Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon RolandD » 06.06.2018, 12:53

Eigenverbrauchsmessung ist die Aufgabe der Anlagenbetreiber, also der PVler. Diese müssen den Verbrauch belegen und werden auf Grund der Zahlen mit der Umlage *belegt*. Das wir am Ende ein Diskussion zwischen dem Finanzamt und den Betreiber werden.

Beteiligen sich die PV*ler nicht mehr an den Kosten, müssen diese von den *Restkunden* aufgebracht werden. Und das ist der politische Teil. Entweder schafft man es die überwiegende Zahl der Endkunden, sowohl bei den Vorteilen wie auch bei den Nachteilen teilhaben zu lassen - oder das ganze wird auf den Niveau der Fackeln und Mistgabeln gelöst.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Energiesparer51 » 06.06.2018, 13:11

RolandD hat geschrieben:...und werden auf Grund der Zahlen mit der Umlage *belegt*. Das wir am Ende ein Diskussion zwischen dem Finanzamt und den Betreiber werden.

.....


Mit der EEG-Umlage auf Eigenverbrauch und auch sonst hat das Finanzamt nichts zu tun. Bezüglich der Zuständigkeit für die Messung des Eigenverbrauchs hast du Recht. Das ist Pflicht der Betreiber. Die dürfen dafür einen Messstellenbetreiber beauftragen.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Elektron » 08.06.2018, 11:56

passender aktueller Artikel dazu:

Solarpioniere vor schattigen Zeiten
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon remag » 08.06.2018, 12:20

Elektron hat geschrieben:passender aktueller Artikel dazu:

Solarpioniere vor schattigen Zeiten


auf gut deutsch: die großen (WKA) werden bestimmt irgendwie subventioniert und die kleinen sind wurscht, jeder soll selber
schauen was er macht.
Für die kleinen PVA wird wohl nur Eigenverbrauch übrig bleiben, sollte das nicht gehen, ist die Anlage schrottreif.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Eisbaer » 08.06.2018, 12:22

Leute wie Pfeiffer und Fuchs werden ihre ganze Kraft einsetzen ihren Geldgebern (Großindustrie) zu dienen!
Wer zahlt schafft an! :(
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon wschmeiser » 08.06.2018, 12:23

Elektron hat geschrieben:passender aktueller Artikel dazu:

Solarpioniere vor schattigen Zeiten


Interessant aber auch: da hat man 20-21 Jahre 48,5 ct/kWh kassiert und ist selbst danach mit Eigenverbrauch (Ersparnis um 20 ct) und einer geringen Einspeisevergütung nicht zufrieden.

Und hat man das denn eigentlich nicht als Idealist der Umwelt zuliebe getan????

Und noch eine Frage an die Experten: wann fallen denn die Ü20-Anlagen denn nun tatsächlich aus der EEG-Vergütung raus?

Im Artikel steht einmal Ende 2021 und dann Anfang 2021????
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Eisbaer » 08.06.2018, 12:44

Interessant aber auch: da hat man 20-21 Jahre 48,5 ct/kWh kassiert und ist selbst danach mit Eigenverbrauch (Ersparnis um 20 ct) und einer geringen Einspeisevergütung nicht zufrieden.


Wie ich bereits öfters schrieb fände ich es schade wenn die Anlagen abgebaut würden (müssen?).
Von der ursprünglichen Kalkulation aus sollte jede Anlage nach 20 Jahren schwarze Zahlen aufweisen (Ausnahmen mal abgesehen :( ).
Aber eine Vergütung etwas über Börsenpreis (wobei natürlich keiner sagen kann wie hoch der in ein paar Jahren sein wird) sollte der Allgemeinheit im Sinne der Allgemeinheit die Sache schon Wert sein. :)
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon wschmeiser » 08.06.2018, 12:48

Eisbaer hat geschrieben:
Interessant aber auch: da hat man 20-21 Jahre 48,5 ct/kWh kassiert und ist selbst danach mit Eigenverbrauch (Ersparnis um 20 ct) und einer geringen Einspeisevergütung nicht zufrieden.


Wie ich bereits öfters schrieb fände ich es schade wenn die Anlagen abgebaut würden (müssen?).
Von der ursprünglichen Kalkulation aus sollte jede Anlage nach 20 Jahren schwarze Zahlen aufweisen (Ausnahmen mal abgesehen :( ).
Aber eine Vergütung etwas über Börsenpreis (wobei natürlich keiner sagen kann wie hoch der in ein paar Jahren sein wird) sollte der Allgemeinheit im Sinne der Allgemeinheit die Sache schon Wert sein. :)


Warum über Börsenpreis?

Schon allein der Eigenverbrauch bringt doch satt Geld?

Wo bitte sind hier die Idealisten?

Warum soll die Allgemeinheit für die Idealisten bezahlen?

Ich sehe leider meist gierige Kapitalisten.
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon Andi_ » 08.06.2018, 12:57

wschmeiser hat geschrieben:Warum über Börsenpreis?

Schon allein der Eigenverbrauch bringt doch satt Geld?

Wo bitte sind hier die Idealisten?

Warum soll die Allgemeinheit für die Idealisten bezahlen?

Ich sehe leider meist gierige Kapitalisten.

Und wenn die Anlage sehr viel mehr Strom produziert, als im Haushalt verbraucht wird?
2050, pro Jahr:
- 8 Mio vermiedene vorzeitige Todesopfer,
- 1600 MRD $ vermiedene Umwelt- und Gesundheitskosten,
- 30 % mehr Lebensqualität
mit pflanzlicher Ernährung:
http://www.pnas.org/content/113/15/4146.full
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Re: Wie gehts nach 20 Jahren ohne EEG weiter?

Beitragvon alterego » 08.06.2018, 13:03

wschmeiser hat geschrieben:Warum über Börsenpreis?

Man könnte z.B. CO2-Zertifikate ausgeben bzw. deren Wert berücksichtigen.
Schon allein der Eigenverbrauch bringt doch satt Geld?

Wenn man die Mehrkosten für die Messung mal eben vernachlässigt, die man ja vor kurzem ausgiebig (und damit nicht kostenminimierend) geregelt hat. ICH würde mit ein paar geschenkten kWp auch nicht günstiger fahren, ich kann halt keine 5000kWh einsparen, weil ich die, selbst wenn ich mir ein Elektroauto kaufen würde, bei weitem nicht verbrauche. Ich glaube wirklich langsam es war der falsche Weg mein Geld in Energiesparmaßnahmen statt in eine PV zu stecken...
Zuletzt geändert von alterego am 08.06.2018, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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