Mindestimportpreisumgehung - ups !

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Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon letsdoit » 10.10.2017, 19:01

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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon Ralf Hofmann » 11.10.2017, 08:41

Hi,

das wird jetzt eng für den einen der anderen, der das Zeug gekauft hat.

Der Zoll wird nach entsprechenden Ermittlungen die fehlende Differenz zum Mindestimportpreis von denen holen, die diese Module gekauft haben. Darüber hatten wir bei Einführung der Mindestimportpreise hier im Forum schonmal gesprochen.
Jetzt ist genau dieser Fall eingetreten. Bin gespannt, wie das weitergeht.
MfG
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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon Spekulatius » 11.10.2017, 09:24

Kann man sagen: Wer spart zahlt doppelt ?
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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon Ralf Hofmann » 11.10.2017, 10:28

Hi,

Spekulatius hat geschrieben:Kann man sagen: Wer spart zahlt doppelt ?

eher: Den Letzten beißen die Hunde.

Zuerst wird der Zoll an den Importeur gehen, der wird daraufhin insolvent.
Dann geht`s weiter zum Solarteur, der geht daraufhin mit hoher Wahrscheinlichkeit auch insolvent.
Der letzte, der zahlen darf ist dann der Endkunde . . . nicht wirklich lustig.
Denn ob der Preisvorteil wirklich auch beim Endkunden angekommen ist oder ob sich den Gewinn vorher jemand eingesteckt hat kann man vermutlich auch schon jetzt beantworten . . . :roll:
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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon FelzenSolar » 11.10.2017, 10:57

Keine Panik da hier nicht nötig.

Hier wurden große Mengen an Modulen an Großprojekte zu Dumpingpreisen verkauft.

Um dies zu verschleiern stand auf der Rechnung ein hoher Modulpreis und niedrige
Restkosten (Montage usw)

Soweit so gut. Problem war jetzt dass an den Chinesen für den Kauf der Module offiziell bezahlte Geld
wieder zurück zu bekommen.

Dort wurden dann Scheinfirmen usw. eingeschaltet.

Was hat das mit dem Solarteur oder dem Häuslebauer zu tun?
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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon Ralf Hofmann » 11.10.2017, 11:49

Hi,

FelzenSolar hat geschrieben:Was hat das mit dem Solarteur oder dem Häuslebauer zu tun?

sofern die Module wirklich nur für solche Großprojekte verwendet wurden natürlich nix.
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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon PV-Berlin » 11.10.2017, 12:22

Ich finde das überaus lustig! Ich lache schon den ganzen Morgen. Es steht immer einer auf, der ganz besonders schlau sein wollte und der wirklich meint, beim Zoll &/ Finanzamt arbeiten nur Trolle (Die Sachbearbeiter die man so kennt) Zudem rechnen viele nicht mit Neid, Missgunst oder purer Boshaftigkeit.

Selbst 'offizielles' Anscheißen fällt unter den Schutz des Gesetztes. Nur wer vorsätzlich falsche Anschuldigen macht, (Verdacht muss dann aber schon erhärtet sein) muss befürchten 'bekannt' zu werden. Man kann aber wirklich anonym einen fertig machen. Vielleicht nicht in MacPom, in ganz bestimme Branchen (eine andere Geschichte) , aber sonst eigentlich überall!

Selbstverständlich zahlen am Ende die 'Investoren' die Zeche, denn die sind ja zu greifen. Ich befürchte sogar, dass man mal wieder solange gewartet hat, bis das Opfer richtig fett ist. Der Kurs ist ja Minimum 300%

Für 100 Mill. € PV Anlagen zu besitzen, damit hat das Finanzamt gar kein Problem. Wollen wir wetten?
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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon Loebstraus » 11.10.2017, 12:38

Die Frage ist natürlich wenn die Investoren davon nix gewusst haben wieso sollten diese dann zahlen ?
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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon Kallenpeter » 11.10.2017, 12:48

Ralf Hofmann hat geschrieben:Hi,

Spekulatius hat geschrieben:Kann man sagen: Wer spart zahlt doppelt ?

eher: Den Letzten beißen die Hunde.

Zuerst wird der Zoll an den Importeur gehen, der wird daraufhin insolvent.
Dann geht`s weiter zum Solarteur, der geht daraufhin mit hoher Wahrscheinlichkeit auch insolvent.
Der letzte, der zahlen darf ist dann der Endkunde . . . nicht wirklich lustig.
Denn ob der Preisvorteil wirklich auch beim Endkunden angekommen ist oder ob sich den Gewinn vorher jemand eingesteckt hat kann man vermutlich auch schon jetzt beantworten . . . :roll:

Bist du dir da sicher? Ich habe zwar von Zollformalitäten keine Ahnung, aber wenn für einen Abnehmer des Imporeurs nicht deutlich ersichtlich war das hier Betrug hinter sein könnte, kann ich mir nicht vorstellen das der Zoll hier Nachforderungen stellen darf, wenn der Importeur diese nicht leisten kann.
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Re: Mindestimportpreisumgehung - ups !

Beitragvon Ralf Hofmann » 11.10.2017, 15:37

Hi,

Kallenpeter hat geschrieben:Bist du dir da sicher?

nicht zu 100%, aber ich erinnere mich, dass genau dieses Probelm damals thematisiert worden ist hier im Forum.
Da muss es wohl ein Gesetz geben, das die Durchgriffshaftung bis zum Letztverbraucher ermöglicht.
Müsste mal jemand recherchieren.
MfG
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