Preisentwicklung Photovoltaik 2018

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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon Cruso » 05.07.2018, 15:05

Der Prozess muss eben nur, bei den großen Logistikern implementiert sein. Die die Abwicklung komplett übernehmen.


Es würde vielleicht schon reichen, das ein großer Baumarkt da eine Versuchsblase startet.

Nebenbei sind die immer noch wie Pilze aus dem Boden sprießenden Logistikflächen bei weitem nicht ausgelastet.
Was ich an leerer Lagerfläche zwischen Bodensee und München entlang der A96 gesehen habe ist gigantisch und da ist ja Personal, Ausrüstung und LKW Anfahrt täglich vor Ort.
Ob da was umsortiert werden muss ist wohl auch das kleinere Problem.
Man muss ja nur bei den täglichen Touren der 7,5 Tonner auf die Ladefläche schauen, die haben mittendrin trotz Hochkonjunktur sehr schwache Tage.
Allerdings gerade wegen der Konkurrenz wird man jedes Dumping vermeiden.
Es gibt ja diverse Grosshändler in diversen Branchen welche nebenher unter Nutzung eines ihrer Sache nicht entsprechenden Vertriebsweges auch direkt die Privatkunden andienen.

Das Standardmodul mit 275-300 Watt könnte man genauso wie ein Brett oder Klimaanlage im Baumarkt verkaufen.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon PV-Berlin » 05.07.2018, 17:24

Das Standardmodul mit 275-300 Watt könnte man genauso wie ein Brett oder Klimaanlage im Baumarkt verkaufen.


verkaufen schon, nur darfst du das nicht einbauen. Stört aber niemand, weil es eben Empfehlungen sind, die erst dann hart und härter werden, wenn jemand zu schaden kommt.

Möchte mal wissen, wie ein Laie prüfen kann, ob die Anlage dicht ist?

wie kommst du auf das schmale Brett, das Baumärkte PV Module billiger anbieten können? deren Verkaufsflächen sind doch deutlich teurer, als die der Logistiker. Beratung etc. vor Ort, aufwendig und teuer, zudem, wo sollen die Leute dazu herkommen?

Das Modul kommt auf dem Direkten Weg zum Solarteur &/ der Baustelle, alle anderen Ideen sind Unsinn.

Wo kauft Reuter seine Kohle ein? beim Großhandel, beim Baumarkt oder mit Kontrakt? Und wer wickelt alles ab?

In Süddeutschland sollen haufenweise Lagerflächen leer stehen? In Berlin, wo kein Knopf ist und noch weniger Industrie, ist Lagerfläche knapp! Ich hätte eine Idee, die Flächen zu nutzen: fängt mit C an und hört mit U auf ! Schön geschlossen, ohne Fenster, so lieben es ja diese "Christen" .
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon hfrik » 05.07.2018, 17:44

Tja ob das immer der Solateur ist, oder nicht auch mal der Endkunde und der Solateur/elektiker schliesst an? Das wird sich weisen. Handwerkestunden sind gerade knapp am Markt.
Aber wenn ich mir verschiedene Convenience-Bauprodukte ansehe, so finen die für deutlich weniger €/m² den Weg von der Fabrik zum Einbauort als ein Solarmodul. Es sollte also noch Luft in der Kette sein. Auch wenn die Beteiligten in der Kette sich sicher fragen werden wo denn die Luft och sein soll. Nun, irgendein konkurrent wird die Luft finden wenn man es nicht selbst tut sagt die Erfahrung.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon ndorphin » 06.07.2018, 06:33

hfrik hat geschrieben:Naja, Logistik und Vertrieb hängen am Volumen, und der Standardisierung, Versicherung ist ein prozentualer Aufschlag. D.h. kommen mehr Module zum Einsatz gehen die Vertriebskosten runter. Mehr Module könnten zum Einsatz kommen, wenn man sie für alles mögliche Nutzt. Noch sind ja die Mindestpreise in der EU zum Teil aktiv was ich mich so erinnere, deren Auslaufen könnten nochmals etwas sinkende Preise bewirken. 40-50³ für das Handling von 1 m² Modul ist noch deutlich über dem was man bei anderen Produkten hat, die aber ggf. auch weniger fragil sind - da wird man sehen was sich noch tut. Klar ist dass das Optimierungspotential jetzt weiter hinten in der Kette liegt.


Also die gesamten Logistikkosten sind fixe Kosten pro Modul (Transport/Lager). Da ist kaum was zu machen. Vertrieb/Service sind sprungfixe Kosten, du kannst nicht beliebig mehr verkaufen mit den gleichen Personal sondern must entsprechend neu einstellen. Bei den Garantien sind sicher auch ein Grossteil fixe Kosten, es kostet also ähnliche Beträge für das ganze Prozesshandling, egal ob du ein defektes 300 oder 100 Euro Modul ersetzen musst (Lieferung, Rücktransport, Prüfung, Entsorgung).
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon PV-Berlin » 06.07.2018, 10:08

Ich habe ja selbst, keine Reißzwecke, die für Privatkunden tätig ist. Und PV Dach Investoren bis ca. 100 KWp sind ja meist Einzelunternehmer &/ GBr. also am Ende dann keine Vollkaufleute (e.K. wäre dazu Grundbedingung)

Das mal vorgeschickt, ist es verständlich, das der Solarteur seine Auftragsstückkosten auf das Material aufschlägt, was zwar falsch ist, aber üblich. Wer trägt die Kosten, von 1 zu 5 oder gar 1 zu 10 (Auftrag zu Angebote) , den Papierkram und andere Kosten? Mit 35,- € + U-St je Ah ist ein Mann auf dem Dach kaum bezahlt. Ein Elektriker noch nicht mal mit 45,- € !

Üblich ist, bei den Aufträgen auf Zuruf, das wir 18% auf den EK draufschlagen können (Bund/ Senat/ ....) Dies ist für uns meist kein Geschäft, bei einem Solarteur könnte es fast passen:

10 kWp (Materialeinkauf inkl. Fracht = 800 € * 18 % 144 € Rohmarge je kWp * 10 = 1.440,- € (Die Stückksoten würde ich auf ca. 2.000 € schätzen.

144 € je kWp entsprechen auf das Modul runtergebrochen, fast 50% ! das dies zu 'viel' ist, für Herbert im EFH der Vorstadt ist klar, denn dessen Geld kommt ja pünktlich vom Himmel geflogen und der 27 jeden Monates sagt ihm schon mal garnix!

Ergo kann sich die Ertragslage der Branche nur verbessern, wenn die Distrubitionskosten gesenkt werden. Der Baumarkt wäre nur eine weitere zudem sauteure Handelsstufe zusätzlich.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon hfrik » 06.07.2018, 10:20

@ ndorphin - mal ganz im groben gesprochen, sehe ich bei den Logistikkosten ähliche fixe Kosten wie bei anderen Plattenmaterialien. Die bringt ein dummer Obi oder Hornbach bei OSB-Platten oder Gipskartonplatten für 3-6€/m² ink Einkaufskosten bis zum Endkunden.
Wozu Rücktransport bei einem kaputten Modul das fast nichts kostet? Wenn jemand 100 Module abnimmt und eines defekt meldet, ist die Chance dass das stimmt reichlich hoch, wozu würde der sich sonst die Mühe machen wegen einem Modul. Nur wenn das bei einem regelmässig passiert würde ich rücksenden lassen und prüfen. Lässt mand as Rücksenden sein, spart man auch die Entsorgungskosten. Ich denke da ist noch viel Luft im Prozess, wo man noch den PRozess auf viel wertvollere Produkte hin optimiert hat. Kann das sein?
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon PV-Berlin » 06.07.2018, 10:35

Defektes Modul? Meist Transportschaden = Bild (Vor und Rückseite mit 'Aufkleber' und der Lack hat sich)
Die werden dann gesammelt und meines WISSEN irgendwo in Sachsen recycelt!

Ich habe keine Versicherung und habe bewusst auch auf eine Garantie und Versicherung des Herstellers verzichtet.
Denn so was ist nur für Leute, die .....

Deshalb kann ich seit dem Untergang der SW auch keine neuen Rückstellungen bilden! 8)
Bei SMA gab es kurz vor der Umstellung auf die neue Generation Schnäppchen. * 2010 ,
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon hfrik » 06.07.2018, 13:05

Jupp, wer genügend Geld hat um als Selbstversicherer aufzutreten kann sich die Versicherungsmarge in die eigene Tasche stecken. (Hinweis die Reichsbahn hatte bis 1945 keinerle Versicherungen, da kein Versicherer annähernd so viel Vermögen und Cash hatte wie die Reichsbahn, weswegen eine Versicherung keinerlei Sinn gemacht hätte ->Selbstversicherer)
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon Dringi » 07.07.2018, 17:59

Und hier die aktuellen Zahlen der 5. Schlachtfest-Woche inkl. Diagramme:

Polysilizium -1,15% (sowohl Non-China als auch China fallen)
Mono- / Multi-Wafer: -0,93% / -3,14 :
Mono- / Multi-Zellen: -4,90% / -2,40%
Poly- / Dünnschicht-Module: -1,48/ -1,33%

Und für Dokuzwecke die Modulpreise:
Poly Silicon Solar Module 0.41 0.24 0.266 -0,004 -1,48% :!: :!: :!:
ThinFilm Solar Module 0.42 0.26 0.296 -0,004 -1,33% :!: :!: :!:

Dünnschicht ist im Low Cost-Bereich nochmal um einen 1ct je Watt gefallen.
Der Abwärtstrend flacht sich allerdings teilweise ab. Könnte also sein, dass wir demnächst eine Bodenbildung sehen.


Polysilizium :
Polysilizium 2018-07-04.jpg


Wafer:
Wafer 2018-07-04.jpg


Zellen:
Zellen 2018-07-04.jpg


Polysilizium -Spotmarkt:
Polyssilizium Spotmarkt 2018-07-04.jpg
9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013

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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon Kallenpeter » 08.07.2018, 00:47

Ich bin mal gespannt ob sich der Preisverfall in der nächsten PV-Ausschreibung der Bundesnetzagentur bemerkbar machen wird.
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