Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon doppeldecker1678 » 24.05.2018, 21:02

Ja, Ralf, das meine ich, mehr oder weniger.
Ein jeder soll daran verdienen, womit er Mehrwert schafft. Die letzte Meile zum Kunden ist keine saftigen Aufschläge wert, von mir aus eine Handlungspauschale. Aber das ist eine Grundsatzfrage. Da kann man grundsätzlich unterschiedlicher Meinung sein.
Ich finde die Logik allerdings unwiderlegbar.
Im IT Bereich, B2B, läuft das schon weitgehend anständig. Da googelt jeder Einkäufer kurz und setzt den Dienstleister dann entsprechend unter Druck.

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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon JschulzeP » 24.05.2018, 21:14

@PV Berlin
Was ist los in eurem Berlin ???
Wir machen 6 Tage Woche 12 Stunden am Tag . Alle Mitarbeiter + Chef....
Und du denkst der Chef verdient nicht mehr wie ein VW Arbeiter ???
Was verdient der denn ? Hab ich keine Ahnung von....
Muss ne Menge sein .
Für die Kunden sind wir so lange unterwegs,Das alle zufrieden sind . Und es bleibt nicht aus das das bezahlt wird .
Und das passt zur Zeit . Es passt sogar das für die nächste Krise was gebunkert wird. So können die Kunden von einer langjährigen Betreuung profitieren.

Was verdient denn unser Unternehmen mit 6 AK zzgl.Chef ?

Gruß Jochen
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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon Ralf Hofmann » 24.05.2018, 22:26

Hi,

doppeldecker1678 hat geschrieben:Ein jeder soll daran verdienen, womit er Mehrwert schafft. Die letzte Meile zum Kunden ist keine saftigen Aufschläge wert, von mir aus eine Handlungspauschale.

no Way, das wird niemals passieren. Davon mal ab, dass im Handel natürlich auch ein Mehrwert steckt.

Nicht umsonst geben die Hersteller ganz überwiegend keinen Support an Endkunden, sondern verweisen auf den Fachhandel.
Von Lagerlogistok (Verfügbarkeit), Risikoübernahme durch den Handwerker usw. mal ganz abgesehen.


doppeldecker1678 hat geschrieben:Aber das ist eine Grundsatzfrage. Da kann man grundsätzlich unterschiedlicher Meinung sein.

Wohl wahr. :wink:
MfG
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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon i-moove » 24.05.2018, 22:36

6 Tage 12 Stunden, da hat ein Arbeiter bei VW nach 2 Wochen schon 4 Überstunden, den Rest des Monats frei und sein Vorgesetzter den Betriebsrat am Hals ;)

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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon Janne » 25.05.2018, 10:41

@doppeldecker

Kommt doch auf die Branche an und was amark durchgesetzt werden kann.
Bei mir ist es nicht so, daß ich mir mit den Materialaufschlägen eine goldene Nase verdiene, sonder daß diese in meiner Stundenlohnkalkulation mit berücksichtigt werden. Ich könnte auch ohne Aufschläge kalkulieren, aber dann müsste ich halt mehr €/h haben.
Und wenn ich Dir nen Schrank anbiete, würden sowohl Du als auch ich wahnsinnig werden, wenn ich im Angebot Plattenmaterialien, Füllgrund, Farblack, Klarlack,Kanten, Schrauben, Verbinder, Topfbänder, Griffe, Glas, Vorlegeband, Sockelverstellfüße, Versiegelungsmaterialien, Verpackungsmaterial, Frachtkosten und Logistikpauschalen und und und aufführen müsste.
Du willst ja einen Schrank (hypothetisch) oder lieber mit mit mir diskutieren, warum ich den Sockelfuss und nicht nen anderen verwende?

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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon Moneyshitter » 25.05.2018, 11:01

Mein Eindruck:
Ja, manch einer schlägt gut drauf. ich hatte Angebote von 1000 bis 1700€/kwp. Ist doch jedem seine Entscheidung inwieweit er pokert und dann den Auftrag nicht erhält oder doch evtw. mehr hätte verlangen können. Viele holen sich ja nur zwei Angebote ein und nicht wie ich 10. Dann ist der Kunde ja selbst Schuld.
Meine Einschätzung ist daher: Derjenige der 1000 angeboten hat, der hat weniger Aufschlag prozentual. Dadurch bekommt er mehr Aufträge, bessere Preise beim Großhändler, mehr DB Fixkosten etc. Jetzt macht er einfach 10 mal mehr Umsatz und verdient beim Preisgefüge von 66% der anderen dann immer noch mehr als die (Betragsmäßig). Das sehe ich hier auf dem Bau aktuell überall. Es gibt einige Größere, die das Material günstig beschaffen können und dann auch nur das machen. Ein armer Subunternehmer montiert dann einfach. Der eine kann super günstig in Massen Material bestellen und der andere kann einfach sehr schnell sehr effizient montieren. Beide generieren einen Vorteil und das Risiko wird verschoben, da beide sich auch für jemanden anderen entscheiden könnten.

Aber deswegen meine Frage. Was ist das an der Ordinate (Y-Achse)? Umsatz? Gewinn? Gefühl? Wer wurde denn befragt, wer hat darauf denn überhaupt geantwortet?
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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon doppeldecker1678 » 25.05.2018, 11:15

Nach meinem Empfinden wandelt sich die Mentalität der Kunden nur langsam, aber eben stetig, auch bei Handwerksleistubgen.

Der O.g. Schrank ist eher ein schlechtes Beispiel, weil ein Stück Schrank noch ganz gut greifbar ist.

Detaillierung eines Angebotes ist wichtig, um das Angebot zu verhandeln. Klar, man kann auch ausschließlich auf dem Euro/ kWp gucken und diesen verhandeln. Aber um den Anbieter „zu verstehen“ sind die Details schon wichtig meine ich.

Den o.g. Mehrwert beim Material schafft nicht der Solarteur, sondern der Großhändler. Und da kann ja auch ich als Endkunde bestellen. Ob der an die Baustelle oder zum Solarteur liefert ist dem egal, smarter ist sicher die verkürzte Logistik.

Wie auch immer, hat sicher viel mit der Mündigkeit des Kunden zu tun. Mag sein, dass mein Anspruch noch zu weit vorne dran ist. Aber im tertiären Stadium einer Volkswirtschaft ändern sich solche Dinge schonmal...
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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon Alexander_Z » 25.05.2018, 11:56

Ralf Hofmann hat geschrieben:Hi,

doppeldecker1678 hat geschrieben:Was ich nicht verstehe ist, gilt für Elektriker und Klempner etc. in gleichem Maße, weshalb die Meinung herrscht, ein "...monteur/installateur" müsse das Material mit saftigen Aufschlägen zusätzlich zum Stundenlohn durchreichen....???

Warum 20% (bei Kleinteilen gerne mal 100%) Marge aufs Material? Warum? Und kommt mir nicht mit Gewährleistung etc.

Du meinst allen Ernstes, dass ein Unternehmer die eingekaufte Ware für plusminus Null durchreichen soll und hauptsächlich an der Arbeitsleistung verdienen soll?

:shock: :? :) :D :lol: :lol: :lol: Bild Bild Bild


Quatschkäse!

Händler bekommen keinen Rabatt mehr?
dann hat sich ja sehr viel verändert ...
ICH weiß von Rabatten von bis zu 90% (!!!!!!) auf Listenpreise!

Da reicht der normale "Listenpreis" schon....
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon herrohlson » 25.05.2018, 12:22

Die meisten Privatleute wissen inzwischen ganz gut, was eine Handwerkerstunde kostet (uns dass da immer der halbe Sozialstaat dran klebt) und sind auch bereit diese zu bezahlen. Da muss keiner Knausern.
Etwas anderes ist es aber, wenn mir ein zu wechselnder Heizkörper, den ich selbst in absolut identischer Ausführung für 80€ bestellen kann, vom Handwerker für 250€ angeboten wird.
Montiert wird natürlich nur selbst mitgebrachtes Material ;-((
Da fühle ich mich dann schlicht verarscht.

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Re: Solarteuere verdienen sich wieder eine goldene Nase

Beitragvon PV-Berlin » 25.05.2018, 16:29

i-moove hat geschrieben:6 Tage 12 Stunden, da hat ein Arbeiter bei VW nach 2 Wochen schon 4 Überstunden, den Rest des Monats frei und sein Vorgesetzter den Betriebsrat am Hals ;)


Um an den Industriemeister bei VW ranzukommen , der mit seiner 3X h Woche 30 + Tagen Urlaub + XX Tage Weiterbildung + 10 Tage krank, musst du wohl so viel arbeiten lassen und selbst arbeiten.

Wenn du nicht 120 K nach Steuern hast, machst du was falsch!

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Der Großhandel z.B. Obeta hat zwischen 20 und 50% Marge auf die echten Verkaufspreise. Das kann man nachlesen, wenn man Bilanzen und die GuV lesen kann!

Dumm nur, das Handwerker meist Einzelunternehmen sind. Das bedeutet schlicht, das alle Blutegel sich an der Kennzahl Umsatz gütlich tun. Buchhaltung + Steuerberatung schlägt in vielen Fällen schon mal mit 5% zu!

zum Glück haben die Handwerker zu viel zu tun (12 h arbeiten, um so leben zu können, wie jeder Schulleiter ohne echte Verantwortung etc.) sonst würden sie die Brocken hinwerfen.

Ganz blöd auch, wenn die PV Hersteller pleite geht! Dann wird es brutal teuer! Aber sowas kommt halt nie vor!

Mit Prozenten habe ich es nicht so, weil das zu simpel ist! Ich sehe Auftrags-Stück-kosten von Minimum 2.000 € !

Wenn ich dann lesen muss, dass jemand meint, er bekommt echte 10 Angebote, nach Vorort Termin etc. , muss ich ohne zu lächeln fragen: Bist du noch ganz dicht?

10 Angebote mit je 2 h Arbeit a.75,- € = futsch!
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IT Dienstleistungen?
Brandaktuell (die Woche) KPMG meint allen ernstes, dass sie das Projekt steuer wollen, das sie ausschließlich nur mit Werktstudenten (ob wirklich 15,- € die h ? ) bearbeiten wollen. Ohne auch nur einen selbst zu haben, der sich in der Materie auskennt.

Nicht nur, das sie mehr als 100% draufhauen, sie wollen logisch am Ende das Ergebnis abgreifen, um es bei anderen Kunden sauteuer verkaufen zu können.

*das bedeutet schlicht, man steuert das Projekt komplett selbst, mit der eigenen IT

K&P berechnet nach Verknüpfungen. Da spielt man erstmal die Mammut Version auf, die man dann fast zu 95% deaktiviert und schon hat man nicht 180 € die h , sondern locker > 1 K gemacht! Jetzt, wo man alle die Software nicht mehr lizenziert (neue Version) kann das auch kein anderer mehr ohne weiteres sehen und Endkunden kaufen eine Black Box.

K&P hat ca. die 5 bis 10 fache an Verknüpfungen auf der DDC , die andere benötigen. Schon 'merkwürdig' oder?
*die alte Software darf ich ja noch nutzen (gegen Gebühr versteht sich)
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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