Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon VIC-RAPTOR » 29.04.2018, 13:40

1... selbst vebrauchen bei kleineren Anlagen

2... speichern (z.B. Container voll mit Akkus) und dann zu den e-mobil Tankstellen bringen.... ja, ja, ja, ich rechne mal in 10 Jahren :D

beides rechnet sich!

zu 1: braucht man nur ein System auf welchen sich das vorhandene PV-System synchronisieren kann... haben wir.... ENS raus und alles läuft wie gewöhnt ohne öffentliche Netzverbindung weiter.

zu 2: Akkus werden immer billiger dank den fleissigen Chinesen. 2 Mwh passt in einen 20 Fuß Container, dafür bekommt man locker 400 Euro für den Stromverkauf wen der vollgeladen ist. Zieht man die Kosten für den Einkauf ab, rechne mal mit 100 Euro, dann hat man immer noch 300 Euro, bei 10 Container am Tag sind das 3.000 Euro abzgl. Transport und Invest Amortisierung. Kann mir vorstellen das wir eine MWh Hochleistungsakkus für 170.000 Euro bekommen.

Sonnige Grüße :danke:
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon Outsider64 » 29.04.2018, 15:38

1. fällt aus. Ich erzeuge gut 50.000 pro Jahr und verbrauche 800. Etwa 90 Prozent der 800 brauche ich dann wenn die Sonne nicht scheint und noch nicht mal für die 720 kWh p.a. lohnt sich ein Akku. Zumindest konnte ich noch keinen finden, bei dem die Rechnung aufginge. Wenn es einen gäbe, würde ich sofort kaufen. Mit meiner kleinen Anlage müsste ich keine EEG Umlage auf Eigenverbrauch bezahlen, aber etwa 8 Cent Steuer pro selbst verbrauchter kWh. Wenn ich Strom verkaufe bekomme ich aktuell 12,2 Cent und zahle darauf etwa 5 Cent Steuer. Ich hätte also netto etwa 9 Cent pro gespeicherter und selbst genutzter kWh gespart im Vergleich zu mit 24 Cent eingekaufter kWh. Wären im Idealfall etwa 65 € p.a. Kann ich damit einen 2 kWh Speicher mitsamt nötiger Elektronik abzahlen? Ich denke eher nicht.

2. kann ich mir auch in Zukunft nicht vorstellen dass sich das lohnt. Was denkst du würde man Geld bekommen wenn man den Strom wo anders hin liefert? Selbst wenn man Dagon ausgeht dass man mal Akku Systeme komplett mit BMS und Container und WR für 100 €/kWh bekommt, dann wären das etwa 36.000 Euro für einen Speicher, der einen Tagesertrag speichern könnte ohne sich zu beschneiden. Bei z.B. 10 Cent pro kWh würde man damit 5000 Euro p.a. verdienen, hat aber noch nicht die Kosten eingerechnet laufend mit dem LKW den Container in der Gegend rum zu fahren.

Ich glaube selbst die 10 Cent sind schon optimistisch gerechnet. Schließlich muss man ja noch die EEG Umlage, MwSt und Steuer auf den Gewinn drauf schlagen. Da ist es lukrativer ein bisschen Geld für Netznutzung zu bezahlen und den Strom übers vorhandene Netz zu verteilen statt ihn per LKW auf der Strasse rumzufahren.
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon eggis » 30.04.2018, 09:08

Moin!

Momentan sehe ich ein Problem eine PVA mit Volleinspeisung auf Eigenverbrauch umzustellen. Das EEG von 2004 nach der die Anlage am Netz betrieben wird, sieht ja keinen Eigenverbrauch vor. Noch ist ja ein bisschen Zeit eine entsprechende Regelung zu schaffen.

Oder sehe ich hier ein Problem, wo keines ist?
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon cybersoft » 30.04.2018, 09:36

Ich würde hier kein Problem erwarten; Es gibt ja auch Leute die warum auch immer schon Anlagen umgeklemmt haben.

Die Frage was man für den eingespeisten Strom NACH dem Auslauf der 20 Jahre bekommt bleibt, das ist mir immer noch nicht klar, vor allem WER den dann vermarktet und was er für eine Handlingsgebühr bekommt.
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon Farmjanny » 30.04.2018, 16:35

Eine weitere Möglichkeit wäre positive, wie auch negative Regelenergie anzubieten. Die Anlage wird über den Anbieter mit halber Leistung gefahren. Bei Bedarf an positiver Regelenergie lässt er sie unreduziert laufen. Bei Bedarf an negativer Regelenergie schaltet er sie ab. Die erzeugte kWh gibt es normal zu Börsenpreis.
Falls Regelenergie nicht masslos billig wird, kann damit noch Geld verdient werden.
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon Energiesparer51 » 30.04.2018, 16:47

eggis hat geschrieben:Moin!

Momentan sehe ich ein Problem eine PVA mit Volleinspeisung auf Eigenverbrauch umzustellen. Das EEG von 2004 nach der die Anlage am Netz betrieben wird, sieht ja keinen Eigenverbrauch vor. Noch ist ja ein bisschen Zeit eine entsprechende Regelung zu schaffen.

Oder sehe ich hier ein Problem, wo keines ist?


Wo soll das Problem sein? Nur musst du dann EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zahlen, da du vor den Stichtagen für den Bestandsschutz keinen Eigenverbrauch praktiziert hast. Von der Vergütungshöhe und Übergangsregelungen abgesehen gilt immer das jeweils aktuelle EEG.
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon eggis » 01.05.2018, 11:53

Energiesparer51 hat geschrieben:Von der Vergütungshöhe und Übergangsregelungen abgesehen gilt immer das jeweils aktuelle EEG.

Ist das so eindeutig und einfach? Ich war bisher immer der Auffassung der Bestandsschutz bezieht sich auf das ursprünglich geltende EEG, unter dem die Anlage in Betrieb genommen wurde.

Danke für deine Ansicht zu dem Thema. Ich werde das erstmal auf sich beruhen lassen und abwarten, wie sich das in der Zukunft gestaltet.
:danke:
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon Kaefermicha » 03.05.2018, 17:41

Ich würde mich auch nicht wundern wenn es zukünftig noch mehr Cloud-Vermarktungsmodelle gibt, bei denen man irgendwo einen großen Speicher hinstellt, der Regelenergie bereitstellen kann, und der dann "virtuell" mit dem gerade von meiner PV Anlage eingespeisten Strom (zusammen mit anderen Anbietern) geladen wird.

Als Vergütung bekommt man dann eine Gewinnbeteiligung an den Erträgen des Speichers. Alternativ wird man dann nachts virtuell beliefert - und der Anbieter übernimmt die gesamte Abrechnung.

Solche Geschäftsmodelle werden kommen.
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon machtnix » 03.05.2018, 18:31

Kaefermicha hat geschrieben:Ich würde mich auch nicht wundern wenn es zukünftig noch mehr Cloud-Vermarktungsmodelle gibt, bei denen man irgendwo einen großen Speicher hinstellt, der Regelenergie bereitstellen kann, und der dann "virtuell" mit dem gerade von meiner PV Anlage eingespeisten Strom (zusammen mit anderen Anbietern) geladen wird.


Solange man nicht selbst für die Cloud den Speicher bezahlen und bereitstellen muss ist das eine super Idee mit dieser Cloud.
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Was, wenn EEG ausläuft nach 20 Jahren?

Beitragvon cybersoft » 03.05.2018, 20:30

Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie das kommerziell funktionieren könnte. Regelenergie ist doch eh schon wieder out, da die Erlöse nicht mehr da so uppig sind.
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