off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon next step energy » 30.10.2017, 15:20

Hallo liebe Gruppe, kann mir jemand zu einer off-grid Lösung oder zum Netzanschluss helfen?
Auf einem 4-Seitenhof, der nur einen Anschlusspunkt hat, aber in 3 Flurstücke unterteilt ist, läuft bereits seit 2 Jahren eine 30 kWp PV-Anlage unter dem EEG mit Netzanschluss. Jetzt sollen auf die anderen Gebäude insgesamt ca. 200 kWp PV kommen, um damit Heizung, Heißwasser und später E-Mobilität zu versorgen. Laut Netzbetreiber kostet die Anschluss-Erweiterung für die 200 kWp ca. EUR 45.000. Jetzt steht die nächste Ausbaustufe mit 60 kWp PV an und ich muss mich entscheiden was hier die beste Lösung ist. Weitere Ausbaustufen folgen in den nächsten Jahren. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? off-grid und Einspeisung verlieren oder in den sauren Apfel beißen?
Kann eine on-grid Anlage überhaupt neben off-grid laufen, wenn beide Anlagen für den Eigenverbrauch verwendet werden?
Kann ich diese Anlage evtl. offiziell runterregeln, so dass nur ein kleiner Teil ins Netz darf? Wie kann ich die Netzanschlusskosten erheblich reduzieren. Batterien in der Größe von 60-100kWh sollen auch zum Einsatz kommen, ebenso Langzeitpufferspeicher für Warmwasser. Vielen Dank im Voraus für Euer feedback. Gruß, Andreas
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon VIC-RAPTOR » 30.10.2017, 15:30

Alles ist möglich!

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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon alterego » 31.10.2017, 16:30

VIC-RAPTOR hat geschrieben:Alles ist möglich!

Deine Frage wurde hier schon öfters diskutiert. Habe Dir ein Antwort geschrieben als private Nachricht.

Sonnige Grüße :danke:

Andere würden auch gerne wissen, was du da geschrieben hast. Das hier ist ein Forum und nicht Myhammer etc.

Wie hoch ist denn der Energieverbruach überhaupt und wie verteilt er sich übers Jahr? Ohne das ist alles Kaffeesatzleserei.

Da es einen Netzanschluß gibt, fällt nach Meinung der Bundesnetzagentur EEG-Umlage für den selbst verbrauchten Strom auch für deine Insel an. Leute wie @Vic-raptor sehen das anders, bis das höchstrichterlich geklärt ist, erwähne ich das, wage persönlich keine Aussage dazu wie das Verfahren ausgehen könnte.

next step energy hat geschrieben:Kann ich diese Anlage evtl. offiziell runterregeln, so dass nur ein kleiner Teil ins Netz darf?

Möglich ist das, beim Vierseithof wirst du auch Ost-West machen wollen und da kommt sowieso nie Nennleistung. Ich befürchte so viel billiger wird der Anschluß dann auch nicht. Das etwas dickere Kabel oder der etwas stärkere Trafo machen das Kraut nicht fett. Frag bei der Gemeinde ob du selbst verlegen (lassen) darfst und laß dir von einer Firma ein alternatives Angebot machen, damit der VNB nur noch anklemmen muß.

Warmwasser und (sehr) großer Speicher dafür geht natürlich viel effizienter und billiger mit Solarthermie.
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon MBIKER_SURFER » 31.10.2017, 17:39

next step energy hat geschrieben: Laut Netzbetreiber kostet die Anschluss-Erweiterung für die 200 kWp ca. EUR 45.000. Gruß, Andreas


Das ist natürlich schon 'ne Hausnummer. Würde da auf jeden Fall ein Angebot einer Fachfirma einholen, da die VNB in der Regel nicht die Günstigsten sind -> Pauschalpreise.
Sind ja immerhin noch 225 €/kWp. Wenn dann noch der Großteil O-/W Belegung ist und der Standort vermutlich nördliches D ist, wird das von der wirtschaftlichen Seite nicht unbedingt der 'Brüller'.
Wie alterego schreibt, wäre

alterego hat geschrieben:Wie hoch ist denn der Energieverbruach überhaupt und wie verteilt er sich übers Jahr? Ohne das ist alles Kaffeesatzleserei.

diese Info durchaus wichtig.

Gruß
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon PV-Insel » 31.10.2017, 20:09

alterego hat geschrieben:
VIC-RAPTOR hat geschrieben:Da es einen Netzanschluß gibt, fällt nach Meinung der Bundesnetzagentur EEG-Umlage für den selbst verbrauchten Strom auch für deine Insel an. Leute wie @Vic-raptor sehen das anders, bis das höchstrichterlich geklärt ist, erwähne ich das, wage persönlich keine Aussage dazu wie das Verfahren ausgehen könnte.


Wirklich jetzt? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, das ist ja nicht einmal in Spanien so wo 16 Ex-Minister und Präsidenten in Lohn und Brot stehen (als "Berater" mit 6-stelligen Jahresgehältern ohne auch nur den Unterschied zwischen kW und kWh zu kennen)...
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon alterego » 01.11.2017, 08:42

Hat sich das immer noch nicht rumgesprochen? https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sac ... -node.html Inseln und Speicher unter 10kW (und das dürfte die große Mehrheit sein) fallen natürlich unter die de Minimis Regel wie Einspeiseanlagen auch, bei 200kWp greift die nicht mehr.
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon VIC-RAPTOR » 01.11.2017, 10:05

alterego hat geschrieben:
VIC-RAPTOR hat geschrieben:Alles ist möglich!

Deine Frage wurde hier schon öfters diskutiert. Habe Dir ein Antwort geschrieben als private Nachricht.

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Wie hoch ist denn der Energieverbruach überhaupt und wie verteilt er sich übers Jahr? Ohne das ist alles Kaffeesatzleserei.

Da es einen Netzanschluß gibt, fällt nach Meinung der Bundesnetzagentur EEG-Umlage für den selbst verbrauchten Strom auch für deine Insel an. Leute wie @Vic-raptor sehen das anders, bis das höchstrichterlich geklärt ist, erwähne ich das, wage persönlich keine Aussage dazu wie das Verfahren ausgehen könnte.

next step energy hat geschrieben:Kann ich diese Anlage evtl. offiziell runterregeln, so dass nur ein kleiner Teil ins Netz darf?

Möglich ist das, beim Vierseithof wirst du auch Ost-West machen wollen und da kommt sowieso nie Nennleistung. Ich befürchte so viel billiger wird der Anschluß dann auch nicht. Das etwas dickere Kabel oder der etwas stärkere Trafo machen das Kraut nicht fett. Frag bei der Gemeinde ob du selbst verlegen (lassen) darfst und laß dir von einer Firma ein alternatives Angebot machen, damit der VNB nur noch anklemmen muß.

Warmwasser und (sehr) großer Speicher dafür geht natürlich viel effizienter und billiger mit Solarthermie.


Hier nun nochmals der aktualisierte Gesetzestext zur Frage der EEG-Umlage:

Der Anspruch nach § 61 Absatz 1 entfällt bei Eigenversorgungen,
1.soweit der Strom in der Stromerzeugungsanlage oder in deren Neben- und Hilfsanlagen zur Erzeugung von Strom im technischen Sinn verbraucht wird (Kraftwerkseigenverbrauch),
2.wenn die Stromerzeugungsanlage des Eigenversorgers weder unmittelbar noch mittelbar an ein Netz angeschlossen ist,
3.wenn sich der Eigenversorger selbst vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt und für den Strom aus seiner Anlage, den er nicht selbst verbraucht, keine Zahlung nach Teil 3 in Anspruch nimmt oder
4.wenn Strom aus Stromerzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von höchstens 10 Kilowatt erzeugt wird, für höchstens 10 Megawattstunden selbst verbrauchten Stroms pro Kalenderjahr; dies gilt ab der Inbetriebnahme der Stromerzeugungsanlage für die Dauer von 20 Kalenderjahren zuzüglich des Inbetriebnahmejahres; § 24 Absatz 1 Satz 1 ist entsprechend anzuwenden.

Die Stromerzeugungsanlage bei einer Insel ist nie am öffentlichen Netz angeschlossen. Zur Gesetzestextänderung (Febr 2017) schweigt sich die BNA aus. Na ja die haben viel Geld in den "Leitfaden" gesteckt...... es handelt sich letztendlich beim "Leitfaden" (aus 2016) sowieso nur um eine Handlungsempfehlung und nicht um eine rechtsverbindliche Dokumentation warum dann ändern, etwas Verwirrung stiften hilft meist :D

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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon Dringi » 01.11.2017, 11:38

VIC-RAPTOR hat geschrieben:Deine Frage wurde hier schon öfters diskutiert. Habe Dir ein Antwort geschrieben als private Nachricht.


Warum eigentlich? Warum kannst Du Deine Meinung nicht öffentlich sagen? Scheust Du die Diskussion?
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon PV-Insel » 01.11.2017, 12:08

PV-Insel hat geschrieben:... in Spanien so wo 16 Ex-Minister und Präsidenten in Lohn und Brot stehen (als "Berater" mit 6-stelligen Jahresgehältern ohne auch nur den Unterschied zwischen kW und kWh zu kennen)...


Die stehen natürlich bei den Energieversorgern in Lohn und Brot, hab ich vergessen zu erwähnen (und außer ihre politischen Kontakte ins Spiel zu bringen, bringen die auch keine Leistung, eh klar...).
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon VIC-RAPTOR » 01.11.2017, 12:34

Dringi hat geschrieben:
VIC-RAPTOR hat geschrieben:Deine Frage wurde hier schon öfters diskutiert. Habe Dir ein Antwort geschrieben als private Nachricht.


Warum eigentlich? Warum kannst Du Deine Meinung nicht öffentlich sagen? Scheust Du die Diskussion?


Die Ideallösung ist nach meiner Meinung eine VIC-ZEROGRID, spart die Netzanschlusskosten in Höhe 45 TSD Euro. Warum aussen herum reden, gibt da nix zu verschweigen oder? Alles weitere kann man erarbeiten mit mehr Infos. Wollte einfach keine Eigenwerbung machen :D

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>>Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden. Alexander Solschenizyn<<
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