Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon mbrod » 05.09.2018, 23:09

Mini-PV-Niederbayer hat geschrieben:Und? Gab es weitere Konsequenzen? Wäre Interessant zu wissen, da ich vor ähnlichen Problemen stehe...
Nein, bisher keine Konsequenzen. Und diese befürchte ich auch nicht. In den FAQ-Verweisen oben wird ja auch auf die rechtliche Situation eingegangen. Die Module liefern die Sonnenenergie seit Ende April. :lol:
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon Dipl-Ing » 08.09.2018, 21:39

Hatte vor einigen Tagen ein nettes Gespräch mit meinem Netzbetreiber (netz-bw) wegen plug in PV Anlage.
Anmeldeverfahren ist das Gleiche wie bei jeder anderen Anlage :roll: https://www.netze-bw.de/einspeiser/pluginPV
Es muss in jedem Fall wie vom VDE gefordert ein Zweirichtungszähler installiert werden (find ich mit 101,50 Euro pauschal, noch nicht einmal so teuer) da ja auch nicht saldiert werden darf, man könnte auf einer Phase einspeisen und auf der anderen Strom "verbrauchen". Das geht ja nicht.
Dann hätten die gerne noch einen maßstabsgetreuen Gebäudeplan in dem die geplante Position der PV Module zu sehen ist.
Ein Elektriker ist zu benennen der die Anlage installiert und das Abnahmeprotokoll ausfüllt.
Auf die Frage ob sich für mich eine Ersparnis ergibt wenn ich einen Elektriker eine geeignete Dose installieren lasse, ihm die PV Anlage anschließen lasse und ICH dann den Stecker in die Steckdose einstecke, damit der Elektriker dann auch noch seinen cos phi messen kann, wurde leider nicht näher eingegangen :D

Ich denke ich werde die nächsten Tage mal geforderten Unterlagen zusammen tragen und einreichen.
Vor 12 Jahren wollte mich die HWK (Handwerkskammer) gerne als Elektromeister (bin Dipl.-Ing (FH) ) in ihre teure Rolle aufnehmen, was ich dank der überflüssigen aber immer noch günstigeren IHK vermeiden konnte. :mrgreen:
Da bin ich schon mal gespannt was netz-bw sich dazu einfallen lässt mich als nicht ausreichend qualifiziert abzulehnen 8)
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon alexdatteln86 » 09.09.2018, 05:48

halte uns auf dem laufenden das würde mich auch interessieren was da kommt.
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon mbrod » 09.09.2018, 08:57

Dipl-Ing hat geschrieben:Hatte vor einigen Tagen ein nettes Gespräch mit meinem Netzbetreiber (netz-bw) wegen plug in PV Anlage.
Anmeldeverfahren ist das Gleiche wie bei jeder anderen Anlage :roll: https://www.netze-bw.de/einspeiser/pluginPV
Mit dieser Forderung wurde ich auch konfrontiert, auf die ich aber nicht eingegangen bin, siehe oben. Und mit dieser Forderung werden leider viele Interessenten an einer kleinen PV-Lösung abgeschreckt.
Die DGS verwendet konsequent den Begriff "Steckbares Solargerät", während die Netzbetreiber, VDE etc. den Begriff Anlage verwenden. Der Unterschied: Ein Gerät kann mittels Steckverbindung leicht vom Verbraucher allpolig getrennt werden. Eine Anlage ist fest mit dem Hausnetz verbunden.
Dipl-Ing hat geschrieben:Es muss in jedem Fall wie vom VDE gefordert ein Zweirichtungszähler installiert werden
Wo steht das? Wem gegenüber kann der VDE etwas fordern? Der VDE ist kein Gesetzgeber!
Dipl-Ing hat geschrieben: (find ich mit 101,50 Euro pauschal, noch nicht einmal so teuer)
Ist das der einmalige Installationspreis? Da gibt es preiswertere gewerbliche Messstellenbetreiber. Wird auch noch ein monatlicher Betrag gefordert?
Dipl-Ing hat geschrieben: da ja auch nicht saldiert werden darf, man könnte auf einer Phase einspeisen und auf der anderen Strom "verbrauchen". Das geht ja nicht.
Wieso darf nicht saldiert werden?
Grundsätzlich muss zwischen Normen und Gesetzen unterschieden werden. Eine Norm ist eine freiwillige Vereinbarung.
Zur rechtlichen Einschätzung siehe: http://www.jurop.org/energierecht/rechtliche-aspekte-der-nutzung-von-plugin-mini-pv-anlagen/
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon cybersoft » 09.09.2018, 09:16

Die Zähler in Deutschland saldieren alle über die 3 Phasen.
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon jodl » 09.09.2018, 09:22

Dipl-Ing hat geschrieben:Es muss in jedem Fall wie vom VDE gefordert ein Zweirichtungszähler installiert werden (find ich mit 101,50 Euro pauschal, noch nicht einmal so teuer) da ja auch nicht saldiert werden darf, man könnte auf einer Phase einspeisen und auf der anderen Strom "verbrauchen". Das geht ja nicht.


entweder bringst du da was durcheinander, oder der Mitarbeiter hat dir Quatsch erzählt:
was nicht saldiert werden darf, ist Lieferung und Bezug (z. B. durch Rückwärtslaufen eines Ferrariszählers)
deshalb werden Zweirichtungszähler verbaut, die Lieferung und Bezug getrennt messen.
Die Saldierung über die Phasen (="auf einer Phase einspeisen und auf der anderen Strom verbrauchen") ist ein Funktionsmerkmal der in Deutschland verbauten Zweirichtungszähler. Genau das machen die alle.
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon grani 57 » 09.09.2018, 11:51

jodl hat geschrieben:
Mini-PV-Niederbayer hat geschrieben:
mbrod hat geschrieben:Darauf wurden mir 9 Seiten Anmeldeformulare geschickt, die ich nicht beantwortet habe. Das steckbare Solar-Gerät habe ich dann zum geplanten und angezeigten Datum in Betrieb gesetzt.




wenn du es nicht "hoch offiziell" machen willst, dann musst du mit der Angst vor "weiteren Konsequenzen" leben.
wie auch immer diese denkbar wären.


Ich halte das wie die Katholiken. Die dürfen ja bekanntlich Freitags keine Wurst und Fleisch essen. War mal eine größere Feier an einem Freitag, hat man den Pfarrer um Sondergenehmigung gefragt. Der eine hat gefragt der andere nicht. Beide mal hat der Pfarrer mit gespeist und zum Schluss, vergelt`s Gott gewünscht.
Ich hatte 1976 meinen CB Funk angemeldet. Da wir ja außer der Norm gearbeitet haben, bekam ich eine Hausdurchsuchung und die Kollegen die komplett schwarz gearbeitet haben keine. Der Anfangsverdacht war durch die Anmeldung gegeben sagte mir der RA damals.
Sollte jeder selbst wissen, ob er anmeldet oder nicht.
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon mbrod » 09.09.2018, 15:55

grani 57 hat geschrieben:Ich halte das wie die Katholiken. Die dürfen ja bekanntlich Freitags keine Wurst und Fleisch essen. War mal eine größere Feier an einem Freitag, hat man den Pfarrer um Sondergenehmigung gefragt. Der eine hat gefragt der andere nicht. Beide mal hat der Pfarrer mit gespeist und zum Schluss, vergelt`s Gott gewünscht.
Ich hatte 1976 meinen CB Funk angemeldet. Da wir ja außer der Norm gearbeitet haben, bekam ich eine Hausdurchsuchung und die Kollegen die komplett schwarz gearbeitet haben keine. Der Anfangsverdacht war durch die Anmeldung gegeben sagte mir der RA damals.
Sollte jeder selbst wissen, ob er anmeldet oder nicht.

:mrgreen: Ja, durchaus realistische Vergleiche :mrgreen:
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon Dipl-Ing » 09.09.2018, 19:28

mbrod hat geschrieben:
Dipl-Ing hat geschrieben:Es muss in jedem Fall wie vom VDE gefordert ein Zweirichtungszähler installiert werden
Wo steht das? Wem gegenüber kann der VDE etwas fordern? Der VDE ist kein Gesetzgeber!

Das steht hier unter Punkt 8, wird auf der netz-bw Seite auch verlinkt:
https://www.vde.com/de/fnn/themen/tar/t ... -steckdose
Die VDE ist kein Gesetzgeber, sie ist SCHLIMMER!
Wenn ein Gesetzgeber ein Gesetz verabschiedet kann ich dieses frei zugänglich lesen.
Wenn die VDE eine Norm verabschiedet, darf ich die nur lesen wenn ich sie kaufe und dafür Geld bezahle.

Der Unterschied zwischen Norm und Gesetztestext wenn Du vor dem Richter stehst?
Da gibt es keinen... :shock:

mbrod hat geschrieben:
Dipl-Ing hat geschrieben: (find ich mit 101,50 Euro pauschal, noch nicht einmal so teuer)
Ist das der einmalige Installationspreis? Da gibt es preiswertere gewerbliche Messstellenbetreiber. Wird auch noch ein monatlicher Betrag gefordert?


Einmalig, keine weiteren monatlichen Kosten.
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Re: Anmeldung/Genehmgung bei Stromanbieter

Beitragvon jodl » 09.09.2018, 19:55

was du da über die Verbindlichkeit von VDE Richtlinien schreibst, ist meiner Ansicht nach falsch. Eine VDE Regel oder eine Norm ist kein Gesetz
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