Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquelle

News über Photovoltaik und Solarstrom

Moderator: Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen)

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon GAST » 11.04.2018, 15:03

Hallo,
habe mir jetzt aus zeitlichen Gründen nur die etwa erste Hälfte des Themas angesehen.
Doch dabei stellen sich mir tlw. die Nackenhaare in bereiche wo ich sie nicht haben möchte;)

Also, Kohlekessel können eine ganze Menge verbrennen, z.b. flüssige und gasförmige Kohlenwasserstoffe, aber bestimmt keine aus Müll hergestellten oder auf Holzbasis bestehenden Pellets oder sonstige Formen!
Glaubt es mir, nicht umsonst gibt es spezielle Verbrennungslinien für solche Stoffe;)

Das Problem ist das bei kohlenstaubgefeuerten Dampferzeugern der Feuerraum garnicht für so minderwertige Brennstoffe ausgelegt ist und daher garnicht ausreichend thermische Leistung erbracht werden kann, dadurch wird die benötigte Dampfmenge nicht erreicht und der Kessel bzw. der Turbosatz kann entweder garnicht oder nur mit extrem miesem Wirkungsgrad betrieben werden.
Also lassen wir das besser ganz bleiben, vor allem da bei dieser Art der Verbrennung die nachgeschaltete Rauchgasreinigungsanlage ja ebenfalls vorgehalten werden muss, dazu braucht man eine Gipssuspension der man je nach Schwefelanteil im Brennstoff entsprechende Mengen Kalksteinmehl und je nach Stickoxidgehalt entsprechende Mengen Ammoniak zugeben muss.
Dann benötigt die Entstickung noch einen Katalysator, der benötigt entsprechende Temperaturen um arbeiten zu können....

Also vergessen wir da lieber Kohlekraftwerke für ein paar tage im Jahr vorzuhalten....
Für so wenige Betriebsstunden sind Gasturbinen das absolut richtige, die sind in wenigen Minuten am Netz, sind innerhalb weniger Minuten zwischen min und max. zu verfahren und kosten nahezu "nichts" da sie keine große Betriebsmanschaft benötigen und auch in der Zeit wo sie nicht betrieben werden kaum Energie benötigen.
Zudem können Gasturbinen bei entsprechender Bauweise nicht nur mit Gas, sondern auch mit Öl befeuert werden, sie sind Schwarzstartfähig und haben kaum Platzbedarf.
Wenn man noch einen großen Wärmebedarf vor Ort hat kann man diese auch als GuD Kraftwerk ausbauen, bzw einfach nur einen Abhitzewärmetauscher nachschalten (also das was bei der GuD gemacht wird, nur das man dann keine so hohen Temperaturen mit überhitztem Dampf benötigt, für Fernwärme oder Industriewärmenetze....

Wenn man jetzt schon motzt das ja PV nachts und am Wochenende (also wenn die Sonne Wochenende hat und nicht da ist) keinen Strom liefert, den kann ich beruhigen, das machen alle anderen Kraftwerke bei einer technischen Störung auch nicht, auch müssen diese regelmäßig revidiert werden oder sie gehen ungeplant kaputt....dann fehlen halt auf einen Schlag je nach Kraftwerkstyp mal eben 500-1400MW Strom....Bei PV&Wind wird das nicht passieren, das lässt sich dank einiger Jahre erfahrung heute auf einige Tage im vorraus relativ gut kalkulieren mit welchen Erträgen zu rechnen ist.

Also brauchen wir jetzt für die Übergangszeit mehr flexibilität bei der konventionellen Erzeugung und mehr anreize in Zeiten wo es "zuviel" strom gibt diesen zu verbrauchen, dann sind wir schon ein ganzes Stück weiter.

Ansonsten gibt es in Deutschland auch eine gewisse Grundlast an Stromerzeugung die erneuerbar ist, Wasserkraft z.b. oder Biomassekraftwerke die z.b. das sogenannte Strassenbegleitgrün oder Altholz verwerten....
Als nächstes Müllverbrennungsanlagen....oder meint hier jemand das irgendwann in den nächsten Jahren ein umdenken stattfindet und wir unser Land "Müllfrei" bekommen, also zumindest von dem Müll befreien den man nicht anders als thermisch verwerten kann.
Dann kommen noch die ganzen KWK-Kraftwerke dazu, sei es in der Industrie oder bei den diversen Stadtwerken z.b. wo man die Abwärme nicht ungenutzt im Kühlturm oder Fluss entsorgt, sondern als Heizenergie ins Fernwärmenetz einspeist und dadurch andere fossile Brennstoffe einspart....
Also um Grundlast brauchen wir uns wahrlich kaum sorgen zu machen, eher um deren Regelbarkeit.

Ich gehe sogar soweit und fordere das alle Biogasanlagen nur noch Gas machen aber dieses nicht mehr verstromen dürfen.
Das Gas muss dann ins Netz eingespeist werden und kann dann in rz.b. Gasturbinen nach Bedarf verstromt werden.

Dazu halt ein massiver zubau an PV....mit dem anfangs erwähnten "niederländischen Modell" ich meine aber das es ein belgisches Modell war?? Das man je nach Bedarf eine gewisse Kapazität PV installieren darf ohne Vergütung zu erhalten und durch nicht rücklaufgesperrte Stromzähler "vergütet" wird ohne den ganzen Steuerkram usw. könnte man einen enormen zubau ereichen und auch vermeintlich unbrauchbare Dachflächen nutzen.

Wobei man in NL zumindest ich meine 690Wp PV ohne Installtion und Zähler einfach über die nächste Steckdose ans Netz bringen kann, ähnlich in der Schweiz, nur das man dort einen Stecker mit FI dazwischen schalten muss...aber sowas kostet keine 40€ extra.

grüße
Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden! H.Schmidt ex Kanzler
Stopt TTIP, Rettet die Demokratie
Daheim
www.youtube.com/watch?v=Zx5PYCGYw5A
Benutzeravatar
GAST
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 5889
Registriert: 05.09.2005, 16:43
Wohnort: Niederrhein
PV-Anlage [kWp]: 8,44
Info: Betreiber

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon Energiesparer51 » 11.04.2018, 15:51

PV-Berlin hat geschrieben:....PV Strom ist immer gleich viel wert! .....

Wie begründest du diese kühne These? Für den Verbraucher ist Strom=Strom und somit ist Strom jeweder Erzeugungsart zum selben Zeitpunkt gleichviel wert. Ansonsten bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Auch wenn es beim Strom keinen freien Markt gibt, ist dies dennoch tendenziell gegeben.
Energiesparer51
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1805
Registriert: 04.06.2013, 11:29
PV-Anlage [kWp]: 7,38
Info: Betreiber

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon wschmeiser » 11.04.2018, 16:05

Warum sollte es beim Strom keinen freien Markt geben?

Ist nicht genau das Gegenteil der Fall? Jeder kann schließlich an der Strombörse jederzeit Strom kaufen/verkaufen und dementsprechend abnehmen/produzieren?

Und "Wert" ist eh der falsche Begriffe, denn es geht ausschließlich darum, welchen Preis Strom erzielen kann.

Und Strom aus PV und Wind können, wenn sie einmal 100% der Nachfrage abdecken, nur noch einen Preis von knapp über Null erzielen!
Zuletzt geändert von wschmeiser am 11.04.2018, 16:07, insgesamt 1-mal geändert.
wschmeiser
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3257
Registriert: 12.04.2011, 21:53
Wohnort: 82418 Murnau
PV-Anlage [kWp]: 18,72
Info: Betreiber

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon Ralf Hofmann » 11.04.2018, 16:06

Hi,

GAST hat geschrieben:Also, Kohlekessel können eine ganze Menge verbrennen, z.b. flüssige und gasförmige Kohlenwasserstoffe, aber bestimmt keine aus Müll hergestellten oder auf Holzbasis bestehenden Pellets oder sonstige Formen!
Glaubt es mir, nicht umsonst gibt es spezielle Verbrennungslinien für solche Stoffe;)

ahso.
Dann sind die Berichte von den auf Biomasse umgerüsteten Kohlekraftwerken, die so schon jahrelang laufen wohl alles Fake-News . . .

Heizkraftwerk Moabit: https://de.wikipedia.org/wiki/Heizkraftwerk_Moabit

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rohstoffe/biomassepellets-erobern-kohlekraftwerke/
http://kraftwerkforschung.info/biomasse-in-kohlekraftwerken-kann-co2-emissionen-senken/
https://corporate.vattenfall.de/energie-im-fokus/energieproduktion/biomasse/biomasseanlage-so-funktionierts/
https://www.energie-lexikon.info/mitverbrennung.html
http://www.sueddeutsche.de/wissen/erneuerbare-energie-kohlekraftwerke-gieren-nach-holz-1.3226780


GAST hat geschrieben:Das Problem ist das bei kohlenstaubgefeuerten Dampferzeugern der Feuerraum garnicht für so minderwertige Brennstoffe ausgelegt ist und daher garnicht ausreichend thermische Leistung erbracht werden kann . . .
. . . die nachgeschaltete Rauchgasreinigungsanlage ja ebenfalls vorgehalten werden muss, dazu braucht man eine Gipssuspension der man je nach Schwefelanteil im Brennstoff entsprechende Mengen Kalksteinmehl und je nach Stickoxidgehalt entsprechende Mengen Ammoniak zugeben muss.
Dann benötigt die Entstickung noch einen Katalysator, der benötigt entsprechende Temperaturen um arbeiten zu können....

Komisch, offenbar alles Probleme, die schon längst und ohne unmöglich großen Aufwand gelöst worden sind.


GAST hat geschrieben:Ansonsten gibt es in Deutschland auch eine gewisse Grundlast an Stromerzeugung die erneuerbar ist, Wasserkraft z.b. oder Biomassekraftwerke die z.b. das sogenannte Strassenbegleitgrün oder Altholz verwerten....

Warum soll ein Biomassekraftwerk, das Strassenbegleitgrün oder Altholz verwertet eine erzeugende Grundlast sein, also dumm durchlaufen? Dazu gibt`s keinerlei Notwendigkeit.

Jedes vorhandene Wasserkraftwerk muss ebenfalls nicht dumm durchlaufen, sondern kann mindestens mit dazu eingesetzt werden, die 15-Minutensprünge durch den Stromhandel durch entsprechende Leistungsanpassung wegzubügeln, also nahezu permanent Regelleistung bereitzustellen.


GAST hat geschrieben:Als nächstes Müllverbrennungsanlagen....oder meint hier jemand das irgendwann in den nächsten Jahren ein umdenken stattfindet und wir unser Land "Müllfrei" bekommen, also zumindest von dem Müll befreien den man nicht anders als thermisch verwerten kann.

Auch die müssen nicht dumm durchlaufen.


GAST hat geschrieben:Dann kommen noch die ganzen KWK-Kraftwerke dazu, sei es in der Industrie oder bei den diversen Stadtwerken z.b. wo man die Abwärme nicht ungenutzt im Kühlturm oder Fluss entsorgt, sondern als Heizenergie ins Fernwärmenetz einspeist und dadurch andere fossile Brennstoffe einspart....

Die müssen schon 3x nicht dumm durchlaufen. Sobald im Netz Strom gebraucht wird, laufen die und stellen Wärme bereit.
Sobald im Netz zuviel Strom ist, stillen die ihre Wärmeanforderung mit Tauchsiedern anstatt durch Verbrennung und stellen so negative Regelleistung bereit.


GAST hat geschrieben:Ich gehe sogar soweit und fordere das alle Biogasanlagen nur noch Gas machen aber dieses nicht mehr verstromen dürfen.
Das Gas muss dann ins Netz eingespeist werden und kann dann in rz.b. Gasturbinen nach Bedarf verstromt werden.

Das ist `ne sehr gute Idee, um Importgas zu ersetzen.
Die sowieso vorhandenen BHKW-Motoren der Biogasanlagen können dann nach Bedarf immer noch Standby sein um positive Regelleistung anbieten zu können.
MfG
Ralf Hofmann
___________

EEG-Anlagen: 30 kWp (12/2011) + 9,2 kWp (4/2013) + 8 kWp (10/2015) + 4,3 kWp (10/2017)
Degertraker und 5 kWh NiCd-Insel
Meine Anlagen: http://www.photovoltaikforum.com/viewto ... 72378.html
Benutzeravatar
Ralf Hofmann
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 12232
Registriert: 27.10.2011, 16:02
Wohnort: 35745 Herborn in Hessen
PV-Anlage [kWp]: 51,5
Info: Betreiber

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon GAST » 11.04.2018, 18:08

Ralf,
MVA laufen zu einem großen Teil Wärmegeführt da sie KWK betreiben müssen.

Es mag einzelne Kraftwerke geben wo man die Feuerung von Kohle auf Biomasse oder ersatzbrennstoffe umgestellt werden konnte.
Allerdings kenne ich auch Anlagen wo das nicht wie gewünscht geklappt hat da die Verfahren nicht zusammen gepasst haben.
Abgesehen davon, die Umstellung der Anlage von 13.BimSch auf 17.BimSch wird sehr spannend und teuer, denn eine MVA muss noch ganz andere Stoffe als NOx und S aus den Rauchgasen entfernen. Zudem werden wesentlich strengere Anforderungen an die Einhaltung der Parameter gefordert, gerade was die rauchgastemperaturen angeht, Stichwort „Seveso“ also die Vermeidung von dioxinen und Furanen wird dadurch gewährleistet.

Allerdings ist es nicht so ganz einfach von zb einer nassen Wäsche zuerst eine Saure Wäsche dann weitere Schritte in die vorhandene Anlage zu integrieren. Dazu kenne ich aus MVA eigtl nur sprühtrocknungsverfahren und keine Gipsgewinnung im Sprühturm und anschließende Nutzung in der Baustoffindustrie. Statt dessen wird dort wohl fast alles deponiert.

Also überlassen wir die Müllbehandlung lieber speziell dafür entwickelten Anlagen und nutzen die Kohlenstaubgefeuerten dampferzeuger lieber mit Gas oder Kohle plus Zusatzbrennstoffen die auch thermisch verwertet werden müssen.

Ist zumindest meine Erfahrung in dem Bereich.

Gruß
Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden! H.Schmidt ex Kanzler
Stopt TTIP, Rettet die Demokratie
Daheim
www.youtube.com/watch?v=Zx5PYCGYw5A
Benutzeravatar
GAST
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 5889
Registriert: 05.09.2005, 16:43
Wohnort: Niederrhein
PV-Anlage [kWp]: 8,44
Info: Betreiber

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon SmartPanel » 12.04.2018, 20:04

BR24: Sonne verdrängt Wind in Strom-Ausschreibung
Bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur haben sich Photovoltaikanlagen eindeutig gegen Windräder durchgesetzt. Der Grund: Sonnenstrom kann inzwischen billiger angeboten werden.

"Im Ergebnis setzte sich kein einziges Windkraftprojekt durch, sondern nur Freiflächen-Solarparks. Im Durchschnitt bekommen die Anbieter nach Angaben der Bundesnetzagentur 4,67 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom vergütet
..
"Es haben ausschließlich Gebote für Solaranlagen Zuschläge erhalten. Im Wettstreit setzt sich eben die Technologie durch, die zu den geringsten Kosten anbieten kann", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. ... "
Benutzeravatar
SmartPanel
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 661
Registriert: 17.02.2010, 00:06
Wohnort: D-82...
PV-Anlage [kWp]: 10
Info: Betreiber

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon CaptainPicard » 12.04.2018, 20:18

Wenn das ein dauerhafter Trend wird müsste man aber das Ausschreibungskonzept ändern, weil Wind wird ja für die Wintermonate benötigt und ist somit "systemrelevant".

Edit: Hätte den Artikel erst lesen sollen, offenbar gibt es eh auch getrennte Ausschreibungen.
CaptainPicard
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 564
Registriert: 27.06.2017, 21:49
Wohnort: Niederösterreich
Info: Interessent

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon Ralf Hofmann » 14.04.2018, 12:12

Hi,

SmartPanel hat geschrieben:BR24: Sonne verdrängt Wind in Strom-Ausschreibung
Bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur haben sich Photovoltaikanlagen eindeutig gegen Windräder durchgesetzt. Der Grund: Sonnenstrom kann inzwischen billiger angeboten werden.

"Im Ergebnis setzte sich kein einziges Windkraftprojekt durch, sondern nur Freiflächen-Solarparks. Im Durchschnitt bekommen die Anbieter nach Angaben der Bundesnetzagentur 4,67 Cent pro Kilowattstunde Solarstrom vergütet
..
"Es haben ausschließlich Gebote für Solaranlagen Zuschläge erhalten. Im Wettstreit setzt sich eben die Technologie durch, die zu den geringsten Kosten anbieten kann", sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. ... "

da beweist der gute Herr Homann aber nicht wirklich Weitblick . . . was nutzt billiger PV-Strom, wenn den tagsüber keiner mehr braucht und in der Nacht dafür Strommangel herrscht.

Es ist völlig klar, dass sich nicht eine Technologie (PV) der anderen gegenüber (Wind) völlig durchsetzen wird.
Sobald eine gewisse Sättigung bei den EE-Erzeugungskapazitäten eingetreten ist und die PV-Anlagen ihren Strom am Markt zu bestimmten Zeiten (15 Minuten Takt) nicht mehr verkaufen können, dann ist`s scheißegal dass die billiger produzieren können, dann wird Wind zugebaut um die Nachfrage in den entsprechenden Zeiten zu befriedigen, so einfach ist das.

Und ein Markt für den Dumpload (Billig- oder Verschenkstrom), der dann entsteht (mittags, vor allem im Sommer) wird sich auch entwickeln.
MfG
Ralf Hofmann
___________

EEG-Anlagen: 30 kWp (12/2011) + 9,2 kWp (4/2013) + 8 kWp (10/2015) + 4,3 kWp (10/2017)
Degertraker und 5 kWh NiCd-Insel
Meine Anlagen: http://www.photovoltaikforum.com/viewto ... 72378.html
Benutzeravatar
Ralf Hofmann
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 12232
Registriert: 27.10.2011, 16:02
Wohnort: 35745 Herborn in Hessen
PV-Anlage [kWp]: 51,5
Info: Betreiber

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon django65 » 14.04.2018, 13:23

Ralf Hofmann hat geschrieben:was nutzt billiger PV-Strom, wenn den tagsüber keiner mehr braucht und in der Nacht dafür Strommangel herrscht.


Die Veränderungen sind im Gange auch wenn sie nicht alle an die Große Glocke gehängt werden.

Die ENBW baut/hat gebaut einen Accuspeicher neben ihr Steinkohlekraftwerk in Heilbronn. Hat wohl damit zu tun weil ein Block für die Fernwärme bei Audi zuständig ist.

Vermutlich will man in der Übergangszeit wenn Wärme bereitgestellt werden muss den Strom nicht verschenken sondern bei Bedarf nachts oder am nächsten Regentag im Netzt verkaufen.

Django
Luschenpraktikant L 2
1000er Jäger
JK 8 , D 1
django65
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 2537
Registriert: 24.10.2013, 21:57
PV-Anlage [kWp]: 9
Info: Betreiber

Re: Solarenergie ist in Deutschland die billigste Stromquell

Beitragvon Kallenpeter » 14.04.2018, 13:29

Nichts dergleichen. Die Batteriespeicher die bspw. EnBW in Heilbronn installiert sind für Primärregelleistung gedacht. Also Frequenzregulierung. Hat nicht wirklich was mit Stromspeichern zu tun. Also Physikalisch gesehen natürlich schon, aber nicht aus praktischer Sicht. Die Dinger können die Stromproduktion von einem Kraftwerk vielleicht für 3 Minuten speichern.

Edit: nochmal nachgeschaut. Laut Wikipedia ist noch ein Block mit 750MW in Heilbronn am Netz. Die Batterie kann 5MWh speichern. Das entspräche weniger als einer Minute der Stromproduktion. Aber wie gesagt, dafür ist die Batterie garnicht gedacht.
Kallenpeter
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 1944
Registriert: 12.05.2012, 01:31
Info: Betreiber

VorherigeNächste

Zurück zu Photovoltaik News



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast