"Guerilla-Anlage" mit zeitversetztem Verbrauch

System ohne EEG wie Z.B. Guerilla, aber auch Freilandanlagen ohne EEG Vergütung.

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"Guerilla-Anlage" mit zeitversetztem Verbrauch

Beitragvon Zwoggy » 12.08.2018, 12:26

Der von mir gewählte Titel für diesen Thread ist wahrscheinlich etwas ungenau. Vorab, mir geht es nicht um Wirtschaftlich- oder Sinnhaftigkeit. Das bitte ich vor jeder Antwort in Betracht zu ziehen.

Ich habe eine kleine (300 Wp) Anlage inkl. Batterie und Wechselrichter. Der Einsatzzweck war bei Anschaffung mal anders gedacht. Jetzt allerdings frage ich mich, ob ich den tagsüber erzeugten und gespeicherten Strom am Abend zur Hauptverbrauchszeit ins Hausnetz einspeisen kann. Tagsüber liegt der Verbrauch zu niedrig als das es Sinn machen würde, den erzeugten Strom direkt ins Hausnetz einzuspeisen.

Ich weiss, wie ich den Strom in die Batterie bekomme. Ich weiss allerdings nicht, wie ich den gespeicherten Strom bei Bedarf ins Hausnetz bekomme. Was für technische Voraussetzungen braucht es? Bei einer Guerillaanlage ist der entsprechende Wechselrichter ja schon beim Modul dabei und man muss nur den Schukostecker in eine Steckdose einstecken, richtig? Ich nehme nicht an, dass ich meinen 500 Watt Sinuswechselrichter einfach an eine Steckdose anschliessen kann, oder? Gibt es soetwas wie ein Schuko auf Schuko-Kabel überhaupt?

Außerdem frage ich mich, ob ich meine Terassensteckdose für diesen Anschluss verwenden kann. Es handelt sich um eine Eigentumswohnung. Die Außensteckdose ist an meinen Sicherungskasten angeschlossen. Würde Strom, der über diese Außensteckdose zugeführt wird überhaupt den Wohnungskreislauf erreichen? Oder sind das zwei getrennte Kreisläufe?

Fragen über Fragen. :)

Und zuletzt, als freundliche Erinnerung, es geht mir nur um das technisch Mögliche, nicht darum, ob es sinnvoll ist. ;)
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Re: "Guerilla-Anlage" mit zeitversetztem Verbrauch

Beitragvon iron-age » 12.08.2018, 13:50

Zwoggy hat geschrieben:
Ich weiss, wie ich den Strom in die Batterie bekomme. Ich weiss allerdings nicht, wie ich den gespeicherten Strom bei Bedarf ins Hausnetz bekomme. Was für technische Voraussetzungen braucht es? Bei einer Guerillaanlage ist der entsprechende Wechselrichter ja schon beim Modul dabei und man muss nur den Schukostecker in eine Steckdose einstecken, richtig? Ich nehme nicht an, dass ich meinen 500 Watt Sinuswechselrichter einfach an eine Steckdose anschliessen kann, oder? Gibt es soetwas wie ein Schuko auf Schuko-Kabel überhaupt?

Außerdem frage ich mich, ob ich meine Terassensteckdose für diesen Anschluss verwenden kann. Es handelt sich um eine Eigentumswohnung. Die Außensteckdose ist an meinen Sicherungskasten angeschlossen. Würde Strom, der über diese Außensteckdose zugeführt wird überhaupt den Wohnungskreislauf erreichen? Oder sind das zwei getrennte Kreisläufe?

Fragen über Fragen. :)

Und zuletzt, als freundliche Erinnerung, es geht mir nur um das technisch Mögliche, nicht darum, ob es sinnvoll ist. ;)


Hallo Zwoggy,

der Inselwechselrichter darf nicht mit dem Strom, aus dem Netz verbunden werden. Das würde den Wechselrichter zerstören. Wenn du damit über eine Steckdose, Strom in die Wohnung bekommen willst, muss die Wohnung vom Stromnetz getrennt sein.
Ich hab das bei einer Wohnung, bei der der Mieter, es unterlassen hatte, die Stromrechnung zu begleichen, schon mal gemacht.
Das erforderliche Kabel mit zwei Steckern, gibt es natürlich nicht im Handel, sondern war selbstgebaut.

Die Steckersolarmodule haben einen Wechselrichter, den man auch einzeln kaufen kann. Es soll angeblich auch welche geben die aus einer Batterie einspeisen können.

Ich hab das hier so gelöst: Die Inselanlage ist draußen. Im Wohnzimmer ist eine Zuleitung von außen. Und vom Wohnzimmer geht eine Leitung in die Küche. So kann ich fast alle Geräte anschließen. Ich hab die Steckdosenleisten der Insel, und die normalen Wandsteckdosen, so dass ich alle Geräte einzeln umstecken kann.
Das ist zudem hilfreich bei der Verbrauchssteuerung, weil eine Inselanlage wird über den Verbrauch gesteuert.
Wenn ich die Batterien voll haben will, kann ich ja nicht die Sonne länger scheinen lassen, aber ich kann weniger Verbraucher betreiben.

MfG Georg
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Re: "Guerilla-Anlage" mit zeitversetztem Verbrauch

Beitragvon Zwoggy » 12.08.2018, 14:16

Vielen Dank, Georg. Da habe ich schon mal was gelernt. Meinen Wechselrichter werde ich tunlichst nicht ans Netz anschließen. :)

Vielleicht hätte ich sagen sollen, dass meine Ideallösung eine saubere ist. Eben ohne ein Kabel von Außen nach Innen führen zu müssen. Deshalb hört sich für mich die Nutzung der Außensteckdose so gut an.

Ich werde mal schauen, ob ich so einen Modulwechselrichter finde, der an eine Batterie angeschlossen werden kann. Falls da jemand ein Modell kennt... :)
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Re: "Guerilla-Anlage" mit zeitversetztem Verbrauch

Beitragvon iron-age » 12.08.2018, 14:24

Zwoggy hat geschrieben:Vielleicht hätte ich sagen sollen, dass meine Ideallösung eine saubere ist. Eben ohne ein Kabel von Außen nach Innen führen zu müssen. Deshalb hört sich für mich die Nutzung der Außensteckdose so gut an.

Ich werde mal schauen, ob ich so einen Modulwechselrichter finde, der an eine Batterie angeschlossen werden kann. Falls da jemand ein Modell kennt... :)


Du kannst ja die Leitung der Außensteckdose verwenden, die endet ja irgendwo innen, in einer Verteilerdose oder im Schaltschrank, und da einen Steckdosenstromkreis anschließen.

Der EVT sollte das angeblich können. Da muss sich aber ein Anderer melden. Ich habs nicht probiert, und kann nichts garantieren, ist nur Hörensagen.

MfG Georg
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Re: "Guerilla-Anlage" mit zeitversetztem Verbrauch

Beitragvon induzer » 12.08.2018, 15:31

Moin,

Ja mit einem 24V Batteriesystem kommt ein EVT248 ganz gut klar.
Mit einem Batteriesystem ab 36V geht das auch mit einem Enecsys SMI-360-72.

Alles beide WR lassen sich auch wunderbar über einen DC/DC-Booster an Akkus betreiben.
Den kann man auf 42V Spannung einstellen und moduliert die Einspeisung des angeschlossenen WR mittels der Stromregelung des DC/DC Moduls.

Im Bereich von ca. 40W bis Pmax lässt es sich regeln, das System ist aber leicht logarithmisch. :)

So die Kurzform eines funktionsfähigen Aufbaus...
Dauerversuchs-Teststand:
2x Suntechnics STM 200 FW - 400Wp - 11 Jahre alt, gebraucht
Enecsys SMI-D360W-72, self-repair

1x Suntechnics STM 200 FW - 400Wp - 11 Jahre alt
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Re: "Guerilla-Anlage" mit zeitversetztem Verbrauch

Beitragvon alexdatteln86 » 13.08.2018, 13:28

Ich betreibe eine solche Anlage
10x 41Ah zu 24V verschaltet und daran hängt ein EVT248 der dann um die 190-210W einspeisst.

Auf dem Dach sind 2x 260Wp die dann auf einen Laderegler gehen.

Allerdings kann ich jetzt schon direkt sagen.....eine direkt einspeisende Anlage ist effektiver..
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Re: "Guerilla-Anlage" mit zeitversetztem Verbrauch

Beitragvon effi1 » 16.08.2018, 01:23

Zwoggy hat geschrieben:Der von mir gewählte Titel für diesen Thread ist wahrscheinlich etwas ungenau. Vorab, mir geht es nicht um Wirtschaftlich- oder Sinnhaftigkeit. Das bitte ich vor jeder Antwort in Betracht zu ziehen.

Ich habe eine kleine (300 Wp) Anlage inkl. Batterie und Wechselrichter. Der Einsatzzweck war bei Anschaffung mal anders gedacht. Jetzt allerdings frage ich mich, ob ich den tagsüber erzeugten und gespeicherten Strom am Abend zur Hauptverbrauchszeit ins Hausnetz einspeisen kann. Tagsüber liegt der Verbrauch zu niedrig als das es Sinn machen würde, den erzeugten Strom direkt ins Hausnetz einzuspeisen.

Ich weiss, wie ich den Strom in die Batterie bekomme. Ich weiss allerdings nicht, wie ich den gespeicherten Strom bei Bedarf ins Hausnetz bekomme. Was für technische Voraussetzungen braucht es? Bei einer Guerillaanlage ist der entsprechende Wechselrichter ja schon beim Modul dabei und man muss nur den Schukostecker in eine Steckdose einstecken, richtig? Ich nehme nicht an, dass ich meinen 500 Watt Sinuswechselrichter einfach an eine Steckdose anschliessen kann, oder? Gibt es soetwas wie ein Schuko auf Schuko-Kabel überhaupt?

Außerdem frage ich mich, ob ich meine Terassensteckdose für diesen Anschluss verwenden kann. Es handelt sich um eine Eigentumswohnung. Die Außensteckdose ist an meinen Sicherungskasten angeschlossen. Würde Strom, der über diese Außensteckdose zugeführt wird überhaupt den Wohnungskreislauf erreichen? Oder sind das zwei getrennte Kreisläufe?

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UND am ende deiner Suche wird ein GTIL2 1kW 22-60V mit Limiter stehen :P Alles andere ist LEIDER im moment Zeitverschwendung !
So viel wie nötig, so wenig wie möglich
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