Preisentwicklung Photovoltaik 2018

News über Photovoltaik und Solarstrom

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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon hfrik » 20.06.2018, 23:04

Nun, das wäre dann ein weiterer Schwellenpreis der gefallen ist. Bedeutet nebenbei, dass die Module einen sinkenden Anteil an den Gesamtkosten einer PV-Anlage haben. Sprich ein paar Module mehr hinzuschrauben wird immer lohnender - in D wird das einschlagen wenn die Mindestpreise fallen vermute ich.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon Kallenpeter » 21.06.2018, 10:13

-10% für Wafer....das ist heftig, jetzt müssen die Module noch nachziehen :mrgreen:

bzgl. der Europäischen Mindesimportpreise: Gerüchteweise wurde wohl eine erneute Verlängerung beantragt. Die EU-Kommission darf sich dazu aber nicht äußern. Wenn wir Pech haben war es das also immer noch nicht. Und das alles wegen 300 Arbeitsplätzen bei in paar Kleinunternehmen die Chinazellen auf Module draufkleben. Großartig.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon PV-Berlin » 21.06.2018, 16:53

Die magische Schwelle von 600 $ je KWp bei normalen Zinsniveau ( Berechnungen aus 2010, -finde ich leider nicht mehr) rückt verdammt nahe! Dann lohnt es schon in Region mit hohem Ertrag sich langsam Ideen einfallen zu lassen:

Diese nominal stabilen Energiepreise auf niedrigsten Niveau über 25 Jahre zu heben.

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Keine Angst, das klingt nur nach Gutmenschentum, da mir so was wesensfremd ist, kann es nur der irre Ökonomische Ertrag sein, den ich im Auge habe. mit einem 'Hauch' VWL .
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon Elnino » 21.06.2018, 18:18

Wie lange dauert es in der Regel , bis so die Endkundenpreise nachziehen ?
So schnell wie bei den Tankstellen ists ja sicher nicht aber gibts dazu Erfahrungswerte ?

Gruß
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon hfrik » 21.06.2018, 20:51

PV-Berlin hat geschrieben:Die magische Schwelle von 600 $ je KWp bei normalen Zinsniveau ( Berechnungen aus 2010, -finde ich leider nicht mehr) rückt verdammt nahe! Dann lohnt es schon in Region mit hohem Ertrag sich langsam Ideen einfallen zu lassen:

Diese nominal stabilen Energiepreise auf niedrigsten Niveau über 25 Jahre zu heben.

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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon Kallenpeter » 21.06.2018, 21:20

In den letzten ein bis zwei Jahren wurden ja die Diamantsägen bei der Waferfertigung eingeführt und ich denke man kann durchaus sagen, dass sie der Hauptwegbereiter für den momentanen Preissturz sind.

Vielleicht wird das hier ja einen ähnlich Preissturz in 2022 oder so ermöglichen:
Das deutsche Startup Nexwafe (eine Ausgründung vom Frauenhofer Institut) kommt bei der Entwicklung eines neues Waferverfahrens schnell voran. Es geht im ein direct-Wafer Verfahren, also vom Silizium direkt zum Wafer. Dabei spart man bis zu 50% Material, Zeit und Energie ein. Im Moment wird noch an ein einer Pilotanlage im einstelligen MW-Bereich gearbeitet. Man bereitet aber schon den Bau einer 250MW Fabrik in Bitterfeld vor. Angeblich lässt sich die Produktion dann auch recht leicht auf 1,25GW Hochskalieren.

https://www.pv-magazine.com/2018/06/21/ ... ld-germany

https://www.nexwafe.com/

Die Investoren stehen angeblich Schlange.

Elnino hat geschrieben:Wie lange dauert es in der Regel , bis so die Endkundenpreise nachziehen ?
So schnell wie bei den Tankstellen ists ja sicher nicht aber gibts dazu Erfahrungswerte ?

Gruß

Ich habe keine Ahnung, aber wenn ich raten müsste, würde ich denken so ca. acht Wochen. Wobei bisher ja vor allem die Zellen und Wafer im Preis fallen, noch nicht so sehr die Module.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon PV-Berlin » 22.06.2018, 10:28

Die Höhe der Endkundenpreise hängt nur bedingt davon ab, wie sich die Industrie-Handelspreise bewegen. Es kann sogar sein, das die Errichtungskosten für Kleine PV Anlagen deutlich steigen, weil ganz simpel gesagt, die Kapazitäten knapp werden.

Warum sollte ein gescheiter Handwerker, einen Auftrag annehmen, wo derart wenig Gewinn zu machen ist, wie bei der Errichtung von PV Anlagen? Seine guten Jungs, kriegt er im Moment Minimum zu 120% ausgelastet.

So richtig können ja kaum Handwerker darlegen, wie sie kalkulieren. Aber ich würde im Kontext der heutigen Verhältnisse keinen Auftrag < 2.500 € Stückkosten reinholen, zumal, wenn man sich mit Privatleuten ärgern muss.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon Henning_PV » 22.06.2018, 16:40

Nexwafe ist ein absoluter Gamechanger. So wie ich das verstehe kann man relativ schnell (2-3 Jahre) und mit relativ wenig Kapital xxGW Fertigungskapazität aufbauen.
Damit sind dann alle anderen Fertigungsmethoden zur Waferherstellung in 5 Jahren tot und die Kosten gehen nochmal um 20-30% runter.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon PV-Berlin » 22.06.2018, 19:04

Der Keks, hat mir diese Technologie schon 2010 2011 verkaufen wollen. Wenn es dann noch mal 5 Jahre dauert, schauen wir mal, ob dann noch jemand Geld hat, um die Technologie wechseln zu können.

Seit 2010 sehe ich nur, das man auf die eine oder andere Weise mit der Waferfertigung aus sehr viel Geld, sehr wenig Geld machen kann. Nicht umsonst, gab es eine spektakulären Deal!

Wenn mal nicht langsam 25 % Kapitalrendite rüberwachsen, wird es noch ewig dauern, bis wir einen 'relevanten Zubau' kommt.
Sollten die 24 Cent ($) stimmen (Herstellungskosten) müsste das Wp > 40 Cent kosten, um wirklich einen Bilanzgewinn auszuweisen. Wenigstens sind die Si Produzenten nicht ganz so blöd! Also besteht noch Hoffnung, das sich die Industrie weiter entwickeln kann.
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Re: Preisentwicklung Photovoltaik 2018

Beitragvon Henning_PV » 22.06.2018, 20:08

Die Idee und Epitaxie als Fertigungstechnik ist im Grunde uralt.Im Grunde sehen wir hier die DünnschichtsiliziumPV auf einem Umweg wieder.
Man muß es aber eben kostengünstig können in einer Massenfertigung und das scheint nun der Fall zu sein.
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