Mini-PV-Anlage 500Watt

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon Stromling » 16.05.2018, 15:40

Hallo zusammen,

ich lese hier schon einige Zeit still mit, jetzt hat mich jedoch die Neugier gepackt und ich möchte mir eine Mini-PV-Anlage installieren.
Zu meiner Lehrzeit haben wir damals Solarfabrik-Module und Evergreen-Solar-Module verbaut, waren aber ein SHK-Betrieb.

Ich dachte an eine kleine Anlage mit max. 600Watt- unser aktueller Standby-Verbrauch liegt aktuell bei 0,18kWh je Stunde.
Eine für meine Bedürfnisse geeignete Anlage gibt es ja als Komplettpaket bei den einschlägigen Internetanbietern.

Die Montage soll auf ein Gartenhaus mit anschluß an eine Steckdose erfolgen.

Nach Rückfrage beim VNB, meinte dieser, dass diese Anlage wie eine Normale Anlage behandelt wird also mit Anträgen usw.
Ich habe dem Herren mitgeteilt, dass ich nicht einspeisen möchte. Dies sei jedoch egal meinte er. Das ganze muss von einem Elektrofachbetrieb abgenommen werden und der VNB kommt zur Abnahme vorbei :roll: :roll:
Desweitern müssen Zähler gesetzt werden usw.
Ich war der Meinung, dass der Zähler aus dem Jahr 1980 durch einen mit Rücklaufsperre ersetzt wird, vll kostet mich das auch den ein oder anderen Euro aber das sollte es meiner naiven Meinung nach ja dann gewesen sein.

Er meinte ich solle doch bis 2019 warten, da ein Gesetz auf dem Weg ist welches es vll erleichtert solche Anlagen in Betrieb zu nehmen oder zu bauen.

Wie steht ihr dazu? Hat der Gute Herr Recht oder ist das vorgehen des VNB rechtens ?
Die Anlage soll 2019 erstellt werden, da dieses Jahr schon die Heizung erneuert wird.

Vielen Dank fürs lesen und vll den ein oder anderen Tipp.
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon Onkelchen1972 » 16.05.2018, 17:44

Ich habe bis jetzt nur gelesen das ich solche anlagen bei der Bundesnetzargentur anmelden muss.

Wenn ein Elektrofachbetrieb solche anlagen abnehmen muss, dann macht es die Sache unrentable.
Ich lese immer die eu sagt dazu Deutschland soll solche anlagen im gemäßigtem verfahren zulassen.

Ok was ist ein gemäßigtem verfahren :-D

also meine Vorgehensweise war so.
kaufen installieren, läuft :-D
Anmeldung bei der Bundesnetzargentur.

Nicht mehr nicht weniger.

Den Überschuss darf der Netzbetreiber behalten, verkaufen.
Und mein Stromanbieter geht das gar nichts an.

Ich habe aber auch ein Zähler mit Rücklaufsperre, ohne diesen würde ich dein Anbieter zu mindestens in Kenntnis setzen das du ab … so eine Anlage in betrieb nimmst.

Das ist dann mein gemäßigtem verfahren .-D muss aber nicht richtig sein. ;p
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon Stromling » 16.05.2018, 19:31

Vielen Dank für deine Antwort.

So hatte ich mir das eben auch gedacht.

1. Kaufen
2. installieren
3.Anmelden

Der VNB ist blöderweise auch mein Stromversorger.
Da wir den aber eh bald wechseln passt das dann ja besser finde ich.

Vielen Dank nochmals für deine Rückmeldung :danke:
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon machtnix » 16.05.2018, 19:46

Stromling hat geschrieben:Die Montage soll auf ein Gartenhaus mit anschluß an eine Steckdose erfolgen.


das ist aber unpraktisch, jedes mal beim Abstecken/ Anstecken die Anlage wieder Ab und Anzumelden... :roll:
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon Stromling » 16.05.2018, 19:53

@machtnix,

die Steckdose soll natürlich die VDE Konforme Steckdose sein.
Das Gartenhaus hat bereits eine vorhandene Steckdose welche ich durch die VDE Dose ersetze.
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon FelzenSolar » 16.05.2018, 20:12

Das ist genau die typische Vorgehensweise der 950 in Deutschland
zuständigen Verteilnetzbetreiber.

Das Ganze dient dazu, die Anwender von der Installation einer Kleinanlage
abzuhalten, weil sich bei diesen "Anforderungen" das Ganze nicht lohnt.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Anzahl der Guerilla Anlagen
raketenmäßig steigt.

Man darf dabei nicht vergessen, dass alle Verteilnetzbetreiber auch gleichzeitig
regionale Stromanbieter sind. Jede Kleinanlage schmälert den Stromabsatz.

Somit ist die Reaktion dieser meist Stadtwerke durchaus verständlich.
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon Stromling » 16.05.2018, 20:52

Ja so in der Art verlief das Gespräch.
Ich kann das gerne machen aber ich werde jede Menge Bürokratie vor mir haben und ganz billig wird das ja auch nicht...

Das hatte ich mir doch etwas anders vorgestellt, sowie manche hier im forum geschrieben haben, Anrufen bescheid geben und gut is.

Ich werde hier erstmal fleissig weiter mit lesen und dann im Frühjahr 2019 nochmals angreifen, es sind ja nur 500W.
Wenn mach ich es einfach so wie oben beschrieben und gut is ;)
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon FelzenSolar » 16.05.2018, 21:33

Super dann hat der Sachbearbeiter beim VNB ja sein Ziel erreicht.

Was hält Sie vom Betrieb einer Guerilla Anlage ab?

Wir alleine haben mittlerweile über 14000 Guerilla Kunden und täglich
kommen viele hinzu. In Deutschland schätzt man die Zahl mittlerweile
auf über 100000.

Kein einziger Fall ist bislang bekannt, wo ein VNB irgendeine rechtliche
Aktion gegen einen Betreiber unternommen hätte.

Dies wird auch wahrscheinlich in Zukunft nicht passieren.

Aussage aus der Stromwirtschaft: Besser einige Hundertausend Guerilla Anwender
als Millionen legaler Kleinanlagen.
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon U-F-O » 16.05.2018, 23:26

Stromling hat geschrieben:Er meinte ich solle doch bis 2019 warten, da ein Gesetz auf dem Weg ist welches es vll erleichtert solche Anlagen in Betrieb zu nehmen oder zu bauen.


Hehe guter Satz... damit evt. 2019 noch mehr Steine in den Weg gerollt werden können :lol: .
Wer glaubt das es einfacher wird ist einfach nur Naiv.
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Re: Mini-PV-Anlage 500Watt

Beitragvon seppelpeter » 16.05.2018, 23:53

Wer alles fragt, bekommt halt auch Antworten. :wink:
18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5
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