Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Broadcasttechniker » 10.10.2018, 18:05

Genau.
Weg mit dem Clip, und wenn es gar nicht anders geht Clip bei 10KW unabhängig von der Generatorgröße.

Und zur Inbetriebnahme.
Was auf dem Papier steht ist eins, was geschieht eine andere Sache.
Ich würde meine Anlage nicht aus Gewinnstreben spät anmelden. Und wenn doch, dann doch zumindest sofort einspeisen und nicht etwa den Wechselrichter schonen.
Bei knapp 10kW ohne rückwärts drehenden Zähler natürlich, wobei mir eh' nicht klar ist wie ein Elektriker bei einer <10kW Anlage keinen EHZ Platz verbaut.
Mag vom Versorger abhängen.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon zooom » 10.10.2018, 18:17

frankenbub09 hat geschrieben:
mk_nd_13 hat geschrieben:Vom ökologischen Standpunkt aus gesehen sollten alle dazu verpflichtet werden, dass Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien mit höchster Priorität schnellstmöglich in Betrieb gehen. Jegliche absichtliche Verzögerung/Verschleppung der Inbetriebnahme sollte sanktioniert werden!


Und die 70%/605/50% Regelungen abgeschafft :mrgreen:


Jetzt wirds allmählich anarchistisch (und macht so endlich auch Spaß)
Aber liebe Mittraumtänzer: Bitte schaut Euch an, was mit Firmen geschieht, die lügen und betrügen, systematisch vorsätzliche Körperverletzung betreiben aber halt systemrelevant sind, passiert denen was? Gott bewahre! Werden denen die Pfründe gekürzt?
Und da kommst Du daher und fordest die Liberalisierung des Ökostrommarktes, wovon träumt man in Deinen Kreisen bitte in der Nacht? :twisted:
Gruß Thomas

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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon FelzenSolar » 10.10.2018, 19:24

@Carlomania

Wozu brauchen Sie einen Speicher, wenn Sie eine Guerilla Anlage an einem
Ferraris Zähler betreiben?

Dann ist doch das Netz der Speicher. Kostet nichts und hat 100% Wirkungsgrad.

Erst wenn dann irgendwann ein digitaler Zähler kommt, macht es Sinn über
einen Speicher nachzudenken, oder die Anlage nach EEG anzumelden.

Es gibt im übrigen auch keinen technischen Grund, einen Speicher beim VNB zu melden,
obwohl einige VNBs der Meinung sind darüber entscheiden zu können, ob und welcher
Speicher eingesetzt werden darf.

Der Speicher sollte aber nach VDE 4105 zertifiziert sein und auch VDE gerecht angeschlossen sein.

Die Sammelwut der Bundesnetzagentur, die eine Meldung von Speichern vorschreibt, wird im
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon FelzenSolar » 10.10.2018, 19:25

@Carlomania

Wozu brauchen Sie einen Speicher, wenn Sie eine Guerilla Anlage an einem
Ferraris Zähler betreiben?

Dann ist doch das Netz der Speicher. Kostet nichts und hat 100% Wirkungsgrad.

Erst wenn dann irgendwann ein digitaler Zähler kommt, macht es Sinn über
einen Speicher nachzudenken, oder die Anlage nach EEG anzumelden.

Es gibt im übrigen auch keinen technischen Grund, einen Speicher beim VNB zu melden,
obwohl einige VNBs der Meinung sind darüber entscheiden zu können, ob und welcher
Speicher eingesetzt werden darf.

Der Speicher sollte aber nach VDE 4105 zertifiziert sein und auch VDE gerecht angeschlossen sein.

Die Sammelwut der Bundesnetzagentur, die eine Meldung von Speichern vorschreibt, wird im
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon buergersolar » 10.10.2018, 19:31

Eine nicht angemeldete kWh Solarstrom ersetzt überhaupt keinen Braunkohle- oder Atomstrom. Weil wenn keiner was von der kWh Solarstrom weiß, wird sie auch nicht gehandelt und die kWh Braunkohlestrom wird trotzdem gekauft.
Die unangemeldet eingespeiste kWh Solarstrom wird dann mit negativer Regelleistung vernichtet, auf Kosten aller Netznutzer.

Man darf hier nicht vor lauter physischen Energieflüssen den Stromhandel außer Acht lassen. Man sollte schon einigermaßen verstanden haben, wie der funktioniert.
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon eba » 11.10.2018, 07:09

Es gibt bei uns Anbieter von Regelenergie zur Netzfrequenzstabilisierung. Das System Caterva gehörte dazu.
Über einen zusätzlichen Zähler wurde Strom eingespeist wenn die Netzfrequenz zu niedrig war und Strom bezogen, wenn die Netzfrequenz zu hoch war. Dafür wurde man auch noch bezahlt.
Der Trick besteht darin im Sommer mehr zu liefern und im Winter dann mehr beziehen, so dass zum 31.12. die Bilanz der Zähler Null ergibt.
All die bislang hier vorgetragenen Argumente spiegeln sich hier wieder.
Was im Rahmen der Netzfrequenzstabilisierung legal ist, soll außerhalb dessen strafbewehrt sein?
Da bewegt man sich in einer großen Grauzone undefinierten Rechts.
Es ist bislang unbestritten, dass der tagsüber eingespeiste Strom wertvoller ist als der nächtens bezogene Strom.
Es wird dadurch niemand geschädigt, im Gegenteil.


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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon PV Ndh » 11.10.2018, 10:07

eba hat geschrieben:Es gibt bei uns Anbieter von Regelenergie zur Netzfrequenzstabilisierung. Das System Caterva gehörte dazu.
Über einen zusätzlichen Zähler wurde Strom eingespeist wenn die Netzfrequenz zu niedrig war und Strom bezogen, wenn die Netzfrequenz zu hoch war. Dafür wurde man auch noch bezahlt.
Der Trick besteht darin im Sommer mehr zu liefern und im Winter dann mehr beziehen, so dass zum 31.12. die Bilanz der Zähler Null ergibt.
All die bislang hier vorgetragenen Argumente spiegeln sich hier wieder.
Was im Rahmen der Netzfrequenzstabilisierung legal ist, soll außerhalb dessen strafbewehrt sein?
Da bewegt man sich in einer großen Grauzone undefinierten Rechts.
Es ist bislang unbestritten, dass der tagsüber eingespeiste Strom wertvoller ist als der nächtens bezogene Strom.
Es wird dadurch niemand geschädigt, im Gegenteil.


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Du schreibst ja selbst im ersten Abschnitt warum Teile deiner Aussage im zweiten Abschnitt falsch sind.
Tagsüber wird sicher mehr Strom benötigt das ist richtig.
Wenn aber gesagt wird, das Strom, dessen Produktion komplett abhängig von der Witterung ist, wertvoller ist als Strom (Leistung), die gesichert zur Verfügung steht, ist das eine Falschaussage. Denn das würde Bedeuten, das flexibel einsetzbare Kraftwerke mit aktueller Technik und unter Einbeziehung sämtlicher externer Kosten (CO2, Dreck,...), günstiger Strom erzeugen können als PV oder Windkraft Anlagen. Oder noch besser das Strom, der erzeugt, ein und ausgespeichert wird niedrigere Kosten aufweist wie seine bloße Erzeugung verursacht hat. Was wiederum zumindest Wirkungsgrade der Speicher über 100% vorraussetzen würde!
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Tobi » 11.10.2018, 10:16

eba hat geschrieben:Es ist bislang unbestritten, dass der tagsüber eingespeiste Strom wertvoller ist als der nächtens bezogene Strom.
Es wird dadurch niemand geschädigt, im Gegenteil.


Da heutzutage alles an der Börse gehandelt wird, bestimmt die den Wert eines Gutes. Letztendlich genügt ein einfacher Blick auf die Energiepreise, um zu sehen, dass die Aussage falsch ist.
Z.B.
9.10. 13 Uhr: Day-Ahead: 53 EUR
9.10. 19 Uhr: Day-Ahead: 110 EUR

Natürlich wird aufgrund der Nachfrage in der Nacht weniger bezahlt. Aber genau den Preisunterschied kann man in letzter Zeit regelmäßig beobachten.
Grade dann, wenn unsere PV-Anlage viel produzieren, gehen die Preise in den Keller!
Gut, da steckt noch was anderes dahinter, aber die Grundaussage oben ist falsch!
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Tobi » 11.10.2018, 10:23

FelzenSolar hat geschrieben:@Carlomania

Wozu brauchen Sie einen Speicher, wenn Sie eine Guerilla Anlage an einem
Ferraris Zähler betreiben?

Dann ist doch das Netz der Speicher. Kostet nichts und hat 100% Wirkungsgrad.

Erst wenn dann irgendwann ein digitaler Zähler kommt, macht es Sinn über
einen Speicher nachzudenken, oder die Anlage nach EEG anzumelden.

Es gibt im übrigen auch keinen technischen Grund, einen Speicher beim VNB zu melden,
obwohl einige VNBs der Meinung sind darüber entscheiden zu können, ob und welcher
Speicher eingesetzt werden darf.

Der Speicher sollte aber nach VDE 4105 zertifiziert sein und auch VDE gerecht angeschlossen sein.

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Ich hoffe mal, dass bei der Aussage nur das :ironie: vergessen wurde.
Als seriöser Händler macht man nicht solche Aussagen!
Nur durch solche Aktionen werden wir immer mehr zum Überwachungsstaat. Misstrauen erzeugt misstrauen. Oder soll noch eine Behörde aufgemacht werden, die die korrekte Anmeldung der PV-Anlagen überwacht. Okay, mit Satellitenbildern und Daten der Versorger und ein wenig Rechenleistung geht das auch. Überall, wo ein PV-Modul zu sehen ist und der nicht einen Zähler mit Rücklaufsperre hat, kommt die Kontrolle dabei und prüft, ob es sich um eine Insel-Anlage handelt.
Will das jemand? Mit Sicherheit nicht!
Also liebe Händler bleibt auf dem Boden und betreibt Lobbyarbeit für Klein-PV. Vielleicht geht demnächst bundesweit 600 Wp ohne große Anmeldung. Dann wäre das doch ein Sieg. Alles andere ist doch Betrug und unfair denjenigen gegenüber, die das, aus welchen Gründen auch immer, nicht machen können (z.B. Wohnung ohne Balkon etc.).
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Re: Muss die Photovoltaikanlage angemeldet werden

Beitragvon Broadcasttechniker » 11.10.2018, 11:15

Mit der flächendeckenden Einführung des Smartmetering ist sowieso Schluss mit dem Spaß und die Überwachung geht nochmals ein Stück weiter.
Bis dahin wünsche ich den Anbietern von Guerilla Anlagen gute Geschäfte und den Betreibern viel Vergnügen.
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