100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

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Re: 100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

Beitragvon Henning_PV » 06.07.2018, 18:28

PV Wechselrichter und Handynetzteile und sonstige Haushaltsnetzteile wurden vor 30 Jahren zu fast 100% mit klassischem Kupfertrafo und werden heute zu fast 100% als "halbleiterbasierte Wechselrichter" gebaut.

Gründe:
- weniger Gewicht
- weniger Kosten (Kupfer ist teurer als moderne Leistungshalbleiter)
- oft ein höherer Wirkungsgrad (kann sein, muß nicht. Ein guter klassischer Trafo ist auch exzellent aber dann braucht man viel Kupfer und Blech was ihn teuer und schwer macht. Sucht Euch einfach mal wieder ein altes Handynetzteil raus aus dem Jahr 2000 und legt ein modernes daneben auf die Waage)
- viel bessere Regelung möglich (z.B. Spannungshaltung und Blindleistungskompensation kostengünstig möglich)

-> das wird sich jetzt recht schnell bei höheren Spannungsebenen wiederholen.

Perspektivisch:
- Regelbare Ortsnetztransformatoren die sowohl bei Einspeiseüberschuß als auch bei Verbrauchsüberschuß perfekt die Spannung in beide Richtungen regeln.
- einfache Integration von Akkus und Kondensatoren in der DC Zwischenebene möglich um das Netz bei jedem Spannungsebenewechsel nebenher mitstabiliseren (lokale und dezentrale Primärregelung möglich).
- Entkopplung der Phase kompletter Netzsegmente und damit Stabilisierung des europäischen Verbundnetzes und verbesserte Schwarzstartfähigkeit

Die Diskussion und Fragen von PV-Berlin zu den Kabeln habe ich nicht verstanden und hat imho (fast) nichts mit Trafo Kupfer versus Halbleiter zu tun.
Ein für 10KV isoliertes Kabel kann man natürlich nicht für 20KV oder 60KV verwenden falls das die Frage gewesen sein sollte.
Man kann natürlich ein 60KV Kabel vergraben und dann für 10KV nutzen und irgendwann mal die Spannung hochrüsten aber das ist eher die Ausnahme. Das manche Erdkabel bereits fast 100 Jahre alt sind ist mir bekannt. Basierend auf DataAnalytik kann man erkennen, daß es oft daran liegt dass nur ein Bruchteil der ausgelegten Leistung genutzt wird. Die Isolierung altert (unter anderem) mit höherer Temperatur schneller. Weniger Ampere im Kabel -> niedrigere Temperatur -> längere Haltbarkeit. Andere Erdkabelkiller sind Spannungsspikes aber das ist hier total off topic.
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Re: 100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

Beitragvon PV-Berlin » 06.07.2018, 20:49

Wir haben in Brandenburg eine kleine Biogasanlage (Kein Mais) und eine kleine PV Dach Anlage gebaut . Für beide haben wir je ein Traffo auf 10 KV Ebene hingestellt. Der Netzbetreiber (edis) hat sich zusagen lassen, das wir die Kosten auf die 60 KV Umstellung selbst zu tragen haben. Egal ob die Umstellung, nach einer Woche oder nach 100 Jahren erfolgt! Ganz besonders lustig die Fernabschaltung, die sie gar nicht ansteuern können ( haben sie zugeben) aber in Brandenburg müssen sie sich ohnehin auf die großen WKA Parks konzentrieren. Wir sind ja in einem Ortsnetz da angebunden.

Das auch in den Ortsnetzen die Spannungsebene hochgehen wird, ist ja klar.

Der Wechselrichter wird sicher in Summe einen besseren WG haben, vor allem, da er sicher auch auf der DC Seite besser sein wird. Und er kann einfach mehr, wie du und der Beitrag aussagen.

Ich meinte immer, das Blech ist teurer als das Kupfer (in den Trafos) zumindest hätte ich das vermutet, bei dem Aufwand die Bleche herzustellen. * man hat sich ja viele Betriebe anschauen dürfen, in den wilden Zeiten.
1992 hat man schon 7.000 DM für eine Tonne Kupferschrott bezahlt (Großhandel 26 t Abgabe) . Also ist Kupfer heute deutlich billiger, als früher (reale Preise) !
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: 100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

Beitragvon PV-Berlin » 06.07.2018, 20:51

Die Größe von 100 KW ist selbstverständlich genial, denn damit kann man ganz kleine und richtig große Anlagen ausrüsten. Und ich glaube nicht, das man den sich traut zu klauen! *fg
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: 100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

Beitragvon machtnix » 06.07.2018, 22:32

PV-Berlin hat geschrieben:Die Größe von 100 KW ist selbstverständlich genial, denn damit kann man ganz kleine und richtig große Anlagen ausrüsten. Und ich glaube nicht, das man den sich traut zu klauen! *fg


so 10 KV DC Systemspannung für eine PV Anlage ist wirklich genial....

man schaltet einfach 330 Module in einem String in Reihe. 8)

330Stk x 30V = 9,9KV
330Stk x 300 W = 99KWp
:idea:
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Re: 100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

Beitragvon michi_k » 06.07.2018, 22:40

Ja, macht für kleine Anlagen keinen Sinn, die Anschlüsse, Schalter sind zu teuer. Eine Messung braucht er auch noch. Vielleicht ab einem Megawatt geht das kostentechnisch auf.
Sonnige Grüsse
Michi
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Re: 100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

Beitragvon machtnix » 06.07.2018, 22:54

upps... der 10KV 100KW Wechselrichter kann nur Blindleistung machen.
also nix wirklich was sinnvolles.
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Re: 100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

Beitragvon hfrik » 09.07.2018, 08:19

machtnix hat geschrieben:upps... der 10KV 100KW Wechselrichter kann nur Blindleistung machen.
also nix wirklich was sinnvolles.

Bei der Anzahl von Pulsen die frei gewählt werden können braucht es nur DC-Seitig etwas Speicher (Dicker Kondensator reicht eventuell) und eine angepasste Software, und er macht sehr viel sinnvolles. Bedingt durch die rotierenden Massen sind die WKA und die Drehzahlvariable Wasserkraft da aber im Vorteil, die haben automatisch immer einen kleinen Energiespeicher dabei. Womit sie schon besser sind als die klassischen Synchrongeneratoren.
Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
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Re: 100KW WR speist ohne Trafo in 10KV Netz ein

Beitragvon PV-Berlin » 09.07.2018, 16:53

Bitte nicht abheben!

Wenn das Ding besser ist, den die BEWAG auch haben möchte und der mich nicht mehr kostet, als ein alter SMA, dann muss ich nicht mal gefragt werden. Sofern ich innerhalb von 48 h weltweit einen Austausch WR bekomme, keine 10 Ingenieure benötige, um das Teil einzurichten etc.

Ich fürchte, dem ist nicht so, wenn ich die "Unterschwingungen" in der "Beta Welle" richtig interpretiert habe.

Wie viel Cent je Wp sind heute noch beim WR akzeptabel? Einstellig möchte das schon sein! (US $ Cent versteht sich)
*wir reden ja von PV Anlagen (die an die Mittelspannug gehen müssen)
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