Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

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Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon Monsmusik » 11.09.2018, 20:42

Ich bin mal der Meldung nachgegangen, dass aus der "Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft" ein Start-up unter dem Namen "BRC Solar GmbH" hervorgegangen ist, um eine selbstenwickelte Optimiererschaltung auf den Markt zu bringen. Diese soll günstiger und effizienter sein als etablierte Produkte. Marktstart ist für das erste Quartal 2019 zum Preis von 35 Euro geplant.

Wie ich vom Gründer Timm Czarnecki erfahren habe, handelt es sich dabei vom Grundsatz her um DC/DC Buck Converter. Modulseitig ist ein MPP-Tracker integriert, aber ohne globales MPPT. Es sei eine bewusste Entscheidung, keine Bypassdioden zu aktivieren, da die Nachteile die Vorteile überwiegen würden.

Es wird auch der Ansatz geprüft, den Optimierer nur dann zu aktivieren, wenn tatsächlich Verschattung auftritt, und ihn ansonsten abzuschalten, um die Verlustleistung der Elektronik zu vermeiden und die Lebensdauer zu erhöhen.

Die Optimierer müssen nur bei den zeitweise verschatteten Modulen eingesetzt werden, sollen mit jedem üblichen WR funktionieren und benötigen keine Kommunikation miteinander oder mit dem WR.

Besonders interessant finde ich die Aussage, dass eine Elektronik in Entwicklung ist, die in die Anschlussdose der Module integriert werden kann und das MPPT auf Substringebene durchführt. So können Bypass Dioden komplett ersetzt werden und jeder Modulstrang wird im MPP gehalten.

Was haltet Ihr davon?

Vielleicht ist das das falsche Forum, aber ein passenderes hab ich auch nicht gefunden.
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon Alexander_Z » 11.09.2018, 21:01

35 Euro - für was?
Pro Modul das verschattet werden könnte?

Für mich sieht es aus als ob du dafür Werbung machen würdest.... (sorry)
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon PV-Express » 11.09.2018, 21:07

Monsmusik hat geschrieben:Marktstart ist für das erste Quartal 2019 zum Preis von 35 Euro geplant.


D.h., jedes Modul mit Optimierer, ausgehend von 12ct je kWh, müsste dadurch 300kWh mehr an Ertrag erzeugen als ohne, um das eingesetzte Geld wieder reinzuholen....

Bei 9,9kWp mit 300er Modulen= 33*300kWh= 9.900kWh ! Zusätzliche 9.900kWh wohlgemerkt :!:
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon Monsmusik » 11.09.2018, 22:20

Alexander_Z hat geschrieben:35 Euro - für was?
Pro Modul das verschattet werden könnte?

ja, so versteh ich das. Ist doch z.B. bei Tigo genauso.

Alexander_Z hat geschrieben:Für mich sieht es aus als ob du dafür Werbung machen würdest.... (sorry)

Nee, also ehrlich :roll:. Wenn du mir schon den blöden Vorwurf der Schleichwerbung machen musst (für ein Produkt, das man noch gar nicht kaufen kann!), warum entschuldigst du dich dann noch gleichzeitig dafür? Ich hab einfach nur die Meldung von der Hochschule gesehen, dort mal nachgefragt, und wollte euch an der Antwort teilhaben lassen. MPP-Tracking auf Moduldrittelebene scheint mir doch wirklich eine neue Idee zu sein. Ich dachte eigentlich, ein Forum sei dazu da, um solche Nachrichten zu teilen.

Und ich will auch definitiv nicht den Optimiereranwalt spielen. Oft sind die sinnlos, manchmal nicht. Und so mancher hat vielleicht einfach nur Spaß daran, das Optimum rauszuholen. Und damit meine ich Solarstrom und nicht immer nur Geld. Wenn wir vor 20 oder 30 Jahren so gedacht hätten, würde es heute nicht eine einzige PV-Anlage geben.

Gute Nacht
Frank
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon Extrembuegler » 11.09.2018, 22:54

Hallo,

der Ansatz auf Submodulebene zu optimieren ist schon von Maxim umgesetzt.
Habe selber 12 Jinko 285 W Module mit Maxim Optimizer im Einsatz und habe sehr gute Erträge trotz Verschattung.
Die DC/DC Buck Konverter sind integriert d.h. die Module können so einfach installiert werde wie normale Solarmodule.
Ein Interessanter Einsatz ist auch die Möglichkeit einen PV-Umrichter mit nur einem MPP an verschieden lange Strings anschließen zu können.
Die zwei oder drei Strings werden parallel an den Eingang des PV-Umrichters angeschlossen, die Optimizer sorgen dafür dass bei der jeweiligen Eingangspannung das Optimum aus jedem String herausgeholt wird.

Lg
Atze
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon Stenis » 12.09.2018, 08:09

Hm, komisch. Du hast in 14 Monaten 4 Beiträge geschrieben, davon 2, wie toll Maxim sei. Ansonsten gibt's dazu nicht viel zu finden. Google hilft da auch nicht viel, mir ist es jedenfalls nicht gelungen, auch nur einen Hersteller zu finden, der Module mit dieser Technik in Deutschland vertreibt geschweige denn einen Preis zu finden. Aber stell doch mal Deine Anlage vor, Du hast ja 5,1 KWp angegeben, 12 * 285W sind aber 3,420 KWp - wie sieht der Rest aus?
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon Alexander_Z » 12.09.2018, 18:07

Zumindest bin ich nicht der Einzige den es "spanisch" vorkommt!
Sorry habe ich geschrieben - weil sollte es nicht zutreffen ich mich entschuldigen würde !

Jetzt hat sich aber mein Eindruck vertieft - mach nur!

Wie ist das mit deiner Anlage?
Bilder oä?

mfg
...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon Weidemann » 12.09.2018, 18:31

Monsmusik hat geschrieben:Wie ich vom Gründer Timm Czarnecki erfahren habe, handelt es sich dabei vom Grundsatz her um DC/DC Buck Converter. Modulseitig ist ein MPP-Tracker integriert, aber ohne globales MPPT. Es sei eine bewusste Entscheidung, keine Bypassdioden zu aktivieren, da die Nachteile die Vorteile überwiegen würden.

Buck Converter ist also wie bei Tigo ein reines Abwärts-Regeln der Spannung? Damit bleiben die gleichen Nachteile wie bei Tigo, dass man bei unterschiedlichen Ausrichtungen mit jeder einzelnen Ausrichtung (bzw. genauer gesagt mit den besonnten Modulen der Ausrichtung) bereits die Mindestspannung des WR erreichen muss, damit keine Energie verloren geht.

Die Entscheidung gegen globales MPP-Tracking kann ich nicht nachvollziehen: Meiner Überschlagsrechnung zufolge kostet ein Verzicht auf Schattenmanagement Ertrag in einer ähnlichen Größenordnung, wie man durch die Nutzung der diffusen Einstrahlung in der verschatteten Zeit gewinnnt -> Selbst bei mehrstündiger Verschattung hat man mit den Optimierern also keine Vorteile, selbst wenn man die Optimierer geschenkt bekäme.
(Technisch dürfte ein Schattenmanagement bei einem Bucket-Converter sowieso schwer umzusetzen zu sein: Wenn die niedrige Spannung beim Durchfahren der Kennlinie direkt auf die Stringspannnung durchschlägt, könnte der WR versuchen, gegenzuregeln...)

Besonders interessant finde ich die Aussage, dass eine Elektronik in Entwicklung ist, die in die Anschlussdose der Module integriert werden kann und das MPPT auf Substringebene durchführt. So können Bypass Dioden komplett ersetzt werden und jeder Modulstrang wird im MPP gehalten.

Das hätte dann einen (wenn auch nicht allzu großen) Mehrertrag zur Folge, da es die Vorteile von Schattenmanagement und Optimierern vereint.
sonnige Grüße,
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon agerhard » 13.09.2018, 09:27

Hallo zusammen,

hier noch eine entsprechende Pressemeldung zum Thema:
https://rt-aecat2.de.bosch.com/abp/

Darin verlinkt auch noch ein Video auf YT:
https://www.youtube.com/watch?v=7E4_1HdBaNc

Gruß,
agerhard
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Re: Optimiererentwicklung des Startups "BRC-Solar"

Beitragvon eba » 13.09.2018, 09:45

Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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