Moral und Gewissen

Alles, was sonst nirgends reinpaßt, aber noch einen Bezug zu PV hat

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Re: Moral und Gewissen

Beitragvon Serin » 11.07.2018, 15:02

Schoenberg hat geschrieben:
Serin hat geschrieben:
Sobald du deine Stromerzeugung allerdings ans Netz klemmst, und du somit zumindest potentiell der Strom auch andere mitbeeinflusst, dann ist es meiner Ansicht nach zumindest ok, wenn der Staat oder der VNB (wer auch immer nach aktueller Lage verantwortlich ist) darüber Bescheid wissen und Vorgaben machen, was hier nicht erlaubt ist.
(z.B. einspeisen während eines Stromausfalls. Das hier die Leitungen auch wirklich frei von Spannung sein sollten versteht sich von selbst).
Über das ausmaß dieser Vorgaben kann man sich dann streiten, beide Seiten haben Argumente für das für und wider.

Solange das ENV von aussen nicht feststellen kann, wenn ich einspeisen WÜRDE, ist meine Meinung auch dazu klar.


Und ich glaube unsere Meinungen decken sich da im großen und ganzen.
Wenn technisch sichergestellt sit, dass dein Hausnetz niemals Leistung ins öffentliche Netz abgibt (auch nicht in Ausnahmefällen) und das auch einzeln für alle Phasen gilt (also nicht nur Phasensaldierend), dann hat das den VNB nicht zu interessieren.
Also musst du "nur" sicherstellen, dass die Trennvorrichtung sauber nach allen Regeln der Technik funktioniert (und DAS darf der VNB dann doch fordern), und alles was hinter dieser Vorrichtung passiert sollte ihm egal sein.


Schoenberg hat geschrieben:
Serin hat geschrieben:
Und wenn du schließlich auch noch Geld dafür haben möchtest, dass du Strom ins Netz schiebst (und das unabhängig davon, ob es grade Abnehmer gibt oder nicht), dann ist es auch ok, dass du als Gewerbetreibender behandelt wirst.
Wenn du was von anderen erwartest, dann erwarten andere auch etwas von dir ;-)


Jeder, der gezwungen ist etwas zu verkaufen, was der andere garnicht haben will, wird abgezockt, betrogen, mit Zusatzkosten belegt, bedrängt und diffamiert.

Europa hat es jetzt geregelt, das erste vernüftige, was sie gemacht haben: Jeder hat das Recht, 25 kWp (oder waren es kWh?) für den Eigenbedraf Steuerfrei zu erzeugen. Nur ist das noch nicht angekommen.


Du bist nicht gezwungen zu verkaufen, allerdings wird es halt schmackhaft gemacht mit der EEG Förderung.
Und sobald du dich dafür entscheidest es durchzuführen, dann darfst du steuerrechtlich auch wie ein Verkäufer behandelt werden.
Das die EEG Umlage auf EV allerdings kompletter Blödsinn ist, da sind wir uns alle einig, wer sich das ausgedacht hat....
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Re: Moral und Gewissen

Beitragvon Stromverbrecher » 11.07.2018, 15:17

Hallo ragtime,

danke für deinen Beitrag. Ich würde deinen Beitrag gerne Aufnehmen und das Thema etwas auf die technische Ebene zu verlagern.

Rücklaufgesperrte Stromzähler ist natürlich eine Grundvoraussetzung für eine saubere Abbrechung, diese verhindern jedoch nicht, dass Strom in das Netz eingespeist wird. Diese lassen es ebenfalls zu, nur zeichnen dieses nicht auf.

Die Kosten von etwa 100€ sind auch absolut im Rahmen für einen Wechsel wenn der Kunde dies wünscht. Nur bietet nicht jeder Lokale VNB einen Zählertausch auf Wunsch an. Meist nur in Verbindung mit dem Antrag einer geplanten Einspeisung.

Im Umkehrschluss bedeutet dies - den kompletten Anmeldeprozess einer PV - Anlage zu durchlaufen.


Wenn man sich ein intelligentes Stromnetz der Zukunft selbst vorstellt, welches sicherlich unweigerlich alle Stromerzeugende Produkte die schon derzeit am Markt sind mit einbezieht und welche die noch kommen werden, über kurz oder lang zulassen muss, welche Art von Stromzählern braucht solch ein int. Stromnetz?

- Zähler die nur in eine Richtung zählen?
- Zähler die in zwei Richtungen zählen?

Und schon sind wir beim Punkt. Sollte nicht der Netzbetreiber wissen, was gerade wo eingespeist wird um auf Schwankungen in Zukunft reagieren zu können?

Die neuen Smartmeter- Digitalzähler sind in Deutschland größtenteils Einrichtungszähler wenn nicht anders gewünscht. Gewünscht bedeutet mit Anmeldung eines Stromerzeugers im Haushalt zum Beispiel einer PV Anlage.
Bedeutet im Umkehrschluss - Die Anmeldung selbst eines PlugandPlay PV Modules ist notwendig um einen Zweirichtungszähler zu bekommen.


Ist es daher sinnvoll die aktuellen Einrichtungs- Smartzähler in dieser Form Flächendeckend ein zu bauen?
Oder provokant gefragt, ist der Einbau von digitalen Einrichtungszählern vielleicht auch der Versuch den Marktzugang für potentielle Stromerzeuger ein zu grenzen bzw. vom Markt fern zu halten?



Danke für euere Antworten im Voraus
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Re: Moral und Gewissen

Beitragvon wschmeiser » 11.07.2018, 15:27

@serin,
Das die EEG Umlage auf EV allerdings kompletter Blödsinn ist, da sind wir uns alle einig, wer sich das ausgedacht hat....


Nein. Da bin ich anderer Meinung. Außer Du stimmst zu, dass das komplette EEG mit EEG-Umlage kompletter Blödsinn ist.

Denn letztendlich spart der Eigenverbraucher seine kompletten Bezugskosten von rd. 30 ct/kWh, während er für die Einspeisung nur rd. 12 ct/kWh erhält.

Und je mehr EV installiert wird, desto mehr werden die Bezugskosten für alle, die keinen EV haben (können) steigen, weil immer weniger Stromverbrauch mit EEG-Umlage, Netz- und Konzessionsgebühren belastet werden kann.

Der Kostenvorteil/Nutzen für die Eigenverbraucher wird dadurch eh immer größer.
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Re: Moral und Gewissen

Beitragvon wschmeiser » 11.07.2018, 15:43

@Stromverbrecher,
den Schlüsselsatz hat schon @serin geschrieben:

Also musst du "nur" sicherstellen, dass die Trennvorrichtung sauber nach allen Regeln der Technik funktioniert (und DAS darf der VNB dann doch fordern), und alles was hinter dieser Vorrichtung passiert sollte ihm egal sein.


Bin mir aber nicht sicher, ob Du das vollständig verstanden hast, denn dem VNB ist vollkommen egal, was Du in Deinem Stromnetz machst, wenn es nicht mit dem Stromnetz des VNB verbunden ist (Insel)! Und nicht verbunden, heißt tatsächlich physikalisch getrennt. Bei jedem Umschalten heißt das in Konsequenz, dass der Strom für kurze Zeit komplett weg ist. Alle Deine elektronischen Geräte, Uhren, PCs usw. werden Dir das danken! Alles andere wäre technisch keine saubere Trennung.

Ob der Zähler eine Rücklaufsperre hat oder nicht, hat damit erst einmal nichts zu tun.

Und moderne Zähler werden eh nur noch aufgesteckt und können damit jederzeit einfach ausgetauscht werden.

Und wenn die VNBs schlau sind, bauen sie eh nur noch Zähler ohne Rücklaufsperre ein, denn er kann dann ja auch ohne weiteres (illegal) eingespeisten Strom messen! Und wenn nichts eingespeist wird, ist der Einspeisezählerstand dann halt Null!
Falls nicht, dürfte der Stromverbraucher schnell ein Problem bekommen.
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Re: Moral und Gewissen

Beitragvon Schoenberg » 11.07.2018, 17:56

wschmeiser hat geschrieben:

Dem Netzbetreiber, sonstigen Unternehmen und auch Privatpersonen ist ja nur daran gelegen, einen eventuellen Schaden ersetzt zu bekommen. Und ein rückwärtslaufender Zähler verursacht halt nun mal einen Schaden, den letztendlich nicht der VNB, Konzern usw. zu tragen hat sondern die anderen Stromkunden.

.

Fangen wir mal klein an. Welchen Schaden verursacht ein rückwärtslaufender Zähler dem Stromunternehmer und Netzbetreiber ?
(Vorausgesetzt, es ist nicht manipuliert, sondern tatsächlich Engergie zurückgespeist ?)
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Re: Moral und Gewissen

Beitragvon Schoenberg » 11.07.2018, 18:01

wschmeiser hat geschrieben:
Bin mir aber nicht sicher, ob Du das vollständig verstanden hast, denn dem VNB ist vollkommen egal, was Du in Deinem Stromnetz machst, wenn es nicht mit dem Stromnetz des VNB verbunden ist (Insel)! Und nicht verbunden, heißt tatsächlich physikalisch getrennt. Bei jedem Umschalten heißt das in Konsequenz, dass der Strom für kurze Zeit komplett weg ist. Alle Deine elektronischen Geräte, Uhren, PCs usw. werden Dir das danken! Alles andere wäre technisch keine saubere Trennung.

Das (fett markiert) muss nicht sein. Jede unterbrechungsfreie Stromversorgung hat beides - komplette Netztrennung und unterbrechungsfreie Versorgung.
Typische Anwendung: Rechenzentren. Weltweiter Lieferant : Eaton.
Kosten für eine 10 kW Anlage, für 7 Minuten: <4000 Euro
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Re: Gesetzliche Klarheit

Beitragvon joule » 11.07.2018, 18:50

iron-age hat geschrieben:In Holland sind die Anlagen erlaubt. Deswegen können die hier nicht verboten sein. Das ist schon das EU Recht.
Angelegenheiten auf jeden Fall über das Gesetz.


Sorry Georg, aber das können wir so nicht stehen lassen.

In einer Fernsehsendung wurde zwar ähnliches behauptet, was sich jedoch bei einer näheren Betrachtung als Unsinn herausgestellt hat.

Das Fraunhofer Institut hat bezüglich Holland folgendes festgestellt:

Fraunhofer ISE E-Control
30.09.2016
.

[alte Norm]

Der Standard erlaubte die Einspeisung von bis zu 2,25 A PV Strom pro Endstromkreis unter folgenden Bedingungen:

• Bei Ziehen des Steckers/Wegfall des Netzes muss die Ausgangsspannung des WR innerhalb einer Sekunde auf 50 V (SELV Niveau) fallen.

- Abschalten bei Unter - und Überspannung von 10% innerhalb 0,1 s

- Bei Gleichfehlerströmen von > 5 mA Netztrennung binnen 10 s

- tägliche Prüfung der Isolierung gegen „Erde“

• Zusätzlicher Schutz bei trafolosen Wechselrichtern durch RCD Typ B oder „äquivalenten Schutz“



3.3.2
Anforderungen nach der neuen NEN 1010
Um den Aufwand für die nachträgliche Errichtung von konventionellen PV -Anlagen
gering zu halten, gibt es die Möglichkeit, einen Endstromkreis mit nur einer Steckdose für einen „Großverbraucher“, z.B. eine Waschmaschine, zur Einspeisung zu nutzen. Laut „NPR 5310 Blad 65“ gelten dabei folgende Regeln:

PV-Systeme müssen prinzipiell fest installiert sein

Sonderkreise für eine einzige Last (z.B. Waschmaschine) dürfen um lokale Unterverteilung erweitert werden.

• Dort kann eine PV-Anlage angeschlossen werden.

• Bei Stromkreisen mit höherer Belastbarkeit als ihr Überstromschutz darf die Überkapazität zum Anschluss eines PV
-Systems genutzt werden.

Dabei muss der Wechselrichter fest verdrahtet sein

In die neue Version der Installationsnorm NEN 1 010 wurden auch 1,5 mm² Leitungen als Möglichkeit aufgenommen und daher ist (bei Neuinstallationen) von außen nicht erkennbar, ob die frühere Belastbarkeitsreserve noch besteht.
Daraufhin wurden die Regeln dahingehend geändert, dass ein Fachmann die realen Verhältnisse beurteilen muss.

So ist es weiterhin möglich, eine Erzeugungseinheit an einen Endstromkreis anzuschließen, wenn dies „fest“, also über Klemmen statt Stecker, erfolgt.

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q ... Lg2-Nn8aXK

Fazit: Einfach Stecker einstecken ist also auch in Holland nicht erlaubt. Stattdessen muss ein Fachmann ran und alles muss fest verdrahtet sein.
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Re: Moral und Gewissen

Beitragvon PV-Express » 11.07.2018, 19:14

Wieder ein Thread, der vor Negativenergie gerade so strotzt :?

Wo um himmels Willen ist denn diese unsagbare und unüberwindbare Bürokratie, wenn ich eine Anlage Anmelde und in Betrieb nehmen will?
Wie bereits geschrieben wurde macht das der Solarteur mit allem drum und dran. Ok, Unterschreiben muss ich dann noch selbst.

Das "Problem" ist oder liegt doch eher daran, dass man die Anlage selbst aufbauen/anschließen möchte und man selbst kein eingetragener Elektriker ist. Das bringt einige wohl zur Weißglut, weil man doch auch da noch sparen möchte. Also ist dem eigenen Geiz(?) geschuldet und nicht die riesige Bürogratie der EE die "Bremse". Also nicht den Ökogedanke in den Vordergrund schieben, sondern die eigene Mentalität hinterfragen :!:

Bisher kamen immer nur von Selbstdarsteller und Alleskönner diese Revolutionsgedanken.

Und auch klar, wenn sich mein Stromzähler mit einer illegalen Anlage rückwärts dreht, ist der VNB schuld. Das man damit den EVU bescheißt, achja, schwamm drüber, man hat es doch nur gut gemeint, Ökostrom zu Produzieren. Ich sags mal frei weg: Einen Scheiß wollt ihr. Kein Gedanke an Öko oder sonstwas. Alles nur dem eigenen Geldbeutel bedacht. Ende. Mehr nicht. Also, was soll die falsche Moral?

Manchmal muss man sich echt an den Kopf langen
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Re: Moral und Gewissen

Beitragvon iron-age » 11.07.2018, 21:35

Stromverbrecher hat geschrieben:Wenn man sich ein intelligentes Stromnetz der Zukunft selbst vorstellt, welches sicherlich unweigerlich alle Stromerzeugende Produkte die schon derzeit am Markt sind mit einbezieht und welche die noch kommen werden, über kurz oder lang zulassen muss, welche Art von Stromzählern braucht solch ein int. Stromnetz?


Ich denke ,dass es kein intelligentes Stromnetz geben wird. Das wird nur in Aussicht gestellt, um Geld zu kassieren.
Mittel- und langfristig gesehen, wird das Stromnetz zerfallen.
Es gibt zu Viele, die in die Kasse greifen. Auf dem Balkan sind, mal eben, 12 GWh Strom verschwunden. Interessiert aber Niemanden.
Deswegen ist es auch nicht sinnvoll, mit oder ohne Anmeldung, ins Netz einzuspeisen.
Langfristig wird es viele kleine Netze geben.

MfG Georg
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Re: Gesetzliche Klarheit

Beitragvon Schoenberg » 11.07.2018, 22:42

joule hat geschrieben:
iron-age hat geschrieben:In Holland sind die Anlagen erlaubt. Deswegen können die hier nicht verboten sein. Das ist schon das EU Recht.
Angelegenheiten auf jeden Fall über das Gesetz.


Sorry Georg, aber das können wir so nicht stehen lassen.

In einer Fernsehsendung wurde zwar ähnliches behauptet, was sich jedoch bei einer näheren Betrachtung als Unsinn herausgestellt hat.

Das Fraunhofer Institut hat bezüglich Holland folgendes festgestellt:

Fraunhofer ISE E-Control
30.09.2016
.

[alte Norm]

Der Standard erlaubte die Einspeisung von bis zu 2,25 A PV Strom pro Endstromkreis unter folgenden Bedingungen:

• Bei Ziehen des Steckers/Wegfall des Netzes muss die Ausgangsspannung des WR innerhalb einer Sekunde auf 50 V (SELV Niveau) fallen.

- Abschalten bei Unter - und Überspannung von 10% innerhalb 0,1 s

- Bei Gleichfehlerströmen von > 5 mA Netztrennung binnen 10 s

- tägliche Prüfung der Isolierung gegen „Erde“

• Zusätzlicher Schutz bei trafolosen Wechselrichtern durch RCD Typ B oder „äquivalenten Schutz“



3.3.2
Anforderungen nach der neuen NEN 1010
Um den Aufwand für die nachträgliche Errichtung von konventionellen PV -Anlagen
gering zu halten, gibt es die Möglichkeit, einen Endstromkreis mit nur einer Steckdose für einen „Großverbraucher“, z.B. eine Waschmaschine, zur Einspeisung zu nutzen. Laut „NPR 5310 Blad 65“ gelten dabei folgende Regeln:

PV-Systeme müssen prinzipiell fest installiert sein

Sonderkreise für eine einzige Last (z.B. Waschmaschine) dürfen um lokale Unterverteilung erweitert werden.

• Dort kann eine PV-Anlage angeschlossen werden.

• Bei Stromkreisen mit höherer Belastbarkeit als ihr Überstromschutz darf die Überkapazität zum Anschluss eines PV
-Systems genutzt werden.

Dabei muss der Wechselrichter fest verdrahtet sein

In die neue Version der Installationsnorm NEN 1 010 wurden auch 1,5 mm² Leitungen als Möglichkeit aufgenommen und daher ist (bei Neuinstallationen) von außen nicht erkennbar, ob die frühere Belastbarkeitsreserve noch besteht.
Daraufhin wurden die Regeln dahingehend geändert, dass ein Fachmann die realen Verhältnisse beurteilen muss.

So ist es weiterhin möglich, eine Erzeugungseinheit an einen Endstromkreis anzuschließen, wenn dies „fest“, also über Klemmen statt Stecker, erfolgt.

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q ... Lg2-Nn8aXK

Fazit: Einfach Stecker einstecken ist also auch in Holland nicht erlaubt. Stattdessen muss ein Fachmann ran und alles muss fest verdrahtet sein.


Danke für die Auflistung normativer Schwachsinnigkeiten.
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