Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon dornfelder10 » 03.11.2018, 14:46

sunworx1001 hat geschrieben:@ dornfelder

Das Leben ist nicht immer ideal und die Dächer auch nicht. Muss zB. aktuell für 500 kWp erstmal die Asbestplatten fachgerecht demontieren und entsorgen. Die Bezirksregierung schaut dir hier dabei zu - das kostet! Von der Pacht gar nicht mehr zu sprechen.

Wie RolandD schon richtig geschrieben hat ist es nicht Aufgabe des EEG Asbest-Altlasten zu sanieren. Es zeigt aber wie das EEG das Anspruchdenken inzwischen versaut hat. Willkommen im Sozialismus.

RolandD hat geschrieben:PV gehört an den EV gebunden. Überschüsse höchstens per Börsenpreis abgenommen.

Einen Zwang zum EV finde ich nicht angebracht. Warum auch? Die unkomplizierte Einspeisung zum Börsenpreis müsste immer möglich sein. Und für kleinere Anlagen (z.B. 20 kWp) würde ich mir sogar wünschen dass das ohne jegliche Formalität möglich wird. Keine Steuererklärung, keine Kleinunternehmerregelung, keine usw...Auch keine zeitbasierte Abrechnung des Börsenpreises sondern einfach den durchschnittlichen Preis des Vorjahres als fixe Vergütung.
Für Großanlagen, also für alle die wirklich Unternehmer sein wollen, kann der ganze Bürokratiequatsch wohl nicht vermieden werden. Für den normalen Hausbesitzer muss aber gelten: So einfach wie irgendwie möglich!

Gruß

Bernhard
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon eggis » 03.11.2018, 14:47

binepeter hat geschrieben:Kann man den Referentenentwurf irgendwo vollständig lesen?

Hier: https://www.klimareporter.de/images/dok ... gesetz.pdf
Viel Spaß dabei!
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon RolandD » 03.11.2018, 15:05

dornfelder10 hat geschrieben:
RolandD hat geschrieben:PV gehört an den EV gebunden. Überschüsse höchstens per Börsenpreis abgenommen.

Einen Zwang zum EV finde ich nicht angebracht. Warum auch? Die unkomplizierte Einspeisung zum Börsenpreis müsste immer möglich sein. Und für kleinere Anlagen (z.B. 20 kWp) würde ich mir sogar wünschen dass das ohne jegliche Formalität möglich wird. Keine Steuererklärung, keine Kleinunternehmerregelung, keine usw...Auch keine zeitbasierte Abrechnung des Börsenpreises sondern einfach den durchschnittlichen Preis des Vorjahres als fixe Vergütung.
Für Großanlagen, also für alle die wirklich Unternehmer sein wollen, kann der ganze Bürokratiequatsch wohl nicht vermieden werden. Für den normalen Hausbesitzer muss aber gelten: So einfach wie irgendwie möglich!


Statt dem Netzbetreiber sollte man bei Kleinanlagen den Stromversorger zur Abnahme des Überschussstromes verpflichten. Das würde das Problem von selbst lösen. Damit wären die Kosten des Stromanschlusses ebenfalls in der Rechnung drinne.
Messung würde auch entschärft bzw. auf den Stromhändler umgelegt. EV wäre dann *obligatorisch*.
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon cti » 03.11.2018, 15:16

@Eggis,
:danke:
zunächst Betreiber, dann Projektierer und nun wieder Anbieter...
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon PV-Berlin » 03.11.2018, 15:18

Holter hat geschrieben:Das ist unnötig: Schau Dir nur den Zubau Juli/August 2016 an und es wird schnell klar, dass diese Zeit nicht der Benchmark sein darf. Wenn wir einen nennenswerten Zubau größerer Aufdachanlagen haben wollen, dann müssen sich Ost-West Pachtanlagen in ganz Deutschland mit eigenem Trafo lohnen. Damit werden 99 kWp Südanlagen auf eigenem (Blech-)Dach in Bayern immer "überfördert" sein.


Die rechnen sich auch richtig! (Ost/West Dächer) nur eben nicht, wenn da ein 'Pächter' den Eigentümern irgendeinen Blödsinn eingetrichtert hat. Mich stört es nicht, das ein Scheunendach mit 99 KWp in 0° Süd 'überfördert ' sein soll. Was ich auch nicht glaube, das man da auf einen viel besseren Preis je kWh kommt, als auf einem Industriedach von 500 kWp.

Es wäre ja schon mal gut, wenn alle Dächer vollgemacht werden, wo ohnehin ein fetter Trafo steht. Da aber heute viele Solarteure als Projektentwickler und Vermittler fungieren und damit ihr Hauptgeschäft machen, ist es nicht verwunderlich, das die Realen Vollkosten (Mit Zinsen, Pacht etc. ) so dicht an der Vergütung sind.

Ich kann das auch nachvollziehen, mit den 2 bis 3 Projekten oberhalb von 100 KWp wird das ganze Jahr mit getragen. Die Kleinen Anlagen < 7,5 KWp sind kaum wirtschaftlich darzustellen (für den Solarteure) Und nur wenige, können einfach sagen:
< 30 kWp komme ich nicht raus!

Eine Frage an die Zupft! Wer hat denn schon mal 50 bis 75 KWp auf ein Neubau EFH gekloppt? * (Ost/West)

Wenn ich Solarteure sein müsste, würde ich die Deutsche Post und die Deutsche Telekom ansprechen. Deren Potential sollte für 2 3 Jahre gut reichen. * Die können ja als Immobilien Töchter mit ihren operativen Schwestern Kontrakte aufmachen mit / oder vielleicht ohne ein Stromhandelsunternehmen.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon binepeter » 03.11.2018, 15:25

eggis hat geschrieben:
binepeter hat geschrieben:Kann man den Referentenentwurf irgendwo vollständig lesen?

Hier: https://www.klimareporter.de/images/dok ... gesetz.pdf
Viel Spaß dabei!


:danke:
binepeter
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon sunworx1001 » 03.11.2018, 16:15

ZItat: von RolandD » 03.11.2018, 14:28
"In wiefern sollte es im Aufgabenbereich des EEG-Zahlers liegen, das Dach zusanieren, eine Pacht zu zahlen und auch noch den Betreiber finanziell zu *entschädigen*...
PV gehört an den EV gebunden. Überschüsse höchstens per Börsenpreis abgenommen."

... ach so, es geht hier um reine Maßnahmen der Wohltätigkeit. EE-Strom ist ja Hobby, Braunkohle rules (sic.!)

You made my day!

P.S.
Bewusst falsch verstehen - kann ich auch
Sonnige Grüsse
sunworx1001

Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon alterego » 03.11.2018, 16:54

Da stehen ja auch noch andre Sachen drin.
§14 und 15 fallen weg, die Netzbetreiber dürfen also nicht mehr abregeln (das wird sicher wo anders geregelt, habe ich noch nicht gefunden, 150 Seiten sind ganz schön viel) und es gibt logischerweise auch keine Entschädigung mehr, wenn abgeregelt wird, weil ja nicht mehr ... Für PV nicht so schlimm, aber bei Wind?

Anlagen aus Ausschreibungen werden nciht mehr beim 52-GW-Deckel berücksichtigt und auch nicht merh bei der Verringerung de Vergütung. Dafür wird das Ausbauziel von 2,5 auf 1,9GW reduziert, halt plus Ausschreibungen.

Das mit der Beleuchtung der Windräder, hätte man wohl besser im Baurecht untergebracht :roll: Ist das wirklich so schlimm? Ich habe hier schon immer einen Fernsehsender vor dem Fenster, das Licht hat mich noch nie gestört auch als da früher noch ein blinkendes (rotierendes) Licht oben war.
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon Kallenpeter » 03.11.2018, 17:33

eggis hat geschrieben:
binepeter hat geschrieben:Kann man den Referentenentwurf irgendwo vollständig lesen?

Hier: https://www.klimareporter.de/images/dok ... gesetz.pdf
Viel Spaß dabei!


Habs jetzt nur überflogen, aber scheinbar will man die 4GW Sonderausschreibung mit bestehenden Regeln Ausschreiben, also Anlagengröße maximal 10MW und grundsätzlich keine Errichtung auf Ackerland...........
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon alterego » 03.11.2018, 17:43

alterego hat geschrieben:Da stehen ja auch noch andre Sachen drin.
§14 und 15 fallen weg, die Netzbetreiber dürfen also nicht mehr abregeln (das wird sicher wo anders geregelt, habe ich noch nicht gefunden, 150 Seiten sind ganz schön viel) und es gibt logischerweise auch keine Entschädigung mehr, wenn abgeregelt wird, weil ja nicht mehr ...

Abregelung und Entschädigung wird ins EnWG verschoben, auf den ersten Blick ändert sich nciht viel. Den Netzbetreibern wird aber vorgeschrieben so Abzuregeln, daß die Kosten minimiert werden und auch ein paar Rahmenbedingungen gesetzt, in welchen Fällen vom Einspeisevorrang abgewichen werden darf. Ich bezweifle mal, daß das in ein paar Tagen bis 1.1.2019 umzusetzen ist, mir ist das zu kompliziert, da stecke ich nicht genug drin.

Wird PV wenig betreffen, aber die Netzbetreiber können fordern Revisionen zu verschieben, wenn das nötig erscheint. Das zahlt dann natürlich der Stromkunde, aber ist das die Umsetzung der "Belgien-Hilfe" für den kommenden Winter? Dann würde ich verstehen, warum das Gesetz so schnell kommen soll, das haben die nicht in ein paar Wochen ausgetüftelt und da steht ja auch mehr drin als man im Koalitionsvertrag vereinbart hatte.
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