Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Stenis » 10.10.2018, 13:45

remag hat geschrieben:Also Steuerhinterziehung wie von einigen Usern hier behauptet ist dieser Vorgang definitiv NICHT

Und warum nicht? Offensichtlich wird ja eine geringere UmsatzSTEUER abgeführt...
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon PV-Express » 10.10.2018, 13:50

Netze-BW schreibt auf ihrer Seite

Zählertausch?

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) weist in seiner Energie-Info „Rechtliche Hinweise zum Verfahren bei Anschluss von „Plug-in“-Solarstromanlagen an das Niederspannungsnetz“ darauf hin, dass Verstöße gegen die Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV), die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) und das Steuerrecht möglich sind, falls lediglich ein nicht rücklaufgesperrter Bezugszähler als Messeinrichtung verwendet wird.


Quelle
https://www.netze-bw.de/einspeiser/pluginPV
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon remag » 10.10.2018, 14:10

Stenis hat geschrieben:Und warum nicht? Offensichtlich wird ja eine geringere UmsatzSTEUER abgeführt...


An dieser "Im-Kreis-drehen" Diskussion habe ich eigentlich keine Lust mitzuwirken.

1. Die Umsatzsteuer musst du (als Verbraucher) bezahlen und nicht abführen.
2. Ist der von dir genannte Vorgang Steuerhinterziehung oder eine Steuerverkürzung ?
3. Zeige mir doch bitte mal deine Berechnungsmethoden für den steuerrechtlichen Schaden und
auch für den volkswirtschaftlichen Schaden auf. (Berücksichtige dabei auch den nicht geltend
gemachten Vorsteuerabzug der PV Anlage)
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon mk_nd_13 » 10.10.2018, 14:14

Broadcasttechniker hat geschrieben:Wenn du beim Tacho nach unten drehen die Verschleißteile und die Antriebseinheit erneuern würdest würde das für mich in Ordnung gehen.
Das passiert aber nicht, also ist es Betrug.
Wenn ich den Stromzähler manipuliere ist das Betrug.
Es wird aber nicht der Energiezähler zurückgedreht sondert der tut das was er soll, nämlich zählen.
Und wenn er rückwärts zählt dann tut er das weil Energie ins Netz fließt.
So von wegen Stromdiebstahl.


OK, in der Sprache der Juristen heißt es "Entziehung elektrischer Energie".

Man kann natürlich argumentieren, dass es sich um keinen Fall handelt der im § 248c StGB beschrieben ist. Ich persönlich würde es nicht darauf ankommen lassen.
Als EVU würde ich behaupten es wird hier mit Absicht eine Handlung begangen um einen anderen rechtswidrig einen finanziellen Schaden zuzufügen. Das würde dann unter Absatz 4 fallen. Strafmaß: Geldstrafe oder bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe. Dazu kommt dann noch ein Zivilprozess mit Schadensersatzforderung und das Finanzamt schaut sich vermutlich die letzten/nächsten Steuererklärungen etwas genauer an.

Natürlich wird die Straftat nur auf Antrag verfolgt, man muss also vom EVU dabei erwischt werden. Der wird aber über kurz oder lang auf Grund des geringeren Verbrauchs wahrscheinlich Verdacht schöpfen. Irgendwann steht der Bezugszähler zum regelmäßigen Tausch an. Spätestens dann kommt jemand vom EVU vorbei. Abhängig davon wie kompetent dieser Mitarbeiter ist und wie gewissenhaft er seinen Job macht ist dann wahrscheinlich der Tag gekommen an dem es mit rückwärts laufendem Zähler vorbei ist.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Broadcasttechniker » 10.10.2018, 14:42

mk_nd_13 hat geschrieben:
Broadcasttechniker hat geschrieben:...OK, in der Sprache der Juristen heißt es "Entziehung elektrischer Energie"....

Achso, wenn ich einspeise entziehe ich also elektrische Energie.
Ja, klar.
...Nee, doch nicht.
Vielleicht anders herum, das Netz entzieht meiner PV elektrische Energie.
Na, soll es doch. Ich werde bestimmt niemanden deswegen verklagen.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon kalle bond » 10.10.2018, 14:57

Broadcasttechniker hat geschrieben:
mk_nd_13 hat geschrieben:
Broadcasttechniker hat geschrieben:...OK, in der Sprache der Juristen heißt es "Entziehung elektrischer Energie"....

Achso, wenn ich einspeise entziehe ich also elektrische Energie.
Ja, klar.
...Nee, doch nicht.
Vielleicht anders herum, das Netz entzieht meiner PV elektrische Energie.
Na, soll es doch. Ich werde bestimmt niemanden deswegen verklagen.


Ja, der Zähler dreht rückwärts, es werden weniger kWh für die Abrechnung angezeigt!
Du verlierst hier etwas die Orientierung, konfuses Geschwurbel.
Außerdem darfst du ohne Genehmigung nicht anschließen, bzw nur durch vom VNB anerkannten Elektriker.
Wo also ist dein Problem?
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Broadcasttechniker » 10.10.2018, 15:06

Wo ist eigentlich der Unterschied ob der Zähler jetzt 1.000kWh weniger anzeigt?
Ich war drei Monate in Urlaub (vielleicht Kaffee Viereck)
Ich habe mit einer Guerillaanlage 1.000kWh eingespeist
Beidesmal zeigt der Zähler etwas weniger an als der Netzbetreiber schätzen würde.
Beidesmal würde der Verkäufer weniger verdienen.
Bei der Einspeisung jedoch wären die 1.000kWh im Netz verfügbar gewesen um sie statt schmutzigen Kohlestrom zu nutzen.

Ich selber habe keine Probleme weil ich eine angemeldet Anlage habe.
Und angemeldet ist die weil ich für die Überschussenergie doch gerne etwas erlösen würde.
Das geht mit einer Guerilla Anlage nicht.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon frankenbub09 » 10.10.2018, 15:20

Broadcasttechniker hat geschrieben:Ich selber habe keine Probleme weil ich eine angemeldet Anlage habe.
Und angemeldet ist die weil ich für die Überschussenergie doch gerne etwas erlösen würde.
Das geht mit einer Guerilla Anlage nicht.


Wir sind ja langsam auf dem richtigen Weg :mrgreen:
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon mk_nd_13 » 10.10.2018, 15:33

Broadcasttechniker hat geschrieben:
mk_nd_13 hat geschrieben:
Broadcasttechniker hat geschrieben:...OK, in der Sprache der Juristen heißt es "Entziehung elektrischer Energie"....

Achso, wenn ich einspeise entziehe ich also elektrische Energie.
Ja, klar.
...Nee, doch nicht.
Vielleicht anders herum, das Netz entzieht meiner PV elektrische Energie.
Na, soll es doch. Ich werde bestimmt niemanden deswegen verklagen.


Es geht schlicht und ergreifend darum, dass nicht mehr nachvollziehbar ist wie viel Energie bezogen und wie viel eingespeist wurde.
Da für Einspeisung und Bezug unterschiedliche Preise gelten gibt es hier verständlicherweise unterschiedliche Interessen hinsichtlich der Abrechnung.
Was würdest du denn sagen, wenn es umgekehrt wäre?
Das ist der finanzielle Gesichtspunkt um den sich die Diskussion hier momentan dreht.

Aus Sicht der Energiewende ist selbstverständlich jede kWh Strom aus erneuerbaren Energie sinnvoller als die aus Braunkohle. Da fragt man sich dann wieso der eine oder andere versucht die Inbetriebnahme möglichst in den Januar zu verlegen.

Vom ökologischen Standpunkt aus gesehen sollten alle dazu verpflichtet werden, dass Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien mit höchster Priorität schnellstmöglich in Betrieb gehen. Jegliche absichtliche Verzögerung/Verschleppung der Inbetriebnahme sollte sanktioniert werden!
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon frankenbub09 » 10.10.2018, 17:40

mk_nd_13 hat geschrieben:Vom ökologischen Standpunkt aus gesehen sollten alle dazu verpflichtet werden, dass Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien mit höchster Priorität schnellstmöglich in Betrieb gehen. Jegliche absichtliche Verzögerung/Verschleppung der Inbetriebnahme sollte sanktioniert werden!


Und die 70%/605/50% Regelungen abgeschafft :mrgreen:
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