EEG Kontostand

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Re: EEG Kontostand

Beitragvon Kallenpeter » 16.04.2018, 20:19

wschmeiser hat geschrieben:Oder halt eine wesentlich geringere Erzeugung von PV vor allem?

PV hat weniger produziert

3.2017: 3,51 TWh
https://energy-charts.de/energy_de.htm? ... 17&month=3

3.2018: 2,94 TWh
https://energy-charts.de/energy_de.htm? ... 18&month=3

Kann gut sein das es vor allem daran lag. Aber ein einzelner Monat ist im Prinzip ja auch egal.
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon Litholas » 16.04.2018, 21:02

Kallenpeter hat geschrieben:Es gibt aber momentan kaum Anlagen die aus der Förderung fallen.

Edit: Wobei, mache Windenergieanlagen (war es nur offshore oder auch onshore?) haben doch einen befristeten Aufschlag bekommen. Also nach fünf Jahren oder sinkt der Fördersatz. Vielleicht spielt das ja mit rein.



https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerba ... d_(Onshore)

"Die Vergütungsstruktur für Strom aus Windkraft auf dem Festland ist abhängig vom Ertrag des Standorts gestaltet (§ 49 EEG 2014). Nach einer zunächst fünfjährigen Anfangsvergütung wird der anfangs erzielte Ertrag in das Verhältnis zu einer (theoretischen) Referenzanlage gesetzt und daraus für den einzelnen Standort errechnet, wie lange die Anfangsvergütung zusätzlich gewährt wird. Je wind- und damit ertragreicher ein Standort ist, umso kürzer wird diese Vergütungsphase. Die zugehörige Regelung lautete im EEG 2012: „Diese Frist verlängert sich um zwei Monate je 0,75 Prozent des Referenzertrags, um den der Ertrag der Anlage 150 Prozent des Referenzertrags unterschreitet“ (§ 64 Abs. 2 EEG 2012). Mit dem EEG 2014 wurde die Regelung zur Anfangsvergütung wie folgt angepasst: „Diese Frist verlängert sich um einen Monat pro 0,36 Prozent des Referenzertrags, um den der Ertrag der Anlage 130 Prozent des Referenzertrags unterschreitet. Zusätzlich verlängert sich die Frist um einen Monat pro 0,48 Prozent des Referenzertrags, um den der Ertrag der Anlage 100 Prozent des Referenzertrags unterschreitet“ (§ 49 Abs. 2 EEG 2014).

Sie führt für küstennahe Standorte, die beispielsweise 120 % des Referenzertrages erreichen, zu einer Verlängerung um 27 Monate, so dass die Anfangsvergütung von 8,79 Cent/kWh (Inbetriebnahme Januar 2016) insgesamt 7,25 Jahre gewährt wird. Für Standorte im Binnenland kann eine Unterschreitung des Referenzertrags eintreten, so dass ein Standort mit beispielsweise 90 % des Referenzertrags eine Verlängerung um fast 11 Jahre auf dann insgesamt 16 Jahre erhält. Nach Ablauf dieses Zeitraums wird nur noch die sog. Grundvergütung von 4,89 Cent/kWh gewährt (§ 49 Abs. 1 EEG 2014 mit Degression bei einer Inbetriebnahme im Januar 2016). Diese standortabhängige Vergütungsstruktur für Windkraft auf dem Festland führt im Verlauf des 20-jährigen EEG-Vergütungszeitraums zu deutlich unterschiedlichen mittleren Vergütungen."

Seit Januar 2018 beträgt die Anfangsvergütung übrigens noch 7,49 Cent pro kWh, die Grundvergütung 4,17 Cent. Bei 1,6% mittlerer jährlicher Teuerungsrate ergibt das selbst für 15 Jahre mit erhöhter Anfangsvergütung eine mittlere reale Einspeisegebühr von 5,8 Cent.
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon alterego » 17.04.2018, 08:23

Kallenpeter hat geschrieben:
wschmeiser hat geschrieben:Oder halt eine wesentlich geringere Erzeugung von PV vor allem?

PV hat weniger produziert

3.2017: 3,51 TWh
https://energy-charts.de/energy_de.htm? ... 17&month=3

3.2018: 2,94 TWh
https://energy-charts.de/energy_de.htm? ... 18&month=3

Kann gut sein das es vor allem daran lag. Aber ein einzelner Monat ist im Prinzip ja auch egal.

Der März kommt (bei den maßgebenden großen Anlagen) erst im April zur Auszahlung, aber der Februar hat in der Tat deutlich geschwächelt.
Dateianhänge
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Quelle energy-charts.de
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon alterego » 10.07.2018, 18:03

Stand Juni 2018 4,65 Mrd.€
Selten (oder nie? ) gesehene 750Mio. bzw. fast 15% weniger als im Vormonat und 220Mio. weniger als im Vorjahr.
Hoher EE-Anteil (im Mai nach Energycharts 48,9%, der höchste Weret seit "Beginn der Aufzeichnungen") läßt halt auch die Ausgaben steigen.
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon stan » 09.08.2018, 20:32

Kontostand Juli 2018 4,24 Mrd € (-412,9 Mio €)
https://www.netztransparenz.de/portals/ ... i_2018.pdf
  • 31x Sovello SV-T-190 fa1B (Low-Voltage; Qualität: B-Module); SMA SB5000TL-20
  • Ausrichtung -85°, bei 0° Süd, also "fast" ein Ostdach; Inbetriebnahme 09/2010
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon SmartPanel » 05.09.2018, 07:25

Durch den zu geringen Ausbau der Erneuerbaren Energien, dem Versagen vorwiegend französischer und belgischer AKW sowie dem Preisanstieg der CO2-Zertifikate ist in D der Börsenstrompreis auf einem 10-Jahres-Hoch.

Normalerweise ist der durchschnittliche Börsenstrompreis + EEG-Umlage zusammengerechnet immer in etwa gleich, bei ca. 10ct/kWh. Zumindest im Zweijahresschnitt während der letzten 10 Jahre.

Wie lange würde es dauern bis der Anstieg der Börsenstrompreise die EEG-Umlage absenkt, und wie sind die Auswirkungen auf den EEG-Kontostand ?

Strompreise Börse auf 10-Jahres-Hoch - Kopie.png
Quelle: energy-charts.de
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon alterego » 05.09.2018, 17:40

Momentan macht die "Rekord"produktion vor allem aus PV einen Strich durch die Rechung, weil (noch sehr lang) jede kWh höher vergütet wird als der Marktpreis. Sollten die ANlgen mit Gebotspreis um 5ct/kWh mal ans Netz gehen, ist es ja auch nicht so, daß der Erlös drüber in den Umlagetopf fließt sondern an den Betreiber (ode rauch den Direktvermarkter). Das ist dann für den Kontostand ein Nachteil der zwingenden Dirktvermarktung.
Im Juli waren (Daumen mal Pi) 10% der Einnahmen aus der Vermarktung des Stroms (wobei man das nciht wirklich sagen kann, weil da die direkt vermarkteten Anlagen fehlen, die entsprechned weniger Marktprämie bekommen, also auf der Ausgabeseite wirken), das ist zwar (Daumen mal Pi) doppelt so viel wie im Vorjahr, aber es sind halt immer noch nur 10%, absolut gesehen also eher wenig.
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon open source energy » 05.09.2018, 21:21

Die durchschnittliche Vergütung aller EEs liegt bei rund 120€/MWh oder aber rund 24,5MRD€. Wenn also die "alten" Anlagen 10% mehr durch viel Sonne erwirtschaften so sind das rund 2,5MRD € mehr. Für rund 200TWh EEs Strom. Steigt der Börsenstrompreis von 40€ auf 60€ so ändert das die Differenzkosten um 20€ um 4MRD € und es bleibt dennoch ein positiver Effekt trotz der erhöhten Einspeisung.
Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.

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Re: EEG Kontostand

Beitragvon alterego » 06.09.2018, 12:48

Nur liegt die Durchschnittsvergütung PV halt deutlich über dem Schnitt aller EE im Umlagetopf, die Berechnung der EEG-Umlage für 2018 geht von 288€/MWh aus.
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Re: EEG Kontostand

Beitragvon PV-Berlin » 06.09.2018, 13:20

Ja ja, die 99 Cent bis > 50 Cent Anlagen! Und selbst die, > 30 Cent !

Mein Vorschlag:
Man stoppt die Blockade des Zubaus der EE und beendet die Subventionierung der fossilen Energieimporte + dem Umbau der Finanzierung des Umbau der Volkswirtschaft auf selbst generierte Energie , durch die EEG Umlage auf die Importierten Primärenergie und dafür akzeptieren wir ein: Rendite Anpassungsgesetz

Alles > 6% Verzinsung des Kapitals würden wir hergeben. *Stichtag 01.01.2018
Wir würden uns sogar verpflichten alles verdiente Geld sofort wieder in die EE zu stecken!

*Logisch gilt das nicht für die PV Anlage auf dem EFH mit < 10 kWp!

--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wie kann man so bescheuert sein?

ganz einfach, mit dem Wissen von Heute und den Möglichkeiten von Heute (z.B. Fremdkapitalhebel 105%) sehen wir ganz andere Möglichkeiten.
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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