Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon AdrianW » 12.02.2018, 11:34

Hallo zusammen,

Ausgangslage :
aktuelle 10kWp Anlage auf 3 Dachseiten verteilt, ans Netz gegangen Ende 2011.

Ich habe noch ein Garagendach 6x9m komplett frei - und überlege hier die Anlage über eine sog. Plug&Play Anlage noch zu ergänzen, die einfach den Grundbedarf noch abdecken soll.

Folgende Fragen hätte ich dazu :

a) Wie verhindere ich, dass diese Plug&Play Anlage ins öffentliche Netz einspeist bzw. wie verhindere ich deren Berechnung.
Ich habe in der Verteilung ein Smartmeter, dass mir Bezug und Einspeisung getrennt ausweist - dazu einen weiteren reinen Einspeisezähler (der glaube ich die gesamte Erzeugung der PV misst). Solange ich nicht die Plug&Play in den Kabelweg dieses 2. Zählers schalte, sollte es ja eigentlich nicht als Einspeisung gelten sondern einfach den Verbrauch im Hausnetz decken.

b) Macht die PV Anlage überhaupt Sinn auf der Garage ? Es handelt sich um ein Flachdach, das jedoch direkt am Haus dran ist und dadurch teilweise beschattet wird. Ich würde hier auf dem Dach ein paar Module aufständern wollen und eventuell eine Reihe an die Fassage kurz unter dem Dach hängen. Das Dacht ist 6,5m breit, also ca. 6m wären nutzbar in der Breite (also 3-4 Module in etwa je Reihe)
Hier kurz ein Bild zur Position : Bild


Die Abschattung ist natürlich nicht so optimal, deswegen auch erstmal eher nur eine Plug&Play Anlage.

Oder was sagt ihr ? Macht das keinen Sinn ?
Ich möchte einfach den Grundbedarf vom Haus noch etwas besser decken und da wir recht viel IT laufen haben merkt man das schon.
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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon AdrianW » 12.02.2018, 13:47

Zum Thema Einspeisung (kann leider nicht mehr editieren) :

die Anlage auf dem Dach hat theoretisch ca. 10kWp - erreicht diese jedoch niemals, da es ja 3 Dachseiten sind.
Eine kleine Anlage auf dem Garagendach oder/und auf der Gartenhütte dürfte ca. max. 2kWp bringen.

Im Prinzip würden die 2kWp im Sommer die Grundlast decken können, im Winter ist es eher irrelevant.
Ich denke, dass in diesem Zusammenhang ich die kleine Anlage einfach parallel mit zuschalten könnte ohne besondere Regelungen oder ? Im Prinzip würde nur der Eigenverbrauch der alten Anlage geringer werden (der ist derzeitig dank Akkus bei ca. 50-70%).
Oder habe ich hier einen Denkfehler ?
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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon Ralf Hofmann » 12.02.2018, 14:14

Hi,

AdrianW hat geschrieben:Ich habe noch ein Garagendach 6x9m komplett frei - und überlege hier die Anlage über eine sog. Plug&Play Anlage noch zu ergänzen, die einfach den Grundbedarf noch abdecken soll.

da passen von der Fläche her knapp 10 kWp (30x 60-zellige Module mit 99 x 166 cm bei ca. 300 Wattp) drauf.
Was angesichts der Verschattung sinnvoll installiert werden sollte, kann man vielleicht anhand eines Fotos beurteilen, wenn Du eins einstellst.


AdrianW hat geschrieben:a) Wie verhindere ich, dass diese Plug&Play Anlage ins öffentliche Netz einspeist bzw. wie verhindere ich deren Berechnung.

Am Besten gar nicht, weil das völlig sinnfrei ist, insbesondere weil Du ja schon eine PV am Laufen hast.
Wenn`s unbedingt sein muss mittels Fronius Symo und Fronius Smartmeter oder SolarLog und S0-Zähler z.B..


AdrianW hat geschrieben:Ich habe in der Verteilung ein Smartmeter, dass mir Bezug und Einspeisung getrennt ausweist - dazu einen weiteren reinen Einspeisezähler (der glaube ich die gesamte Erzeugung der PV misst).

Dann ist das, was Du Einspeisezähler nennst vermutlich ein Erzeugungszähler, oder?


AdrianW hat geschrieben:Solange ich nicht die Plug&Play in den Kabelweg dieses 2. Zählers schalte, sollte es ja eigentlich nicht als Einspeisung gelten sondern einfach den Verbrauch im Hausnetz decken.

Nein, wenn das Haus nix verbraucht, wird auch die Einspeisung der neuen Anlage vom Smartmeter erfasst, denn der zählt die Einspeisung, nicht der andere Zähler, der wohl nur die Erzeugung der alten Anlage misst.


AdrianW hat geschrieben:die Anlage auf dem Dach hat theoretisch ca. 10kWp - erreicht diese jedoch niemals, da es ja 3 Dachseiten sind.

Wenn 10 kWp installiert sind, dann sind sie auch erreicht.
Was Du meinst ist vermutlich die Leistung in kW, die nie erreicht wird. Das ist was anderes.


AdrianW hat geschrieben:Eine kleine Anlage auf dem Garagendach oder/und auf der Gartenhütte dürfte ca. max. 2kWp bringen.

Mit der Bezeichnung kWp wird die Modulnennleistung bezeichnet.
Was die Anlage dann wirklich an Erzeugungsleistung bringt, steht auf einem anderen Blatt.


AdrianW hat geschrieben:Ich denke, dass in diesem Zusammenhang ich die kleine Anlage einfach parallel mit zuschalten könnte ohne besondere Regelungen oder ?

Die muss installiert werden wie jede andere PV-Anlage auch. Nur wenn Du auf die Einspeisevergütung verzichtest, was nicht empfehlenswert ist, dann kannst Du auf die 70% Begrenzung verzichten.


AdrianW hat geschrieben:Im Prinzip würde nur der Eigenverbrauch der alten Anlage geringer werden (der ist derzeitig dank Akkus bei ca. 50-70%).

Ja, die alte Anlage speist dann mehr ein und der Eigenverbrauch wird primär von der neuen Anlage kommen - wenn Du die neue Anlage in der Zählerkaskade, die dann notwendig ist richtig anschliesst.
MfG
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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon eba » 12.02.2018, 14:15

gut ausgelegt passen auf die Garage auch bis zu 4x9=36 Module und damit um die 10kWp


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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon AdrianW » 12.02.2018, 14:35

Nur macht es (siehe Bild oben) überhaupt Sinn die Garage voll zu belegen ?

Das Bild oben ist einfach nur schnell aus GoogleMaps kopiert - zeigt aber, dass die Garage eigentlich nur aus Osten und Süd/Osten sauber Sonne bekommen wird.
Süden wird schon minimal beschattet, aus Süd/West und West kommt definitiv nichts mehr an.

Die Garage selber ist ca. 3m hoch also gleiche Höhe wie das Erdgeschoss.
Das Haus hat jedoch noch ein OG und darüber ein Walmdach mit 20° Dachneigung. Auf dem Dach sind bereits ~120 Module installiert mit je 90W.
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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon Ralf Hofmann » 12.02.2018, 14:57

Hi,

AdrianW hat geschrieben:Nur macht es (siehe Bild oben) überhaupt Sinn die Garage voll zu belegen ?

kann nur ich das Bild nicht sehen?
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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon AdrianW » 12.02.2018, 14:58

Hier nochmal der Link direkt ohne es eingebunden zu haben : https://abload.de/img/pvqbsfr.png
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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon Ralf Hofmann » 13.02.2018, 08:22

Hi,

AdrianW hat geschrieben:Hier nochmal der Link direkt ohne es eingebunden zu haben : https://abload.de/img/pvqbsfr.png

danke für`s Bild.
Das wird `ne enge Kiste, die Garage ist vermutlich ab Mittag bis auf den Hochsommer immer verschattet, oder?
Da stellt sich die Frage, ob`s bei 20° Dachneigung nicht mehr Sinn macht, das Norddach zu belegen.

Wenn Du de Anlage selbst bauen kannst und an günstige Module und WR kommst, wird sich`s lohnen beides zu belegen, sonst sehe ich da eher eine lange Amortisationsdauer.
MfG
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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon AdrianW » 13.02.2018, 08:34

Hi Ralf,

Verschattung meist so ab 13/14Uhr denke ich. Müsste ich nochmal genau beobachten.
Würde wenn dann günstige/gebrauchte Module dafür nutzen.

Aber generell geht es eben auch darum irgendwie diese Module zu nutzen um den Grundbedarf vormittags zu decken, damit die Hauptanlage mehr einspeisen kann.

Wenn ich jetzt diese kleine Anlage auf der Garage anmelden würde - wie würde dann die Erzeugung denn berechnet werden ? Braucht die einen eigenen Erzeugungszähler ?
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Re: Erweiterung vorhandener Anlage - sinnvoll ?

Beitragvon Ralf Hofmann » 13.02.2018, 09:26

Hi,

AdrianW hat geschrieben:Verschattung meist so ab 13/14Uhr denke ich. Müsste ich nochmal genau beobachten.
Würde wenn dann günstige/gebrauchte Module dafür nutzen.

auch selbst montieren oder wenigstens einen Teil der Arbeiten machen?


AdrianW hat geschrieben:Aber generell geht es eben auch darum irgendwie diese Module zu nutzen um den Grundbedarf vormittags zu decken, damit die Hauptanlage mehr einspeisen kann.

Das wird funktionieren. Wenn Ihr in der Gegend viel Morgennebel habt kann das allerdings den Spaß signifikant reduzieren.


AdrianW hat geschrieben:Wenn ich jetzt diese kleine Anlage auf der Garage anmelden würde - wie würde dann die Erzeugung denn berechnet werden? Braucht die einen eigenen Erzeugungszähler ?

Nee, brauchst Du nicht. Die Erzeugung ist nicht das Problem, eher die Einspeisung.

Wenn Du den vorhandenen Einspeisezähler nutzt, wird eine Mischvergütung ausgerechnet, die Dir aufgrund der hohen Vergütung der alten Anlage und der erheblich besseren Lage der alten Anlage aber massive Nachteile bringt.
Darum brauchst Du für die neue Anlage eigentlich einen eigenen Einspeisezähler.
Allerdings bedeutet das, weil Du bald alle Zähler gegen Smartmeter ausgetauscht bekommst, höhere Kosten für einen weiteren Smartmeter.
MfG
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