Planung und ein paar Fragen 600 Wp Mini-PV

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen)

Re: Planung und ein paar Fragen 600 Wp Mini-PV

Beitragvon evolver » 03.05.2018, 23:18

Hallo,

jetzt muss ich mich doch nochmal melden und ein paar Details nachfragen.

Zunächst: Die Anlage ist in Betrieb mit 4x Trina Solar Honey Plus 300Wp und Zeversolar 1500S und ich bin total glücklich über meinen "eigenen" grünen Strom. :D

Ich bin leider mit dem Versuch gescheitert, die DC-Leitungen durch einen Schacht in den Keller zu legen. Aus dem Grund hängt der Wechselrichter nun auf dem Dachboden.
Ich mache mir weniger Sorgen wegen des WR bzw. der verringerten Leistung. Meine Sorge ist eher, was mal passiert, falls das Ding - warum auch immer - zu brennen beginnt. Dann hätte ich ihn lieber im Keller als im Dachboden.
Vielleicht ist meine Sorge auch unbegründet, aber man hört ja immer wieder von Bränden durch PV. Auf der anderen Seite hört man auch immer wieder, dass PV die Brandgefahr nicht erhöht. :roll:

Damit verbunden auch meine erste Frage:
Ich habe derzeit weder die Module noch die Unterkonstruktion geerdet. Die UK ist auf einem 40°-Schrägdach angebracht und ca. 30-40cm vom Dachfirst entfernt.
Habe jetzt mehrfach gelesen, dass ich mindestens die UK, besser jedoch jedes einzelne Modul mit mindestens 6mm² erden müsste. Auf der rechten Hälfte des Daches ist in gleicher Höhe die Solar-Thermie und diese ist auch nicht geerdet - wodurch ich davon ausging, dass das so schon passt.
Zwei Meter unterhalb der Solar-Thermie ist die mit 16mm² geerdete Sat-Schüssel. Vermutlich wäre es am einfachsten, mit einem Erdungskabel an diesen Punkt zu gehen und ggf. auf dem Weg die Solar-Thermie auch noch zu erden.

Zweite Frage: (Vielleicht eine blöde Idee - aber ich will sie euch nicht vorenthalten :lol: )
Die Regenfallrohre auf der Seite des Hauses sind durch den Boden mit mehreren Wasser-Containern verbunden, die in einer Grube ca. 2 Meter vom Haus entfernt direkt neben der Garage sind. Jetzt könnte ich ja vielleicht ein langes DC-Kabel (~15-20m) nehmen, das sicherheitshalber noch in ein Wellrohr M20 packen und vom Dach durch das Fallrohr in diese Grube legen und den WR dort anschließen. Das Wellrohr mit DC-Kabel würde ich dann aus dem KG-Rohr leiten, bevor der Regen in die Container fließt. (Das Wellrohr wäre also nicht dauerhaft im Wasser)
Das hätte die Vorteile:
-Der WR ist immer kühl
-Dort liegt noch ein 5-adriges Kabel, bei dem zwei Adern nicht verwendet sind. Somit könnte ich mit einem eigenen Kabel an den Zählerschrank und müsste nicht einen anderen Kreis (Strom Dachboden) mitbenutzen.
-Falls der WR brennt, hängt er neben 3.000 Litern Löschwasser. 8)
Nachteil: In der Grube ist eine recht hohe Luftfeuchtigkeit (~70%). Der WR ist IP65 und somit regentauglich. Ich weiß aber nicht, ob der auch hohe Luftfeuchte mag.
Alternativ könnte ich die DC-Leitung noch durch die Wand zur Garage legen und den WR in der Garage aufhängen. Dort herrschen dauerhaft 5-20° und 20% Luftfeuchte.
Das Ganze hätte den riesengroßen Vorteil, dass ich alles, was PV ist, draußen hätte, was mich doch beruhigen würde.
Außerdem könnte ich theoretisch auch noch über das Wellrohr ein 6mm² Erdungskabel mit verlegen und in der Grube einen Kreuzerder in die Erde rammen und dort direkt erden. Dann würde ich mir den Weg zur Sat-Schüssel ersparen (bzw. eher die Arbeit, die ganzen Ziegel abzudecken)

Vielen Dank, dass ihr bis hierher gelesen habt. Bin auf eure Antworten gespannt.

Viele Grüße
evolver
evolver
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 11
Registriert: 02.03.2018, 14:25
PV-Anlage [kWp]: 1,2
Info: Betreiber

Re: Planung und ein paar Fragen 600 Wp Mini-PV

Beitragvon seppelpeter » 03.05.2018, 23:34

Gratuliere zur eigenen Anlage.

Hänge den WR auf eine ausreichend große, nicht brennbare Unterlage.
Metallplatte, Gipskarton in schwer entflammbar, o.ä.

Es reicht, wenn die UK geerdet wird, das sollte über ein 16mm² erfolgen.
Als ausdrücklicher Laie würde ich sagen, dass es reicht, wenn Du die Erdung/Potentialausgleich, mit satter Verschraubung an den Mast der SAT Schüssel führst.

Thermie ... würde ich auch mit rein nehmen.

Solarkabelm gehören einfach nicht in Fallrohre oder Regentonnen.#

Sauber wäre es, die Stringkabel außen an der Hauswand z.B. in einem Kupferrohr nach unten zu führen.
Unten rein, an den WR und von dort Richtung Zählerschrank. In der Garage passt auch.
Alles andere ist freestyle.
18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5
Benutzeravatar
seppelpeter
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 13994
Registriert: 19.03.2014, 18:36
Wohnort: Ruhrpott
PV-Anlage [kWp]: 6,57
Info: Betreiber

Re: Planung und ein paar Fragen 600 Wp Mini-PV

Beitragvon alexdatteln86 » 08.05.2018, 13:18

Nach alter Manier:
>50 V AC Spannung
>120V DC Spannung

= Die Möglichkeit der gefährlichen Körperdurchströmung!!

Also Anlage bitte Erden...bei Modulwechselrichtern kann darauf verzichtet werden.
Beispiel 60 Zeller mit EVT500/248 maximal < 40V DC

Ich Persönlich bin beim EVT 500 geblieben da Spannung gering und Fläche nicht gleichmäßig beschienen wird.
alexdatteln86
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 89
Registriert: 12.03.2018, 12:54
Wohnort: NRW
PV-Anlage [kWp]: 1,06
Info: Interessent

Re: Planung und ein paar Fragen 600 Wp Mini-PV

Beitragvon evolver » 08.05.2018, 13:37

OK, danke für eure Antworten. Erden werde ich auf jeden Fall.
Nur kurz zum Verständnis, damit ich das richtig einordne.

Ist die Gefahr momentan, dass ein Blitz einschlägt und durch die nicht geerdete UK das Dach abbrennt?
Oder ist die Erdung eher für den Fall, dass ein Leiter der PV-Anlage an die UK kommt und ich irgendwann versehentlich dran fasse und einen ordentlichen Schlag bekomme?

Wenn ich eure Antworten richtig deute, ist es eher Punkt 2? Ich hatte bei der Gefahr der Nicht-Erdung eher an Punkt 1 gedacht.
evolver
Öfters hier
Öfters hier
 
- Threadstarter -
 
Beiträge: 11
Registriert: 02.03.2018, 14:25
PV-Anlage [kWp]: 1,2
Info: Betreiber

Re: Planung und ein paar Fragen 600 Wp Mini-PV

Beitragvon alexdatteln86 » 09.05.2018, 06:11

eine Erdung der Solaranlage ist aus erster Linie wichtig damit im Falle eines Erdschluss der Strom abfließen kann.

Die Geschichte mit dem Blitzschutz ist sinnig bei großen Dachanlagen. In der Regel steht der Brandschutz da an zweiter Stelle.
Aber wenn der Blitz mal reinhämmert und knallt dir in den Wechselrichter stehst mit deinem Schaden da.

Ob ein Blitzschutz erforderlich ist kannst du dir selbst ca errechnen.

Stell dir vor ein Ball mit 30 Metern Durchmesser liegt auf deinem Haus.
Liegt er dann auf deinem Haus oder sind die Objekte um das Haus herum höher so das der Ball darauf liegen bleiben würde?

Hört sich blöd an ist aber gängige Praxis das so zu berechnen. (Gibt es auch Modellrechner mit 3D Vectoring)
Dateianhänge
blitzschutz.png
(7.6 KiB) 12-mal heruntergeladen
alexdatteln86
Stammmitglied
Stammmitglied
 
Beiträge: 89
Registriert: 12.03.2018, 12:54
Wohnort: NRW
PV-Anlage [kWp]: 1,06
Info: Interessent

Vorherige

Zurück zu PV-Anlage ohne EEG



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast