Nennscheinleistung Berechnen

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon Roman78 » 02.07.2018, 09:32

Hallo Leute...

ich habe vor mir eine Kleinstanlage mit 540Wp für den Eigenbedarf anzuschaffen. Ohne Vergütung, ohne eeg und ohne Speicher.

Nun habe ich mit dem lokalen Energieversorger gesprochen und diese geben an - da dies jetzt auch recht neu ist - dass man bis 300 Watt ohne Antrag eine Anlage anschließen darf (die Anlage muss nur gemeldet werden) und bei mehr muss man doch einen Antrag stellen muss. Nun habe ich de Antrag hier und hier wird die Nennscheinleistung in kVA verlangt. Dies kann ich aber nicht finden und wüsste auch nicht wie ich diese berechnen sollte.

Die Anlage die ich mir ausgesucht hat ist ein Komplettsystem von... eeeh darf man das hier sagen... Nun ja [WERBUNG] http://greenakku.de/PV-Komplettpakete/s ... ::569.html

Dies ist eine Anlage die man selbst installieren kann, also wenn man etwas Ahnung hat. Nun steht da noch etwas über einen Konformitätsnachweis und der freundliche Mitarbeiter des Stromanbieters sagte, dass der Anschluss durch einen Elektriker erstellt werde muss. Ich habe allerdings auch vor diesen selber zu machen. Wie die sämtliche Anschlüsse hier im Haus.

Ach was mir auch noch einfällt: Das Dach wo die Anlage drauf kommt ist nicht ganz südlich, sonder etwas Süd-Süd-Östlich. Also habe ich morgens bis spät Nachmittag gut sonne. Aber später ist es wieder schlechter. Nun dachte ich mir. Sollte ich eventuell 2 x 270Wp nehmen und ein Element auf das andere Dach Richtung Süd-West montieren. So hätte ich abends noch etwas Strom. Also das wären dann hier in diesem Bild die weißen Vierecke.

Bildschirmfoto-2018-07-02-um-09.45.38.jpg
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon P.Voltologe » 02.07.2018, 09:39

Eine vollständige und erschöpfende Auskunft auf all deine Frage unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Normenlage findest du unter http://www.pvplug.de/ (Die haben auf der Intersolar 2018 einen Preis bekommen).
Grüße
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon RolandD » 02.07.2018, 12:02

0,3 kVA.
Wenn du keinen Antrag stellen musst, muss der Elektriker auch keine Unterschrift für deine Arbeit leisten.

Wobei die Frage, wo gemeldet werden muss. Bundesnetzagentur oder zusätzlich zum EVU.
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon Roman78 » 02.07.2018, 12:19

Danke.

Wie berechnet man so etwas?

Melden muss ich es, soweit mir bekannt, nur beim Energieanbieter.

Schade, dass es hier nicht so wie in den Niederlanden und Belgien ist, wo einfach der Zähler tagsüber rückwärts läuft. Dann hätte ich eine größere Anlage aufs Dach gesetzt.
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon RolandD » 02.07.2018, 12:28

Roman78 hat geschrieben:Danke.

Wie berechnet man so etwas?

Melden muss ich es, soweit mir bekannt, nur beim Energieanbieter.

Schade, dass es hier nicht so wie in den Niederlanden und Belgien ist, wo einfach der Zähler tagsüber rückwärts läuft. Dann hätte ich eine größere Anlage aufs Dach gesetzt.


Schau auf das Datenblatt deiner Module. Die Nennscheinleistung ist die Summe der Nennleistungen der Module deiner Anlage.

Energieanbieter ? Der hat damit nix zu tun. Dein Ansprechpartner ist der Netzbetreiber. Von dem musst du ja nicht den Strom beziehen und deshalb sind Stromlieferant und Netzbetreiber nicht deckungsgleich.

Wenn die Zähler rückwärtslaufen bedeute es, das die *Vergütung* für deinen Strom um die 24 ct liegen würde.
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon PV-Express » 02.07.2018, 12:46

Weiß ja nicht, aber die Nennscheinleistung ist die des WR und nicht der Module. Rechnen muss man da gar nichts. Die steht im Datenblatt des WR.
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon qualiman » 02.07.2018, 12:48

RolandD hat geschrieben:
Roman78 hat geschrieben:Danke.

Wie berechnet man so etwas?

Melden muss ich es, soweit mir bekannt, nur beim Energieanbieter.

Schade, dass es hier nicht so wie in den Niederlanden und Belgien ist, wo einfach der Zähler tagsüber rückwärts läuft. Dann hätte ich eine größere Anlage aufs Dach gesetzt.


Schau auf das Datenblatt deiner Module. Die Nennscheinleistung ist die Summe der Nennleistungen der Module deiner Anlage.

Energieanbieter ? Der hat damit nix zu tun. Dein Ansprechpartner ist der Netzbetreiber. Von dem musst du ja nicht den Strom beziehen und deshalb sind Stromlieferant und Netzbetreiber nicht deckungsgleich.

Wenn die Zähler rückwärtslaufen bedeute es, das die *Vergütung* für deinen Strom um die 24 ct liegen würde.


Vorsicht hier wird Nennleistung mit Nennscheinleistung alles in einen Topf geworfen. Außerdem ist die Betrachtung auf der AC-seitig zu machen. DC hat keine Blind- und somit Scheinleistung.

Lasse uns doch mal diese Antragsblatt zukommen (Scan), damit wir hier die richtige Antwort geben können. Inbesondere auf die Formulierung Geräteleistung oder die auf 300W begrenzte Einspeiseleistung.

Bei solch kleinen Wechselrichtern, wird meist keine Scheinleistung einstellbar sein. Diese hier, ist für das Netz auch vernachlässigbar klein.
Die Scheinleistung berechnet sich = Wurzel von Nennleistung ² + Blindleistung ²
In Deinem Fall stellst Du keine Blindleisung zur Verfügung = 0 VAr.

Ich würde hier den Wert der Nennleistung
a) Scheinleistung auf Geräteleistung bezogen 0,5 kVA
b) Scheinleistung auf die mit 300W reduzierte Einspeiseleistung bezogen 0,3 kVA
eintragen.
Der VNB wird sich dann schon melden, wenn es Netzrelevant ist.


Auch sollte Dein Lieferant hier Auskunft geben können, der ja hier im Forum aktiv ist.
WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon qualiman » 02.07.2018, 14:06

Da sich die Diskussion und die Begrenzung derzeit auf 300W sich auf einen Stromkreis bezieht, würde ich an Deiner Stelle gleich mehr Solarmodule montieren wie angedacht, und diese dann an andere Stromkreise einspeisen.
Über 799,9 W insgesamt würde ich derzeit nicht gegen, da diese Grenze noch in Diskussion und nicht umgesetzt ist.

Referenz:
(VERORDNUNG (EU) 2016/631 DER KOMMISSION vom 14. April 2016 zur Festlegung eines Netzkodex mit Netzanschlussbestimmungen für Stromerzeuger, Artikel 5 Ermittlung der Signifikanz, Abs. 2,

Stromerzeugungsanlagen der folgenden Kategorien gelten als signifikant: a) Netzanschlusspunkt unter 110 kV und Maximalkapazität von mindestens 0,8 kW (Typ A);

https://publications.europa.eu/de/publication-detail/-/publication/1267e3d1-0c3f-11e6-ba9a-01aa75ed71a1/language-de
WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon RolandD » 02.07.2018, 16:49

qualiman hat geschrieben:Ich würde hier den Wert der Nennleistung
a) Scheinleistung auf Geräteleistung bezogen 0,5 kVA
b) Scheinleistung auf die mit 300W reduzierte Einspeiseleistung bezogen 0,3 kVA
eintragen.


Woher soll eine Reduzierte Einspeiseleistung kommen ? Die ARN dürfte nur Anlagen ab 100 MW erfassen und eine Einspeisemanagement fordern.

Darunter legt das EEG die Anforderungen für ein Einspeisemanagement fest und bis 30 KWp die Möglichkeit der Leistungsbegrenzung am Einspeisepunkt.

Wenn ich das EEG ignoriere verliere ich die Vergütung ...
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Re: Nennscheinleistung Berechnen

Beitragvon Roman78 » 02.07.2018, 20:00

Das Formular gibt es hier als PDF: https://www.ene-eifelnetz.de/eigenerzeugungsanlagen

Ich habe die 540Wp ausgesucht, weil dies den durchschnittlichen Stromverbrauch den ich Tags über habe, sehr gut deckt. Einspeisen bzw. Vergütung möchte ich gar nicht haben.

Dieses Deutsche System mit der Einspeisevergütung geht mir ehrlich gesagt auf den Sa... ehh Geist. Das niederländische System - ich habe bis vor 6 Jahre dort gewohnt - gefällt mir besser. Dort nimmt man einfach eine Anlage die in etwa den Jahresbedarf abdeckt. Wen sonne da ist zählt der Zähler rückwärts und in der Dunkelheit anders herum. Dort gibt es dann auch, logischer weise viel mehr Kleinstanlagen. Man hat diesen ganzen Bürokratiewahnsinn nicht. Deswegen - weil dies auch neulich in einer Fernsehdokumentation mal kam - wollte ich eine Kleinstanlage um den Eigenbedarf abzudecken. Wenn dan einmal die Speicher Bezahlbarer und langlebiger werden, würde ich erweitern. Dafür muss ich aber erst mal sehen wie der verbrauch ist wen auch der letzte Durchlauferhitzer ausgemustert ist. Momentan haben wir noch ein Badezimmer mit diesem Gerät.

Hier im Haus sind zwei Wohneinheiten die beide über einen Zähler laufen. In der einen wohnt meine Mutter, (71 Jahre) also recht oft zu hause und schaut oft Fern (100-125w). Und meine Frau ist auch zu hause mit unserem Kleinen (11 Monate), auch hier wird mehr Strom als früher verbraucht. Dabei haben wir noch einen Haufen "dauer geräte". Ich denke da an 2 Kühlschränke, 2 Tiefkühltruhen, die Heizung/Warmwasser mit ST und dann die Standard Sachen wie Modem, Firewall, Switch, NAS, 3 Radiowecker und so weiter und dann noch die Standbygeräte - obwohl wir recht viel echt abschalten, sprich Stecker ziehen oder mit abschaltbaren Steckerleisten.

Beim suchen bin ich dann auf dieses, im 3 Post verlinkten Anbieter gekommen. Wenn der auch hier im Forum ist, ist dies ja handlich.

Ach und mit Stromanbieter meinte ich den Netzbetreiber. Dies ist hier die ENE.

Und wenn ich das richtig gelesen haben - zumindest steht das auf der Seite vom Verkäufer der Anlage - das die neuen Zähler saldierend sind, also wenn ich auf der einen Phase die 500 Watt einspeise und auf einer anderen 500 Watt verbrauche, der Endverbrauch 0 ist. Also müsste ich ja nicht auf jeder Phase 300 Watt einspeisen, so wie @qualiman meinte.
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