Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie vor

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie vor

Beitragvon Elektron » 15.06.2018, 06:49

Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie vor

https://www.pv-magazine.de/2018/06/14/e ... ltaikforum


Auszug aus dem Artikel:
Andreas Habermehl Referatsleiter Innovation und Normung beim ZVEH:
    Es ist normativ nicht zugelassen, mit einem normalen Schuko-Stecker das Gerät in eine vorhandene Steckdose einzustecken und zu betreiben. Die Norm fordert eine spezielle Energiesteckvorrichtung. Das hat auch seine Gründe. Der Betrieb solcher Module über einen Schuko-Stecker birgt erhebliche Gefahren. Wir warnen davor und haben gleichzeitig mitgeholfen zu beschreiben, wie man den Betrieb sicher machen kann.

Gruß Elektron
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon bt.mail » 15.06.2018, 13:08

So ist es. Warum nimmt man nicht einfach die ganz normalen und günstigen CEE-Stecker und läßt das offiziell zu? Ist berührungssicher, verpolungssicher, günstig, robust und sogar für 16 A Dauerlast ausgelegt und zugelassen. Wo ist hier das Problem?
Man könnte sogar einphasig auf die nächstgelegene Drehstrom-Steckdose aufspeisen wenn die ansonsten nur selten benutzt wird. Natürlich immer unter Berücksichtigung der passenden, entsprechenden (d.h. etwas geringeren) Absicherung.
15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon machtnix » 15.06.2018, 16:35

bt.mail hat geschrieben: Warum nimmt man nicht einfach die ganz normalen und günstigen CEE-Stecker und läßt das offiziell zu


CEE Stecker lassen sich jederzeit an und abstecken. Für Einspeisesteckdosen ist eine Verriegelung gefordert so das der Stecker nur mit Hilfe von Werkzeug wieder getrennt werden kann. Damit gilt die Anlage als fest angeschlossen und damit anmeldepflichtig.
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon tks » 15.06.2018, 17:06

Zwei Fragen dazu:

1. Warum ist der Betrieb an normaler Steckdose in DE gefährlich und in unseren Nachbarländern nicht?
2. Was sagt eigentlich das EU-Recht dazu? (kommt ja bekanntlich vor deutschem Recht)
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon alterego » 15.06.2018, 17:35

Zu 2. wie man beim rumreisen in Europa ganz leicht sieht, sind die Stecker/Steckdosen im Haushalt noch nicht von der EU geregelt. Da gibt es Dinge, die viele, vor allem mit Kindern im Haushalt, wohl nicht daheim haben wollten
Zu 1. entweder sind die DAUs in andern ländern nicht so D(umm) wie in D(eutschland) (sowas wie Schuko ist ja noch lang nicht der Normalfall, aber dort sterben auch nicht mehr Menschen an Stromschlägen im Haushalt... ) oder es ist dort auch nicht erlaubt.
Ich tendiere zu letzterem. Daß in einigen Ländern wenige 100W ohne Anmeldung etc. erlaubt sind, bedeutet ja noch lang nicht, daß man die einfach in jede Steckdose stecken darf. Wenn du eine lokale Norm aus mehr oder weniger amtlicher Quelle verlinkst, in der ausdrücklich was anderes steht, nehme ich alles zurück.
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon tks » 15.06.2018, 18:05

alterego hat geschrieben:Wenn du eine lokale Norm aus mehr oder weniger amtlicher Quelle verlinkst, in der ausdrücklich was anderes steht, nehme ich alles zurück.

Keine Ahnung. Die Frage kann ich nur an unsere User aus den Nachbarländern weiterleiten.

Ich bin bisher davon ausgegangen, daß es solche Regelungen in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz gibt. Und dann würde sich zumindest bei den beiden EU-Ländern die Frage stellen, ob ein dort legal zu erwerbendes und zu betreibendes Elektrogerät in DE illegal sein kann nur weil irgend ein Verein das so sieht.
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon ndorphin » 15.06.2018, 18:25

Ich weiss auch nicht was gefährlicher ist, ein DAU der stümperhaft den Stecker an seiner Mini-PV wechselt und evtl noch das Gegenstück in die Steckdose bastelt oder ein Gerät was sich normalerweise abschaltet wenn es den Kontakt zum Netz verliert.

Kriegt man das nicht technisch gelöst das die Mini PV sofort 100% spannungslos ist wenn nicht am Netz?
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon tks » 15.06.2018, 18:29

ndorphin hat geschrieben:Kriegt man das nicht technisch gelöst das die Mini PV sofort 100% spannungslos ist wenn nicht am Netz?
Das ist doch längst gelöst. Hier geht's darum, warum trotzdem noch manche Leute Probleme sehen. :wink:
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon alterego » 15.06.2018, 18:30

Das ist ja nicht wirklich das Problem sondern die mögliche Überlastung des Stromkreises.

Für die Schweiz: https://www.esti.admin.ch/inhalte/pdf/M ... play_d.pdf ist es tatsächlich erlaubt, wenn die entsprechenden Anforderungen erfüllt sind (und nur dann). Das hatte ich wirklich anders im Kopf.
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Re: Ein Konflikt bei Solar-Stecker-Modulen besteht nach wie

Beitragvon cybersoft » 15.06.2018, 18:40

wobei ich da mit bis zu 600 Watt Anlagen aber auch nicht wirklich ein Problem sehe; Klar kann man dann theoretisch auch noch 4200 Watt an einer Schuko Dose in diesem Strang ziehen.

Aber mal ganz ehrlich, welches Gerät und in welcher Situation? Deutschland versucht über den Schutz der Dümmsten wieder etwas zu verhindern ..
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