Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Tobi » 10.10.2018, 09:51

Schon lustig die Diskussion hier.
Meinetwegen sind bis 600 kWp die Versorger nicht so hinterher. Hinter jedem Balkon-Modul hinterherrennen, wenn der Verbrauch eh 2000 kWh beträgt lohnt sich wohl nicht. Es geht ja immer mehr dazu über so einen kleinen legalen Bagatellbereich einzuführen - natürlich mit Rücklaufsperre.
Hier mit 4,5 kWp ist das Ganze schlichtweg BETRUG.
:ironie: Wozu denn noch Speicher? Es gibt genug Deppen (z.B. RWE), die den Job umsonst übernehmen und dafür auch noch kräftig eins auf den Deckel bekommen. Auf, jedes Unternehmen darf in Deutschland seine Fabrikhalle voll machen - RWE liefert für die Nachtschicht den Strom umsonst. Netze ausbauen braucht auch keiner - sollen andere machen, aber keine Hochspannungsleitung in der Nähe bitte. :ironie:
Oh man!

1-2 Module als "Hobby" - wer es mag, aber bei 4,5 kWp ist definitiv vorsätzlicher Betrug, da du ja hier bekundest, dass du weißt, dass du anmelden müsstest!
Ohne Zähler bekommst du auch keine Einspeisevergütung, also kannst dir auch die Anmeldung sparen, um die EEG-Vergütung zu kassieren!
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon mk_nd_13 » 10.10.2018, 10:26

jodl hat geschrieben:
mk_nd_13 hat geschrieben:Ich habe selbst mal bei einem Bewohner in einem Mehrfamilienhaus mitbekommen was bei Zählermanipulation passiert wenn es das EVU merkt.
Strafanzeige und zivilrechtliche Schritte werden da ruck zuck eingeleitet.
Stichworte: Stromdiebstahl und Manipulation von Messeinrichtungen
Ich bin kein Jurist und kann deshalb nicht die betroffenen Paragraphen aufzählen, aber die kann sich ja jeder selbst mit Hilfe einer Suchmaschine selbst raussuchen.
Ich würde das Risiko nicht eingehen und die Anlage schnellstmöglich anmelden.


ja, das ist wirklich schlimm was man oft so alles mitbekommt.
Nur geht es hier überhaupt nicht um "Zählermanipulationen"
einfach mal ein bisschen nachdenken bevor man postet, z. B. was eine Manipulation ist.


Wenn bei einem Gebrauchtwagen der Kilometerstand nach unten geändert wird um einen höheren Verkaufspreis zu erzielen ist das dann also auch keine Zählermaniupulation?

Der Stromanbieter wird wenn er rechtliche Schritte einleitet vermutlich Stromdiebstahl und Manipulation von Messeinrichtungen als Tatbestand anführen.

@jodl Wie würdest du denn die Sache bezeichnen?

Mir ist trotz intensivem nachdenken spontan kein anderes Wort dafür eingefallen.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Broadcasttechniker » 10.10.2018, 11:23

Wenn du beim Tacho nach unten drehen die Verschleißteile und die Antriebseinheit erneuern würdest würde das für mich in Ordnung gehen.
Das passiert aber nicht, also ist es Betrug.
Wenn ich den Stromzähler manipuliere ist das Betrug.
Es wird aber nicht der Energiezähler zurückgedreht sondert der tut das was er soll, nämlich zählen.
Und wenn er rückwärts zählt dann tut er das weil Energie ins Netz fließt.
So von wegen Stromdiebstahl.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon mrstringer2001 » 10.10.2018, 11:52

Broadcasttechniker hat geschrieben:Wenn du beim Tacho nach unten drehen die Verschleißteile und die Antriebseinheit erneuern würdest würde das für mich in Ordnung gehen.
Das passiert aber nicht, also ist es Betrug.
Wenn ich den Stromzähler manipuliere ist das Betrug.
Es wird aber nicht der Energiezähler zurückgedreht sondert der tut das was er soll, nämlich zählen.
Und wenn er rückwärts zählt dann tut er das weil Energie ins Netz fließt.
So von wegen Stromdiebstahl.


Darum geht es doch gar nicht. Es geht im Wesentlichen darum, dass du die Tatsache verschweigst, dass du Strom einspeist. Ob der Zähler tut was er soll oder nicht ist aber doch völlig unerheblich. Du veränderst damit die Faktenlage zum Nachteil des Vermögens eines anderen nämlich deines EVU.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon PV Ndh » 10.10.2018, 11:54

Mal angenommen 2 Hausbesitzer koppeln sich vom öffentlichen Stromnetz ab. Beide verbinden ihre Stromnetze miteinander und besitzen etwa gleich große PV anlagen. Jetzt fällt beiden auf das ja Nachts gar kein Licht angeschaltet werden kann und einer kauft sich einen Speicher. Der andere nutzt jetzt ohne sich an den kosten zu beteiligen auch ganz einfach den Speicher mit. Der Stromaustausch zwischen den Netzen wird gezählt. Der ohne Speicher leitet tagsüber x kwh in das Netz des anderen. Im Speicher landen davon (x-y) kwh. Nachts werden vom Kollegen ohne Sp. wieder x kwh in sein Netz gezogen. Dafür müssen aber (x+z) kwh aus den Akkus entnommen werden.
Jetzt kommt die Preisfrage Wer wurde hier beschissen und finanziell benachteiligt (betrogen)?
Nach einigen Kommentaren hier zu urteilen hätte der Speicherbesitzer ja überhaupt keinen Grund sich zu beschweren. Der andere hat ja schließlich nur die Menge entnommen, die er auch eingespeist hat. Es wurde nichts entwendet denn 1kwh ist ja 1kwh.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Broadcasttechniker » 10.10.2018, 12:14

Weder der der Erzeuger noch der Verkäufer und auch nicht der Netzbetreiber speichern meinen erzeugten Strom.
Der wird sofort verbraucht und von jemandem anderen bezahlt.
Dafür dass ich Strom zu jeder Tages und Nachtzeit beziehen kann bezahle ich die Grundgebühr.
Egal ob ich 8 Wochen in Urlaub bin und der Zähler steht oder ob ich jeden Tag in die elektrisch beheizte Kellersauna gehe.
Mein eingespeister Strom kommt aber nicht nur meiner Brieftasche sondern auch dem Klima zugute.
Nebenbei entlaste ich das lokale Netz und verringere die Übertragungsverluste.
Mir ist überhaupt nicht klar wie in einem PV Forum dermaßen gegen die Demokratisierung der Stromerzeugung gestänkert wird, so nach dem Motto - da könnte ja jeder kommen- .
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Redirion » 10.10.2018, 12:23

Broadcasttechniker hat geschrieben:Mir ist überhaupt nicht klar wie in einem PV Forum dermaßen gegen die Demokratisierung der Stromerzeugung gestänkert wird, so nach dem Motto - da könnte ja jeder kommen- .


Ich denke so ziemlich hier jeder dürfte für die so schön von dir genannte Demokratisierung der Stromerzeugung sein. Aber die aktuelle Rechtslage unterbindet das nun mal in der Form, wie sie hier stattfindet.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon PV Ndh » 10.10.2018, 12:41

Broadcasttechniker hat geschrieben:Weder der der Erzeuger noch der Verkäufer und auch nicht der Netzbetreiber speichern meinen erzeugten Strom.
Der wird sofort verbraucht und von jemandem anderen bezahlt.
Dafür dass ich Strom zu jeder Tages und Nachtzeit beziehen kann bezahle ich die Grundgebühr.
Egal ob ich 8 Wochen in Urlaub bin und der Zähler steht oder ob ich jeden Tag in die elektrisch beheizte Kellersauna gehe.
Mein eingespeister Strom kommt aber nicht nur meiner Brieftasche sondern auch dem Klima zugute.
Nebenbei entlaste ich das lokale Netz und verringere die Übertragungsverluste.
Mir ist überhaupt nicht klar wie in einem PV Forum dermaßen gegen die Demokratisierung der Stromerzeugung gestänkert wird, so nach dem Motto - da könnte ja jeder kommen- .


Schau dir besser mal deine Stromrechnung genauer an (oder Infoblatt des Versorgers). Da wirst du in der Zusammensetzung des kwh Preises einen Punkt Netzentgelte finden. So viel zum Thema Grundgebühr.
Wie stark entlastest du bitte das lokale Netz? Wenn du an einem trüben Wintertag mal den Herd inklusive Backofen usw. an schaltest. So was soll ja zb. Ende Dezember in Deutschland recht häufig vorkommen.
Wenn du Betrug durch vorsätzliches zurücklaufen lassen des Zählers (der das nicht soll sondern lediglich technisch bedingt tut) als Demokratisierung Bezeichnen willst bitte. Wenn das Mehrheitsfähig wird braucht man sich um den Klimawandel auch keine Gedanken mehr machen.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Broadcasttechniker » 10.10.2018, 13:22

PV Ndh hat geschrieben:
Broadcasttechniker hat geschrieben:...Wie stark entlastest du bitte das lokale Netz? Wenn du an einem trüben Wintertag mal den Herd inklusive Backofen usw. an schaltest....


Wie jetzt?
Wenn ich also an einem trüben Wintertag backe, dann wäre es besser ich würde die PV Anlage vom Netz nehmen?
Oder wie meinst du das?
Die liefert jetzt gerade mal 150 Watt, ich brauche aber im Moment 3000.
Ohne PV 3.000 Watt Nettobezug, gut fürs Netz. Mit PV 2.850 Watt Nettobezug, schlecht fürs Netz.
Ich bin verwirrt.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon remag » 10.10.2018, 13:31

Ihr dreht euch ein bißchen im Kreis bei eurer Diskussion.

Also Steuerhinterziehung wie von einigen Usern hier behauptet ist dieser Vorgang definitiv NICHT
Ob es ein anderer Straftatbestand sein könnte diskutiert ihr ja hier schon, aber ganz einfach:
Wo kein Kläger, da kein Richter.
Für den Threadstarter heißt das: Er muss sich bewusst sein daß es auf jeden Fall "Graubereich" ist,
aber ich an seiner Stelle würde es machen.
Nur weil irgendein Bürokrat sich was ausgedacht muss ich ja den Schwachsinn nicht mitmachen.
Die Bürokratie für so eine kleine Anlage (ja, auch eine 4 kwp Anlage ist klein) ist einfach viel zu viel.

Und hallo ? Wo bleibt der Sinn für die Energiewende ?
Jede per PV Anlage erzeugte kwh ist sinnvoller als eine fossile oder Atom kwh
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