Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon cti » 08.11.2018, 10:42

ruke hat geschrieben:Bereits am Montag wurde der Entwurf vom Kabinett verabschiedet. (laut PV-Magazine).
Die haben es aber eilig.


Moin,
also am Montag, den 05.11., habe ich das Büro unseres Abgeordneten angeschrieben und um einen Termin gebeten.
Gestern erhalte ich positives Feedback, dass ich ihn am 17.11. in Karlsruhe (Wahlkreis KA-Land) treffen kann, und freue mich riesig.
Jetzt logge ich mich hier ein, um darüber zu berichten, und sehe gerade,, dass die Änderung schon durch ist? :shock:

Tja, so viel zum Thema "(basis-)demokratische" Meinungsbildung...

Ich werde ihn trotzdem treffen...

Gruß
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon bimon » 08.11.2018, 10:59

Es ist ja zu beobachten, dass diverse Gewerbegebiete, die ja jede kleine Gemeinde auf dem Land inflationär ausweist (Stichwort "Flächenverbrauch") und meist dann nicht voll bekommt (zumindest jenseits des Weißwurstäquators) seit einiger Zeit im Fokus der Projektierer liegt. Gibt dann knapp 2.000 €/ha Pacht und die Gemeinden sind froh, dass die Ruinen genutzt werden. Da wird dann je nach Größe über mehrere Jahre je 750 kWp hinzugebaut. Wenn man entsprechend stückelt, kann man das dann doch auch noch mal z.B. halbieren. Natürlich verliert man da auch noch leicht an Skaleneffekten, aber ebenerdig sollte das doch nicht ganz so dramatisch sein oder? Dann sollte die Kürzung entsprechend gering ausfallen. Die Auslastung muss dann aber natürlich durch zusätzliche Projekte kommen....
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon alterego » 08.11.2018, 11:42

cti hat geschrieben:
ruke hat geschrieben:Bereits am Montag wurde der Entwurf vom Kabinett verabschiedet. (laut PV-Magazine).
Die haben es aber eilig.

Jetzt logge ich mich hier ein, um darüber zu berichten, und sehe gerade,, dass die Änderung schon durch ist? :shock:

Noch werden die Gesetze im Bundestag (und evtl. Bundesrat) verabschiedet. Bisher hatten die andren Ministerien nur keine (größeren) Einwände, wie auch imemr das so schnell ging. Vermutlich läuft das schon länger und sie haben es wirklich geschafft, daß nichts nach draußen gedrungen ist.

Grundsätzlich finde ich Januar schon gut, weil die Anlagen ja meist schon fast fertig sind und nur wegen des 21. Jahrs im Januar erst ans Netz gehen.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon PV-Berlin » 08.11.2018, 12:42

MBIKER_SURFER hat geschrieben:
sidragon hat geschrieben:Hmm, also wenn ich richtig rechne komme ich für mein laufendes Projekt auf 16% Kürzung bei 240kwp.


Nun - dann hast eben anstatt 10% Rendite 'nur noch' 8,4%. zeig mir ein anderes, sicheres Invest mit der Zielgröße? :D


Bitte sei doch so nett und rechne das mal vor!
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon MBIKER_SURFER » 08.11.2018, 13:09

PV-Berlin hat geschrieben:
MBIKER_SURFER hat geschrieben:
sidragon hat geschrieben:Hmm, also wenn ich richtig rechne komme ich für mein laufendes Projekt auf 16% Kürzung bei 240kwp.


Nun - dann hast eben anstatt 10% Rendite 'nur noch' 8,4%. zeig mir ein anderes, sicheres Invest mit der Zielgröße? :D


Bitte sei doch so nett und rechne das mal vor!


Ach Du meinst, 10% wäre zu wenig? Kann schon sein. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass bei solch großen Dachanlagen schon noch was übrig bleibt.
Ansonsten bist Du doch der 'große' Rechner :D
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon PV-Berlin » 08.11.2018, 13:24

Ich rechne nicht mal selbst :

Taste 1: # R = 12 * 12 Jahre = 144
Taste 2: I%J = 6 % oder besser (Nachschüssig)
Taste 3: BARW= -100% (oder eben Summe (Minus nicht vergessen, da cashflow Betrachtung * Gleich Mittelabfluss)
Taste 4: Rate = Ertrag p.M. in €
Taste 5: ENDW = 0,00 % bzw. einfach Null

Die Rate im Monat ist die Prognose abzüglich Sicherheitspuffer (z.B. 850 kWh je kWp bei Dach Ost/West / 12)

*Der Vorteil an der Methode ist halt, ich kann jede Taste "frei" lassen, also z.B. mir den maximalen Kurs der Anlage berechnen lassen.

*Das ist deshalb so primitiv, da damit alle Banker (nicht in der Sparkasse) arbeiten müssen und so schlau sind die ja nun mal nicht. *inkl EZB und Bundesbank
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon i-moove » 08.11.2018, 22:18

Hier eine Pressemitteilung aus dem Ministerium für Umwelt..... in Ba-Wü

PRESSEMITTEILUNG                                                             
8. November 2018

Nr. 232/2018

[cid:part1]

Zubaudeckel für PV-Anlagen muss weg 

Umweltminister Franz Untersteller: „Sonnenstrom ist ökologisch und preiswert. Den Ausbau zu bremsen, ist energiepolitischer Unsinn.“  

Baden-Württembergs Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Energiepolitik endlich an den Notwendigkeiten des Klimaschutzes auszurichten. „Es ist kaum auszuhalten, wie die schwarz-rote Koalition beim Klimaschutz agiert. Entscheidungen werden spät oder gar nicht getroffen und dann sind sie oft auch noch kontraproduktiv – wie jetzt beim Energiesammelgesetz“, sagte Untersteller heute (08.11.) am Rande der Umweltministerkonferenz in Bremen.

Er kritisierte deutlich die Entscheidung der Bundesregierung, die Einspeisevergütung für große PV-Anlagen zu senken, aber den Zubaudeckel bei insgesamt 52 Gigawatt unverändert zu lassen. Gerade jetzt, wo die Solarbranche die Talsohle durchschritten habe, sei diese Entscheidung ein fatales Signal: „Die Einspeisevergütung für große PV-Dachanlagen um 20 Prozent zu kürzen, wirkt wie ein Stoppschild für die Solarenergie. Das passt in kein Energieszenario der Bundesregierung, ebenso wenig wie der Zubaudeckel, der endlich weg muss. Nach dem Abwürgen der Windenergie ist nun offenbar die Solarbranche dran. Was wir erleben, ist energiepolitischer Unsinn“, sagte Untersteller.

Spätestens in zwei oder drei Jahren sei die festgelegte Grenze erreicht und damit das Ende des PV-Zubaus, führte Untersteller aus. Investitionen würden ausbleiben, die Erzeugung erneuerbarer Energien sich verlangsamen, der Klimaschutz auf der Strecke bleiben.

Kritik übte Untersteller auch an der Gleichsetzung der Vergütungshöhe für Freiflächenanalgen und große Dachanlagen. Es sei einfach nicht gerechtfertigt, beide Arten von PV-Anlagen gleich zu behandeln, weil sich auch die Investitionskosten deutlich unterschieden: „Wer PV auf Dächer lenken will, wo sie sicher konfliktärmer zu installieren sind, muss den Solarstrom vom Dach höher vergüten, als den Solarstrom vom Boden“, sagte Untersteller.

Der Umweltminister wird am kommenden Montag (12.11.) auf dem Solarbranchentag in Stuttgart unter anderem mit dem Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Thomas Bareiß, über die aktuelle Situation der PV in Deutschland diskutieren.

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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon cti » 08.11.2018, 22:43

@i-moove,
danke für den Hinweis bzgl. Solarbranchentag in Stg!
Fährt jemand von Euch hin?
Gruß
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon open source energy » 09.11.2018, 05:36

Ich werde von "Amtswegen" schon dort sein :)
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Re: Kürzung Einspeisevergütung um 20% zum 01.01.2019 ?

Beitragvon PV-Berlin » 09.11.2018, 08:17

Kritik übte Untersteller auch an der Gleichsetzung der Vergütungshöhe für Freiflächenanalgen und große Dachanlagen. Es sei einfach nicht gerechtfertigt, beide Arten von PV-Anlagen gleich zu behandeln, weil sich auch die Investitionskosten deutlich unterschieden: „Wer PV auf Dächer lenken will, wo sie sicher konfliktärmer zu installieren sind, muss den Solarstrom vom Dach höher vergüten, als den Solarstrom vom Boden“, sagte Untersteller.


Als Ex-Kritiker der Freiflächen Anlagen kann ich das nicht nachvollziehen. PV kann unbedingt dazu beitragen, Wasserschutzgebiete, Ränder von Naturschutzgebieten, belastete Flächen und nicht gut nutzbare Ackerflächen ökonomisch und ökologisch gut zu nutzen. Klar, nicht mit 250 MWp Anlagen am Stück, aber 2 bis 5 MWp passen perfekt.

Das große und sehr Große Dachanlagen höher vergütet werden, erschließt sich mir auch so nicht! Ich würde arg anzweifeln, das man Freifläche selbst ohne Zaun, lange Zuleitung etc. günstiger errichten kann, als eine große Ost/West PV Anlage auf z.B. einem Logistik Dach mit 1ha Größe (> 1 MWp) .

Warum so wenige große Dächer bebaut werden, liegt ganz sicher nicht an der Vergütungshöhe.
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