Klimawandel

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Re: Klimawandel

Beitragvon PV Ndh » 18.08.2018, 00:09

wschmeiser hat geschrieben:Und meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass man in 10-20 Jahren eine andere Sau durchs Dorf treiben wird .... Fahrverbote wegen Ölmangel, Waldsterben, Ozonloch etc. alles wieder aus dem Mainstream verschwunden.

Warum soll man sich deshalb verrückt machen.

Was für eine dämliche Argumentation. Erinnert mich irgendwie an Opa Gauland der ist auch gegen alles und hat für nichts einen Lösungsvorschlag, außer Abschieben von Flüchtlingen.
1. Fahrverbote wegen Ölmangel gibts nicht mehr weil es im Moment keinen Ölmangel gibt. Es wird genug Produziert und gehandelt.
2. Waldsterben durch sauren Regen gibts so gut wie nicht mehr, weil der Ausstoß von Schwefeldioxid durch Rauchgasentschwefelung drastisch gesenkt wurde. Es gibt also weniger Schwefelsäure die die Pflanzen schädigt.
3. Ozonloch hat sich durch Weltweite Einschränkung der FCKW Nutzung teilweise wieder geschlossen. Im Übrigen ist dieses Thema neuerdings wieder aktuell, da wohl in China wieder Stoffe freigesetzt werden die die Ozonschicht schädigen können.

Mit etwas Nachdenken könnte man darauf kommen, das diese Probleme bis auf das Ozonloch fast vollständig beseitigt wurden, und darum auch nicht mehr in der Berichterstattung auftauchen.
Der Menschengemachte Klimawandel nimmt hingegen erst langsam fahrt auf, da sich die Wasser und Landmasse nur langsam dafür aber stetig erwärmen. Irgendwann wird allerdings auch der Klimawandel nicht mehr interessieren. Das dürfte dann eintreten, wenn entweder die Emissionen von Klimagasen extrem zurückgefahren wurden und sich deren Anteil an der Atmosphäre "normalisiert" hat, oder wenn sich die Menschen wegen Nahrungs und Wassermangel usw. gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben und nur noch ein Bruchteil der heutigen Bevölkerung existiert.
Du brauchst dir da also keine Hoffnungen machen das in 10-20 Jahren die Sau "Klimawandel" nicht mehr durch das Dorf getrieben wird. Da du aus Erfahrung von der Ölkrise sprichst wirst du persönlich wahrscheinlich auch nicht mehr erleben, das der Klimawandel aus der Berichterstattung verschwindet.

Und zu der "Hysterie" durch mittels neuer Technologie ermittelbarer Messwerte, wie würdest du dich denn bitte verhalten, wenn bei dir oder jemandem aus deiner Familie zb. irgendeine Krebsart diagnostiziert werden würde und das Diagnoseverfahren wäre noch keine 40 Jahre alt. Würdest du dann auch sagen ach was ist doch alles in Ordnung warum soll den eine Krankheit behandelt werden, die vor 30 Jahren niemand hätte entdecken oder gar behandeln können.
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Re: Klimawandel

Beitragvon GEST » 18.08.2018, 07:39

PV Ndh hat geschrieben:Mit etwas Nachdenken könnte man darauf kommen, das diese Probleme bis auf das Ozonloch fast vollständig beseitigt wurden, und darum auch nicht mehr in der Berichterstattung auftauchen.


Wobei der Umkehrschluss nicht korrekt ist.
Nur weil ein Thema nicht mehr in den Medien ist, kann es trotzdem noch relevant sein.

Bodennahes Ozon - a.k.a. Sommersmog - ist so ein Thema.
Das ging vor 20 Jahren einmal quer durch alle Medien inklusive Panik.
Seither ist Ruhe, nennenswert besser ist die Situation aber trotzdem nicht geworden.

Das UBA liefert u.a. dazu übrigens hübsch aufbereitete Daten.
https://www.umweltbundesamt.de/daten/lu ... -luftdaten

Und falls jemand dem Feinstaub aus Holzheizungen im eigenen Wohngebiet nachspüren will, das kann man auch selbst erledigen:
https://luftdaten.info/
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Re: Klimawandel

Beitragvon wschmeiser » 18.08.2018, 09:15

@PV NdH,
es gab auch zu Zeiten von Fahrverboten keinen Ölmangel ... nur Hysterie und Aktionismus. Und ob sich am Ozonloch was verändert hat, sei dahin gestellt.

Richtig ist, dass man bei der Schwefelreduktion viel erreicht hat .... genauso wie bei Blei, Asbest und vielen anderen Stoffen. Nur hätte es dazu nicht der Hysterie in der Bevölkerung bedurft .... da die negativen Auswirkungen überall (Industrieanlagen, Sandsteingebäude, etc) offensichtlich waren.

Du brauchst dir da also keine Hoffnungen machen das in 10-20 Jahren die Sau "Klimawandel" nicht mehr durch das Dorf getrieben wird.


Die mache ich mir auch nicht ... nur anders wie bei den zuvor genannten Beispielen sind mehrere Dinge unterschiedlich.

Alles hatte ich schon angeführt, nämlich die Frage, ob die Klimaerwärmung ihre Ursache im menschlichen Handeln hat und falls ja, ob wirklich CO2 dafür ursächlich ist.
Und selbst wenn es so wäre, wird sich das menschliche Handeln und Streben dadurch nicht grundlegend wandeln.

Und dazu kommt das widersprüchliche Handeln in D. Wenn man etwas verändern möchte, dann kostet das Geld, bisweilen viel Geld. Es ist deshalb dumm, einen bestehenden Kraftwerkspark weitgehend zu entwerten und dafür zukünftige Verpflichtungen (EEG) von hunderten von Mrd. einzugehen. Und falls CO2 tatsächlich ursächlich sein sollte, dann war es besonders dumm, die bestehenden AKWs abzuschalten. Vor allem vor dem Hintergrund, dass in den Nachbarländern sowohl die AKWs als auch Kohlekraftwerke weiterlaufen.

Und zu der "Hysterie" durch mittels neuer Technologie ermittelbarer Messwerte, wie würdest du dich denn bitte verhalten, wenn bei dir oder jemandem aus deiner Familie zb. irgendeine Krebsart diagnostiziert werden würde und das Diagnoseverfahren wäre noch keine 40 Jahre alt. Würdest du dann auch sagen ach was ist doch alles in Ordnung warum soll den eine Krankheit behandelt werden, die vor 30 Jahren niemand hätte entdecken oder gar behandeln können.


Auch das ist ein sehr diskussionswürdiger Punkt und kein Argument. Heute werden Krebszellen/Krankheiten diagnostiziert, deren Diagnose noch vor nicht allzu langer Zeit unmöglich gewesen wäre. Nur, wer sagt denn überhaupt, dass diese diagnostizierten Krankheiten überhaupt zu Krankheit/Tod geführt hätten. Sie verbessern rein statistisch aber die Heilungsquote. Und behandelt wird auf jeden Fall: das bringt Geld.

Und ob Du meine Argumente aufgreifst oder nicht oder gar zu widerlegen versuchst ist Deine freie Entscheidung.

Anders als Du bezeichne ich Deine Argumentation aber nicht als "dämlich". Darüber solltest Du vielleicht auch mal nachdenken.
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Re: Klimawandel

Beitragvon CaptainPicard » 18.08.2018, 09:22

Bin letztens auf diesen Zeitungsausschnitt gestoßen:

Bild

Da wird darauf aufmerksam gemacht dass die Temperatur der Erde durch den Ausstoß von CO2 ansteigen wird. Die Zeitung wurde am 14. August 1912 veröffentlicht. Über hundert Jahre später gibt es immer noch Leute die es leugnen.
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Re: Klimawandel

Beitragvon wschmeiser » 18.08.2018, 09:57

@CaptainPicard,
da hast Du wohl einen Volltreffer gelandet ... denn selbst in 1970 betrug der Kohleverbrauch weltweit so ca. 2 Mrd. t.

Deshalb, erst alles hinterfragen und prüfen, und frühestens dann Schlussfolgerungen ziehen.
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Re: Klimawandel

Beitragvon GEST » 18.08.2018, 10:16

CaptainPicard hat geschrieben:Über hundert Jahre später gibt es immer noch Leute die es leugnen.


Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen; vor allem nicht in einem Land, in dem Schwachsinn an Volkshochschulen staatlich gefördert verbreitet wird (siehe u.a. ein aktueller Spiegel-Artikel).

https://de.wikipedia.org/wiki/Forschung ... imawandels

P.S.
Ich frage mich inzwischen ernsthaft, wann ich dem ersten Gravitationsleugner begegnen werde.
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Re: Klimawandel

Beitragvon PV Ndh » 18.08.2018, 10:19

CaptainPicard hat geschrieben:Da wird darauf aufmerksam gemacht dass die Temperatur der Erde durch den Ausstoß von CO2 ansteigen wird. Die Zeitung wurde am 14. August 1912 veröffentlicht. Über hundert Jahre später gibt es immer noch Leute die es leugnen.

Der Mensch ist halt ausnahmslos geistig enorm eingeschränkt manche evtl. etwas weniger andere etwas mehr, und die Evolution nicht in der Lage Wissen zB. über Naturgesetze fest im menschlichen Gehirn zu verankern.
Berichte über für deutsche Behörden tätig werdende Elfenbeauftragte, die nicht im Rahmen der Kleinkindunterhaltung arbeiten, oder über freiberufliche Hexen in Rumänien, die sich durch angedrohte Verfluchung einer Einkommensbesteuerung widersetzen, dürften ja eindeutige Beweise dafür sein.
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Re: Klimawandel

Beitragvon kalle bond » 18.08.2018, 11:33

GEST hat geschrieben: P.S.
Ich frage mich inzwischen ernsthaft, wann ich dem ersten Gravitationsleugner begegnen werde.


Da kann ich dir gern weiterhelfen, such mal in dieser Richtung :D
http://www.heute.at/digital/games/story/Darum-fallen-wir-nicht-von-der-flachen-Erde-41920000
Orte des Grauens werden sich vor dir auftun :evil: .
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Re: Klimawandel

Beitragvon PV-Starter1343x » 18.08.2018, 12:31

Schmimmer als Leugner (die ja immerhin überzeugt sind es ist alles nicht schlimm) sind Ignoranten. Ich habe einen Kollegen, dem ist z.B. einfach egal wenn die Meere verschmutzen. Obwohl er gerne Badeurlaub macht ist es im enotional gleich ob es Strände wie wir sie kennen immer geben wird.
Er kann das auch ganz klar benennen - also er nimmt die fehlenden Emotionen dazu selbst als Paradox war Ber es ist ihm einfach zutiefst egal. So wie vieles andere auch...
Und dann sind da noch die Verdränger. Die schon finden das man was machen muss und sarüber sinnieren wer wo am
besten beginnt während sie mit ihrem ToGo Kaffebecher zwecks Wochenendtrip nach Prag auf dem Weg zum Flughafen sind.

Mein Gefühl ist das es sinniger ist Energie in Verdränger zuninvestieren als in Läugner oder Ignoranten.
5,04 kwp / 16xLG315er Neon2 m.SolarEdgeSE4000, 2 Himmelsrichtungen (-25/65) & 3 Neigungen (60, 42, 20) bei teilw. Wandmontage.

Soll PVGIS Clim.SAF = 912 kwh/kwp
Soll SE Prognose = 992 kwh/kwp
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Re: Klimawandel

Beitragvon eggis » 20.08.2018, 13:49

Klimaforscher lehnen sich jetzt weit aus dem Fenster und behautpen sie hätten ein so zuverlässiges Prognosesystem (Procast) und können so die klimatische Entwicklung für die nächsten 5 Jahre voraussagen.
Neues Klimamodell sagt vier Jahre Hitze voraus (tagesspiegel.de)
Die Forscher sind sich nahezu 100%ig sicher, dass ihre Simulationen die Realität abbilden werden.
Mit sonnigen Grüßen
-eggis-

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