEG raus.
2050, pro Jahr:
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Eisbaer » 08.06.2018, 13:24

wschmeiser hat geschrieben:
Eisbaer hat geschrieben:
Interessant aber auch: da hat man 20-21 Jahre 48,5 ct/kWh kassiert und ist selbst danach mit Eigenverbrauch (Ersparnis um 20 ct) und einer geringen Einspeisevergütung nicht zufrieden.


Wie ich bereits öfters schrieb fände ich es schade wenn die Anlagen abgebaut würden (müssen?).
Von der ursprünglichen Kalkulation aus sollte jede Anlage nach 20 Jahren schwarze Zahlen aufweisen (Ausnahmen mal abgesehen :( ).
Aber eine Vergütung etwas über Börsenpreis (wobei natürlich keiner sagen kann wie hoch der in ein paar Jahren sein wird) sollte der Allgemeinheit im Sinne der Allgemeinheit die Sache schon Wert sein. :)


Warum über Börsenpreis?

Schon allein der Eigenverbrauch bringt doch satt Geld?

Wo bitte sind hier die Idealisten?

Warum soll die Allgemeinheit für die Idealisten bezahlen?

Ich sehe leider meist gierige Kapitalisten.


Wie ich bereits schrieb macht mir meine Anlage auf dem eigenem Dach keine Sorgen (2004, 9,9 kwp, E-Auto).
Mein Modell waren in der Vergangenheit finanziell überschaubare relativ kleine Anlagen auf Pachtdächern. Ich will mich auch nicht beklagen, bis auf eine werden alle am Ende mit schönen schwarzen Zahlen dastehen.
Trotzdem fände ich es schade die Anlagen zurückzubauen weil u.U. die Betreiberkosten (geringe Pacht, Zähler, Rücklagen für Defekte, Versicherung) über den Einnahmen sind.
Für mich blöd (ok, mein Problem :wink: ) und für die Umwelt (=Allgemeinheit) blöd!
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon wschmeiser » 08.06.2018, 13:50

@Eisbaer,
wer auf Fremddächern investiert hat, so wie Du, wird sicherlich nicht von großen Nacherlösen nach Ablauf ausgegangen sein.

Und wer während der 20-jährigen Vergütungsdauer nicht einen ordentlichen Gewinn gemacht hat, dem kann man auch nicht helfen. Genauso wie den Volksaktienkäufer bei Telekom, die mit ihrer Gier die 3. Tranche gekauft haben.

Und es dürfte halt tatsächlich so sein, dass viele Kleinanlegenbesitzer viel zu hohe Preise bezahlt haben dürften .... aber das war und ist deren Problem.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon CaptainPicard » 08.06.2018, 14:10

Trotzdem ist es absurd eine bereits voll abbezahlte, 20 Jahre lang massiv geförderte Anlage noch einmal zu fördern damit sie nicht abgebaut wird. Vor allem zu einem Preis der gleich hoch liegt wie bei einer neuen Anlage (die im Artikel angesprochenen 12 Cent) und sogar viel höher liegt als der Preis für Flächenanlagen in Ausschreibungen.

Anfang des Jahres gab es erste Ausschreibungen für unter 4 Cent, bis 2025, wenn dann erstmals Gigawatt aus der EEG fallen kann man sie wahrscheinlich unter 3 Cent bauen. Warum also jemanden drei Mal soviel Geld zahlen damit eine bereits abbezahlte alte PV-Anlage am Dach bleibt statt einen Bruchteil davon bezahlen damit jemand anderer die selbe Leistung neu zubaut?

Was ich mir vorstellen könnte wäre so etwas wie garantierter Einspeisevorrang, Vereinfachung der Bürokratie bei der Direktvermarktung, also Dinge die nicht wirklich Geld kosten aber trotzdem ein Anreiz sind eine alte Anlage am Dach zu lassen.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon b0012sm » 08.06.2018, 14:23

Einfach abklemmen Dach ist weiterhin geschützter und hält länger.ansonsten wo es geht Eigenverbrauch. Und dann Mal schauen ob die Speicherung in 10 Jahren vorangeschritten ist.ich gehe auch davon aus daß es wohl einen kleinen obulus vom Netzbetreiber geben wird 5cent würden ja schon reichen um kostendeckend weiter zu produzieren.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon wschmeiser » 08.06.2018, 14:36

b0012sm hat geschrieben:Einfach abklemmen Dach ist weiterhin geschützter und hält länger.ansonsten wo es geht Eigenverbrauch. Und dann Mal schauen ob die Speicherung in 10 Jahren vorangeschritten ist.ich gehe auch davon aus daß es wohl einen kleinen obulus vom Netzbetreiber geben wird 5cent würden ja schon reichen um kostendeckend weiter zu produzieren.


Hatte ich ja schon geschrieben .... der Vorteil eines Speichers ist heute Strompreis (28 ct/kWh) - Einspeisevergütung (12 ct/kWh). In 4 Jahren sind das aber 32 ct/kWh - 3 ct/kWh.

Speicher bleibt aber trotzdem volkswirtschaftlich maximaler Unsinn, nur privat rechnet es sich. Muss halt die Oma noch mehr Netzgebühren bezahlen.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon machtnix » 08.06.2018, 15:13

wschmeiser hat geschrieben:Hatte ich ja schon geschrieben .... der Vorteil eines Speichers ist heute Strompreis (28 ct/kWh) - Einspeisevergütung (12 ct/kWh)


die 12 cent Eispeisevergütung kannst du vergessen, denn die bekommst du nicht wenn du den Strom speicherst und selbst verbrauchst.
Um den Vorteil des Speichers zu ermitteln musst du die Herstellungskosten für die Kwh vom Strompreis abziehen, die liegen bei abgeschriebener Anlage villeicht so etwa 1-2cent die Kwh. Also 28cent- 2 cent Herstellungskosten = 26cent.
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon wschmeiser » 08.06.2018, 15:18

machtnix hat geschrieben:
wschmeiser hat geschrieben:Hatte ich ja schon geschrieben .... der Vorteil eines Speichers ist heute Strompreis (28 ct/kWh) - Einspeisevergütung (12 ct/kWh)


die 12 cent Eispeisevergütung kannst du vergessen, denn die bekommst du nicht wenn du den Strom speicherst und selbst verbrauchst.
Um den Vorteil des Speichers zu ermitteln musst du die Herstellungskosten für die Kwh vom Strompreis abziehen, die liegen bei abgeschriebener Anlage vielleicht so etwa 1-2cent die Kwh. Also 28cent- 2 cent Herstellungskosten = 26cent.


Wie hoch sind denn die Herstellkosten von Solarstrom ??????

Und für die Speicherbetrachtung ist das doch vollkommen wurscht. Da geht es doch nur darum, wie viel Du für bezogenem Strom bezahlst und für eingespeisten Strom an Einnahmen verlierst.

Einfach vor dem Schreiben ein bisschen Nachdenken.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon PV Ndh » 08.06.2018, 15:28

b0012sm hat geschrieben:Einfach abklemmen Dach ist weiterhin geschützter und hält länger.ansonsten wo es geht Eigenverbrauch. Und dann Mal schauen ob die Speicherung in 10 Jahren vorangeschritten ist.ich gehe auch davon aus daß es wohl einen kleinen obulus vom Netzbetreiber geben wird 5cent würden ja schon reichen um kostendeckend weiter zu produzieren.


Bei 5Cent muss der Netzbetreiber aber ordentlich selber draufzahlen, das wird der sicher nicht machen. Was da maximal zu erwarten wäre ist der Börsenstrompreis innerhalb der Einspeisezeit, abzüglich einer Vermarktungsgebühr.
Vor allem im Sommer gibts dann bestimmt nicht viel mehr wie den Erdgaspreis pro kWh, aber auch das nur wenn der Wärmesektor dann mit eingebunden ist.
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