690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon Arnsberger » 13.08.2017, 13:26

Hallo zusammen,
im Zeitalter der Preiserhöhung von Strom möchten auch wir ein wenig sparen.
Wir haben ein EFH gebaut 1994, Dach ist 100% ige Südlage und 45° und wir sind 3 Personen.

Ein Angebot für eine Anlage, bestehend aus 3 Polykristaline Modulen mit je 230 Watt, einem WR Soladin Mastervolt 600 Watt + 2 x 10 Meter Solarkabel mit MC4 Stecker liegt vor.

Praktisch Module rauf auf´s Dach angeschlossen, WR anschrauben, Kabel dran und ab in die Steckdose ...... und dann sparen :)

Ich habe bereits viele Infos gesammelt, unterm Strich bin ich aber so schlau wie vorher. :(


Nun meine wichtigen Fragen:

1. Sind 690 Watt genug? ich möchte vorerst nur den Verbrauch der Standbygeräte (Kühlschrank, Tiefkühltruhe, TV, Wasserpumpen der Heizungsanlage usw.) tagsüber abdecken - im Winter kommt noch der Pelletofen und die Heizungsumwälzpumpe dazu.

2. Unser Zähler hat keine Rüchdrehsperre, wer muss die Kosten für den Austausch bezahlen (wenn es denn sein muss?)

3. Meine Frau hat von jemanden die Info erhalten das solche Anlagen zu Kurzschlüssen im Hausnetz führen können - nun ist Sie der Meinung es wäre zu Gefährlich - stimmt das??

4. die Anmeldung bei der Netzagentur und dem Energieversorger ist problemlos?? Welche Erfahrung habt ihr gemacht?

Auch wenn ich immer wieder lese "mach das Dach voll" bin ich im Moment nur an dieser Grundlast-Idee interessiert.
Natürlich habe ich Platz auf dem Dach, aber alles das ist erst für uns interresant wenn wir Warmwasserunterstützung oder Akkuspeicherung planen ......... und das dauert noch 2 Jahre !! Bis dahin belese ich mich noch bzw. werde hier im Forum Eure Hilfe annehmen!



der Arnsberger
Uwe
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Re: 690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon kalle bond » 13.08.2017, 13:40

Hallo Arnsberger,

willkommen im Forum :D
Leider wird dein Konzept mit nur 3 Modulen nicht funktionieren.
Erst mal solltest du dir klar machen, wie PV überhaupt funktioniert und wann die Module welche Leistung bringen.
Dann kommen noch die Jahreszeiten dazu - im Sommer viele Sonnenstunden und hohe Einstrahlung, im Winter (ist das Arnsberg im Sauerland?) kaum Einstrahlung und wenige Sonnenstunden. Was ich damit sagen will - im Winter kannst du nicht mal einen Teil des Grundbedarfs abdecken und im Sommer könnte die Anlage auch schon zu klein sein.
Deshalb noch mal drüber nachdenken, ob man sich nicht doch eine größere PV Anlage auf's Dach setzt. Gerade bei deinen günstigen Voraussetzungen - Südlage (hoffentlich verschattungsfrei im Land der 1000 Berge :D ).
Anlage entsprechend anmelden, als Eigenstrom Anlage betreiben und ja, es kommt Papierkram auf einen zu.
Zur Belohnung bekommst du über viele Jahre schöne Erträge und kannst deiner Frau das täglich zeigen, wenn DL und S0 Zähler angeschlossen sind. Mit dem Akku kannst du gern noch ein paar Jahre warten, der bringt dir zur Zeit nur Unkosten, gerade im Sauerland/Winter :wink: Glaub es oder nicht, mit der Pille Anlage ärgerst du dich schon nach kurzer Zeit :?
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Re: 690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon Arnsberger » 13.08.2017, 13:55

Hallo kalle bond,
danke für deine schnelle Antwort.
Ja, es ist das Arnsberg im Sauerland und zum Glück ist kein Berg vor meiner Nase ( wir wohnen auf einem :D ) ich habe 100% schattenfreies Dach.

Alle reden von diesen "kleinen Kraftwerken" ...... wieso ist es doch umstritten bzw. nicht rentabel :?:
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Re: 690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon letsdoit » 13.08.2017, 14:03

Umgekehrt hast du natürlich mit so einer kleinen Anlage die höchste Rendite ..... :lol:
Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
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Re: 690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon machtnix » 13.08.2017, 14:10

Arnsberger hat geschrieben:Praktisch Module rauf auf´s Dach angeschlossen, WR anschrauben, Kabel dran und ab in die Steckdose ...... und dann sparen :)


genau so ist es. einfacher geht es nicht. Lass dich nicht verunsichern. :juggle:
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: 690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon Arnsberger » 13.08.2017, 14:13

wow, danke für die Beiträge

aber wie das nun mit der Kurzschlussgefahr ??

und mein Energie-Lieferant wird bestimmt den Zähler tauschen wollen (wegen Gefahr des Rückwärtsdrehens) wer zahlt den einbau :?:
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Re: 690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon Photonenfang » 13.08.2017, 14:15

Arnsberger hat geschrieben:Nun meine wichtigen Fragen:

3. Meine Frau hat von jemanden die Info erhalten das solche Anlagen zu Kurzschlüssen im Hausnetz führen können - nun ist Sie der Meinung es wäre zu Gefährlich - stimmt das??




Moin,

in dieser Pauschalität ist das Unsinn. Richtig ist, daß man einen Blick auf den Leitungsschutz werfen sollte, wenn man in eine Versorgungsleitung (Steckdose) einspeist. Die entsprechenden technischen Richtlinien gehen jedoch auf Nummer Sicher und untersagen eine solche Einspeisung pauschal. Egal wie, die/der Wechselrichter braucht in jedem Fall AR-4105 Konformität, damit bei einem Netzwegfall sofortige Spannungsfreiheit garantiert ist.

Ich versuche das mit Leitungsschutz trotzdem mal auf einfache Weise zu erklären: In der Regel ist im Anschlußkasten eine Leitung mit einem Leitungsschutzschalter abgesichert (i.d.R.: 1,5 mm² mit 10A/13A und 2,5 mm² mit bis zu 16A). Da der gesamte Bezugsstrom hier rüber muss, ist dieser dadurch begrenzt. Alle Verbraucher zusammen können an dieser Leitung nicht mehr als diesen Strom ziehen. Wird nun hinter dieser Sicherung noch eine zusätzliche Einspeisung vorgnommen, addiert sich diese Leistung zu der im AK maximal abgesicherten Leistung, was z.B. im Kurzschlußfall zu einer Überlastung der Leitung führen kann. Wenn man also so etwas (trotz der Richtlinien) macht (dreckige Lösung), dann muss der LS im Anschlußkasten für diese Untereinspeisung herabgesetzt werden (bspw. 16A auf neu 13A), damit in der Summe kein höherer Strom als der für die Leitung zulässige fließen kann.

Sauber gelöst wird das, indem man für die Einspeisung eine eigene Leitung (ohne Verbraucher) mit einer eigenen passenden Absicherung bis zum Anschlußkasten zieht und dort auf die Phase klemmt, die die höhste Belastung hat (Messgerät).

Eigentlich findest Du alle Antworten auf Deine Fragen hier im Forum unter dem Suchstichwort "Guerilla-PV".

Cheers,
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Re: 690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon Photonenfang » 13.08.2017, 14:17

Arnsberger hat geschrieben:und mein Energie-Lieferant wird bestimmt den Zähler tauschen wollen (wegen Gefahr des Rückwärtsdrehens)



Moin,

aus welchem Grund nennt man solche Kleinanlagen wohl "Guerilla-PV"?
Kein bischen Rebell? 8)

Natürlich ist jeder für sein Handeln eigenverantwortlich.

Cheers,
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Re: 690 Watt - reicht um Grundlast abzudecken ??

Beitragvon letsdoit » 13.08.2017, 14:24

Du kannst dir auch eine Anlage mit dem CO3 von AEconversion bauen - dann dreht sich dein Zähler nicht falsch und du hast 100% Eigennutzung. Wenn du dann irgendwann auf den Geschmack kommst kannst du dir ja eine große Anlage kaufen.
Klein würde ich dir vorschlagen 4 Module - 2 WRs - ein CO3. Dann hast 1 kWp Module.
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