EEG Kontostand

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Re: EEG Kontostand

Beitragvon Matthias BZ » 06.09.2018, 16:21

alterego hat geschrieben:Nur liegt die Durchschnittsvergütung PV halt deutlich über dem Schnitt aller EE im Umlagetopf, die Berechnung der EEG-Umlage für 2018 geht von 288€/MWh aus.
Ein guter Indiz für die Erlöse ist ja der Referenzmarktwert bei der Direktvermarktung.
2017:
Marktwerte.png
Marktwert 2017

2018:
Marktwerte(1).png
Marktwert 2018

Verglichen mit 2017 sieht man insbesondere ab Juni deutlich höhere Erlöse (15 - 20 €/MWh) was ca 33 - 50% Steigerung ist.
Bezüglich der Einspeisung bis August 2018 sieht man verglichen mit 2017 nur wenig Veränderung (Solar insgesamt nur ca. 1,9TWh mehr, was ca 6% entspricht). Etwa die Hälfte davon entfallen dabei auf den Zubau von September 2017 bis Juli 2018.
Wenn man die Zahlen der Referenzmarktwerte zugrunde legt, dann ergeben sich bis August 2018 durch den erhöhten Börsenpreis Entlastungen (Mehreinnahmen, weniger Ausgaben) von ca 1,1 Mrd € Nimmt man die 1TWh mehr bei PV mit 27Cent mittlere Vergütung in 2018 an, dann sind das ca. 0,260 Mrd€ macht also ca 0,8 Mrd€ weniger Umlagebetrag. Der Kontostand im Juli ist sehr identisch mit 2017 somit kann man verglichen mit 2017 von höherem Kontostand zum 30.09.18 ausgehen. Werden die Strompreise in der Prognose für 2019 also mit Blickt auf CO2 Zertifikatspreise angehoben, sollte eine Entlastung bei der EEG-Umlage eintreten. Da die Institute relativ konservativ schätzen gehe ich von 6,4 Cent EEG-Umlage für 2019 aus.
Gruß Matthias
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon alterego » 06.09.2018, 17:39

Matthias BZ hat geschrieben: Da die Institute relativ konservativ schätzen gehe ich von 6,4 Cent EEG-Umlage für 2019 aus.
Gruß Matthias
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Ich denke wir reden von der selben Sache ;) 3ct/kWh höherer Börenpreis (also fast das doppelte gegenüber den Futures für 2018, die in die Berechnungen für die Umlage 2018 eingegangen sind) machen halt mal nur 0,3ct/kWh (laß es 0,4 sein, jedenfalls nicht besonders viel) weniger EEG-Umlage aus, das sind (indirekt) die 10% von denen ich geschrieben habe. Es wirkt sich halt (leider) weit weniger als 1:1 aus.

Gruß
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Copy and Paste kann ich auch ;)

edit OT: beim privaten Endkunden kommt halt Börsenpreis plus Umlagen (plus Netzzentgelte, die in den letzten Jahren den Hauptanstieg verantwortet haben) an. Die Lobbyisten schaffen es aber sehr oft den Preisanstieg auf die EE zu schieben (weil ohne die hätten man die teilweise maroden Netze ja angeblich nicht angehen brauchen - blöderweise stecken halt auch die Redispatchkosten in den Netzentgelten drin)
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon Matthias BZ » 06.09.2018, 20:16

alterego hat geschrieben:
Matthias BZ hat geschrieben: Da die Institute relativ konservativ schätzen gehe ich von 6,4 Cent EEG-Umlage für 2019 aus.
Gruß Matthias
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Ich denke wir reden von der selben Sache ;) 3ct/kWh höherer Börenpreis (also fast das doppelte gegenüber den Futures für 2018, die in die Berechnungen für die Umlage 2018 eingegangen sind) machen halt mal nur 0,3ct/kWh (laß es 0,4 sein, jedenfalls nicht besonders viel) weniger EEG-Umlage aus, das sind (indirekt) die 10% von denen ich geschrieben habe. Es wirkt sich halt (leider) weit weniger als 1:1 aus.

Naja die EEG-Umlage von 2009 kriegen wir natürlich nicht, dazu ist der EE-Anteil mittlerweile zu hoch ebenso wie die EEG-Befreiungen. aber 3 Cent mehr real würden schon zu > 1 Ct Absenkung führen, so das wir 2020 bei < 5,5 Cent EEG-Umlage lägen. Es ist nicht abzusehen das das Regierungshandeln massiven Ausbau der EE bzw. Abbau der Industriesubventionen befördern wird, so das man davon ausgehen kann das die EEG-Umlage kaum signifikant sinken wird. Lustig wird es eh wenn der Nichtpriviligierteletzverbrauch komplett von der EEG-Einspeisung erschlagen wird ... Mal sehen ob der 52 GW Deckel fällt.
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon Matthias BZ » 11.09.2018, 11:32

Kontostand August : 4,06 Mrd€ ( - 177 Mio€ )
ca. 200 Mio€ mehr als 2017
Gruß Matthias
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