Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

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Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon eggis » 01.09.2018, 09:31

Die Verbraucherzentrale NRW hat 13 PV-Pachtmodelle getestet.
https://www.verbraucherzentrale.nrw/sit ... achten.pdf
Das Ergebnis zeigt, dass unter den von der VZ NRW zugrunde gelegten Annahmen nur drei der betrachteten 13 Angebote wirtschaftlich sind.

Hier im Forum rechnen die User ja ständig vor, dass die Pachtmodelle oft nur mit sehr geschönten Annahmen zu Eigenverbrauchsanteil und übertriebenen Erwartungen zu Preissteigerungen beim Bezugsstrompreis als wirtschaftlich erscheinen.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon Schneemann88 » 01.09.2018, 17:15

Vielen Dank für den Link. Ich denke, das zeigt doch sehr wohl, dass sich seriöse Pachtangebote durchaus für Interessenten eignen. Hier wurden wirklich einmal alle Faktoren mit eingerechnet, sogar die Zinsausfälle bei Barzahlung. Ich nehme das gerne mit auf in meinem Anlagenthread.
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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon alterego » 01.09.2018, 17:44

Einsparung ist Bruttostrompreis minus Nettoeinspeisevergütung, die VZ hätte ich für besser beraten gehalten...
5500kWh Bezug - ist sowas in NRW normal ode rwie kommt man da drauf? 4-Personen-Haushalt rechnet man heute imo mit 3500-4000kWh und welcher Haushalt hat heute schon noch 4 Personen?
Beim Kauf hat man am Ende außerdem eine (hoffentlich funktionierende) Anlage, während man bei der Pacht ??? hat.

Aber trotzdem schön zu sehen, daß nicht alle Stadtwerke (?) nur auf sich schauen. Leider haben sie die überregionalen Angebote nicht berücksichtigt.
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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon Schneemann88 » 01.09.2018, 18:04

Mit Wärme und Mobilität wird man aktuell und zukünftig noch deutlich höher kommen.

Der Bruttowert beim Strompreis war mir auch aufgefallen. Aber man ist doch deutlich weg von mancher Einschätzung hier im Forum, wo vom doppelten bis dreifachen Invest gesprochen wurde und dass nur der Verpächter daran verdient.
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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon PV-Express » 01.09.2018, 18:17

Kurios
Da stehen in 21 Seiten von der VZ aufgedröselt genau das drin, was wir hier ständig vorrechnen.
Sorry Schneemann, aber hast du das Dingens auch richtig gelesen und verstanden? Das meine ich im ernst.

Schneemann88 hat geschrieben:Ich denke, das zeigt doch sehr wohl, dass sich seriöse Pachtangebote durchaus für Interessenten eignen

:shock:

Da steht doch schwarz auf weiß, dass im günstigsten Fall du gerade mal ein paar Euro im Plus bist. Und Plus in dem Fall heißt, du hast 18-20 Jahre fast die gleiche Summe bezahlt, die du @inn zurück bekommst bzw. nicht ausgiebst. Wärend alle anderen bei 1200€ je kWp ihre Anlage kaufen, sind hier Pachtpreise jenseits von 3000€ zu berappen. Was biiteschön ist daran jetzt "interessant"?
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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon Schneemann88 » 01.09.2018, 19:30

Mit 1200 Euro kommst du über 18 Jahre aber nicht hin. Das ignorierst du ja immer so schön. Lies nochmal das Fazit ab Seite 13.
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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon seppelpeter » 01.09.2018, 21:55

aus dem Bericht der Verbraucherzentrale NRW hat geschrieben:Lässt man das schlechteste und das beste der unwirtschaftlichen Angebote außer Acht, erzielen Pächterinnen und Pächter im Schnitt ein negatives Ergebnis von 1.150 Euro.


Eigentlich eine recht klare Zusammenfassung :!:

Das klare Überwiegen der unwirtschaftlichen Angebote erstaunt insofern, als die verpachtenden EVU in ihren Angeboten die wirtschaftliche Attraktivität für Pächterinnen und Pächter betonen.


Mit anderen Worten es wir betrogen und gelogen :!:

Prognose zum Strompreis ... der Abschnitt hat mir sehr gut gefallen:

Zunächst muten einige der erforderlichen jährlichen Steigerungsraten des Stromtarifpreises als gut vorstellbar an.
Das gilt aber nur, wenn man die Entwicklung der Vergangenheit einfach in die VZ NRW – Pachtmodelle für Solaranlagen 11/17 Zukunft fortschreibt. In einer Phase, in der sich die sinkende EEG-Umlage durch Erreichen des Förderendes von PV-Anlagen stärker auswirkt als der steigende Großhandelsstrompreis, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen der Stromtarifpreis.
Die Institute Prognos, EWI und GWS gehen in ihrer Energiereferenzprognose hiervon ab dem Jahr 2025 aus.
Auch kurz- bis mittelfristig ist angesichts der Debatte um eine Neuregelung des Abgaben-und Umlagensystems durchaus mit preissenkenden Effekten zu rechnen.


Damit fällt nebenbei das Hauptargument der Speichervertriebler wie ein Kartenhaus zusammen.

Szenario Kauf in dem Bericht:
Pacht wird dem Kauf zu 1540,- pro KWp und 1,5% Rücklagen pro Jahr gegenüber gestellt.
Etwas dick aufgetragen, wenn man mal im Angebotsbereich quer liest und an den WR Tod glauben ja nichtmal alle.
Von welchen entgangenen Zinsgewinnen bei Barkauf die VZ träumt, möchte ich sehr gerne mal wisse.
Zuletzt geändert von seppelpeter am 01.09.2018, 22:05, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon tks » 01.09.2018, 21:59

alterego hat geschrieben:Beim Kauf hat man am Ende außerdem eine (hoffentlich funktionierende) Anlage, während man bei der Pacht ??? hat.

Wie ist das eigentlich bei den Pachtmodellen geregelt? Ist da der Rückbau nach Ablauf der Pacht inklusive? Wenn ja, dann würde ich das eher als Vorteil sehen.
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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon alterego » 02.09.2018, 08:53

tks hat geschrieben:
alterego hat geschrieben:Beim Kauf hat man am Ende außerdem eine (hoffentlich funktionierende) Anlage, während man bei der Pacht ??? hat.

Wie ist das eigentlich bei den Pachtmodellen geregelt? Ist da der Rückbau nach Ablauf der Pacht inklusive? Wenn ja, dann würde ich das eher als Vorteil sehen.

Ich habe den Text nicht vollständig gelesen, aber nichts dazu gefunden. Üblich ist, daß man die Anlage übernehmen kann oder sie abgebaut wird. Warum man schon nach 18 Jahren abbauen sollte :?:
Aus steuerlichen Gründen sollte man vermeiden, daß es als Mietkauf behandelt wird (frag mich nicht nach den Details).

Zum Verbrauch - wenn man die Wärme dazuzählt, sollte man den Eigenverbruach nochmal überprüfen. Aber ich hatte gestern nicht richtig hingeschaut, der geht ja von der Erzeugung nicht vom Verbrauch. Das wird bei den relativ kleinen Anlagen mit rund 1/3 passen selbst bei "normalem" Verbrauch.
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Re: Verbraucherzentrale NRW: PV-Pachtmodelle getestet

Beitragvon PV-Express » 02.09.2018, 09:10

Schneemann88 hat geschrieben:Mit 1200 Euro kommst du über 18 Jahre aber nicht hin. Das ignorierst du ja immer so schön. Lies nochmal das Fazit ab Seite 13.


Ja, das tue ich, weils nicht ins Gewicht fällt.
Einzige Augabe die noch oben drauf kommt, ist die Versicherung. 50€ p.a. für 10kWp= 5€. Das sind aktuell also 5*20= 100€
Und schwups liegen wir bei 1300€ und nicht bei 3000€ pro kWp.
Wohin die Differenz von 1700€ wohl hingeht?

Nochmals, das ist auch nicht persönlich gemeint, aber wenn im guten Falle die Pachtanlage irgendwo Null auf Null aufgeht, worin liegt dann der Sinn, 20 Jahre lang die ausgegebenen Pachtkosten wieder eingespielt zu haben? Bitte nicht mit sauberem Strom, oder gutes Gefühl kommen. Hier gehts ja von der VZ ums Geld.

Und nochmals, ich verstehe den Sinn nicht 20 Jahre nichts gespart zu haben
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