Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon brian_mp » 25.01.2016, 12:41

Hallo,

zuerst einmal "Hallo" - ich bin neu im Forum und habe Fragen zur Wirtschaftlichkeit und dem "richtigen" Einsatz einer PV Anlage.

Bevor ich "wild" eine Anlage kaufe habe ich mir mal Gedanken über unseren Verbrauch gemacht. Im letzten Jahr haben wir 1670kwh Strom verbraucht. Ohne Tiefkühltruhe, Wasserbett, Trockner und solcher Dinge - und dem steten Austausch defekter Glühbirnen zu LED ist das absolut im Rahmen (mittlerweile ist fast alles umgestellt). Mit Schwankungen gehe ich max. von einem Verbrauch von 1800kw aus. Weniger wird es nicht werden.

Der Winterverbrauch liegt bei ca. 6-8kwh/Tag und der Sommerverbrauch bei ca. 2,5-5kwh. Über 9kwh geht es eigentlich nie. Da ich aber nicht jeden Tag messe sind Einzeltage >9 theoretisch möglich. Im Schnitt über 1 Woche aber nie. Einzeltage liegen auch schon mal bei 2-3kwh im Sommer (je nach Nutzerverhalten).

Um einen Tagesverlauf zu ermitteln würde ich noch einen Logger benötigen. Bisher vermute ich nur 30-35% des Verbrauchs am Tag den Rest in den Abendstunden (kochen mit E-Herd, Licht usw). Das Schema wird sich ändern wenn meine Frau nach der Elternzeit wieder arbeitet.

Nun wird es Ernst:
Eine Guerilla Anlage kostet mich im Schnitt ca. 500-550€ (200-250Watt) und evtl. ein paar Nebenkosten. Die Anlage würde auf dem Carport installiert - theor. Stecker rein und fertig. Der Carport hat eine eigene Sicherung. Aufgrund meiner Einstellung würde ich aber einen Fachmann die Installation verdrahten lassen und EVU informieren + Zählertausch (Rücklaufsperre). Das macht die Anlage aus meiner Sicht aber nicht rentabel - zumindest nicht unter 10-11 Jahren (eher >13). Das wäre aber das Ziel.

Aufgrund anderer Threads bin ich auch bereit über eine Komplettanlage nachzudenken. Aber wie groß könnte die sein - wenn man meinen Verbrauch berücksichtigt und das "Loch" im Sommer = hohe Überschüsse - und den "Berg" im Winter = kaum Erträge berücksichtigt. Solar-User hat mit seiner freien Anlage ohne Einspeisung mit Batterie gezeigt, dass zumindest von März bis Oktober eine sehr hoher Autarkiegrad möglich ist. Sehr interessant - aber auch sehr teuer. Wie müsste man das dimensionieren wenn man meinen Verbrauch (ca. 1700kwh) berücksichtigt und nicht >4000-5000kwh im Jahr?

Bei so mancher Anlage erschließt sich mir die Wirtschaftlichkeit erst bei Eigenleistung (Kosten niedrig halten) - oder man kennt einen Elektriker privat, der einem dann einen Großteil der Installationen für kleines Geld abnimmt. Beides kann ich aber nicht leisten.

Grüße,
mp
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Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon letsdoit » 25.01.2016, 13:49

Na der Vorteil der Kleinanlagen ist doch, dass du die Zug um Zug erweitern kannst.
Jetzt kannst du doch einfach erweitern, bis du auf dem passenden Nenner kommst.
Welche Module und WRs setzt du denn ein ?
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Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon alterego » 25.01.2016, 14:05

Hallo und Willkommen im Forum.
Verbrauch kann man immer optimieren, aber du bist da schon auf dem richtigen Weg, wobei das mehr wird, wenn das Kind größer wird ;)
Bei 2,5kWh am Tag im Sommer, und kochen am Abend wirst du tagsüber eher um oder unter 50W Dauerverbrauch liegen. Damit (und noch dem einen oder anderen gerät, das manmit Zeitschaltuhr auf den Tag legt) wirst du bei 200-250Wp keine 100kWh im Jahr zeitgleich ersetzen können. Lassen wir das (mit Preissteigerung) 30€ im Jahr oder 600€ in 20 Jahren sein, mehr darfst du also nicht ausgeben und das ist wohlgemerkt schon hoch geschätzt.
Wenn du es sowieso machen lassen mußt, mach eine EEG-Anlage, da bekommst du den Überschuß wenigstens kostendeckend (wnn die Anlage einen vernünftigen Preis hat, aber da wiqrst du hier schon gewarnt, wenn du das Angebot einstellst) vergütet und wenn die Waschmaschine läuft, reicht der PV-Strom tagsüber auch um die voll damit zu betreiben.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon relativ » 25.01.2016, 14:07

Bei so mancher Anlage erschließt sich mir die Wirtschaftlichkeit erst bei Eigenleistung (Kosten niedrig halten) - oder man kennt einen Elektriker privat, der einem dann einen Großteil der Installationen für kleines Geld abnimmt. Beides kann ich aber nicht leisten.

Dann dürfte klar sein das in dem Fall nur Guerilla in Frage kommt?Stecker rein ? Fertig? :mrgreen:

Aufgrund anderer Threads bin ich auch bereit über eine Komplettanlage nachzudenken. Aber wie groß könnte die sein - wenn man meinen Verbrauch berücksichtigt und das "Loch" im Sommer = hohe Überschüsse - und den "Berg" im Winter = kaum Erträge berücksichtigt. Solar-User hat mit seiner freien Anlage ohne Einspeisung mit Batterie gezeigt, dass zumindest von März bis Oktober eine sehr hoher Autarkiegrad möglich ist. Sehr interessant - aber auch sehr teuer. Wie müsste man das dimensionieren wenn man meinen Verbrauch (ca. 1700kwh) berücksichtigt und nicht >4000-5000kwh im Jahr?


Nun 1drittel Verbrauch .1drittel so groß. :mrgreen:
PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah
Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp
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Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon letsdoit » 25.01.2016, 14:13

Es gibt auch Microanlagen Bausätze. Vielleicht kannst du irgendwas davon selbst machen.
Ich schick dir mal die Adresse per PN.
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Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon brian_mp » 25.01.2016, 14:49

Hi,

@relativ
Kann man das so "einfach" rechnen? Dann würde ich mir das mal durchrechnen...

@letsdoit
Danke - ich schaue mir das gerne mal an.

Bisher habe ich noch nichts geplant - daher auch noch keine bestimmten WR oder Module im Blick. Bin für alles Systeme offen.

Wenn ich im Bereich Speyer von geschätzten Erträgen von 950-980kw im Jahr ausgehe und eine Guerilla Anlage mit 175kwh Ertrag (bei 250 Watt) - der Eigenverbrauch dürfte sogar noch (wie Du geschrieben hast) erheblich darunter liegen - dann lohnt sich das fast nie innerhalb einer angemessenen Zeitspanne. Zumal die techn. Änderungen nochmal mit ca. 200€ zu Buche schlagen (Zählerwechsel und Arbeitslohn Elektriker).

Grüße,
mp
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Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon Tatra603 » 25.01.2016, 15:20

Guerillaanlagen haben keine Zählerkosten und auch ein Elektriker wird nicht kommen könne ;)

Gesendet von meinem ST21i mit Tapatalk
7,1kwp am Netz, daheim Bluebatt 465ah/12v 200wp Gebrauchtmodule Schott, 4x 130wp Billigmodule Südost am PIP812 (800w WR/LadereglerPWM), 160wp Süden+100wp am60a Billig Ybay-LR;Lieblingsstromverbrauch: 200wh Fernsehgucken am 11.8.2014: Fürth: Nürnberg 5:1
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Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon Winni » 25.01.2016, 15:45

Ich hätte eine Frage zu dem Thema, kann man eigentlich mit den Modul-Wechselrichtern wie z.B. dem Letrika SMI260
sehen bzw. auslesen wieviel Strom erzeugt wurde? Danke.
Winni
 

Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon brian_mp » 25.01.2016, 16:25

Hi,

wenn man aus der "Guerilla" eine legale Kleinstanlage machen will muss man das Geld aber einrechnen. Der ein oder andere Forumsteilnehmer hat es ja schon geschafft und eine solche Anlage legal angemeldet. Also nicht nur Stecker rein und fertig.

Aber ob man wirklich die Kosten rausbekommt und es nicht nur ein "Hobby" bleibt?
Plus das evtl. schlechte Gewissen bei einer "Guerilla" 10-15 Jahre ohne technischen Defekt zu überstehen....Restrisiko usw.

Leider muss man durch die sinkende Vergütung immer spitzer rechnen und die Altanlagenbesitzer von größeren PV Anlagen lehnen sich mit den hohen Vergütungen bequem zurück (was Sie auch dürfen - ich habe da nichts dagegen!) und schreiben immer: wenn machen - dann gleich richtig investieren... Aber so einfach ist das nicht mehr. Meine Beobachtung hier im Forum ist jedenfalls so. Es gibt hier viele Interessenten (so wie ich), die zuerst mal daran glauben mit überschaubarem Einsatz die Stromrechnung kürzen zu können. Mich stören die 40€ Abschlag im Monat nicht wirklich - aber man kann es ja mal probieren 8)

Die Werbung der Mikro-Anlagen liest sich gut und hier und da glaubte ich fast daran etwas sparen zu können. Ernüchterung macht sich dann breit, wenn man überschlägt was es zusätzlich kostet die Anlage legal zu machen (immer ohne Mithilfe des befreundeten Elektrikers gerechnet...). Mürbe macht einem auch die Gesetzgebung und man schaut etwas wehmütig Richtung Holland, Spanien und anderen. Die können es doch auch. Allerdings haben die auch nicht riesige Lobbyverbände, die solche Entwicklungen schon im Keim ersticken.

Technisch gesehen habe ich den Carport einzeln abgesichert mit einer Sicherung 16A. Die Steckdose liegt "innen" im Geräteschuppen. Hier würde dann nichts anderes angeschlossen. Ein Modul mit 200-250Watt sollte also keine Probleme bereiten. Trotzdem machen einem "Horrorberichte" ein schlechtes Gewissen. Leider sind da viele im Netz unterwegs die sehr unterschiedliche Interessen haben und das in ihre Richtung "pushen". Und damit meine ich die Verkäufer solcher Anlagen, die das gerne mal schönrechnen und andere (evtl. auch Mitarbeiter von Energiekonzernen) die ihre Felle davonschwimmen sehen und den nächsten Fallout gerne auf diese Anlagen schieben würden.

Aber auch mit einer etwas größeren Anlage habe ich meine Probleme.

Beispiel:

2,2kWp = 4200€ (lt. Photovoltaikrechner) und 1580kwh Jahresertrag

durchschn. gesparte Stromkosten 463€ im Jahr (???)
Einspeisevergütung 28€ im Jahr

Mit diesen Zahlen komme ich nicht klar. Bei meinen 1700kwh im Jahr und 25% Eigenverbrauch sind es 425kwh gespart. Der Rest geht dann ins Netz? Wie muss ich das dann rechnen? Insgesamt sind das aber nie 10 Jahre Amortisation. Bei mir ist das in Excel immer länger!

Grüße,
mp
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Re: Neu und Fragen zu PV (Guerilla - ohne EEG) und allgemein

Beitragvon relativ » 25.01.2016, 16:44

@relativ
Kann man das so "einfach" rechnen? Dann würde ich mir das mal durchrechnen...

Ja,eigentlich schon aber bei einer Netzunterstützten Insel wie Solar User hat müsste die
Unterverteilung umgebaut werden.Ist die günsigste legale möglichkeit ohne EEG punkt.
Willst und kannst du das überhaupt.?
Denn wenn nicht ,dann können wirs eh von der Liste der Möglichkeiten streichen und brauchen uns nicht mehr
damit befassen. :juggle:
Ansonsten gilt ja :wo ein Wille da auch ein Weg :?:

Ganz ehrlich :roll: wennst kein Unabhängigkeitsgedanke/hobby+Spass dahinter steht nimmst du einfach einen
Ökotarif bei einem Anbieter deiner Wahl.Wenn man das alles machen lassen muß brauchst du gar nicht erst rechnen. :mrgreen:
Zuletzt geändert von relativ am 25.01.2016, 16:54, insgesamt 3-mal geändert.
PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah
Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
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