Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon remag » 13.10.2018, 10:39

buergersolar hat geschrieben: Er muss vernichtet werden, negative Regelleistung kostet Geld, zu Lasten derer, die ihren Verbrauch ehrlich erfassen und bezahlen.


Kannst du das in irgendeiner Form belegen oder in Zahlen fassen ?

Negative Regelleistung heißt einfach nur daß ein Kraftwerk die Leistung drosselt, d.h. es spart erstmal Geld für Brennstoff.

wikipedia hat geschrieben:Im umgekehrten Fall spricht man von negativer Regelleistung, die durch Abregelung von Erzeugungsleistung und/oder zusätzlichen Stromverbrauch bereitgestellt werden kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_(Stromnetz)
.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon hc-photon » 13.10.2018, 14:40

Hallo buergersolar

buergersolar hat geschrieben:
hc-photon hat geschrieben:Ich setze hier auf die Intelligenz der Netzbetreiber das in ihren Prognosen mit zu berücksichtigen.

Aber dazu muss die Anlage doch angemeldet sein. Darum geht es mir doch. Wenn die Anlage nicht angemeldet ist, kann sie auch keiner in irgendwelchen Prognosen berücksichtigen. Der Strom ist zusätzlich im Netz. Der Bedarf wird über eingekauften Strom bereits gedeckt. Der wild eingespeiste Strom ist keinem bekannt, also kann ihn auch keiner kaufen und verbrauchen. Er muss vernichtet werden, negative Regelleistung kostet Geld, zu Lasten derer, die ihren Verbrauch ehrlich erfassen und bezahlen.


Der Netzbetreiber wird bei seiner Einsatzplanung für Regeleistung nicht nur die angemeldete Erzeugerleistung berücksichtigen sondern auch den erfahrungsgemäß tatsächlichen Lastfluß. (die Experten auf diesem Gebiet können dazu sicher genauere Auskünfte geben)
Für den Netzbetreiber kann sich die nicht angemeldete Einspeisung auch als höherer Wirkungsgrad der gemeldeten Anlagen oder geringere Netzverluste (die ja bei kleinen Anlagen auch kaum auftrwten dürften) erweisen.
Deshalb sehe ich keine Notwendigkeit sie ausschließlich durch Regelleistung zu vernichten.

Gruß hc
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Boecke » 13.10.2018, 15:16

remag hat geschrieben:
buergersolar hat geschrieben: Er muss vernichtet werden, negative Regelleistung kostet Geld, zu Lasten derer, die ihren Verbrauch ehrlich erfassen und bezahlen.


Kannst du das in irgendeiner Form belegen oder in Zahlen fassen ?

Negative Regelleistung heißt einfach nur daß ein Kraftwerk die Leistung drosselt, d.h. es spart erstmal Geld für Brennstoff.

wikipedia hat geschrieben:Im umgekehrten Fall spricht man von negativer Regelleistung, die durch Abregelung von Erzeugungsleistung und/oder zusätzlichen Stromverbrauch bereitgestellt werden kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Regelleistung_(Stromnetz)
.


Mir gefallen eure ganzen naiven Milchmädchenrechnungen, besser als TV schauen... damit hier nicht immer auf Wikipedia verweisen wird, auch mal aus ner anderen seite:
https://www.next-kraftwerke.de/wissen/regelenergie

Noch nie was von der EPEX oder EEX gehört, noch nie was von der 50,2 Hz Problematik gehört haben... Aber naja, wenn selbst Politiker wie Sigmar Gabriel erzählen das Kohlekraftwerke in den Regelenergiebereich gehören, dann wird das schon stimmen. Einfach "mal eben" etwas weniger verbrennen, passt scho. :juggle:
Tell me moooooooore...
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon remag » 13.10.2018, 16:57

so direkt hilfreich ist dein Beitrag ja auch nicht gerade.
Wie dem auch sei, ist mir das dann auch egal wie die negative Regelleistung bereitgestellt wird.

Mir ging es hauptsächlich darum daß ein User behauptet hat die negative Regelleistung muss "vernichtet" werden.
Was ja definitiv nicht stimmt. Die einfachste negative Regelleistung erfolgt durch Zuschaltung von Verbrauchern.
Daß diese einen Obulus bekommen für Ihre Bereitschaft ist ja legitim.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon buergersolar » 13.10.2018, 17:19

Ja, das ist legitim. Aber dass die Kosten verursacht werden, weil jemand seine PV nicht anmeldet, ist nicht legitim
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon remag » 13.10.2018, 18:41

buergersolar hat geschrieben:Ja, das ist legitim. Aber dass die Kosten verursacht werden, weil jemand seine PV nicht anmeldet, ist nicht legitim


Interessante These.
Die Regelenergie fällt doch so und so an, egal ob die Anlage angemeldet ist oder nicht
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon buergersolar » 14.10.2018, 10:50

Nein, weil die angemeldete Einspeisung am Handel teilnimmt, der Strom einem Verbraucher verkauft und von diesem verbraucht wird.
Die nicht angemeldete Einspeisung vagabundiert im Netz herum, keiner kann sie kaufen und regulär verbrauchen. Da Erzeugung und Verbrauch im Netz gleich groß sein müssen muss die Energie vernichtet = ausgeregelt werden durch Regelleistung.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon klaus24V » 14.10.2018, 11:04

buergersolar hat geschrieben:Die nicht angemeldete Einspeisung vagabundiert im Netz herum, keiner kann sie kaufen und regulär verbrauchen.


selten so ein Unfug gelesen. Das Anmelden einer Anlage verpflichtet doch nicht zum Einspeisen. Es wird der Strom zum großen Teil selbst verbraucht. Wie soll ein Netzbetreiber denn überhaupt den tatsächlich eingespeisten Strom in seiner Prognose berücksichten? Geht gar nicht. Die Anmeldung einer Kleinanlage bringt für den Anlagenbetreiber keine Vorteile, für den Netzbetreiber nur zusätzliche Arbeit.
Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon RolandD » 14.10.2018, 13:37

klaus24V hat geschrieben:Wie soll ein Netzbetreiber denn überhaupt den tatsächlich eingespeisten Strom in seiner Prognose berücksichten? Geht gar nicht.


Über die Wetterbericht ? Sonnenschein = PV-Strom, kein Sonnenschein = kein PV-Strom.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon hc-photon » 14.10.2018, 14:25

Hallo

RolandD hat geschrieben:
klaus24V hat geschrieben:Wie soll ein Netzbetreiber denn überhaupt den tatsächlich eingespeisten Strom in seiner Prognose berücksichten? Geht gar nicht.


Über die Wetterbericht ? Sonnenschein = PV-Strom, kein Sonnenschein = kein PV-Strom.


Ja, Prognosen können die Netzbetreiber anhand der Wetterprognosen recht genau erstellen. Durch Vergleich der Prognosen mit den tatsächlichen Lastflüssen im Netz, bei entsprechenden Wetterlagen, können die Prognosen immer genauer ausfallen. Für diesen Abgleich ist die bis ins kleinste Gemeldete Anlagenleistung nicht entscheitend.

Gruß hc
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