Umgang mit der Energiewende und Umweltfragen demokratisch?

Alles, was sonst nirgends reinpaßt, aber noch einen Bezug zu PV hat

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Umgang mit der Energiewende und Umweltfragen demokratisch?

Beitragvon Ralf Hofmann » 04.08.2017, 06:47

Hi,

Südostdach hat geschrieben:. . .
Sonnige Grüße
SOD

ich führe die Diskussion mal in diesem neuen Thread fort, im Ursprungsthread wurde er zu offtopic.


Moderationshinweis: Die korrespondierenden Postings habe ich gleich hier angehängt damit das Thema ganzheitlich bleibt.
Zuletzt geändert von Kollektor am 09.08.2017, 21:29, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Thema zusammengeführt
MfG
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Umgang mit der Energiewende und Umweltfragen demokratisch?

Beitragvon Südostdach » 04.08.2017, 07:39

Je mehr jemand Schulden hat, desto mehr profitiert er natürlich von den aktuellen Zinsen - vorausgesetzt, er bekommt derzeit Darlehen ohne Aufschläge, somit allen voran natürlich die Staaten in der EU, die beinahe alle völlig überschuldet sind und nur dank EZB keine angemessenen Aufschläge bezahlen müssen (soviel zu der Argumentation von w, es gäbe keine Manipulationen).
Sowie natürlich geratete Unternehmen, und da ein Rating richtig Geld kostet, sind das eben die Großunternehmen - die kleinen Handwerker etc. haben da natürlich Pech, als Ausgleich dürfen sie den vollen Steuersatz bezahlen, womit dann eine gut gehende Bäckerei beinahe vom Betrag her so viel Steuer bezahlt wie Apple, obwohl der Umsatz von Apple doch etwas größer ist, vor allem jedoch die Gewinnspanne zwischen Billigstproduktion in China (Apple ist dafür bekannt mit die niedrigsten Löhne zu bezahlen) und Verkaufspreis

Aber Schulz will ja, wenn er Bundeskanzler ist, dagegen etwas unternehmen.
Das ist auch sehr glaubhaft, denn Apple, Amazon etc. zu besteuern ist ja nicht etwas, was in Europa ein Einzelstaat bestimmt, sondern das ist Aufgabe der EU, und kann auch nur von dieser angegangen werde, also desjenigen, der die Stelle hat, die er bis jetzt hatte, und in der er nun viele Jahre verhinderte, dass die Megakonzerne etwas mehr zur Kasse gebeten werden.

Die Realität hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun - zu unserem Glück, denn dann ginge es uns allen hier nicht so gut wie heute.
Wer anderes glaubt, soll einmal ausrechnen, was ihm zustehen würde, teilte man ihm von allem auf der Welt ein 7,5 milliardstel zu - hätte aber den Vorteil, keiner hätte mehr Probleme mit Übergewicht oder Probleme sein Geld anzulegen.

Sonnige Grüße
SOD
Zuletzt geändert von Kollektor am 09.08.2017, 21:30, insgesamt 3-mal geändert.
Grund: Auslagerung eines eigenständigen Themas
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Re: Aktuelle Zinsentwicklung

Beitragvon Ralf Hofmann » 04.08.2017, 09:40

Hi,

Südostdach hat geschrieben:Die Realität hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun - zu unserem Glück, denn dann ginge es uns allen hier nicht so gut wie heute.

Du hast Recht, mit Gerechtigkeit hat die Realität nichts zu tun, weder hier noch irgendwo.
Ob das ein Glück ist, wage ich aber stark zu bezweifeln.
Gerechtigkeit bedeutet ja nicht, alles gleichmäßig unter allen aufzuteilen und alle gleich arm zu machen.

Wenn die Menschen nur seit Beginn der industriellen Revolution wenigstens fair zueinander gewesen wären, wären die ganze Welt schon gewaltig weiter, vermutlich auch ohne dass wir heute wesentlich ärmer wären.

Aber wir sind ja bis heute nicht einmal rudimentär fair zueinander, nicht in den sog. demokratischen Ländern und schon gar nicht im Rest der Welt. Darum kocht die Kacke ja auch ständig und fast überall höher . . .
MfG
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Re: Aktuelle Zinsentwicklung

Beitragvon wschmeiser » 04.08.2017, 09:51

Was ist denn Gerechtigkeit?

Und was wäre Fairness?
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Re: Aktuelle Zinsentwicklung

Beitragvon Südostdach » 04.08.2017, 10:46

Völlig OT:
Gerecht wäre nach kommunistischer Lesart vermutlich, wenn jedem gleich viel Benzin, Diesel, Metalle und sonstige Rohstoffe sowie Lebensmittel zustehen würden, und er sie dann so verbrauchen könnte, wie er wollte. Sprich spätestens nach der Kleinkindzeit hier in D alles aufgebraucht hätte.
Fair wäre dann, wenn dieses Kind dann akzeptieren würde, dass es seinen Teil schon verbraucht hat.

Ein Kapitalist würde wohl argumentieren, dass jeder nach dem bezahlt werden sollte, was er leistet, auch dann ginge es für den durchschnittlichen Europäer schlecht aus.

Aber ich bin kein Theologe oder Philosoph, die bekommen für solche Gedanken Geld, sind somit hierfür auch zuständig.
Kenne aber keinen Philosoph mit Lehrstuhl, der mit Verweis auf Gerechtigkeit auf den größte Teil seines Gehaltes verzichtet hat, auch bei Theologen ist mir das nicht bekannt. Bin daher voreingenommen ob deren Leistung hierzu.

Sonnige Grüße
SOD
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Re: Aktuelle Zinsentwicklung

Beitragvon wschmeiser » 04.08.2017, 11:12

@SOD,
Google sagt ja auch etwas zu Gerechtigkeit und Fairness, aber auch das bringt einen nicht weiter.

Aber egal, was Gerechtigkeit und Fairness bedeuten mögen, Voraussetzung ist immer ein (Rechts-)System, das das Zusammenleben der Menschen regelt. Dann weiß jeder zumindest, woran er ist. Und dann hat jeder zumindest die Möglichkeit, innerhalb dieses Rechtssystems, das Beste aus seinem Leben zu machen.

Ich würde das dann als persönliche und wirtschaftliche Freiheit bezeichnen. Und Kapitalismus ist im Grunde ja nichts anderes.

Und das Beste ist halt für jeden etwas anderes.

Und so OT ist das gar nicht, denn der eine macht Schulden und konsumiert, der andere macht Schulden und investiert, und wieder andere Sparen für die beiden zuvor genannten. Bewertet lebt der Erste gut, der Zweite hat schlaflose Nächte und der Dritte hat Angst, dass er sein Erspartes verliert, alles mal ein bisschen überzeichnet formuliert.
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Re: Aktuelle Zinsentwicklung

Beitragvon PV-Berlin » 04.08.2017, 11:34

Ich brauche keine Idiologie, es reichte vollkommen, das Recht durchzusetzen mit allen Mitteln, die einem Rechtsstaat zur Verfügung stehen. Dazu gehört eben auch, das Konstrukte verboten werden, die nur darauf abzielen das Steuerrecht der EU, der Länder etc. zu umgehen.

Viel geholfen wäre schön, das alle Einkommen gleich gestellt werden, selbst wenn dies für mich persönlich zur Verdopplung der Steuerlast führt.

@SOD du hast ja fast schon kommunistische Ideen zu den armen Großkonzernen.

Was würde passieren, wenn ein Konzern x die identischen Steuern (Tabelle) zählt wie das Familienunternehmen mit 30 AN?
Relativ einfach: der Konzern wäre schnell am Ende, zumindest in 9 von 10 Fällen.
Daher ist sowas zu fordern purer Kommunismus. *Marx zu lesen ist unter jeder Würde für die Eliten
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
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Re: Aktuelle Zinsentwicklung

Beitragvon wschmeiser » 04.08.2017, 11:52

.... es reichte vollkommen, das Recht durchzusetzen mit allen Mitteln, die einem Rechtsstaat zur Verfügung stehen.


Richtig!

Viel geholfen wäre schön, das alle Einkommen gleich gestellt werden .....


Richtig!

Dazu gehört eben auch, das Konstrukte verboten werden, die nur darauf abzielen das Steuerrecht der EU, der Länder etc. zu umgehen.


Das ist doch schon lange der Fall (Außensteuergesetz/Mindestbesteuerung). Nur sind halt die Auffassungen über Steuern in den EU-Ländern mehr als unterschiedlich.

Nur, warum sollen Unternehmensgewinne überhaupt besteuert werden? Reicht es nicht, bei Ausschüttung/Gewinnverteilung beim Anteilseigner mit dessen persönlichen Einkommensteuersatz zu besteuern?

Gewinnbesteuerung heißt bei Unternehmen ja zwangsläufig auch Verrechnung von Verlusten.

P.S.: Und die Dax-Konzerne zahlen deutlich über 10 Mrd Euro Ertragsteuern ...
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Gerechtigkeit 2

Beitragvon Ralf Hofmann » 05.08.2017, 07:28

Hi,

PV-Berlin hat geschrieben:Ich brauche keine Idiologie, es reichte vollkommen, das Recht durchzusetzen mit allen Mitteln, die einem Rechtsstaat zur Verfügung stehen.

noch wichtiger wäre es, erst gar kein Recht entstehen zu lassen unter dem Einfluss von Eliten (Geldadel), das nur dazu dient, Reiche noch reicher zumachen um den Preis, die Rechte derer am unteren Ende der sozialen Leiter über Gebühr zu beschneiden.

Von mir aus kann hohe Leistung auch hoch bezahlt werden, aber sich dumm und dämlich zu verdienen, wenn als Resultat dann kein Geld für`s Bildungssystem, für angemessene medizinische Behandlung, die Renten usw. da ist, das geht gar nicht.

Egal ob`s der Müllklüngel ist, die "Auto"kanzlerin mit ihrem Verkehrsbetrüger äh -minister oder der Atom"kompromiss" in Sachen Endlagerung, alles Paradebeispiele für Ungerechtigkeit und mangelnde Fairness.
Von den mit Steuermitteln "geretteten" Banken, die aus purer Dankbarkeit noch hemmungsloser weiterspekulieren wie vorher rede ich schon gar nicht mehr . . . das kommt eben dabei heraus, wenn man an die "Selbstregulierung" der Märkte glaubt.

Purer Sozialdarwinismus eben.
Die Endstation jedes wirtschaftsliberalen Handelns, denn das funktioniert letztlich frei nach Conner MacLeod:
"Es kann nur einen geben".
Bei allen anderen rollen zwangsläufig die Köpfe. (Die Wahrheit, leicht satirisch überzeichnet)
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Re: Aktuelle Zinsentwicklung

Beitragvon Südostdach » 05.08.2017, 13:46

wschmeiser hat geschrieben:
.... es reichte vollkommen, das Recht durchzusetzen mit allen Mitteln, die einem Rechtsstaat zur Verfügung stehen.
Richtig!
Was ist Recht?
In der Praxis doch das, was die jeweils Mächtigen beschließen, und siehe Bundesrepublik D, sich dann eine Merkel schon kurz hinterher, je nach Gusto, siehe no bail out-Klausel oder Aufhebung der Ausweispflicht für Flüchtlinge und sonstige Ausländer, nicht jedoch für Residenten, daran hält, oder eben nicht.
Gesetze sind somit zwar geltendes Recht für das Personal der Bundesrepublik (deshalb haben die auch einen Personal- und nicht, wie andere Länder einen Staatsbürgerausweis etc.), nicht jedoch für die Hausherren, die das Personal befehligen.
Was hat das aber mit Recht oder Gerechtigkeit zu tun?

Nur sind halt die Auffassungen über Steuern in den EU-Ländern mehr als unterschiedlich.
Warum soll das, was für Merkel gilt um Geld auszugeben, nicht für die Kollegen in Lux., Irland etc. auch gelten, hier eben mit anderem Vorzeichen?
Nur, warum sollen Unternehmensgewinne überhaupt besteuert werden? Reicht es nicht, bei Ausschüttung/Gewinnverteilung beim Anteilseigner mit dessen persönlichen Einkommensteuersatz zu besteuern?
Letzteres ist, das sieht man ja am besten an der wahnsinnigen Menge an Aktien die der durchschnittliche Deutsche besitzt, kontraproduktiv.
Will man nicht, dass ausländische Aktienbesitzer gegenüber inländischen bevorzugt werden (was nur ein Idiot und vielleicht noch die Grünen, siehe hierzu deren Aussagen zu den Deutschen, befürworten kann), muß der Gewinn eines deutschen Unternehmens besteuert werden, danach muß aber Schluß sein.
Mich betrifft das nicht, sollen die doch alles tun, dass deutsche Unternehmen in ausländische Hände kommen, weil es für die Deutschen nicht attraktiv genug ist, ihre Unternehmen selbst zu besitzen.

Sonnige Grüße
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