off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon Dringi » 01.11.2017, 12:42

Und was kostet eine VIC-ZEROGRID? Ich meine hier sollen 200 kW auf das Dach. Der O-Poster möchte 60 bis 100 Kw an Akkus installieren. Rechnen wir mal mit 500 Euro/kW an Akkukosten (ja, ich bin Optimist). Dann wären wir bei 30.000 bis 50.000 Euro für den Akku. Der ist nach 10 Jahren platt und muss ersetzt werden. Dann hat man nochmal 15.000 bis 25.000 Euro Kosten (ich rechne mit 50% Preisersparnis beim Akkukauf in 10 Jahren). So oder so ist man niht preiswerter als mit einem Netzausbau.
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon Franz-Josef Feilmeier » 01.11.2017, 12:55

Neben der Insellösung von VIC-RAPTOR - gute Lösung, insb. wenn die Victron-WR mit unserer BYD B-Box 13.8 laufen ;-) - käme evtl. auch der FENECON Commercial Hybrid 60-40-40 in Frage.
Wir haben bei meinem Vater (und einigen weiteren Kunden) genau dieselbe Lösung realisiert:
Netzanschlusspunkt war wegen einspeisender PV-Anlagen bereits ausgelastet. Netzausbau hätte bei uns "lediglich" 30 T€ gekostet. Lösung war jetzt der Speicher mit 2 x 30 kW PV-Laderegler DC-DC integriert. 40 kWh Netto-Batteriekapazität und 40 kW Batteriewechselrichter-Leistung. Durch die DC-Kopplung kann Netzbetreiber-konform eine Nulleinspeisung realisiert werden, da - anders als beim Einsatz von PV-Wechselrichtern - auch im Fehlerfall hier keine Einspeisung vorkommen und das Netz belastet werden kann.
Wir haben keinen Netzausbau gebraucht, die Bayernwerk als Netzbetreiber hat das so alles bestätigt und notstrom- und inselfähig ist der Speicher auch.
Überschüsse bei voller Batterie schicken wir i.d.F. mit dem FEMS-Energiemanagment in steuerbare Anlagen - davon gibts ja in der Landwirtschaft ja einige. Der Rest an Überschussproduktion wird einfach nicht abgerufen, da die Laderegler bei voller Batterie die Ladeleistung auf die aktuelle Ausgabeleistung des Wechselrichters herunterregeln.

Der Speicher würde netzparallel laufen, daher wäre die EEG-Umlage auch komplett zu bezahlen.

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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon VIC-RAPTOR » 01.11.2017, 12:58

Dringi hat geschrieben:Und was kostet eine VIC-ZEROGRID? Ich meine hier sollen 200 kW auf das Dach. Der O-Poster möchte 60 bis 100 Kw an Akkus installieren. Rechnen wir mal mit 500 Euro/kW an Akkukosten (ja, ich bin Optimist). Dann wären wir bei 30.000 bis 50.000 Euro für den Akku. Der ist nach 10 Jahren platt und muss ersetzt werden. Dann hat man nochmal 15.000 bis 25.000 Euro Kosten (ich rechne mit 50% Preisersparnis beim Akkukauf in 10 Jahren). So oder so ist man niht preiswerter als mit einem Netzausbau.


Wie gesagt.... zuerst mal Daten sammeln, dann Aussage treffen.

Also 60 kWh und bitte nicht kW, das wäre die falsche Bezeichnung.

Moderne Li Akkus sollten schon 5.000 Zyklen (DOD) machen und unsere Anlagen machen im Schnitt 150 Zyklen dank AC-Coupling pro Jahr und nun kann man sich ausrechnen wie lange der Akku hält. Ob der Akku das dann wirklich macht, wissen wir nicht... aber 20 Jahre sollte der schon halten.

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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon VIC-RAPTOR » 01.11.2017, 13:01

Franz-Josef Feilmeier hat geschrieben:Neben der Insellösung von VIC-RAPTOR - gute Lösung, insb. wenn die Victron-WR mit unserer BYD B-Box 13.8 laufen ;-) - käme evtl. auch der FENECON Commercial Hybrid 60-40-40 in Frage.
Wir haben bei meinem Vater (und einigen weiteren Kunden) genau dieselbe Lösung realisiert:
Netzanschlusspunkt war wegen einspeisender PV-Anlagen bereits ausgelastet. Netzausbau hätte bei uns "lediglich" 30 T€ gekostet. Lösung war jetzt der Speicher mit 2 x 30 kW PV-Laderegler DC-DC integriert. 40 kWh Netto-Batteriekapazität und 40 kW Batteriewechselrichter-Leistung. Durch die DC-Kopplung kann Netzbetreiber-konform eine Nulleinspeisung realisiert werden, da - anders als beim Einsatz von PV-Wechselrichtern - auch im Fehlerfall hier keine Einspeisung vorkommen und das Netz belastet werden kann.
Wir haben keinen Netzausbau gebraucht, die Bayernwerk als Netzbetreiber hat das so alles bestätigt und notstrom- und inselfähig ist der Speicher auch.
Überschüsse bei voller Batterie schicken wir i.d.F. mit dem FEMS-Energiemanagment in steuerbare Anlagen - davon gibts ja in der Landwirtschaft ja einige. Der Rest an Überschussproduktion wird einfach nicht abgerufen, da die Laderegler bei voller Batterie die Ladeleistung auf die aktuelle Ausgabeleistung des Wechselrichters herunterregeln.

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Welche Akkus wir letztendlich einsetzen bleibt offen. Der Speicher von BYD ist getestet, für sehr gut befunden und kann problemlos mit unseren Anlagen gekoppelt werden. Hier sehen wir neue Denkansätze :D

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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon Dringi » 01.11.2017, 13:12

VIC-RAPTOR hat geschrieben:Also 60 kWh und bitte nicht kW, das wäre die falsche Bezeichnung.

Moderne Li Akkus sollten schon 5.000 Zyklen (DOD) machen und unsere Anlagen machen im Schnitt 150 Zyklen dank AC-Coupling pro Jahr und nun kann man sich ausrechnen wie lange der Akku hält. Ob der Akku das dann wirklich macht, wissen wir nicht... aber 20 Jahre sollte der schon halten.


Ja, hast natürlich Recht. Sind kW und nicht kWh. :oops:

Wenn Du sagst, dass Eure Anlage 20 Jahre halten wird (mit welchem Verlust bis dahin? 10, 20 oder 30%?): Wie lange Garantie gebt ihr auf Eure Akkus? Und wie ist Euer Garantieversprechen abgesichert (vor dem Hintergrund, dass ich immer noch keine zahlen im Bundesanzeiger von euch finde)?
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon Dringi » 01.11.2017, 13:15

VIC-RAPTOR hat geschrieben:Welche Akkus wir letztendlich einsetzen bleibt offen. Der Speicher von BYD ist getestet, für sehr gut befunden und kann problemlos mit unseren Anlagen gekoppelt werden. Hier sehen wir neue Denkansätze :D


Nun, die spannende FRage bei dem erfahrungsbericht von Franz-Josef Feilmeier wurde ja nicht beantwortet: Was kostet das Ganze im Vgl. zum Netzausbau?

Du schriebst weiter oben: "Warum aussen herum reden, gibt da nix zu verschweigen oder?" Warum dann jetzt das herumgeeiere beim Preis?

Die BYD B-Box finde ich zu ca. 7.000 Euro (waären dann ungefähr die von mir angenommenen 500 Euro/kW, allerdings nur für den Speicher ohne Installation und Steuerung und WRs usw.) und 10 Jahre Garantie. Stellt sich hier die Frage ob die dann wirklich signifikant länger als 10 Jahre durchhalten.
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon Franz-Josef Feilmeier » 01.11.2017, 15:18

Das Speichersystem kostet deutlich weniger als der Netzausbau. Es hat bereits die Laderegler integriert, so dass man sich die Wechselrichter der PV-Anlage spart, sowie den Batteriewechselrichter inkl. Notstromfunktion und integrierter Netztrennstelle. Das Energiemanagement für die Speicher- und Laststeuerung ist auch dabei und die Garantie geht über 12 Jahre.
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon Dringi » 01.11.2017, 15:34

Dann nenne doch mal bitte den Gesamtpreis! Ist das echt so ein Geheimnis?

Bezüglich der Garantie habe ich noch eine Frage: Wer gibt Dir welche Garantie auf welche Teile und wie ist die abgesichert? Weil 12 Jahre Garantie hört sich ja gut an, aber gerade im PV-Sektor mit tausenden insolventen Solarteuren, massenhaft pleite gegangen und abgewickelten Modul- und WR-Herstellern habe ich so meine Bedenken.
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon kalle bond » 01.11.2017, 16:11

next step energy hat geschrieben:Hallo liebe Gruppe, kann mir jemand zu einer off-grid Lösung oder zum Netzanschluss helfen?
Auf einem 4-Seitenhof, der nur einen Anschlusspunkt hat, aber in 3 Flurstücke unterteilt ist, läuft bereits seit 2 Jahren eine 30 kWp PV-Anlage unter dem EEG mit Netzanschluss. Jetzt sollen auf die anderen Gebäude insgesamt ca. 200 kWp PV kommen, um damit Heizung, Heißwasser und später E-Mobilität zu versorgen. Laut Netzbetreiber kostet die Anschluss-Erweiterung für die 200 kWp ca. EUR 45.000. Jetzt steht die nächste Ausbaustufe mit 60 kWp PV an und ich muss mich entscheiden was hier die beste Lösung ist. Weitere Ausbaustufen folgen in den nächsten Jahren. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? off-grid und Einspeisung verlieren oder in den sauren Apfel beißen?
Kann eine on-grid Anlage überhaupt neben off-grid laufen, wenn beide Anlagen für den Eigenverbrauch verwendet werden?
Kann ich diese Anlage evtl. offiziell runterregeln, so dass nur ein kleiner Teil ins Netz darf? Wie kann ich die Netzanschlusskosten erheblich reduzieren. Batterien in der Größe von 60-100kWh sollen auch zum Einsatz kommen, ebenso Langzeitpufferspeicher für Warmwasser. Vielen Dank im Voraus für Euer feedback. Gruß, Andreas


Wäre schon hilfreich für die weitere Diskussion, für diese Größenordnung Tages (24 h) Verbrauchsprofile zu erstellen.
Welchen Unterschied gibt es von Sommer vs Winter? Was sind die größten Verbraucher (kVA)?
Kritisch ist schon mal die Heizung, da sie wohl hauptsächlich in den Wintermonaten benötigt wird und die Einstrahlung hier am geringsten ist.

Bei dieser PV Anlage wurden so ziemlich alle Register gezogen, nur mal als Anschauung.
https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/presseinformationen/2012/1512_PI_ISE_d_Rappeneck%2025.pdf
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Re: off-grid versus Netzanschlusskosten von EUR 45.000?

Beitragvon Franz-Josef Feilmeier » 01.11.2017, 16:29

@ Dringi:
Wir empfehlen unseren Partnern einen Verkaufspreis von 40.000 € zzgl. Transport und Installation. Das ist kein Geheimnis, aber wir bekennen uns zur Zusammenarbeit mit Installateuren und wollen denen nicht die Kalkulation bzw. deren Marge vorschreiben.

Die Garantie auf die Batterie ist 12 Jahre für 70% der Nennkapazität. Produktgarantie ist 5 Jahre, optional verlängerbar auf 10 Jahre. Garantiegeber ist FENECON, zusätzlich gibts den Garantieanspruch ggü. BYD. Diese Konstellation war mir aus den genannten Erfahrungen aus der PV-Branche aus Kundenperspektive wichtig.

Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung muss man ggü. dem Netzausbau auch noch berücksichtigen, dass man dann eben nicht mehr einspeist und keine Einspeisevergütung erhält. Wie viel das ausmacht, lässt sich bei Kenntnis des Verbrauchs und Lastprofils simulieren.
Wenn später auf 200 kWp ausgebaut werden soll, wäre dann wohl der Netzanschluss dennoch notwendig, wobei die Anlage als netzparallele Anlage dann auch auf Überschusseinspeisung umgestellt werden kann.

Schönen Gruß,
Franz
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