Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon Redirion » 07.11.2018, 07:40

Okay, was hat das jetzt mit den 600 VA zu tun? Mag ja sein, dass es keine vereinfachte Anmeldung bundesweit schnell oder jemals geben wird, aber dann brauche ich auch nicht mehr zu warten.

Die Anmeldung ist doch unabhängig davon, dass es jetzt zulässig ist, in den Endstromkreis direkt einzuspeisen. Oder ist es egal, ob zulässig oder nicht, solange der Netzbetreiber es anders haben möchte? Wolltest du das damit sagen?
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon Redirion » 07.11.2018, 09:02

Ach, vermutlich steht das irgendwo in den TAB, dass Einspeisung in den Endstromkreis grundsätzlich nicht erlaubt ist. Muss ich mir mal im Detail anschauen.

Edit:
Also in den aktuell noch gültigen TAB von Avacon Netz finde ich nichts, was darauf hinweisen würde. Da steht einfach nur "Mitgeltende Regeln oder Richtlinien sind in der jeweils aktuellen Fassung gültig!", was nicht hinderlich klingt.

Allerdings muss bei der Anmeldung wohl die 70% Regelung eingehalten werden. Das ginge natürlich mit einer kleinen Anlage bestehend aus zwei Solarmodulen an einem EVT560 nicht.

Wie wäre es dann mit drei Modulen an drei Letrika SMI 260, die dann jeweils auf 200W Ausgangsleistung runtergeregelt werden? Damit würde man sowohl die 600 VA als auch die 70% Regel einhalten (beispielsweise mit 300W Modulen). Zusätzlich müsste der elektrische Anschluss bzw. das Setzen der Einspeisedose von einem beim Netzbetreiber registrierten Installateur/Elektriker erfolgen. Das würde doch den "mitgeltenden Regeln oder Richtlinien in der jeweils aktuellen Fassung" entsprechen und gleichzeitig die TAB berücksichtigen? Wäre das einen Versuch wert oder beziehen sich Aussagen wie "in der jeweils aktuellen Fassung" nur auf den Zeitpunkt des Inkrafttreten der TAB und später gültig werdende Normen finden dann keine Anwendung?
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon mbrod » 07.11.2018, 13:20

Redirion hat geschrieben:Allerdings muss bei der Anmeldung wohl die 70% Regelung eingehalten werden.
Du wirst doch i.d.R. die 70% Rückspeisung gar nicht realisieren. Gerade knallt die Sonne senkrecht auf das 250 Watt Modul mit 60° Aufstellung meiner Inselanlage und lieferte von 11:15 bis 11:30 durchschnittlich 193 Watt. Das ist direkt DC gemessen. Wenn der Wechselrichter mit 92% Wirkungsgrad arbeitet kommen 178 Watt in die Steckdose. 70% Regelung wäre 175 Watt. Müssen also noch 3 Watt irgendwo in der Wohnung verbraucht werden. Auf 2 Module je 300 Watt bezogen rund 7 Watt. Das zieht mal mindestens dein Router.
Also vergiss die 70% Regelung.
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon Redirion » 07.11.2018, 13:29

Ist nicht so einfach, fürchte ich. Wenn der Netzbetreiber die 70%-Regelung verlangt, muss auch dokumentiert werden, wie diese umgesetzt wurde. Wenn du dein 250W Modul an einem EVT248 hast, ist das für den Netzbetreiber mit 99.2% weit weg von den 70%.
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon 3erloop » 07.11.2018, 14:31

Hi zusammen,

ich möchte als Neuling auch eine (gar nicht) lustige Auskunft zum Besten geben.
Beim Anruf beim PV-Spezialisten des zuständigen Netzbetreibers "e-netz südhessen" habe ich folgende Auskunft erhalten:
Steckerfertige PV-Anlagen werden genauso wie die "großen" Anlagen angemeldet und ich bekomme eine Einspeisevergütung. Ebenso ist ein Zweirichtungszähler einzubauen, der mich einmalig mind. 150€ kosten wird. Ein Zähler mit Rücklaufsperre genügt nicht, schließlich wird der eingespeiste Strom vergütet. Im Nebensatz hat er mir von seiner Angst um das Netz berichtet, da es ja in Zukunft viele solcher Anlagen geben wird/könnte, die (jetzt meine Worte:) "sagenhafte" 1A ins öffentliche Netz drücken könnten.
Was soll man davon halten?
Auf der homepage eines Bonner Betreibers steht: Zähler mit Rücklaufsperre reicht, wird ggf. kostenlos installiert.
Das ist mal ein Wort.

Fazit: Die Anmeldung bei den Netzbetreibern und deren beliebigen Blockaden ist noch nicht in trockenen Tüchern.....
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon FAGOsolar » 07.11.2018, 17:47

Noch mal:
Da steht : Einspeiseleistung 600 VA.
Die Module werden nicht berücksichtigt.
Folglich gibt es zu diesem Thema keine 70% Regelung.

So schwer war das jetzt nicht....
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon Redirion » 07.11.2018, 18:14

FAGOsolar hat geschrieben:Da steht

Wo steht das genau? Die Frage ist leider noch nicht klar beantwortet worden. Ich würde es auch gern nachlesen.

FAGOsolar hat geschrieben:- TAB [...] muss eingehalten werden
und wenn dort halt entweder 70% oder RSE steht und du zusätzlich schreibst:
FAGOsolar hat geschrieben:Anmerkung 4 auf Seite xx: Die Anmeldung einer Stromerzeugungseinrichtung erfolgt nach den Vorgaben des zuständigen Netzbetreibers.

wie soll man das dann sonst unter einen Hut bringen? Ich kann dann nur hoffen, dass in meinem Fall (oder vllt ist der 1.1.2019 auch ein genereller Stichtag?) die aktualisierten TAB dann Klarheit schaffen.
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon FAGOsolar » 07.11.2018, 20:53

Warte einfach auf den 1.1.19.
Ist besser - und ist ja nicht mehr lange hin.
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon happy5000 » 10.11.2018, 17:51

Hmm,
hört sich alles grauselig an, denn was hier grade passiert ist eine Einlenkung in der Freiheitsbeschneidung und keiner geht an die Ursachen, noch wird daran wirklich gedacht, bis auf wenige Teilnehmer. Mir geht das zu weit. Habe selbst eine 1kw-Anlage und die Anlagenabspeckung plus Elektrikerrechnung plus sonstige Aufwände gehen mir zu weit. Die Vorteile der Energieersparnis werden da großteils wieder verblasen.

Es geht offenkundig um Umsatzerzeugung, wo und wie es nur geht und die Formierung ehemals freidenkenderer Hirne ;-) .
Schutz der Energielieferanten primär vorneweg, damit denen auch nur nix anbrennt, denn Umsatzeinbussen drohen zudem auch noch bei Steuereinnahmen. Also nicht grade um unser Interessen.

Fehlt nur noch, das man für die direkte Nutzung eigens erzeugter Energie auch noch Backschisch zahlen soll. Für ausgeschlossen halte ich es jedenfalls nicht.

Ergo für mich: Finger weg von Einspeisung ins Netz/Haushaltsstrom. Stromsparender leben.
Stattdessen die gewonne Energie in Batterien bunkern und über einen Wechselrichter selbst verbrauchen.
Dazu besorgt man sich einmalig ein Paar zusätzliche Steckdosen im Haus/Wohnung und schließt dort seine vielen Kleinverbraucher an.

Auf den Ärger mit Vorschriften können doch nur Bürokraten kommen, die sich damit ernähren und für eine kleine Klientel Geld und Umsatz-Sicherheit anschaffen sollen, was ja auch verständlich ist, da unsere Marktwirtschaften stetig wachsen müssen, um ihren Schuldzins noch zahlen zu können.

Nein Danke
Gruß Joe

Ergo:
1. Kleinanlage zum eigenen Verbrauch dimensionert
2. Einfaches gutes Batteriemanagement und Zugriff auf preiswerte brauchbare Batterien/Akkus
3. Wechselrichter
4. 100m 3x1.5mm2 und Steckdosen. Verlängerungskabel tun es aber auch
5. Geschickte Hände mit Köpfchen
Wer macht mit ? ;-)
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Re: Vereinfachte Anmeldung steckerfertige Erzeugungsanlagen

Beitragvon Broadcasttechniker » 10.11.2018, 19:00

Und warum willst du dann einknicken?
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